Jährlich sterben in Schweizer Seen und Flüssen über 20 Personen. «Die Risiken werden dabei oft unterschätzt», schreibt die Beratungsstelle für Unfallverhütung (BFU) in einer Mitteilung. Besonders tragisch: Die meisten Unfälle könnten durch einige einfache Regeln verhindert werden. Wir zeigen dir, was es beim Schwimmen im offenen Gewässer zu beachten gilt.
Die Schweizerische Lebensrettungs-Gesellschaft (SLRG) hat sechs Baderegeln aufgestellt, die es in jedem Fall – ob See, Fluss oder Schwimmbad – zu beachten gilt. Es sind diese:
Kommen wir nun zum Schwimmen in offenen Gewässern. Hier herrscht allgemein erhöhte Ertrinkungsgefahr, weil diese Gewässer selten überwacht werden. Hier gilt es grundsätzlich, auch äussere Faktoren wie das Wetter zu beachten. Bei Hochwasser und Gewittern ist Schwimmen im offenen Gewässer nie sicher. Konsultiere dazu die Hochwasserkarte des Bundes und die Wetterapps.
Ein Grossteil der Ertrinkungsunfälle passieren im See. Ein unerwarteter Krampf oder Unterkühlung zwingen auch die besten Schwimmer in die Knie. Deshalb raten sowohl die BFU als auch das SLRG, nie alleine schwimmen zu gehen. Zusätzlich wird eine Schwimmhilfe empfohlen, im besten Fall eine Schwimmboje.
Für Flüsse gilt es zusätzlich zu allen oben genannten Regeln noch einige weitere zu beachten:
Beim «Bööteln» besteht besonders die Gefahr, dass man sich beim Herausspringen oder Kentern eines Bootes den Kopf stösst und bewusstlos im Wasser treibt. Eine Rettungsweste verhindert dabei das Ertrinken.
Weiter neigen besonders grosse Gruppen häufig dazu, ihre Schwimmgeräte zusammenzubinden. Das ist grundsätzlich untersagt. Diese Floatillas können sich an Hindernissen wie Brückenpfeilern oder Ästern verheddern, kentern und Schwimmende unter Wasser drücken. Besonders in Flüssen gilt es, die Wassertemperatur zu beachten.
Eine Rettung aus dem Wasser birgt auch für die rettende Person Gefahren. Deshalb müssen auch hier Regeln beachtet werden. Vor einer Rettung sollten weitere Personen (etwa Passanten) benachrichtigt werden. Danach sollten folgende Szenarien durchgespielt werden:
Die grösste Gefahr birgt eine schwimmende Rettung. Das Problem ist dabei, dass sich eine ertrinkende Person oft panisch verhält. Sie bringt dabei auch die rettende Person in Gefahr. Deshalb bleibt Hilfe auf Abstand die sicherste Variante. (leo)
Einerseits lernt man für sich selbst besser die Gefahren zu erkennen und lernt gleichzeitig andere aus dem Wasser zu retten.
https://www.slrg.ch/de/kurse/grundausbildung
Den ersten Kurs habe ich noch während der Grundschulzeit in der Badi genommen.
Später folgten weitere.
Ich habe in meiner Jugend einmal einen Rettungsschwimmkurs besucht.
Ich konnte immer wieder mal anderen helfen aus dem Wasser zu kommen.
Einmal ging es auf Leben und Tod.
Wir waren eine Gruppe an einem See. Da beobachtete ich eine, die offenbaur nicht so eine gute Schwimmerin war, wie sie hinausschwamm. Plötzlich fing sie an zu gestikulieren und um sich zu schlagen. Ich schwamm zu ihr hin. Es waren sicher mindestens 300 m. Als ich zu ihr kam, wollte sie mich packen. Das ist gefährlich, wenn jemand Panik hat. Ich musste sie kampfunfähig machen.