Schweiz
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bild: keystone/bearbeitung watson

Interview

Philip Kovce: «Das Grundeinkommen ist eigentlich ein Grundrecht»

Im Sommer 2016 hat das Schweizer Stimmvolk dem Bedingungslosen Grundeinkommen eine Absage erteilt. Doch die Idee ist damit keineswegs gestorben. Sie sei aktueller denn je, sagt Philip Kovce, einer der Vordenker des Grundeinkommens.



«Bedingungsloses Grundeinkommen, da war doch mal was», denkt sich Otto Normalverbraucher in der Schweiz. In unserer Zeit rasen die Dinge an den Menschen vorbei. Wie ist der aktuelle Stand?
Während das Grundeinkommen auf der Schweizer Politbühne die Hauptrolle spielte, hat die ganze Welt zugesehen. Die Schweizer Abstimmung war deshalb nicht das Ende, sondern der Anfang einer grossen Debatte. Aktuell kämpft beispielsweise in den USA der demokratische Präsidentschaftskandidat Andrew Yang für ein Grundeinkommen. Ausserdem werden derzeit verschiedene Experimente diskutiert.

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Ein Plakat am Abstimmungsfest der Initianten der Grundeinkommensinitiative im «Unternehmen Mitte» in Basel, am Sonntag, 5. Juni 2016. bild: keystone

Beispielsweise das in Finnland. Wie ist das ausgegangen?
Das finnische Experiment hatte bereits falsch begonnen. Es wurde ausschliesslich mit Arbeitslosen durchgeführt, war auf zwei Jahre begrenzt und garantierte bloss einen Betrag deutlich unterhalb des Existenzminimums. Die Ergebnisse sind also wenig aussagekräftig.

In der Zürcher Gemeinde Rheinau ist ein durch Crowdfunding finanziertes Experiment in die Hosen gegangen.
Zum Glück! Auch das Rheinauer Experiment war gut gemeint, aber schlecht gemacht. Was bitte sollte ein Versuch bringen, der ein Jahr lang Spendengelder an Gemeindemitglieder verteilt? Das Grundeinkommen garantiert sämtlichen Bürgern eines Landes lebenslang ein menschenwürdiges Existenzminimum. Argumente dafür oder dagegen muss man nicht in weltfremden Experimenten, sondern im Hier und Jetzt suchen.

Zur Person

Philip Kovce, 33, Ökonom und Philosoph, forscht am Basler Philosophicum sowie an den Universitäten Witten/Herdecke und Freiburg im Breisgau.
Jüngst gab er gemeinsam mit dem Wittener Ökonomen Birger P. Priddat den Sammelband «Bedingungsloses Grundeinkommen. Grundlagentexte» heraus. Gemeinsam mit dem Basler Unternehmer Daniel Häni veröffentlichte Kovce ausserdem die Bücher «Was würdest du arbeiten, wenn für dein Einkommen gesorgt wäre? Manifest zum Grundeinkommen» und «Was fehlt, wenn alles da ist? Warum das bedingungslose Grundeinkommen die richtigen Fragen stellt».

Philipp Kovec

Philip Kovce.

In Österreich wurde derweil ein Volksbegehren zum Grundeinkommen eingereicht.
Es war eine Art Petition, die das Parlament zu einer Debatte zwingen sollte. Obwohl die nötige Anzahl an Unterschriften letztlich verfehlt wurde, beherrschte das Thema die Debatte.

Woran liegt das?
Ganz einfach: Das Thema wirft weiterhin grundsätzliche Fragen auf.

Dabei ist die Idee des Grundeinkommens schon sehr alt, wie Sie in Ihrem aktuellen Buch aufzeigen. Hat es in jüngster Zeit nennenswerte neue Erkenntnisse gegeben?
Ich würde sagen: Neu ist vor allem, dass alte Erkenntnisse plötzlich ernst genommen werden. Der aufklärerische Gedanke, dass das Grundeinkommen eigentlich ein Grundrecht ist, erfreut sich heute zunehmender Beliebtheit. Umfragen zufolge befürwortet mittlerweile bereits die Hälfte der Deutschen das Grundeinkommen.

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bild: keystone

In Deutschland spricht man neuerdings von einer Grundrente für Rentner. Schleicht sich das bedingungslose Grundeinkommen gewissermassen durch die Hintertüre herein?
Die Situation ist einigermassen skurril. Weil das Grundeinkommen zwar immer beliebter, aber parteipolitisch noch immer nicht mehrheitsfähig ist, scheuen Politiker nicht davor zurück, Massnahmen als Grundeinkommen zu verkaufen, die gar kein Grundeinkommen sind. So fordert etwa der Berliner Bürgermeister Michael Müller ein «solidarisches Grundeinkommen», meint damit jedoch profane Arbeitsbeschaffungsmassnahmen.

Ärgert Sie das oder freut es Sie?
Ich kann darüber nur lachen. Einerseits, weil das Verständnis des Grundeinkommens bereits so ausgeprägt ist, dass niemand mehr auf solche politischen Taschenspielertricks hereinfällt. Andererseits, weil sich tatsächlich immer mehr bestehende Sozialleistungen in Richtung Grundeinkommen bewegen.

Welche?
Nehmen wir als bekanntestes Beispiel Hartz IV. Das Bundesverfassungsgericht hat in seiner jüngsten Grundsatzentscheidung die bisherige Sanktionspraxis für verfassungswidrig erklärt und das Grundrecht auf Gewährleistung eines menschenwürdigen Existenzminimums gestärkt. Grünen-Chef Robert Habeck fordert längst anstelle von Hartz IV eine «bedingungslose Garantiesicherung». Und sogar die SPD meint laut aktuellem Parteitagsbeschluss: «Das sozioökonomische und soziokulturelle Existenzminimum muss jederzeit gesichert sein.» Kurz gesagt: Der Hartz-IV-Asozialstaat, der überwacht und straft, hat abgewirtschaftet.

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bild: unsplash

Gibt es noch andere Beispiele?
Letztlich gilt: Überall dort, wo wir Sozialleistungen über Steuern anstatt über Beiträge finanzieren, sorgt der Staat nicht mehr nur für öffentliche Daseinsvorsorge, sondern ebenfalls für individuelle Einkommen. Das betrifft in Deutschland vom Kindergeld bis zur Grundrente inzwischen unzählige Leistungen. Konsequent zu Ende gedacht, könnten viele dieser Leistungen mit weitaus weniger Bürokratie zu einem Grundeinkommen gebündelt werden. Während das vor einigen Jahren noch als sozialromantische Verirrung gegolten hätte, scheint es heute gar nicht mehr so unrealistisch.

Weshalb wird das Grundeinkommen inzwischen ernst genommen?
Vor allem Digitalisierung und Klimawandel verschaffen dem Thema derzeit grosse Aufmerksamkeit.

Gehen wir der Reihe nach. Roboter und künstliche Intelligenz haben in der Abstimmung seinerzeit eine wichtige Rolle gespielt. Damals war die Rede, dass bald jeder zweite Arbeitsplatz verschwinden würde. Das ist nicht eingetreten.
Kein Wunder! Solange wir nicht bereit sind, uns von der Arbeit zu befreien, wird sie uns auch nicht ausgehen. Darauf hat Hannah Arendt bereits in den 50er Jahren hingewiesen.

Was heisst das konkret?
Wenn wir den Arbeitszwang tatsächlich überwinden wollen, dann braucht es dazu nicht in erster Linie noch mehr technischen Fortschritt, sondern vor allem einen neuen Gesellschaftsvertrag. Ansonsten zwingen wir unzählige Menschen weiterhin dazu, unsinnige Arbeiten zu verrichten.

Sprechen Sie von den «Bullshit-Jobs» im Sinne des Ethnologen David Graeber?
Ja. Wenn wir gesellschaftliche Teilhabe allein über Arbeit gewährleisten, dann kümmern wir uns weniger darum, Arbeit möglichst effizient und intelligent zu erledigen. Vielmehr geht es dann darum, jenseits von Sinn und Verstand irgendwelche «Bullshit-Jobs» zu schaffen und Menschen zur Arbeit zu zwingen. Dabei tun wir so, als würden wir noch immer in einer Mangelgesellschaft leben, in der jeder im Schweisse seines Angesichts sein tägliches Brot verdienen muss. Das ist moralisch zynisch und faktisch falsch.

Als Beinahe-Rentner kann ich aus eigener Erfahrung sagen: Arbeit ist stark mit dem Selbstbewusstsein verbunden. Viele Menschen stürzen nach der Pensionierung in ein psychisches Loch. Das spricht doch für den Arbeitszwang.
Von wegen! Das spricht nicht für den Arbeitszwang, sondern gegen ein Arbeitsverbot. Und genau darum geht es ja beim Grundeinkommen: Es geht nicht darum, irgendwen zur Arbeit zu zwingen oder Arbeit grundsätzlich zu verbieten, sondern darum, sinnvolle Arbeit zu ermöglichen und sinnloser vorzubeugen. Der Verlust von «Bullshit-Jobs» ist in jeder Hinsicht ein Gewinn.

Wenden wir uns der Klimaerwärmung zu. Gibt es da einen kausalen Zusammenhang zum Grundeinkommen, oder springen Sie auf einen fahrenden Trendzug auf?
Es wäre tatsächlich falsch, vorschnell und anbiedernd einen kausalen Zusammenhang zu konstruieren.

Wie macht man es richtig?
Wir leben heute in einem Konsumkapitalismus, der Bedürfnisse nicht vorrangig befriedigt, sondern gnadenlos befeuert. Genug ist nie genug. Während uns die Arbeit oftmals krank und unglücklich macht, kaufen wir uns danach meistens ebenso verzweifelt wie erfolglos glücklich. Es ist ein Teufelskreis: Wer sinnlos arbeitet, der stürzt sich zugleich kopflos in die Konsumtempel. Arbeitszwang und Konsumzwang sind zwei Seiten einer Medaille.

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bild: unsplash

Karl Marx hätte gesagt: Entfremdete Arbeit wird mit Prestige-Konsum kompensiert.
Heute gilt: «Bullshit-Jobbing» und «Bullshit-Shopping» heizen sich gegenseitig an. Und genau das heizt den Planeten auf. Wer mit einem Grundeinkommen dafür sorgt, dass Menschen nicht länger als Arbeitstiere gehalten werden, der befreit zugleich die Konsumäffchen aus ihren Zwingern. Menschen zu Arbeitstieren und Konsumäffchen abzurichten, ist nicht nur in jeder Hinsicht gesundheits- und klimaschädlich, sondern schlichtweg unwürdig.

Wo ist das bedingungslose Grundeinkommen heute politisch verortet? Es gibt sowohl Marxisten wie Liberale, ja gar Libertäre, die sich dafür aussprechen. Kann dieser Spagat langfristig gut gehen?
Es ist gerade eine Stärke des Grundeinkommens, dass es sich nicht in ein ideologisches Korsett zwängen lässt. Das Grundeinkommen ist im Grunde genommen eine postideologische Idee, die soziale und liberale Gesichtspunkte zusammenführt.

Führt dies nicht dazu, dass das Grundeinkommen über den politischen Kämpfen schwebt und sich selbst in einen Elfenbeinturm einsperrt?
Es führt dazu, dass sich die notwendigerweise parteiischen Parteien mit dem Grundeinkommen erstmal schwertun. Aber auch das ist kein Manko. Schliesslich geht es mit dem Grundeinkommen nicht um irgendwelche Partikularinteressen, sondern ums grosse Ganze.

Schön, aber trotzdem: Muss man nicht Farbe bekennen? Muss man nicht sagen: Der Neoliberalismus hat ausgedient, wir brauchen eine neue Ordnung der Gesellschaft, und zwar keinen bekloppten Kommunismus à la Sowjetunion?
Natürlich will ich keinen bekloppten, real existierenden Neoliberalismus, wie wir ihn heute haben. Und ich will selbstverständlich auch keinen bekloppten Sowjetkommunismus. Ich will vielmehr ein Grundeinkommen, dem sowohl liberale Unternehmer als auch sozialdemokratische Gewerkschafter grundsätzlich zustimmen können, wenn sie raus aus dem Neoliberalismus und nicht wieder rein in den Sowjetkommunismus wollen.

