Der Juli 2024 neigt sich seinem Ende zu – und verabschiedet sich mit einem grossen Hitze-Finale. Er macht damit das Sonnenscheindefizit, das noch zu Beginn des Monats herrschte, wieder wett.
«Ein in der Höhe sehr ausgeprägter Höhenrücken» bestimmt in den kommenden Tagen das Wetter in der Schweiz. Dabei erreichen uns heisse Luftmassen aus den Subtropen, wie der Wetterdienst des Bundes meldet. Demnach erwarten uns die bisher heissesten Tage des Jahres. Besonders ausgeprägt werde die Hitzewelle in der Westschweiz, im Wallis und auf der Alpensüdseite ausfallen.
Heute Montag weht noch eine mässige Bise, weshalb die Temperaturen die 30-Grad-Marke noch kaum knacken dürften. MeteoSchweiz erwartet 29 Grad, die Luft ist zunächst noch eher trocken. Uns besuchen lediglich kleinere, «harmlose» Quellwolken über den Bergen.
Das ändert sich am Dienstag, wenn mit der Luftfeuchtigkeit auch die Temperaturen steigen. Am Nachmittag werden darum etwa 33 Grad erwartet. Im Wallis sind gemäss dem Wetterdienst MeteoNews sogar 35 Grad möglich. In der Westschweiz und in den Alpen dürften bereits am Dienstagabend Hitzegewitter auftreten, in der übrigen Schweiz erst am Mittwoch. Auch da wird es Temperaturen um die 33 Grad geben, allerdings bei leicht weniger Sonnenschein.
Zumindest in den Alpen wird es am Mittwoch nur noch zeitweise sonnig und Gewitter können bereits ab dem Mittag auftreten. Im Flachland ist die Lage noch etwas unklarer, aber auch da dürfte es ab dem Nachmittag lokal zu starken Gewittern kommen, meldet MeteoSchweiz.
Wegen der hohen Temperaturen hat der Bund am Sonntag seine Hitzewarnung für die kommende Woche ausgeweitet. Er warnt nun auch für das Genferseebecken vor einer Hitzewelle mit Temperaturen zwischen 31 und 35 Grad in tiefen Lagen. Die Warnung gilt bis am Donnerstag.
Bereits am Freitag hatte MeteoSchweiz eine Hitzewarnung für die Alpensüdseite erlassen. Nun gilt diese flächendeckend für das Gebiet südlich der Alpen, das Wallis und das Genferseegebiet, wie es hiess. Betroffen sind damit auch grosse Teile des Tessins und ein Teil des Misox im Kanton Graubünden.
Im Zusammenhang mit der Hitzewarnung rät der Bund, regelmässig und ausreichend sowie möglichst ungesüsste Flüssigkeit zu trinken – mindestens 1,5 Liter pro Tag. Auch solle man sich vor direkter Sonneneinstrahlung schützen.
Gebäude sollten vor der Hitzeperiode gut durchlüftet werden, insbesondere in der Nacht und frühmorgens, schrieb MeteoSchweiz weiter. Körperliche Anstrengungen seien zu vermeiden. Menschen oder Tiere dürften keinesfalls in Autos zurückgelassen werden.
Das Ende der Hitzewelle ist gemäss MeteoSchweiz noch unsicher. Gemäss den aktuell vorliegenden Prognosegrundlagen erwarte man es am Donnerstagabend – dem Nationalfeiertag.
Fallen deshalb die Feuerwerke ins Wasser? Hier scheinen die Wetterprognosen noch zu unsicher. Laut MeteoSchweiz entwickelt sich in den nächsten Tagen ein Tiefdruckgebiet, das am Donnerstag von Frankreich her nördlich der Schweiz ostwärts zieht. Es zeichne sich darum ein Ende der Hitzewelle ab, gleichzeitig steigt die Schauer- und Gewitterneigung. Wahrscheinlich kommt es darum über den Tag verteilt immer wieder zu Regengüssen. Gemäss MeteoSchweiz ist der Grossteil der Deutschschweiz dabei mehr betroffen als beispielsweise die Genferseeregion und das Tessin.
Der Wetterdienst des Bundes sagt aber:
Eine gute Nachricht bleibt uns jedoch: Nach einem kurzen «Dip» der Temperaturen am Freitag bei unbeständigen und regnerischen etwa 24 Grad, stabilisiert sich das Wetter in der Schweiz am Wochenende wieder: Die Sonne kehrt bei etwa 27 Grad zurück – wir dürfen also wieder unsere Schwimm- und Schattenplätze aufsuchen.
(lak, mit Material der SDA)