Die Unwetter des Wochenendes haben ihre Spuren in der Schweiz hinterlassen. Besonders im Bündner Misox-Tal und im Wallis sind die Schäden gewaltig. In Graubünden wurde ein Mann tot geborgen, eine weitere Person bleibt vermisst. Zudem trat der Fluss Moesa über die Ufer und riss Teile der A13 mit sich. Nun hat sich die Hochwasserlage in verschiedenen Regionen der Schweiz wieder beruhigt.
Die zweithöchste Gefahrenstufe gilt weiterhin für den Bodensee. Ebenfalls erhebliche Gefahr besteht für den Rhein ab Bodensee bis zur Thurmündung. Für den Walensee, den Vierwaldstättersee, den Brienzersee sowie den Genfersee gilt laut Bundesamt für Umwelt mässige Gefahr.
Zum Glück zeigten sich der Sonntag und der Montagmorgen schweizweit von ihrer freundlicheren Seite. Die Temperaturen klettern am Montag im Norden auf 25 und im Süden auf 27 Grad. Bereits ab Montagabend werden für die Region um den Genfersee, im Wallis und im Tessin aber weitere Gewitter erwartet. Die Niederschläge dürften laut MeteoNews bis Mittwoch andauern.
Die Vorhersagen für die zweite Wochenhälfte sind wegen der unklaren Lage schwierig zu treffen. Es dürfte aber zumindest vereinzelt auch dann zu weiteren Gewittern kommen. Die Lage bleibt also angespannt.
Bislang lassen sich die tatsächlichen Sachschäden, die nach den Unwettern des Wochenendes zurückbleiben, nicht genau beziffern. Wie mehrere Verantwortliche gegenüber der Nachrichtenagentur Keystone-SDA sagen, gehe man aber von vielen Millionen Franken aus.
Zudem fehlt der Schweiz mit dem Unterbruch der A13 eine wichtige Verkehrsachse in den Süden. Verkehrsexperten rechnen mit dem eingeschränkten Zugverkehr durch den Gotthard nach einem Güterzugunfall und den beginnenden Sommerferien mit einem Verkehrschaos an den Wochenenden. (leo)
Es zeigt sich langsam, dass kein Umwelt- und Klimaschutz auch Geld kostet. Hätten uns doch nur Wissenschaftler bereits vor 40 Jahren gewarnt...