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«Unter der Führung des grossen Stalin, vorwärts zum Kommunismus!» bild: via posterplakat

Nur wie sieht diese Gesellschaft konkret aus? Irgendwie sind wir nach wie vor zwischen Steinzeit-Kommunismus und Endzeit-Neoliberalismus gefangen. Brauchen wir nicht eine Vision, die über das Grundeinkommen hinausführt?
Wer nach einer geschlossenen Utopie lechzt, der wird vom Grundeinkommen enttäuscht. Geschlossene Utopien tendieren dazu, autoritär zu werden und sowohl Sozialismus als auch Liberalismus in ihren berechtigten Anliegen zu verraten. Das Grundeinkommen beschränkt sich darauf, die Freiheit des Einzelnen grundrechtlich abzusichern. Wenn diese Forderung mit allerlei anderen Wünschen und Zielen verknüpft wird, dann landen wir schneller als gedacht wieder in einem sozialstaatlichen Paternalismus, der übrigens nichts anderes als die Kehrseite des neoliberalen Marktradikalismus darstellt.

Eine autoritäre Variante des Grundeinkommens ist ebenfalls denkbar. China beispielsweise könnte einen staatskapitalistischen Überwachungsstaat mit einem Grundeinkommen koppeln.
Das Grundeinkommen kann als Grundrecht nur demokratisch legitimiert werden. Wer zwar das Existenzminimum sichert, aber Meinungsfreiheit verbietet, der zahlt kein Grundeinkommen für mündige Bürger, sondern eine Stillhalteprämie für hörige Untertanen. Ohne das liberale Fundament einer offenen Gesellschaft ist das Grundeinkommen nichts als Schall und Rauch.

epa08065293 Pro-democracy protesters take part in a rally marking the sixth month anniversary of the protests movement in Hong Kong, China, 12 December 2019. Hong Kong has entered its seventh month of mass protests, which were originally triggered by a now withdrawn extradition bill, and have since turned into a wider pro-democracy movement.  EPA/MIGUEL CANDELA

Pro-demokratische Massenproteste in Hongkong, Dezember 2019. Bild: EPA

Soweit die Theorie. Wie geht es in der Praxis weiter?
In Deutschland muss der Sozialstaat nach dem langjährigen Hartz-IV-Verfassungsbruch eigentlich neu erfunden werden. Wer das Grundrecht auf Gewährleistung eines menschenwürdigen Existenzminimums tatsächlich achten und schützen will, der kommt an einem Grundeinkommen nicht wirklich vorbei.

Und in der Schweiz? Planen Sie bereits eine zweite Volksinitiative?
Es ist bloss eine Frage der Zeit, bis es dazu kommen wird.

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    Alle Leser-Kommentare
  • Dr no 29.12.2019 19:14
    Highlight Highlight Wie alle linken ideen tönt es theoretisch gut - praktisch funktioniert es dann aber nicht. Viel pseudointellektuelles geschwaffel des herrn kovce, aber wo sind konkrete Lösungsvorschläge? Wer finanziert das ganze? Und was machen die leute mit der freizeit wenn sie nicht mehr arbeiten?
    • Swen Goldpreis 29.12.2019 21:12
      Highlight Highlight 1. Das BGE ist KEINE linke Idee, das steht sogar im Artikel.

      2. Wenn du in deiner Freizeit nichts Vernünftiges anzufangen weisst, dann kannst du ja auch weiterhin arbeiten. Das ist nicht verboten.

      3. Richard David Precht empfiehlt eine Kapitaltransaktionssteuer. Das heisst, jedes Mal, wenn Geld den Besitzer wechselt, werden 0,2 Prozent abgeführt. Das würde nicht nur zur Finanzierung reichen, sondern hätte auch den Vorteil, dass Spekulieren ein bisschen weniger attraktiv wird. Das wäre dann sogar ein sekundärer Gewinn.
    • Dr no 30.12.2019 09:24
      Highlight Highlight 1.Na wenn es im Artikel steht wirds natürlich stimmen.
      2. ich schon - aber alle andern? Und der impact auf die umwelt durch freizeitaktivitäten?
  • Lienat 29.12.2019 12:35
    Highlight Highlight Ich habe meine Zweifel, dass ein bedingungsloses Grundeinkommen auf Dauer flächendecken funktionieren kann. Geld ist im wesentlichen nur so viel wert, wie jemand bereit ist, dafür zu arbeiten. Natürlich werden viele auch mit einem BGE noch weiterarbeiten. Aber vermutlich nicht mehr 5 Tage pro Woche (so ein verlängertes Wochenende ist halt schon cool) und vielleicht nur noch 5 Stunden pro Tag (man will ja den Feierabend geniessen). So hätten wir schnell mal die Arbeitsleistung der CH halbiert. Das kann nur funktionieren, wenn wir auch auf die Hälfte unseres Lebensstandards verzichnten wollen.
    • Swen Goldpreis 29.12.2019 21:14
      Highlight Highlight Ja, aber "irgendwer" können auch Roboter und andere Maschinen sein. Unter lohnt ist ja nicht deswegen 100 Mal höher als von jemand in der indischen Pampa, weil wir 100 Mal länger arbeiten, sondern weil wir - neben anderen Gründen - eine sehr viel höhere Arbeitseffizient haben.
    • Lienat 29.12.2019 21:47
      Highlight Highlight @Swen: Oh ja, irgendwann in Zukunft werden wir vielleicht alle Arbeiten von Maschinen erledigen lassen können (wie das Andreas Eschbach bereits in seinem ausgezeichneten Roman "Herr aller Dinge" angedacht hat). Dann können wir im Prinzip auch das Geld abschaffen. Noch sind wir aber nicht soweit. Wenn wir heute trotz weniger Arbeit unseren Lebensstandard aufrechterhalten wollen, dann bedeutet das primär, dass die Ärmsten der Welt noch mehr als jetzt schon für uns schuften müssen. Denn unsere hohe Kaufkraft basiert zu grossen Teilen auf deren Arbeitsleistung.
  • Raembe 29.12.2019 12:09
    Highlight Highlight Lieber ein 100% Arbeitspensum mit 32h Woche und gleichem Lohn wie jetzt.
  • Saerd neute 29.12.2019 10:42
    Highlight Highlight <<Bullshit-Jobs»

    ??


    Also ist jede Arbeit die nicht gut bezahlt ist "Bullshit"?


    Und viele Linke sind Akademiker und arbeiten als Beamte in höheren Positionen und würden nie im Leben eine Arbeit im" Bullshit- Sektor" ( so eine blöde Bezeichnung!) machen?

    Und haben nicht gerade viele Ausländer solche Jobs?

    Und sind es nicht die Linken die eine Zuwanderung von solchen "Bullshit -Fachkräften" sehr begrüssen?

    Fällt etwas auf?

    Ja, ohne die Zuwanderung würde niemand den "Bullshit " machen. Das haben scheinbar vorallem die Linken gemerkt.
    • Ueli der Knecht 29.12.2019 14:47
      Highlight Highlight Unglaublich, wie sehr du dich über eine Wort enervierst, Saerd neute.

      Es geht nicht um Bullshit-Jobs, sondern darum, dass diese Dreckjobs anständig und gerecht entlöhnt weden.

      Zur Zeit erhalten die "zugewanderten Drecksarbeiter" keine angemessene, gerechte und anständige Löhne. Denn sie sind gezwungen, diese Arbeiten zu übernehmen, damit sie überleben und ihre Familien ernähren können. Das ist moderne Sklaverei. Arbeitszwang.

      Die Sklaverei würde mit dem BGE endlich abgeschafft. Dann müssten Drecksarbeiten endlich anständig entlöhnt werden, denn sonst macht sie keiner mehr.

      Darum geht's.
    • Luki Bünger 29.12.2019 15:39
      Highlight Highlight Ähm, du regst dich unnötigerweise auf. Mit bullshit jobs sind keinesfalls schlecht bezahlte Infrastruktur-Jobs gemeint, sondern wohl eher die Art von Beschäftigungstherapie, wie sie der Dienstleistungssektor täglich neu erfindet. Überwiegend besetzt von Akademikern btw.

      https://en.wikipedia.org/wiki/Bullshit_Jobs
    • bebby 29.12.2019 18:41
      Highlight Highlight Ist letztlich eine Frage der Einstellung. Erwerbsarbeit dient letztlich dem Erwerb. Und ob es einen glücklich macht oder nicht liegt an der eigenen Einstellung. Selbst die kreativsten Jobs können unbefriedigend wirken, wenn man nicht die richtige Einstellung mitbringt oder zu hohe Erwartungen hat. Nicht der Job ist das Problem, sondern man selbst.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Saerd neute 29.12.2019 09:39
    Highlight Highlight Wenn ich den Artikel so lese bekomme ich immer mehr das Gefühl dieser Philip Kovce hat zu lange studiert und dabei Ökonomie und Philosophie irgendwie durcheinander gebracht.
    Das ist so total realitätsfremd dass man dabei fast Hühnerhaut kriegt.
    • npe 29.12.2019 13:26
      Highlight Highlight Dann klär uns auf, allwissender Saerd neute
    • Saerd neute 29.12.2019 14:53
      Highlight Highlight npe
      Eigentlich hätte ich erwartet dass jemand MICH aufklärt wie sowas funktionieren soll.
    • Ueli der Knecht 29.12.2019 15:49
      Highlight Highlight Saerd neute:
      Lies einfach die vielen sachlichen Beiträge und Vorschläge der BGE-Befürworter in der Kommentarspalte hier. Oder google dich etwas durch die vielfältige Literatur dazu.

      Ich vermute aber vielmehr, dass man dir die Vorschläge sogar hinter die Ohren schreiben oder vor die Nase halten kannst, und du sie dann immer noch nicht wahrnehmen willst oder kannst, weil sie nicht in die alte Welt passen, die du kennst, und weil du nicht bereit bist, deinen Horizont zu erweitern und dir eine modernere, bessere Welt vorzustellen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Avalon 29.12.2019 09:28
    Highlight Highlight Zusammenfassend kann man sagen:
    Es gibt hier viele Visionäre (pro BGE, pro Entwicklung) und viele Bewahrer (contra BGE, alles soll beim Alten bleiben).
    Es ist erstaunlich, wie wenig sich die Bewahrer mit dem Konzept des BGE auseinandergesetzt haben 😉 sie listen Fragen und Zweifel auf, stolz auf ihre Ratio und ihre bisherige Leistung im Leben. Vieles von dem, was sie in die Runde werfen, liesse sich ganz einfach nachlesen ...
    Im Hintergrund lauert die Angst (Arbeit = Identität, was, wenn ich mich nicht mehr über die Arbeit identifizieren kann?)
    Bei der Einführung der AHV war es ganz ähnlich.
    • Maracuja 29.12.2019 12:34
      Highlight Highlight @Avalon: Bei der Einführung der AHV war es ganz ähnlich

      Wohl eher nicht, damals gelang es eine Mehrheit zu überzeugen. Diverse BGE-Befürworter wie Sie drücken sich vor der mühsamen Kleinarbeit Fragen zu beantworten und Skeptiker mit gut durchdachten Argumenten zu überzeugen. Stattdessen setzen Sie auf dämliche Gruppenbildung gesetzt: Visionäre, welche die Entwicklung vorantreiben gegen lesefaule Bewahrer, die wollen, dass Alles beim Alten bleibt. Mit dieser Schiene sichern Sie sich Zustimmung der eigenen Gruppe, dürften aber kaum Mehrheiten gewinnen.
    • Ueli der Knecht 29.12.2019 14:54
      Highlight Highlight Du bist gutes Exempel dessen, was Avalon beschreibt, Maracuja.

      Avalon:
      "Es ist erstaunlich, wie wenig sich die Bewahrer mit dem Konzept des BGE auseinandergesetzt haben."

      Maracuja:
      "Diverse BGE-Befürworter wie Sie drücken sich vor der mühsamen Kleinarbeit Fragen zu beantworten und Skeptiker mit gut durchdachten Argumenten zu überzeugen."

      Wie soll man Skeptiker überzeugen, wenn die ebenso alle Antworten auf ihre Fragen ignorieren, so wie auch die zahlreichen desbezüglichen wissenschaftlichen Untersuchungen, und stattdessen dann lieber was von "dämliche Gruppenbildung" schwurbeln.

