Schweiz
Wetter

Wetter Schweiz: Bund warnt vor Hitze – und so wird der 1. August

Es kommen die heissesten Tage des bisherigen Jahres – und so wird der 1. August

Ab Dienstag erwartet die Schweiz die bisher heissesten Tage des Jahres. Zusammen mit einer erhöhten Luftfeuchtigkeit kann das ab Mittwoch zu teils starken Gewittern führen. Der 1. August ist indes noch von hoher Unsicherheit geprägt.
29.07.2024, 12:5829.07.2024, 14:10
Mehr «Schweiz»
Kinder und Erwachsene geniessen die Abkuehlung beim Wasserspiel auf dem Bundesplatz, am Donnerstag, 25. Juli 2024 in Bern. (KEYSTONE/Peter Klaunzer)
Abkühlung gesucht – und gefunden. Zumindest auf dem Bundesplatz in Bern. Bild: keystone

Der Juli 2024 neigt sich seinem Ende zu – und verabschiedet sich mit einem grossen Hitze-Finale. Er macht damit das Sonnenscheindefizit, das noch zu Beginn des Monats herrschte, wieder wett.

«Ein in der Höhe sehr ausgeprägter Höhenrücken» bestimmt in den kommenden Tagen das Wetter in der Schweiz. Dabei erreichen uns heisse Luftmassen aus den Subtropen, wie der Wetterdienst des Bundes meldet. Demnach erwarten uns die bisher heissesten Tage des Jahres. Besonders ausgeprägt werde die Hitzewelle in der Westschweiz, im Wallis und auf der Alpensüdseite ausfallen.

Rund 33 Grad ab Dienstag

Heute Montag weht noch eine mässige Bise, weshalb die Temperaturen die 30-Grad-Marke noch kaum knacken dürften. MeteoSchweiz erwartet 29 Grad, die Luft ist zunächst noch eher trocken. Uns besuchen lediglich kleinere, «harmlose» Quellwolken über den Bergen.

Das ändert sich am Dienstag, wenn mit der Luftfeuchtigkeit auch die Temperaturen steigen. Am Nachmittag werden darum etwa 33 Grad erwartet. Im Wallis sind gemäss dem Wetterdienst MeteoNews sogar 35 Grad möglich. In der Westschweiz und in den Alpen dürften bereits am Dienstagabend Hitzegewitter auftreten, in der übrigen Schweiz erst am Mittwoch. Auch da wird es Temperaturen um die 33 Grad geben, allerdings bei leicht weniger Sonnenschein.

Zumindest in den Alpen wird es am Mittwoch nur noch zeitweise sonnig und Gewitter können bereits ab dem Mittag auftreten. Im Flachland ist die Lage noch etwas unklarer, aber auch da dürfte es ab dem Nachmittag lokal zu starken Gewittern kommen, meldet MeteoSchweiz.

Bund weitet Hitzewarnung auf Genferseegebiet aus

Wegen der hohen Temperaturen hat der Bund am Sonntag seine Hitzewarnung für die kommende Woche ausgeweitet. Er warnt nun auch für das Genferseebecken vor einer Hitzewelle mit Temperaturen zwischen 31 und 35 Grad in tiefen Lagen. Die Warnung gilt bis am Donnerstag.

Bereits am Freitag hatte MeteoSchweiz eine Hitzewarnung für die Alpensüdseite erlassen. Nun gilt diese flächendeckend für das Gebiet südlich der Alpen, das Wallis und das Genferseegebiet, wie es hiess. Betroffen sind damit auch grosse Teile des Tessins und ein Teil des Misox im Kanton Graubünden.

Im Zusammenhang mit der Hitzewarnung rät der Bund, regelmässig und ausreichend sowie möglichst ungesüsste Flüssigkeit zu trinken – mindestens 1,5 Liter pro Tag. Auch solle man sich vor direkter Sonneneinstrahlung schützen.

Gebäude sollten vor der Hitzeperiode gut durchlüftet werden, insbesondere in der Nacht und frühmorgens, schrieb MeteoSchweiz weiter. Körperliche Anstrengungen seien zu vermeiden. Menschen oder Tiere dürften keinesfalls in Autos zurückgelassen werden.

Wie wird der 1. August?

Das Ende der Hitzewelle ist gemäss MeteoSchweiz noch unsicher. Gemäss den aktuell vorliegenden Prognosegrundlagen erwarte man es am Donnerstagabend – dem Nationalfeiertag.

Fallen deshalb die Feuerwerke ins Wasser? Hier scheinen die Wetterprognosen noch zu unsicher. Laut MeteoSchweiz entwickelt sich in den nächsten Tagen ein Tiefdruckgebiet, das am Donnerstag von Frankreich her nördlich der Schweiz ostwärts zieht. Es zeichne sich darum ein Ende der Hitzewelle ab, gleichzeitig steigt die Schauer- und Gewitterneigung. Wahrscheinlich kommt es darum über den Tag verteilt immer wieder zu Regengüssen. Gemäss MeteoSchweiz ist der Grossteil der Deutschschweiz dabei mehr betroffen als beispielsweise die Genferseeregion und das Tessin.

Der Wetterdienst des Bundes sagt aber:

«Da die genaue Zugbahn des Tiefs aber noch unsicher ist, und solche nicht an eine Front gebundenen Regenzellen örtlich und zeitlich kaum genau vorhersagbar sind, ist das Wetter am 1. August für einen bestimmten Ort zu einer bestimmten Zeit noch kaum zuverlässig vorhersagbar.»

Eine gute Nachricht bleibt uns jedoch: Nach einem kurzen «Dip» der Temperaturen am Freitag bei unbeständigen und regnerischen etwa 24 Grad, stabilisiert sich das Wetter in der Schweiz am Wochenende wieder: Die Sonne kehrt bei etwa 27 Grad zurück – wir dürfen also wieder unsere Schwimm- und Schattenplätze aufsuchen.

(lak, mit Material der SDA)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
19 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
19
    «Ich bin der König der Schweiz, denn wer ist es sonst?» – Jonas Lauwiner und sein Imperium
    Ein Schloss, eine eigene Währung und 145 Grundstücke. Das ist das Leben von Jonas Lauwiner, besser bekannt als «Der König von Burgdorf».

    Der selbsternannte König hat seinen zweiten «Feldzug» hinter sich, wie er selbst sagt. Anfang Februar hat er in der Region Küssnacht im Kanton Schwyz drei Herrenlose Grundstücke zum Teil seines «Königlichen Imperiums» gemacht.

    Zur Story