      Siehste?
    • Maracuja 29.12.2019 16:06
      Highlight Highlight @Ueli

      Dass Sie sich für sehr schlau und mich für dumm/ignorant halten, haben Sie schon des öfteren in Ihren Kommentaren zum Ausdruck gebracht. Offensichtlich entgeht Ihnen trotzdem etwas. Wenn sich ein Befürworter des BGE die Mühe nimmt, meine Fragen sachlich zu beantworten, erreicht diese Antwort nicht nur mich, sondern auch Mitlesende. Sollte die Antwort mich nicht überzeugen, bewirkt sie vielleicht bei einem der Mitlesenden etwas.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Super8 29.12.2019 08:39
    Highlight Highlight Nicht ganz bedingungsloses Grundeinkommen in Verbindung mit bedingungslosem Sozialdienstpflicht. Einverstanden.
  • Tenno 29.12.2019 07:23
    Highlight Highlight 2/2
    Ist es zudem dann wieder OK, wenn das Geld für das Mindesteinkommen durch Rohstoffhändler/Spekulanten, Despoten Gelder auf Nr. Konten etc. finanziert wird?
    Ein Mindesteinkommen müsste weltweit kommen. Allein für die Schweiz ist es pure Dekadenz, welches die Bevölkerung einies der reichsten Länder der Welt noch mehr bevorzugt als sie schon ist. Zudem ein riesen Mittelfinger für jegliche Umweltziele.
    • Tenno 29.12.2019 11:50
      Highlight Highlight Liebe Blitzer
      Nervtveuch die nackte Wahrheit, seid ihr sauer, dass es lrider auch viele negative Seiten hat? Eine Erklärung wäre toll.
  • Tenno 29.12.2019 07:16
    Highlight Highlight 1/1 Wieso soll die Bevölkerung von diesem Land noch privilegierter werden als sie bereits ist? Ausser Glück, dass man in der Schweiz zur Welt kam oder es geschafft hat, hier herzukomme. Und sich niederzulassen, wurde ja nichts dafür gemacht.
    Der ökologische Fussabdruck der Schweiz wird noch grösser als er bereits schon ist. Mehr Geld gleich mehr Konsum und Ferien.
    Steigen mehr aus dem System aus und leven "sparsamer" werden mehr Güter aus Billiglohnländern importiert, also unterstützen wir so die Ausnutzung dieser Arbeitskräfte in diesen Ländern.
  • Booker 29.12.2019 06:47
    Highlight Highlight Nicht nur die Versuche in letzter Zeit sind allesamt schief gegangen. Auch Versuche im Ausland, die teils seit Jahrzehnten laufen zeigen halt, dass "unverdientes" Geld gerne genommen und genauso gern wieder ausgegebene wird. Und weil man dann ja viel Zeit hat für so sinnvolle Sachen wie Alkohol, Drogen etc.
    Das BGE wäre der Motivationskiller für Jugendliche eine entsprechende Ausbildung in Angriff zu nehmen und sich weiterzubilden
    Mehrere interessante Berichte zum Grundeinkommen (Franz. Sozialhilfe) in Französisch Guyana lassen sich googeln.
    • Swen Goldpreis 30.12.2019 02:18
      Highlight Highlight Es gab bisher keinen einzigen Versuch mit realen Bedingungen. Es macht einen gewaltigen Unterschied, ob man an einem befristeten Experiment teilnimmt oder ob man weiss, dass man lebenslang finanziell abgesichert ist.

      Dass es bei einem BGE Leute gibt, die sich nicht sinnvoll zu beschäftigen wissen, ist klar. Das ist ja auch heute so. Aber das BGE gibt auch positive Impulse. Es wird jungen Unternehmern leichter fallen, ein Startup zu gründen, wenn sie mit einem Grundeinkommen abgesichert sind. Leute können sich mit Freiwilligenarbeit engagieren oder das studieren, was sie schon immer wollten.
  • Schneider Alex 29.12.2019 05:48
    Highlight Highlight Bedingungsloses Grundeinkommen (BGE): Es gibt genügend sinnvolle Arbeit!

    Beim bedingungslosen Grundeinkommen besteht der Verdacht, es gebe nicht genügend Arbeit. Das ist natürlich ein Irrtum. Im Umwelt-, Sozial-, Gesundheits-, Bildungs- und Sicherheitsbereich gibt es genügend sinnvolle Arbeit. Die Eingliederung in den Arbeitsprozess ist insbesondere für die Jungen zentral und sollte nicht durch die Suggestion "free lunch" unterlaufen werden. Minimallöhne sind daher zweckmässiger als das bedingungslose Grundeinkommen.
  • Rabbi Jussuf 29.12.2019 01:00
    Highlight Highlight Philip Kovce: «Das Grundeinkommen ist eigentlich ein Grundrecht»

    Wer solchen Hirnbrunz zum besten gibt, kann doch nicht ernst genommen werden. Es erübrigt sich jede weitere Diskussion.
    Nur weil Nietzsche mal in Basel war, muss der Mann heute nicht meinen, alles was dort auf Staatskosten! produziert wird, sei sakrosankt.

    • Ueli der Knecht 29.12.2019 14:56
      Highlight Highlight Wiedermal fehlem dem Jussuf sachliche und anständige Argumente, weswegen er mit seiner Wortwahlt wieder mal zu glänzen glaubt, sich aber nur wieder mal lächerlich macht.

      Ad Hominem-Argumente funktionieren nicht, Jussuf. Versuche es bitte sachlich und anständig, oder lass es einfach nur bleiben. Denn du machst dich nicht nur lächerlich sondern disqualifizierst dich auch.
    • Rabbi Jussuf 29.12.2019 16:20
      Highlight Highlight Ueli
      Das war sachlich.
      Wer Unsinn rauslässt, muss damit rechnen, dass eine entsprechende Entgegnung auf den Unsinn kommt.

      Mit den Ad Hominem-Argumenten solltest ganz besonders du aufpassen, lieber Ueli!
      Mit dem Anstand ebenso.
    • Maracuja 29.12.2019 17:34
      Highlight Highlight @Rabbi Jussuf: Mit den Ad Hominem-Argumenten solltest ganz besonders du aufpassen, lieber Ueli!

      Ueli ist auch nicht fähig die eigenen Unzulänglichkeiten zu erkennen, wenn man ihm diese unter die Nase reibt. Halt ein weiteres stabiles Genie, dass sich für perfekt und alle Andersdenkenden für ausgemachte Volltrottel oder böswillig hält. Deshalb fühlt er sich auch völlig im Recht verbale Steine auf andere zu schmeissen.
  • Toerpe Zwerg 28.12.2019 22:41
    Highlight Highlight 264 Kommentare, viele Befürworter, und noch immer hatte niemand die Güte, die Bedingungen für den Erhalt des angeblich bedingungslosen Grundeinkommens zu nennen.
    • Nurmalso 28.12.2019 23:08
      Highlight Highlight Die Bedingung ist das es keine Bedingung gibt.

      Und der Grund warum es nicht kommt ist weil uns sie Angst vor dem Wirtschaftlichen Zusammenbruch nahegelegt wird. Dies vorzugsweise von Leuten welche das Bedingungslose Grundeinkommen täglich verdienen.

      Ausserdem haben wir angst dass Leute aus dem System aussteigen könnten.
      Wo kämen wir denn hin wenn jeder faul sein darf.
    • Toerpe Zwerg 29.12.2019 00:54
      Highlight Highlight Keine Bedingung ...

      - Wohnsitz? Erstwohnsitz?
      - Bei unbekanntem Aufenthaltsort?
      - Ohne Bankkonto?
      - Aufenthaltsbewilligung? Welche?
      - Anspruch direkt mit Zuzug aus dem Ausland? Für immer?
      - Staatszugehörigkeit?
      - Alter?
      - Tatsächliche Anwesenheit im Land? Winterhalbjahr in Thailand, Sommerhalbjahr hier geht? Ein Jahr Reisen? Zwei Jahre? Ein halbes? Drei mal im Jahr kurz vorbeischauen?
      - Im Ausland studieren?
      - Bei Verbüssung einer Freiheitsstrafe in der Schweiz? Im Ausland?
      - Als Grenzgänger mit Anstellung im Ausland?

      ... Na?
      -
    • Nurmalso 29.12.2019 03:13
      Highlight Highlight Ist doch klar, es sind die gleichen Bedingungen wie beim Bezug von Arbeitslosengeldern einfach mitdem Unterschied dass man nicht zur Stellensuche gezwungen wird.

      Ich persönlich finde allerdings 4000+ auch etwas überzogen denke um die 3000 sind angemessen damit kann man durchaus klar kommen.
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  • Paedu87 28.12.2019 19:49
    Highlight Highlight Auch dieses System wird Probleme mit sich bringen. Ich bin nach wie vor der Meinung, das der Kapitalismus der richtige Weg ist. Meiner Meinung fehlt es eher an mündigen Konsumenten, mutigen Arbeitnehmer und aufmerksamen Wähler als an Änderungen am System. Und ja, vieles läuft heute schief aber da versagt meist der Gesetzgeber was eben auf die Wähler daher Bürger zurückzuführen ist.
    • FrancoL 28.12.2019 20:56
      Highlight Highlight Solange die Mündigkeit weitgehend ein "auf sich selbst schauen" beinhaltet wird der Kapitalismus kaum der richtige Weg sein.
      Die Solidarität muss ein fester Bestandteil sein und nicht nur ein Almosen, dann könnte die Zukunft besser aussehen.
    • Toerpe Zwerg 29.12.2019 08:25
      Highlight Highlight Solidarität lässt sich nicht obrigkeitlich verordnen und ist entsprechend der falsche Ausdruck. Sie meinen profan Umverteilung und nicht Solidarität.
    • FrancoL 29.12.2019 10:48
      Highlight Highlight @Toerpe Zwerg; da täuschen Sie sich gewaltig. Solidarität lässt sich zwar nicht verordnen, wächst aber je nach Umständen ohne grosses dazutun, leider erst wenn es beim Überleben „eng“ wird, was nicht gerade für die Intelligenz des Menschen spricht.
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  • Kramer 28.12.2019 19:36
    Highlight Highlight „Atlas Shrugged“ von Ayn Rand empfehle ich jedem zu lesen der sich über solche Themen Gedanken macht. Ich teile ihre Meinung und die Aussagen des Buches nicht, aber gewisse Punkte zeigen tatsächlich existierende Probleme auf, und sollten zum Nachdenken anregen.
    Es sind Punkte die auch gegen ein Grundeinkommen sprechen, das eine gutgemeinte aber untaugliche Lösung für die Probleme des Neoliberalismus ist.
    • geissenpetrov 29.12.2019 17:01
      Highlight Highlight Ayn Rand verteufelte ein Leben lang die Sozialhilfe und lebte selbst von Sozialhilfe. Dies nota bene in einem Land, wo jeder achte von Lebensmittelmarken abhängig ist.

      Ich denke, Du solltest dringend Bücher lesen, die etwas weitsichtigeren Inhalt bieten.
  • geissenpetrov 28.12.2019 19:23
    Highlight Highlight Wie wäre es mit Arbeitszeitverkürzung bei vollem Lohn- und Personalausgleich?
    Als Indikator dient das preisbereinigte BIP pro Kopf. Beträgt dies 1,2% wird im darauffolgenden Jahr die Arbeitszeit um 1,2% gekürzt und der Lohn um 1,2% erhöht. Die Unternehmen sind dabei in der Pflicht, die dadurch freigeworden Stellenprozente auf dem Markt auszuschreiben.
    So hätten wir nach zehn Jahren folgendes Bild: ca. 30h Woche, gleicher Lohn, wie heute, 12% mehr Arbeitsplätze, und dies alles bei gleichbleibendem wirtsch. Ausstoss.
    Die Idee ist über 20 J. alt und trotz ihrer Genialität leider fast unbekannt.
    • Maracuja 28.12.2019 19:51
      Highlight Highlight Da würden aber ganz normale Lohnempfänger profitieren und das ist offensichtlich in diesem Land nicht erwünscht.
    • FrancoL 28.12.2019 20:58
      Highlight Highlight Sie ist nicht unbekannt sondern ganz klar unerwünscht, denn gerade in der Schweiz wird für die oberen Zehntausend gearbeitet und nicht für die Mehrheit der Gesellschaft.
    • geissenpetrov 29.12.2019 00:45
      Highlight Highlight Ich alter Romantiker. Es sind naturlich, bei linearem Wachstum, ca. 36h/Wo.
      Auch gut. Ist immerhin ein Tag mehr frei die Woche. Ich könnte die Zeit gut nutzen, um beispielsweise
      die Kunst des Prozentrechnens zu erlernen.
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  • Kramer 28.12.2019 19:22
    Highlight Highlight Vergesst das Grundeinkommen, es denkt von der falschen Seite her. Ein Mensch soll nicht etwas dafür bekommen, weil er einfach ist; das geht in den grossen Gruppen ohne soziale Kontrolle unweigerlich schief.
    Im Gegenteil, es sollte eine Pflicht geben, etwas für die Gesellschaft tun zu müssen, also auch keine Sozialhilfe ohne Gegenleistung irgend einer Art.
    • Maracuja 28.12.2019 19:49
      Highlight Highlight @Kramer: Im Gegenteil, es sollte eine Pflicht geben, etwas für die Gesellschaft tun zu müssen, also auch keine Sozialhilfe ohne Gegenleistung irgend einer Art.

      Sie befürworten also eine Gesellschaft, die Sozialhilfe nur gegen Frondienste gewährt? Gilt das auch wenn die Empfänger Kinder sind?
    • geissenpetrov 29.12.2019 09:11
      Highlight Highlight Was ist, wenn du unverschuldet, sagen wir durch familiäre Probleme oder durch Krankheit, eines Tages selbst von Sozialhilfe abhängig wirst? Gilt dann dein Grundsatz noch genau so?
      Deine geschätzte Autorin Ayn Rand, hat ein Leben lang die Sozialhilfe verzteufelt und den Turbokapialismus gehuldigt. Am Ende war sie selbst Sozilhilfebezügerin.
      Nichts als Doppelstandards, von euch Marktradikalen!
    • Ueli der Knecht 29.12.2019 15:18
      Highlight Highlight "Im Gegenteil, es sollte eine Pflicht geben, etwas für die Gesellschaft tun zu müssen, also auch keine Sozialhilfe ohne Gegenleistung irgend einer Art."

      Es übersteigt offensichtlich deinen geistigen Horizont, kramer, dass sich Menschen ganz ohne jeglichen Zwang für ihre Mitmenschen einsetzen, und sich der Gesellschaft gegenüber verpflichtet fühlen.

      Es ist aber verkehrt, von dir selbst auf alle anderen zu schliessen, kramer.

      Menschen tragen (intrinsische) Verantwortung für Mitmenschen und Umwelt, ganz ohne jeden Zwang.

      "Zuerst das Fressen, dann die Moral."
      -Bertold Brecht.
  • Jari Bruppacher 28.12.2019 18:01
    Highlight Highlight Ich finde es interessant, dass die meisten Menschen in den Kommentaren wohl gegen eine Einführung der Todesstafe für Mörder wären, sie aber scheinbar kein Problem damit haben, Leute die nicht arbeiten wollen verhungern zu lassen.
    Mir tun Menschen Leid, die den Wert ihres Lebens über Arbeit definieren. Was muss das für ein leeres Leben sein, wenn von anderen aufgetragene Arbeit das sinnstiftende Element der eigenen Existenz ist? Arbeit sollte ein Mittel zum Zweck sein und nicht der eigentliche Lebensinhalt, wie von vielen postuliert wird.
    • Kramer 28.12.2019 19:29
      Highlight Highlight Sorry, Leute die verhungern weil sie nicht arbeiten wollen begehen Selbstmord.
      Wie sieht eigentlich die Logik dahinter aus, dass ein 1.Weltler mit seinem Grundeinkommen Dinge kauft die in Asien oder Afrika zu Hungerlöhnen gefertigt wurden, und wie definieren wir den Wert eines Lebens in diesem Fall?

      Das Grundeinkommen hat für mich etwas von Wohlstandsverwahrlosung, die Idee, dass man etwas bekommt, ohne etwas leisten zu müssen.
    • Ueli der Knecht 29.12.2019 15:25
      Highlight Highlight Vielmehr zeugt dein von Menschenverachtung strotzender Beitrag von deiner Wohlstandsverwahrlosung, Kramer.

      Lies da:
      https://www.watson.ch/!993164658

      Die Hälfte der Menschheit lebt in Armut (Tendenz steigend):

      70% hungern (Tendenz steigend);

      30% haben keinen Zugang zu sauberem Wasser (Tendenz steigend).

      Das sind in deinen Augen natürlich alles Selbstmörder. Armselig.

      "Wenn sie kein Brot haben, sollen sie doch Kuchen essen."
      -Jean-Jacques Rousseau, der damit die Dekadenz (Wohlstandsverwahrlosung) von Marie Antoinette beschreibt, die der deinigen ganz ähnlich ist, Kramer.
    • UriStier 29.12.2019 15:47
      Highlight Highlight @Kramer

      Ich würde gerne arbeiten, aber die Arbeitgeber lassen michen nicht.
      Der beste Spruch den ich vom letzten rein gedrückt bekommen habe war, auf Grund meiner Krankheit bringe ich zu wenig Leistung weil ich nur 8h arbeiten darf. Dumm nur das ich in 8h mehr und qualitativ bessere Arbeit gemacht habe als solche die 12h arbeiten. Aber danke für so dämliche Argumente, nicht jeder der nicht arbeitet will auch nicht arbeiten, nein viele möchten aber man lässt sie nicht
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  • njemand 28.12.2019 17:40
    Highlight Highlight Och man - wenn man so die Kommentare hier liest, gibt es offensichtlich noch mehr Aufklärungsarbeit als gedacht.

    An Geld mangelts nun mal wirklich nicht in unserem Land. Es geht in erster Linie einfach um eine neue, sozialere und nachhaltigere Verteilung. Es wird nicht - wie hier oft zitiert - einfach jedem und jeder Geld verschenkt.
    • carlos zapato 28.12.2019 18:19
      Highlight Highlight Klar gibts genug Geld in diesem Land, aber es ist nicht Ihres, also sollten Sie sich auch nicht den Kopf über den Besitz anderer zerbrechen. Aber wenn Sie ihr Geld verteilen möchten, nur zu.
  • Jorge de los alpes 28.12.2019 17:37
    Highlight Highlight Absoluter Stumpfsinn. Durch wen würde die Finanzierung erfolgen? Durch die Reichen, welche sich schon mit allen Tricks dem Fiskus ausweichen, wohl sicher nicht. Die Leidtragenden würde dann sicher wieder mal die Mittelschicht sein. Und unser bereits mit Menschen überfülltes Land würde dann sicher von Leuten aus anderen Ländern überschwemmt, die dann vom bedingungslosen Einkommen profitieren wollen.
  • Martel 28.12.2019 17:01
    Highlight Highlight Das Problem mit dem BGE ist doch, dass dann alle Sozialversicherungen wegfallen würden, da das BGE ja alle ersetzt. So weit so gut, wenn dann jedoch plötzlich mal „die falschen“ an der Macht sind, könnte man mit dem Aufheben des BGE auf einen Strich alle lange und mühsam erkämpften Sozialversicherungen vernichten. Der Traum aller Neolibs (was die Mehrheit der BGE-Befürworter ja auch sind). Zum Glück wird dieses antisoziale und ultrakapitalistische BGE nie eingeführt.
    • MAOAM 28.12.2019 17:27
      Highlight Highlight Du widerspricht dich in deinem Text. Suche den Fehler.
    • Blümerant 28.12.2019 18:07
      Highlight Highlight Das Volk ist der Souverän in der Schweiz. Sollten da die „falschen“ an der Macht sein, könnte man sich selbst auf die Schultern klopfen....
    • MAOAM 29.12.2019 19:07
      Highlight Highlight Wenn jeder Schweizer Gesetze formulieren dürfte...
  • Cocalero 28.12.2019 15:57
    Highlight Highlight Logisch ist das ein grundrecht !!!!
  • Waldorf 28.12.2019 15:22
    Highlight Highlight Ich lese hier Kommentare. So viele Neinsager. Wie wenn alles immer so weitergehen könnte wie bisher.
    • LongDong Silver 28.12.2019 17:08
      Highlight Highlight Komfort-Zone halt... Aber auch diese Blase platzt früher oder später.
    • MAOAM 28.12.2019 17:35
      Highlight Highlight Wie viele Anläufe brauchte die AHV? Sie kam und war gut. Ja sogar sehr gut. Jetzt wird es Zeit über eine Weiterentwicklung nachzudenken. Vor Neuem haben bekanntlich die meisten Angst. Es braucht halt noch seine Zeit. Die Sache ich auch noch nicht so ganz ausgereift, aber deswegen würde ich sie nie einfach zum Vornherein verteufeln. Wenn dann die ersten Jobs verloren gehen und die Leute keine Arbeit mehr finden wegen der vortlaufenden Automatisiedung, spätestens dann öffnen sich neue Türen...
  • honigdachs 28.12.2019 15:02
    Highlight Highlight Ich habe das Gefühl, dass auch mit BGE, die Reichen immer reicher werden und mit ihren Produkten für eine künstliche Knappheit sorgen werden. Es braucht zuerst eine Umverteilung durch höhere Steuern.
  • Hoci 28.12.2019 14:31
    Highlight Highlight Sich das essen abarbeiten zu können, wenn man gesund ist, ist vielleicht eon menschenrecht.
    Aber das einem rinfach so geld zustehen soll weil man existiert ist absurd.
    Jedem der keine Arbeit und gesund genug ist, sollte eine Arbeit oder ein genug grosses Feld und Betatung zu geben.
    Verhungert die Person aus Faulheit- selber Schuld.
    Die Gedanken zeigen die Dekadenz suf, da würde ich lieber mia an wortschaftsflüchtlingen aufnehmen, die sonst verhungern würden.
    • grünergutmensch 28.12.2019 16:16
      Highlight Highlight Setzen, 1
    • FrancoL 28.12.2019 18:42
      Highlight Highlight Wenn ich Ihre Zeilen lesen, kann ich mir kaum vorstellen, dass Sie ihr Dasein finanziell unabhängig stützen können.
  • Bynaus 28.12.2019 14:02
    Highlight Highlight Langfristig führt nichts am BGE vorbei. Das Grundrecht zur Existenzsicherung (und nur darum geht es, nicht um die Finanzierung des "überexistenziellen" Konsums durch die Gesellschaft, wie die Gegner gerne behaupten!) muss von der Lohnarbeit entkoppelt werden. Das sind zwei ganz andere Schuhe. Die "ganze anfallende Arbeit" wird weiterhin geleistet werden, weil Menschen weiterhin überexistenziell konsumieren wollen. Wer würde mit einem Working Poor tauschen wollen, selbst wenn er dabei nicht arbeiten müsste? Eben!
    • Hierundjetzt 28.12.2019 14:26
      Highlight Highlight Das ist reine Theorie ohne Realitätsbezug.

      Was an der Uni schampar logisch tönt blendet einfach unbequeme Realitäten aus.

      zB den Menschen
    • Now 28.12.2019 14:32
      Highlight Highlight Nein blendet es eben nicht. Jeder (psychisch stabil) Mensch zieht eine sinnvolle Arbeit dem nichts tun vor.
    • Hoci 28.12.2019 14:39
      Highlight Highlight Absurd. Der Mensch musste schon immer arbeiten um zu überleben. Ergo ist Faulheit und trotzdem sattsein kein Menschenrecht.
      Das widerspricht jeder Erfahrung. Alleine die Wut auf die faulen Parasiten wird man zurecht- gesunder Menschenverstand seis gedankt- nie abstellen.
      Der Mensch ist was er tut, erreicht und arbeitet. Da kann ein Fabrikarbeiter mehr Wert sein wie der Bankdirektor. Denn es kommt nicht aufs Geld an. Nur so fpr dich als Gedankenanstoss.
      Eher solltest du extremkspitalistische denkweise anprangern, die jobs entmenschlicht.
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  • Love_Lu 28.12.2019 14:00
    Highlight Highlight Wo her kommt das Geld? Anstatt sinnlos zu schenken besser in der Bildung zu unterstützen. Viele Studenten brauchen das Förderungsmittel. Nicht mal ein Darlehn haben sie bekommen. Der Förderungsbetrag ist auch winzig.
    • Ueli der Knecht 28.12.2019 17:31
      Highlight Highlight Love_Lu: Das Geld kommt durch die Versteigerung der primären Ressourcen an diejenigen, die damit Geschäfte machen wollen.

      Primäre Ressourcen wären: Boden, Rohstoffe/Schürfrechte, Emmissionsrechte, Fischereirechte, Funkfrequenzen, usw. Wer damit geschäften will (zB. brauchen Telekomanbieter Funkfrequenzen), muss sich die Nutzungsrechte auf Auktionen ersteigern, und der Erlös gehört dann in gleichen Teilen der Allgemeinheit.

      Von dort kommt das Geld. Alles klar? Staatlich geförderte Bildung und Forschung könnte man natürlich auch aus diesem Topf alimentieren, falls das gewünscht wird.
    • Dani S 28.12.2019 21:03
      Highlight Highlight @Love_Lu: Akademische Geschenkgutscheine werden gerne genommen und eingelöst. Nur kaufen will sie fast niemand...
    • Maragia 29.12.2019 00:33
      Highlight Highlight @Ueli, ich habe gehört in Nordkorea wird noch so gewirtschaftet. Viel Spass :)
    Weitere Antworten anzeigen
  • ybfreak 28.12.2019 13:48
    Highlight Highlight Ich finde die Idee vom GE gut. Die Finanzierung von 2500.- für jeden, monatlich und bedingungslos, ist sicherlich der Knackpunkt. Da müsste man die Big Player in unserem Land so fest davon überzeugen, dass sie freiwillig mitmachen. Mit hunderten von Gesetzen und Verordnungen, die man wider Willen durchsetzen müsste, wird es niemals mehrheitsfähig. Das reine Geldpotenzial ist längstens vorhanden, doch wie bringt man die Menschen an der Spitze der grossen Unternehmen dazu, dass weniger Gewinn ein Gewinn für alle sein könnte?
    Anders gefragt, wer um Himmels Willen braucht Milliarden?
    • who cares? 28.12.2019 14:09
      Highlight Highlight Diese Milliarden liegen meist nicht bar irgendwo herum sondern wird in Firmen investiert, die wiederum Arbeitsplätze bereitstellen, von deren Lohn sich die Arbeitnehmer ernähren können usw.
    • Ueli der Knecht 28.12.2019 17:34
      Highlight Highlight "Mit hunderten von Gesetzen und Verordnungen, die man wider Willen durchsetzen müsste, wird es niemals mehrheitsfähig. Das reine Geldpotenzial ist längstens vorhanden, doch wie bringt man die Menschen an der Spitze der grossen Unternehmen dazu, dass weniger Gewinn ein Gewinn für alle sein könnte?"

      Man muss diese Menschen nicht dazu bringen, sondern einfach ein neues Modell leben.

      Man kann und soll diese Alten nicht zwingen, aus ihren alt hergebrachten, verkrusteten Denkschemen auszubrechen. Man kann es nur einfach besser machen. Die Alten werden von alleine aussterben.
    • MAOAM 28.12.2019 17:48
      Highlight Highlight Genau das wird in Zukunft eben ein Problem sein. Viele Jobs fallen weg, weil sie durch Automatisierung perfekter günstiger und schneller erledigt werden können. Diese Automaten bezahlen keine Steuern sie brauchen keine Ferien sie werden nie müde und kosten einen Bruchteil von einem arbeitenden Menschen. Der Profit für die Firma ist also extrem höher zu beziffern wie wenn ein Mensch diese Arbeit tätigen würde. Diese arbeiten nennt man Bullshit-Jobs. Nochmals nachdenken.
    Weitere Antworten anzeigen
  • humpfli 28.12.2019 13:31
    Highlight Highlight Wer arbeitrt muss auch konsumieren? Also machen wirs einfsch: alles ist gratis, jeder darf sich nehmen wad er will. Dann muss niemand arbeiten und niemand brsuvzt etwas weil niemand arbeitet.
    • MAOAM 28.12.2019 15:00
      Highlight Highlight Vielleicht denkst du nochmals über dein geschriebenes nach. Wenn du zu keinem anderen Resultat kommst, dann bist du entschuldigt. Aber bitte behalte deine Gedanken für dich.
    • Franz v.A. 28.12.2019 15:44
      Highlight Highlight Wie wär's mal mit lernen zu Schreiben, dann versteht man auch was Du sagen willst!
    • MAOAM 28.12.2019 17:25
      Highlight Highlight Das dumme daran ist, dass man als intelligenter Mensch auch Texte versteht wo jedes Wort falsch geschrieben wird.
    Weitere Antworten anzeigen
  • GraveDigger 28.12.2019 13:22
    Highlight Highlight Hatte nicht mal Margreth Thatcher den Satz gesagt?

    "Das Problem vom Sozialismus ist, dass dir irgendwann das Geld anderer Menschen ausgeht"

    Könnt hier auch ganz gut passen.
    • DerTaran 28.12.2019 13:47
      Highlight Highlight Nur wenn das Grundeinkommen zu hoch dotiert ist.

      Mit der Sozialhilfe haben wir ja schon jetzt ein bedingtes Grundeinkommen. Nun müssen nur noch die Bedingungen und der Überwachungs- und Verwaltungsapparat gestrichen, sowie die Steuern angepasst werden, dann ist es erreicht.

      Das müsste Kostenneutral möglich sein.
    • Maya Eldorado 28.12.2019 14:27
      Highlight Highlight Die Sozialhilfe ist nicht ein Grundeinkommen, sondern lediglich ein Ueberlebenseinkommen.
      Versuch damit wirklich gesund zu essen - geht nicht.
      Versuch übliche Bewerbungen zu machen - geht nicht.
      usw.
    • aglio e olio 28.12.2019 14:55
      Highlight Highlight Thatcher hatte auch kein Problem damit von den Armen und der Mittelschicht zu nehmen und denen die bereits genug haben zu geben.
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  • Bowerick Wowbagger 28.12.2019 13:14
    Highlight Highlight Und wer macht denn die ganze Arbeit wenn sich ein grosser Teil der Bevölkerung auf einen Chlapf aus dem Berufsleben zurückzieht? Da müssten dann ja wieder Migranten her welche dann ja wiederum auch irgendwie Anspruch auf ein solches BGE erwerben würden. Da beisst sich ja die Katze gehörig in den eigenen Schwanz. Und woher soll das ganze Geld kommen? Denn eines ist klar: Das mit dem BGE eingesparte Geld der Sozialkassen reicht nie und nimmer über einer -notabene immer älter werdenden- Bevölkerung das immerwährende Füllhorn auszuschütten.
    • Bynaus 28.12.2019 14:11
      Highlight Highlight Die AHV ist auch eine Art BGE. Sie wird nämlich nicht wirklich aus den eigenen früheren Einzahlungen finanziert, sondern durch die gegenwärtigen Einzahlungen (ähnlich wie ein steuerfinanziertes BGE).

      Würden Sie sofort aufhören zu arbeiten und sich ab sofort mit 2500 monatlich (oder wie viel es denn auch wäre) begnügen, wenn sie die Wahl hätten? Wenn ja, haben Sie evtl einen Bullshit-Job, oder genrell zu viel Geld?
    • The Emperor 28.12.2019 14:31
      Highlight Highlight Ich denke nicht, dass sich der Grossteil der Bevölkerung wegen Fr. 2'500 monatlich aus dem Berufsleben zurückziehen würde. Zudem würden mittelfristig wohl auch die Preise steigen. Aber die von dir beschriebene Problematik besteht natürlich schon ein Stück weit.
    • Jari Bruppacher 28.12.2019 17:22
      Highlight Highlight Das ist Unsinn. Warum sollte sich ein grosser Teil der Bevölkerung aus dem Berufsleben zurückziehen? Die meisten Leute hätten ja auch jetzt schon die Möglichkeit ihr Arbeitspensum so zu verringern, dass sie am absoluten Existenzminimum leben würden. Trotzdem gehen die meisten Leute einer Arbeit nach, bei der sie mehr als 2500 Franken im Monat verdienen. Ergo haben sie auch jetzt bereits einen Anreiz mehr zu arbeiten, als sie müssten.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Rabbi Jussuf 28.12.2019 13:08
    Highlight Highlight Alle Jahre wieder kommt das bedeutungslose Grundeinkommen.

    Neu ist, dass einer ein ganzes Buch schreibt, ohne zu merken, dass es diesen "kein wahrer Schotte" schon längst gibt.
  • dmark 28.12.2019 12:48
    Highlight Highlight Wie wäre es anstatt einem bedingungslosen Grundeinkommen, eher Dinge zum täglichen Lebensbedarf, wie z.B. Wasser, Strom, ÖNV usw. (natürlich in einem vernünftigen Rahmen) den Bürgern frei zur Verfügung zu stellen?
    • Bynaus 28.12.2019 14:14
      Highlight Highlight Das könnte man machen, wäre aber ein deutlich sozialistischerer Ansatz, der gesamtwirtschaftlich gesehen wohl weniger effizient wäre als wenn die Beziehenden selber entscheiden können, bei welchem Anbieter sie Strom, Wasser, Wohnraum etc beziehen.
    • Ueli der Knecht 28.12.2019 17:43
      Highlight Highlight Das kommt auf's gleiche raus, dmark. Nur ist es paternalistisch, wenn du bestimmst, was jeder Mensch als Grundbedarf braucht. In diesem Sinne kann das jeder selber besser für sich entscheiden, wenn er einfach nur das nötige Geld bekommt, und dann selber entscheidet, wieviel Wasser, wieviel Strom, wieviel ÖNV usw. braucht.

      Du bemerkst selbst dein Problem mit der Klammerbemerkung "natürlich in einem vernünftigen Rahmen". Wer bestimmt denn, was ein vernünftiger Rahmen ist? Das kann und soll doch jeder selbst für sich entscheiden dürfen, ne?
    • Rainbow Pony 28.12.2019 18:25
      Highlight Highlight Das würde, in Teilen zumindest, einer de-facto Planwirtschaft entsprechen - mit allen Nachteilen. Problem der Mengendefinition, Verteilung (gibts nicht doch jemand, der bspw. den Strom eher braucht als jemand anders) etc. Von der mangelnden Innovation ganz zu schweigen. Nein, jeder soll das BGE kriegen, ein sehr vernünftiges Vorgehen, das erhebliche künftige (und durchaus auch bestehende!) Probleme lösen wird.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Selbst-Verantwortin 28.12.2019 12:47
    Highlight Highlight Sagt alles: Herr Kovce war immer Staatsangestellter und musste noch nie unternehmerisch etwas schaffen oder gar für Arbeitsplätze sorgen.
    Wenn er das Grundeinkommen will, darf er es gerne andern zahlen.
    Warum wollen Sozialisten immer andere zu etwas zwingen statt selber tun?
    Benutzer Bild
    • Franz v.A. 28.12.2019 13:28
      Highlight Highlight Die Idee des Grundeinkommens stammt aber ursprünglich von Kapitalisten und nicht von Komunisten. Ihr Post zeigt, dass Sie keine Ahnung haben.
    • DerTaran 28.12.2019 13:52
      Highlight Highlight Wir haben doch schon das Grundeinkommen, es nennt sich Sozialhilfe, ist aber nicht Bedingungslos (unter anderem, darf man nicht arbeiten um etwas dazu zu verdienen).
    • Von und zu bis 28.12.2019 14:45
      Highlight Highlight @DerTaran und trotzdem gehen die Menschen mit Sozialhilfe arbeiten. Nicht weil sie Angst haben dass das Geld gekürzt würde, denn das geht gar nicht. Sondern weil sie ein Teil der Gesellschaft sein wollen, arbeiten wollen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • der Denker 28.12.2019 12:37
    Highlight Highlight Ein BGE ist eine nette Idee. Aber in der Praxis nicht ausführbar und auch nicht notwendig. Die Finanzierung müsste wohl oder übel über die Steuern laufen und da bezahlt man dann eben diesen erhaltenen Betrag mehr oder weniger zurück. Und die ausrede das es noch kein richtiges experiment gab errinert mich stark an Sozialisten/Kommunisten welche sagen "es gab noch kein richtiges Sozialistisches Land". Es braucht einen starken Sozialstaat für Arbeitslose aber nicht für jeden einfach Geld vom Staat. Ich benötige das Geld nicht, dann will ich es auch nicht.
    • DerTaran 28.12.2019 14:08
      Highlight Highlight Denke bitte nocht einmal darüber nach, wenn du dieses Geld nicht benötigst, dann wird es dir durch Steuern wieder abgezogen (und nur dieses). Es geht nicht darum, dass die Menschen mehr bekommen als jetzt, sondern darum, dass die Verteilung optimiert wird und nicht mehr an kostenintensive Auflagen geknüpft ist.

      Wer heute als Sozialhilfe Empfänger sein Einkommen aufstocken will, darf das nicht machen. Solche unkapitalistischen Auflagen (arbeiten lohnt sich nicht) fallen weg. Im besten Fall, werden mehr Menschen arbeiten als jetzt.
    • der Denker 28.12.2019 14:26
      Highlight Highlight @der Taran: Nicht nur dieses Geld wird mir abgezogen, sondern auch noch gleich einen grossen Teil meines Lohnes. Da ich ja nun alle die "keine Lust" am arbeiten haben mittragen muss. Es werden definitiv weniger Menschen arbeite , was ist auch der anreiz etwas zu tun? Man bekommt ja ohnehin Geld ohne irgend etwas machen zu müssen. Oder glauben Sie wirklich das eine niedriglohn Putzfrau weiter putzen geht? Und das zusätzliche Geld noch extrem verstuern muss? Ich glaube nicht, man hat es ja in Finnland gesehen
    • DerTaran 28.12.2019 14:45
      Highlight Highlight @der Denker, das ist doch schon jetzt der Fall, auch jetzt bekommst du Geld ohne zu arbeiten, wenn du willst. Wenn man es richtig macht und das BGE in der Höhe der Sozialhilfe ausfällt, dann wird kein Franken mehr ausgeben als bisher.
    Weitere Antworten anzeigen
  • John Henry Eden 28.12.2019 12:37
    Highlight Highlight Ach, die Kritiker vom BGE mal wieder. Wer glaubt, dass Geld noch mit harter Arbeit verdient wird, hat den Schuss nicht gehört.

    Die grosse Kohle wird längst Abseits von klassischer Arbeit gemacht.

    Grossbanken verdienen Milliarden mit Kreditgeschäften für Superreiche. Bei Billionen an vergebeben Krediten, sind 1% Zins schon verdammt viel Geld.

    Investiert werden die Kredite an der Börse und im Immobiliengeschäft. Sprich mit Spekulationen, weit weg von Leistung und klassischer Arbeit.

    Im Kapitalismus verdient Geld das grosse Geld. Das soll es bedingslos für alle tun.
    • Selbst-Verantwortin 28.12.2019 13:12
      Highlight Highlight Börse ist ein Nullsummengeschäft. Einzig bei Emission und Dividende fliesst Geld zu oder ab.
      Wer das nicht verstanden hat, liegt wohl auch sonst daneben.
    • Bowerick Wowbagger 28.12.2019 13:30
      Highlight Highlight Und das Geld an der Börse wird schlussendlich auch irgendwo auf diesem Planeten erarbeitet. Irgendwer arbeitet immer für dein BGE. Klassisches St. Florian Prinzip deine Aussage.
    • DerTaran 28.12.2019 14:12
      Highlight Highlight John, ich glaube du hast das BGE ebenfalls nicht verstanden. Es geht eben nicht darum Geld von oben nach unten zu verteilen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Denverclan 28.12.2019 12:34
    Highlight Highlight Der Mensch braucht ein Dach über dem Kopf, etwas zu Essen und zu Trinken. Das allein sollte ein Grundrecht sein. Alles andere muss man sich erarbeiten und kann sich dann etwas mehr oder weniger leisten. Das Leben ist ein Kampf und nichts ist „gratis“. Jeder hat seine Hürden zu überwinden und muss ohne Hilfe überleben. Es gibt auch viele Menschen, die leiden ohne zu klagen und haben das Wasser am Hals, aber gehen nicht unter. Es gibt sie nicht, diese einzig wahre Gerechtigkeit im Leben. Grundeinkommen nein, aber bessere Rahmenbedingungen und Fingerspitzengefühl bei wirklichen Härtefällen.
    • troop5444 28.12.2019 13:00
      Highlight Highlight Ein "Grundrecht"?
      Wieso?

      Wir sollten als Gesellschaft das Ziel verfolgen, die Rahmenbedingungen zu schaffen, damit sich jeder ein Dach ü. d. Kopf und essen leisten KANN.
      Wer leisten kann, aber nicht will, soll auch keine Ansprüche an die Gesellschaft der Restlichen haben.

      Dieses Ziel haben wir in der Schweiz erreicht, und das Ziel sollte sein, diesen Zustand zu beschützen.

      Grundrechte sind ein Spross der Fantasie moderner Menschen, die Obdach und Essen für Selbstverständlich halten.

    • The Emperor 28.12.2019 15:34
      Highlight Highlight @troop: Weil genau das von Art. 12 BV gewährleistet wird. Und das nunmal ein Grundrecht ist.

      Ich sehe zudem die Notwendigkeit dieses Kommentars nicht, Sie sind sich mit dem "Vorredner" ja einig. Ich glaube Sie haben die Aussage von Denverclan einfach nicht verstanden.
    • Ueli der Knecht 28.12.2019 17:54
      Highlight Highlight "Der Mensch braucht ein Dach über dem Kopf, etwas zu Essen und zu Trinken. Das allein sollte ein Grundrecht sein."

      Denverclan:
      Wie du dann zur Schlussfolgerung kommst, dass das BGE abzulehnen sei, erschliesst sich mir nicht. Das BGE soll doch genau diese Grundbedürfnisse und nichts darüber hinaus decken.
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  • ostpol76 28.12.2019 12:32
    Highlight Highlight Ich freue mich einmal mehr auf die Zuwanderung in unser sozial System (wie es bereits bei der IV der Fall ist).
    • aglio e olio 28.12.2019 15:16
      Highlight Highlight Gemäss folgendem Link zum, naja, Blick, zahlen Ausländer mehr ein als sie beziehen während Schweizer Bürger mehr beziehen als einzahlen.
      https://www.blick.ch/news/schweiz/blick-macht-die-kosten-nutzen-analyse-was-auslaender-dem-sozialsystem-bringen-und-wo-sie-es-belasten-id7037183.html
    • Ueli der Knecht 28.12.2019 17:56
      Highlight Highlight Das BGE soll doch für die ganze Menscheheit funktionieren ostpol76. Es wäre daher ein wirksamen Mittel, um die armuts- und klima-bedingten Migrationsursachen zu beseitigen. Die Zuwanderung wird daher abnehmen, nicht zunehmen.
    • FrancoL 28.12.2019 18:51
      Highlight Highlight @ospol76; Wie üblich sich informieren, dann erkennen dass die Ausländer immer noch mehr einzahlen als beziehen und dann einen Kommentar schreiben. Was Sie da bieten ist Dummheit zum Nulltarif.
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  • Lucas29 28.12.2019 12:27
    Highlight Highlight Wieso soll ich noch arbeiten gehen, wenn ich ohne Bedingungen genug Geld zum überleben bekomme?😂
    • Hugobert 28.12.2019 13:02
      Highlight Highlight Ich bin mir ziemlich sicher, dass die Meisten trotzdem arbeiten würden wie bisher. Vielen Menschen gibt es eine Aufgabe, eine Rolle in der Gesellschaft. Einfach in den Tag zu leben mag ja für paar Wochen lustig sein. Danach wirds nur noch langweilig und traurig. Selbstverständlich setzt das voraus, dass man keinen Bullshit Job macht, sondern eigentlich gerne zu seinem Arbeitsplatz geht. Beim Bildungssystem in der Schweiz, kann sich theoretisch jeder so einen Arbeitsplatz mit genug Einsatz und Wille erarbeiten.
    • Eisvogel 28.12.2019 13:21
      Highlight Highlight Lucas29 - vielleicht weil du etwas gerne machst?
      Gärtnern, kochen, Kleider kreieren, programmieren, operieren etc....
    • aglio e olio 28.12.2019 15:18
      Highlight Highlight Wenn die reines Überleben zum Leben ausreicht...
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  • Arthur Philip Dent 28.12.2019 12:24
    Highlight Highlight Mir fällt grad auf, als Antwort auf 90% der Anti-Grundeinkommen-Kommentare würde ein "ok, boomer" als Antwort ganz gut passen... 😅 Ist das Grundeinkommen am Ende eine Manifestation des "ok, boomer"?

    Zur Sicherheit: https://www.watson.ch/schweiz/international/916367906-ok-boomer-die-antwort-der-jugend-auf-das-generationenbashing
    • Roterriese 28.12.2019 13:02
      Highlight Highlight Ok zoomer.
    • dmark 28.12.2019 13:04
      Highlight Highlight Ok, Millennium... ;)
    • troop5444 28.12.2019 13:06
      Highlight Highlight Wenn man "ok boomer" als platzhalter für "Ich bin jung, weiss es besser und habe keine lust auf argumente" eisetzt, richtig, dann passt es bei 90% 😉

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  • MixMasterMike 28.12.2019 12:22
    Highlight Highlight Irgendwie fehlt mir auch hier eine plausible Aussage, wie das ganze finanziert werden soll.
    Werden dann vermehrt goldscheissende Esel gezüchtet?
    • Hugobert 28.12.2019 13:08
      Highlight Highlight Der Plan von Leuten wie Richard David Precht wäre eine Ministeuer auf Geldtransfers zu erheben. Du würdest somit bei einer Überweisung als Bsp 0.01 Rappen zahlen oder sowas. Das merkst du als Normalo nicht. Die grossen Firmen die mit so Transfers eh Mio verdienen (und vor allem Computergesteuert mio solcher Tranfers tätigen), würden endlich mal etwas in die Schranken verwiesen und würden das eigentlich so finanzieren. Das sind dann auch die, welche wieder am lautesten Schreien und dir dann sagen, dass wenn wir das machen, die ganze Wirtschaft zusammenbricht und wir ganz arm werden...
    • Rabbi Jussuf 28.12.2019 13:10
      Highlight Highlight Ich glaube auf die Idee sind sie noch immer nicht gekommen.
    • Ueli der Knecht 28.12.2019 18:03
      Highlight Highlight Ich habe es oben bereits ausgeführt, MixMasterMike:

      Das BGE für die gesamte Menschheit lässt sich finanzieren, indem man alle primären Ressourcen an diejenigen versteigert, welche damit Geschäfte machen wollen, und indem man dann den Erlös dieser Versteigerung zu gleichen Teilen an die Allgemeinheit verteilt (Helikoptergeld).

      Für altmodische Leute, die unfähig sind, aus ihren alt hergebrachten, verkrusteten Denkschemen auszubrechen, wird diese Finanzierung immer nur rätselhaft bleiben, welches sie ohne weiter nachzudenken, sowieso zum Vornherein ablehen. Die sind in ihrer Denke gefangen.
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  • Mr.Bean 28.12.2019 11:54
    Highlight Highlight Mit der zunehmenden Digitalisierung und Automatisierung sowie dem Outsourcing von Stellen im Niedriglohnsektor muss sich unsere Gesellschaft befassen.
    Es braucht neue innovative Ideen, welche aufzeigen, wie man diesen Phänomenen entgegenwirken kann. Das Grundeinkommen scheint eine solche, zurzeit noch unausgereifte, Idee zu sein.
    Ich empfände es als wichtig, dass wir noch einen höheren Fokus auf Bildung setzen. Es wird immer Stellen geben, welche nicht von Maschinen ausgeführt werden können, die spezialisierte Ausbildung dazu muss gefördert werden.
  • Amateurschreiber 28.12.2019 11:54
    Highlight Highlight Zum gefühlt tausendsten Mal: Geld an sich ist wertlos. Jeder Rappen muss zuerst verdient werden, indem man etwas leistet.
    Wenn einige dank Grundeinkommen nicht mehr arbeiten, hätte das zwei Folgen:
    - Es gäbe insgesamt auch weniger Geld, da weniger geleistet wird.
    - Wer arbeitet muss ein Teil seines Lohnes abliefern. Wer nicht arbeitet bekommt trotzdem Geld. Je mehr Leute aufhören zu arbeiten, umso mehr müssen die Arbeiter von ihrem Lohn abliefern. Wer nun mit Arbeit kaum mehr verdient als den Grundlohn, wird auch aufhören zu arbeiten. Ein Teufelskreis entsteht.
    • Einer Wie Alle 28.12.2019 12:20
      Highlight Highlight Thats not how it works.

      Erstens wird nicht weniger Geld vorhanden sein. (woher kommt diese Vermutung?)
      Zweitens wird jeder Rappen der verdient wird dem Grundeinkommen dazukommen, weil auch Arbeitende das Grundeinkommen erhalten.
    • Arthur Philip Dent 28.12.2019 12:20
      Highlight Highlight "Jeder Rappen muss zuerst verdient werden, indem man etwas leistet."

      Und wer sagt, wie viel geleistet werden muss? Und wer sagt, wer etwas leisten muss? Und wer verteilt, wer die Leistung bringt und wer den Rappen verdient?

      "Wer nun mit Arbeit kaum mehr verdient als den Grundlohn, wird auch aufhören zu arbeiten."

      Nur, wenn man so denkt wie du. Was ist denn mit all den Grosseltern, Müttern, Vätern und allen die sonst freiwillige (unbezahlte) Arbeit verrichten? Warum machen die das denn?

      Am liebsten würd ich einfach schreiben: ok, boomer ;)


    • Frances Ryder 28.12.2019 12:44
      Highlight Highlight Je mehr Automatisiet wird, umso weniger braucht es Arbeit. Früher mussten 100 Leute arbeiten um ein Auto zu produzieren, heute 1 Arbeiter und 99 Maschinen. Anstatt Löhne an 100 Leute auszuzahlen gehen nun 99 davon an die Maschinen bzw. aufs Inhaberkonto. Da die 99 Arbeiter nun keinen Lohn mehr haben, wer kauft dann die Autos und alle anderen Produkte, um die Wirtschaft am leben zu halten? Man besteuert den Inhaber bzw. Die Maschinen und verteilt deren "Lohn" auf die Leute. Sehr vereinfacht dargestellt und wir sind technologisch noch nicht an diesem Punkt, aber hoffe man versteht das Prinzip.
    Weitere Antworten anzeigen
  • swisskiss 28.12.2019 11:52
    Highlight Highlight Das nenn ich mal Vordenker... Ein Grundeinkommen ist weder ein Recht, noch Notwendigkeit, die ein Staat im Giesskannenprinzip zur Unterstützung der Aermsten und Schwächsten der Gesellschaft einführen muss. Diese sogenannte Ideologiefreiheit, die Herr Kovec anführt, ist da zu Ende, wenn man gewisse Arbeit als Bullshit - Jobs deklariert und dem Menschen das Recht auf sinnhaftige Beschäftigung zugesteht. Noch ideologischer wirds, wenn man den Staat in die Pflicht nehmen will, den Menschen Sinnhaftigkeit in ihrer Existenz zu garantieren. Falscher Ansatz einer unreifen Idee. Philosoph?
  • Zeit_Genosse 28.12.2019 11:51
    Highlight Highlight Das GE - muss konkret, einfach, für jeden nachvollziehbar und umsetzbar als finanzierbares Modell vorliegen, das auch gesetzlich in Realität gegossen werden kann und für eine Mehrheit in einer Demokratie wählbar sein. Ideen reichen nicht, wenn eine Gesellschaft adressiert wird. Jede/r will wissen, was heisst das für mich. Bringt das Neue mehr Vorteile, dann geht es vorwärts, sonst bleibt alles, bis unter Druck revolutionäres statt evolutionäres kommen muss. Also, wer hat diesen Masterplan, der nicht von Ideologie durchtränkt, sondern rational vorgelegt werden kann?
    • Toerpe Zwerg 28.12.2019 12:12
      Highlight Highlight Danke für diese Frage!
    • Arthur Philip Dent 28.12.2019 12:30
      Highlight Highlight "bis unter Druck revolutionäres statt evolutionäres kommen muss"

      Wäre schön, wenn man das ausnahmsweise mal verhindern könnte... Müssten wir mittlerweile nicht schlauer sein? 🙈

      Für mich war der Plan der Initianten bei der letzten Abstimmung eigentlich konkret genug, muss ich sagen.

      https://www.grundeinkommen.ch/die-wichtigsten-fragen/
    • swisskiss 28.12.2019 15:40
      Highlight Highlight Arthur Philip Dent: Man muss sich fragen, wie abgehoben gewisse Zeitgenossen schon sind. Bundesbudget 2019 rund 80 Milliarden. Nennt sich auch Steuereinnahmen. Finanzbedarf bei 2500 Franken Grundeinkommen für jeden Bürger= 240 Milliarden Franken p.a. Also Verdreifachung der Steuern.Es ist schon so lächerlich, dass eigentlich jede Diskussion überflüssig ist.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Thomas G. 28.12.2019 11:41
    Highlight Highlight Der Typ leidet an massiver Verblendung. Kauft ihm ne Sonnenbrille als Gage für das Interview. Vielleicht sieht er dann klarer.
    • Lululuichmagäpfelmehralsdu 28.12.2019 13:03
      Highlight Highlight Ok. Boomer.
    • swisskiss 28.12.2019 13:21
      Highlight Highlight Thomas G.: Durcblick ist nur bedingt eine Frage des Alters. In erster Linie ist dies eine Frage des Intellekts und der Bildung...
      Ist auch keine Verblendung, sondern "nur" grundlegender Mangel an Wissen zum menschlichem Verhalten, der ökonomischen Grundsätzen und der Funktion des Staates. Halt nicht Jeder hat das Zeug zum Vordenker...
    • Thomas G. 28.12.2019 13:36
      Highlight Highlight Verblendung, Wortbedeutung: "Unfähigkeit zu vernünftiger Überlegung, zur Einsicht" (Duden)

      Sag ich doch
  • DerSchöneVomLande 28.12.2019 11:33
    Highlight Highlight Mich stört der begriff bedingungslos sehr. Es gibt nichts was nicht an bedingungen geknöpft ist. Und damit man früher was zu essen hatte musste man auch auf die felder, von nichts kam nichts. Klar heute ist eine andere zeit aber die karotten wachsen immernoch nur dank unserer arbeit auf dem feld.
    • Jari Bruppacher 28.12.2019 17:43
      Highlight Highlight Sie scheinen nicht zu verstehen, dass wir in einer Überflussgesellschaft leben. Esswaren zum Beispiel gibt es so viele, dass ein grosser Teil des generierten Essens vernichtet wird, da überflüssig. Wenn ich jetzt als Bauer arbeiten gehe, erschaffe ich keinen weiteren Wert. Ich produziere nur noch mehr Waren, die dann weggeworfen werden. Harte Arbeit bedeutet in einer postindustriellen Gesellschaft, nicht mehr Reichtum. Harte Arbeit ist arbeit der Arbeit wegen.
    • Thomas G. 29.12.2019 11:50
      Highlight Highlight Hey Jari, gute Neuigkeiten: Du musst nicht arbeiten!

      Die Konsequenzen sind allerdings etwas mühselig. Fragen die Du Dir stellen solltest: Wo wirst Du wohnen? Was wirst Du essen? Wie kommst Du von A nach B? Welches Handy gibt Dir Zugang ins Internet?

      Und vor allem: wer bezahlt all das?

      Es kann sein dass Du unendliche Geldmittel zur Verfügung hast. Gratulation. Die meisten von uns haben diesen Luxus nicht. Wir arbeiten um zu leben (mit dem Geld das wir verdienen). Ausserdem: Wenn niemand arbeiten würde gäbe es all die Waren die Du meinst seien im Überfluss vorhanden?
  • who cares? 28.12.2019 11:25
    Highlight Highlight Warum hören wir von diesen Experten eigentlich nie Zahlen? 2'500 pro Monat? Oder 4'000? (bei 2'500 und 8 Mio Menschen wären das 20 Mrd. Das Bundesbudget umfasst insgesamt 80 Mrd.)
    Kommt ein Rentner mit 2'500 im Monat aus? Oder ein IV-Rentner? Mit 4'000?
    • Jari Bruppacher 28.12.2019 17:46
      Highlight Highlight Die maximale IV Rente, die sie in der Schweiz beziehen können beträgt 2370 Franken.
    • FrancoL 28.12.2019 19:01
      Highlight Highlight Bitte neuen Rechner kaufen, dann wieder kommentieren.
    • who cares? 29.12.2019 10:30
      Highlight Highlight @Jari: dazu kann man dann Ergänzungsleistungen beantragen. Unter dem BGE auch möglich?

      @FrancoL: Bitte belehre mich
    Weitere Antworten anzeigen
  • Auric 28.12.2019 11:24
    Highlight Highlight Was ich im ganzen Text nicht gelesen habe ist die finanzielle Seite der zugegeben interessanten Idee.

    Sowas muss bezahlt werden, und daran scheitern die Theorien.

    Eine Steuer auf Computer, Roboter?

    Aber klar die stehen dann in 3 Monaten in einem Computer/Roboter Steuerparadies

    Eine Finanzierung über gesparte Ausgaben?
    Dann müsste man den ganzen aufgeblasenen Sozialstaat ja ausmisten und für 10% unvermitteltere Arbeitslose sorgen.

    Keinen Bullshitjobs?
    Die gibt es in der Industrie zuhauf, da müsste der Staaat aufhören permanent neuen Gesetze und Verodnungen zu erfinden.
    • dmark 28.12.2019 13:11
      Highlight Highlight Zumal ja Derjenige, welcher diese Maschinen, Roboter, Computer mal irgend wann finanziert hat, auch an einem Gewinn interessiert ist. Und wenn diese Investitionen keinen Ertrag einbringen, wird sie auch keiner mehr anschaffen, oder?
      Die Folge ist dann eine Verringerung der Erträge und somit auch der Abgaben... Kurzform.
  • Bert der Geologe 28.12.2019 11:16
    Highlight Highlight Es gibt zum Glück kein Grundrecht, anderen auf der Tasche zu liegen. Es gibt aber eine Grundpflicht, dass jeder versuchen muss, sich selber durchzuschlagen. Gelingt dies nachweislich nicht, so hilft die Allgemeinheit, also ich und du. Es sei denn, das Klima wechselt so fest, dass es Geld regnet. Dann schauen wir weiter.
  • Roterriese 28.12.2019 11:13
    Highlight Highlight Ne lass mal lieber...
  • juan malverde 28.12.2019 11:13
    Highlight Highlight das problem, welches die allermeisten haben, ist, dass sie auf arbeit programmiert sind. ein neues programm verängstigt diese dermassen, sodass diese alles neue erstmals ablehnen und verteufeln. früher oder später wird es ein neues system brauchen, will der staat den sozialen frieden bewahren
    • Toerpe Zwerg 28.12.2019 14:48
      Highlight Highlight Auf Arbeit programmiert? Was soll das bedeuten?
    • swisskiss 28.12.2019 15:47
      Highlight Highlight juan malverde: Richtig mein Guter! Um zu überleben, hast Du Dich so zu programmieren, dass Du Dich nicht von anderen abhängig zu machen hast! Dazu gehört Arbeit, die Dir ein Auskommen zum Uebeleben garantiert.

      Kommt noch soweit, dass wir einen Staat haben müssen, der all die Bedürftigen zu versorgen hat, die glaubn, dass der Staat als Selbstbedienungsladen für nicht so Motivierte zu dienen hat. Anspruchsdenken ohne Leistung nennt sich Schmarotzertum!
    • juan malverde 29.12.2019 07:07
      Highlight Highlight @swisskiss: die welt braucht neue ideen und konzepte. da sind kluge, visionäre denker nötig. wer denkt, dass das jetzige system, das einzige und beste system ist und dieses bis in alle ewigkeit funktionieren wird, wird wohl von der geschichte eine besseren belehrt. meiner meinung nach, bräuchte die welt nicht nur ein bedingungsloses grundeinkommen sonder ein gänzlich neues wirtschaftssystem. als lektüre empfehle ich: GEMEINWOHL- ÖKONONMIE von christian felber
    Weitere Antworten anzeigen
  • Toerpe Zwerg 28.12.2019 11:04
    Highlight Highlight Lasst euch nicht blenden. Es gibt nicht mal den Ansatz einer Idee für ein Bedingungsloses Grundeinkommen. Was es gibt, sind vage Konzepte zu nationalstaatlich begrenzten und bedingten Grundeinkommen - wobei einerseits die nicht ganz unerhebliche Frage der Finanzierung derselben völlig offen bleibt und andererseits zu den Bedingungen auffallend laut geschwiegen wird - bedingungslos ist reiner Etikettenschwindel.

    Btw. nicht wenige Menschen sind gänzlich überfordert damit, ihrem Leben selber Struktur zu verleihen und was machen Menschen mit viel Zeit und Geld?
    • Arthur Philip Dent 28.12.2019 12:17
      Highlight Highlight "Btw. nicht wenige Menschen sind gänzlich überfordert damit, ihrem Leben selber Struktur zu verleihen"

      Und genau darum geht es. Das kommt ja genau davon, dass es in der Gesellschaft nur den Orientierungsrahmen "Job" gibt. Bei der Idee hinter dem Grundeinkommen geht es ja darum das zu ändern und darum, dass die Menschen das wieder lernen sollten und können.
    • Toerpe Zwerg 28.12.2019 12:31
      Highlight Highlight Das ist eine reine Behauptung. Das "wieder lernen" entbehrt jeder historischen Grundlage.
    • Toerpe Zwerg 28.12.2019 12:32
      Highlight Highlight Haben Sie auch eine Meinung zum Hauptteil meines Kommentars?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Therealmonti 28.12.2019 11:02
    Highlight Highlight Irgendwie habe ich den Eindruck: Die Menschheit ist am Arsch.
    • Toerpe Zwerg 28.12.2019 14:44
      Highlight Highlight Irgendwie habe ich den Eindruck, sie haben eine verzerrte Wahrnehmung.
  • Corvus_Corax 28.12.2019 11:00
    Highlight Highlight Wir Menschen benötigen immer einen Ansporn um unseren inneren Schweinehund zu überwältigen.
    Möglicher Hunger und Armut sind ein guter Ansporn um zu arbeiten.
    Wenn wir jedoch unseren Lebensunterhalt nicht mehr erarbeiten müssen, werden wir faul und träge.
    Wenn dieses bedingunglosen Einkommen kommen wird.
    Wird sich einerseits die Lohnschere nochmals gewaltig öffnen und zudem werden sich armenviertel daraus ergeben.
    Der grosse Kanton zeigt es uns mit dem HarzIV schön wie die folgen sein werden
    • Arthur Philip Dent 29.12.2019 09:59
      Highlight Highlight Was für ein übles Menschenbild. 😅

      "Der grosse Kanton zeigt es uns mit dem HarzIV schön wie die folgen sein werden"

      Hast du den Artikel überhaupt gelesen?
  • freeman 28.12.2019 10:57
    Highlight Highlight Wieso muss es bedingungslos sein? Dann macht ja gar niemand mehr auch nur einen Finger krumm.
    Aber einen Lohn vom Staat für all die unbezahlten, wertschaffenden Hausfrauen und Mütter wäre eine Überlegung wert. Mit der Kinderzulage kommt man nicht weit...
    • TheBase 28.12.2019 14:40
      Highlight Highlight „Ein bedingungsloses Grundeinkommen für alle“ unterstütze ich sofort, aber ganz sicher nicht, damit irgendwelche Muttis weiterhin der irrigen Idee nachhängen können, Erwerbsarbeit sei für sie rein optional. Kommt nicht in Frage! Gewisse Mitglieder meiner Partei fordern ernsthaft ein BGE nur für Frauen, insbesondere Mütter. „De Alt söll wiiter go schaffe, gfelligscht...“ Im 21. Jahrhundert sind solch einseitige Forderungen schlicht unangebracht!
    • _kokolorix 29.12.2019 23:28
      Highlight Highlight Wieso um alles in der Welt sollte niemand mehr einen Finger krumm machen? Du solltest von deinem Verhalten nicht auf andere schliessen. Die ganzen ehrenamtlichen Dinge, Vereine etc. werden ja jetzt auch erledigt.
      Ausserdem würden Menschen mit GE wohl eher mehr für ihren persönlichen Lebensunterhalt arbeiten müssen.
  • Black Cat in a Sink 28.12.2019 10:53
    Highlight Highlight Um das Grundeinkommen zu finanzieren, muss das Steuersystem grundsätzlich reformiert werden. Heute wird Arbeitseinkommen stärker als der Kapitalgewinn besteuert und nach wie vor werden diese Gewinne von Multinationalen solange hin und her geschoben, bis ein Steuersatz von 0.02% übrig bleibt. Aber auch die alle Sozialversicherungen berechnen die Prämien auf der Basis des Einkommens. Und zu guter letzt muss Arbeit per se neu definiert werden (Stichworte: Ubersierung, Automatisierung) Solange aber Betonköpfe die politische Agenda bestimmen, wird sich nichts ändern.
    • _kokolorix 29.12.2019 23:30
      Highlight Highlight Ja, der Einfallsreichtum von bürgerlichen Politikern hört bei der Steueroptimierung des eigenen Einkommens auf...
  • Tjugt 28.12.2019 10:52
    Highlight Highlight "...irgendwelche «Bullshit-Jobs» zu schaffen und Menschen zur Arbeit zu zwingen."
    Ich weiss ja nicht genau wie "Bullshit-Job" definiert ist, aber ich kenne niemand aus der Wirtschaft der unnötige Jobs erschaft. So etwas kann nur der Staat machen, da bei ihm die finanzierung gesichert ist und man nicht wirtschaftlich arbeiten muss. Zudem kann nur der Staat Menschen zu etwas zwingen, da er die einzige Organisation ist, dem es erlaubt ist Gewalt anzuwenden. Aber womöglich hat der "Forscher" nur beim Staat gearbeitet und kommt darum auf so komische Ideen und Schlussfolgerungen.
    • Jari Bruppacher 28.12.2019 17:51
      Highlight Highlight Eine kürzliche Studie in den USA hat gezeigt, dass der durchschnittliche Büroangestellte während eines achtstündigen Arbeitstages effektiv während zwei Stunden und 57 Minuten tatsächlich arbeitet. Das deckt sich auch mit meiner Beobachtung, sowohl im privaten wie auch staatlichen Sektor.

      Aleine dies zeigt schon auf, dass viele Jobs eben unnötig sind und die Menschen deutlich weniger arbeiten müssten. Aber irgendwer hat mal festgelegt, dass acht Stunden am Tag gut sind, unabhängig der effektiven Arbeitsleistung. Das sind Bullshit-Jobs.
    • Toerpe Zwerg 28.12.2019 18:32
      Highlight Highlight Gut zu wissen. Ich entlasse im Januar 2/3 der Belegschaft.
  • Dani S 28.12.2019 10:49
    Highlight Highlight Da labert wieder ein Theoretiker daher... (Zitat) ".... sozialstaatlichen Paternalismus, der übrigens nichts anderes als die Kehrseite des neoliberalen Marktradikalismus darstellt... Hä???
    1. Das GE kann in kleinen Dorfgemeinschaften tatsächlich funktionieren, nicht mehr in unserer globalisierten Welt, die beliebige Anonymisierung möglich macht.
    2. Bullshitjobs wird es immer geben und wie heute will die auch in einer GE-Gesellschaft keiner machen.

    Das GE scheitert an obigen 2 menschlichen Fakten und ist deshalb eine theoretische Gedankenübung, die man irgendwann hinter sich lassen sollte.
    • Rabbi Jussuf 28.12.2019 13:32
      Highlight Highlight Finde auch, dass sich spätestens nach der Pubertät solche Ideen überlebt haben.

      Aber es gibt immer Leute, bei denen die Pubertät bis ins Greisenalter noch nicht abgeschlossen ist.
  • Ökonometriker 28.12.2019 10:31
    Highlight Highlight Das Konzept steht und fällt mit der Grundannahme, dass ein beträchtlicher Teil der verrichteten Arbeit hinfällige "bullshit jobs" seien. Dabei stellt sich dann die Frage, warum ein Unternehmer Leute fürs Bullshitten bezahlen soll.
    Wir sind heute so reich wie nie zuvor und es ist richtig, dass auch die Ärmsten gut leben können. Aber vom Joch der Arbeit können wir uns selbst im reichen Westen noch lange nicht entfernen. Der Mensch lässt sich nicht ganz so einfach durch Maschinen ersetzen.

    Also geht es dann am Ende eben doch nur um eine besser ausgebaute Sozialhilfe. Denn die Arbeiter braucht's.
    • _kokolorix 29.12.2019 23:53
      Highlight Highlight Das stimmt so nicht. Es ist ja völlig hirnrissig anzunehmen, dass sich alle auf einmal auf dem Existenzminimum pudelwohl fühlen. Wenn dem so wäre, würde die Wirtschaft schon lange nicht mehr funktionieren. Wer mehr als das GE will, und das werden die Allermeisten wollen, muss arbeiten. Beschnitten würden bloss die Jobs am untersten Rand, weniger als das GE kann ja kein Lohn mehr sein. Im Gegenzug würden die meisten Löhne um das GE sinken. Was wegfallen würde sind die fast sklavenartigen Bedingungen für Tieflohnjobs wie wir es heute haben. Arbeit auf Abruf würde es wohl nicht mehr geben
  • Locutus70 28.12.2019 10:31
    Highlight Highlight Die Aussagen des Interviews sind das Ergebnis eines Lebens in der Filterblase Hörsaal.
    • Arthur Philip Dent 28.12.2019 12:15
      Highlight Highlight Weil es ein ganz konkretes gesellschaftliches Problem angeht oder wie kommst du darauf? ;-)

      Nur weil es etwas weiter gedacht ist, ist es nicht falsch.
    • njemand 28.12.2019 12:23
      Highlight Highlight Und ihre Aussage bzw. ihre Einschätzungen? Etwa das Ergebnis eines Lebens in der "ich-lese-Zeitun-schaue-Tagesschau-und-mache-mir-dann-meine-eigene-unvoreingenommene-Meinung-zum-Weltgeschehen"-Filterblase?

    • Dominik Treier 28.12.2019 12:38
      Highlight Highlight Die Aussage die du machst ist nichts anderes... Einfach aus der Filterblase Bullshitjob...

      Ich weiss woher so eine Einstellung kommt. Menschen die solche Dinge erzählen und vor dem Grundeinkommen warnen haben grundsätzlich nur eines. Angst vor Menschen! Sie haben Angst wozu sie und andere fähig sein könnten, wenn man sie nur liesse, lassen aber die Unlogik die dieser Angst entspringt aussenvor! Warum sollte jemand der einen erfüllenden Job, ob sehr gut bezahlt oder angesehen und interessant ist egal, hat, diesen für das Existenzminimum aufgeben? Das wäre doch Idiotisch?!
    Weitere Antworten anzeigen
  • marisol 28.12.2019 10:30
    Highlight Highlight Die Idee vom Grundeinkommen hat ihren Ursprung in der verschmelzung staatlicher Transferleistungen zu einem grossen Paket (Effizienzgewinn), mit der Folge dass auch die Leistungsempfänger mit weniger Gängelung konfrontiert wären.
    Wenn man es doch nur dabei bewenden liesse, anstatt ständig ein Paradies (?) erschaffen zu wollen.
  • Locutus70 28.12.2019 10:29
    Highlight Highlight Die Idee des bedingungslosen Grundeinkommens ist einmal mehr ein Beweis, wie dekadent teile der Gesellschaften im alten Europa geworden sind.
    • Thunderbolt 28.12.2019 11:46
      Highlight Highlight Immer die selben Argumente von denen, die ihren Wohlstand geniessen und ja nicht teilen möchten.
      Für diejenigen, die aber in Armut leben und um jeden Franken kämpfen, ist die Idee gar nicht so blöd.
      Das Leben könnte ein bisschen gerechter werden…
    • Hzwo 28.12.2019 12:05
      Highlight Highlight Bitte erklären ich bin nicht sicher was Sie meinen.
    • Hzwo 28.12.2019 12:10
      Highlight Highlight Es herrscht Dekadenz also muss ein Grundeinkommen her? Oder der Gedanke an ein Grundeinkommen ist dekadent?
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  • schoscho 28.12.2019 10:27
    Highlight Highlight Das Grundeinkommen wird kommen. Unsere Kinder oder Enkel werden es erleben. Und gleichzeitig leider auch den ökologischen Kollaps.
    • Toerpe Zwerg 28.12.2019 11:04
      Highlight Highlight Zwei mal nein.
    • DerTaran 28.12.2019 15:04
      Highlight Highlight Das Grundeinkommen ist doch schon lange da, es heisst heute nur Sozialhilfe und ist an Bedingungen geknüpft.
    • Toerpe Zwerg 28.12.2019 21:11
      Highlight Highlight Auch ein Grundeinkommen wäre immer an Bedingungen geknüpft.
  • Randalf 28.12.2019 10:17
    Highlight Highlight
    Nein, das bedingungslose Grundeinkommen ist, meiner Meinung nach, kein Grundrecht.
    Und wenn es bei uns soweit kommen würde? Was ist z. B. mit Afrika?
    Oder einfach nur: Hauptsache uns geht es gut oder was?
    • DiePhysiker 28.12.2019 11:30
      Highlight Highlight Dann halt nur noch ein weltweiter Staat, wo alle Menschen gleich behandelt werden und als gleichwertig angesehnen werden...dann kann auch jeder das gleiche universal basic income bekommen und alles sind happy. Und es mag sich so angöhören...aber nicht sarkastisch gemeint.
    • nick11 28.12.2019 12:50
      Highlight Highlight Auch wie man schön Träumen kann... und nun hopp, zurück zur Realität.
    • DiePhysiker 28.12.2019 15:36
      Highlight Highlight Gut, gemäss den Blitzen scheinbar doch nicht. Dann bleiben wir halt beim aktuellen System, wo das Geburtsland zum grössten diskriminierendem Faktor werden kann. Mir ist schon klar, dass doe weltweite Abschaffung von Grezen utopisch ist...gleichzeitig, wie Randalf sagt...funktioniert uni. basic income nicht wiklich nur in einem Land. Mir wäre halt die Gleichberechtigung aller Menschen lieber gewesen...aber egal.
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  • ingmarbergman 28.12.2019 10:15
    Highlight Highlight In der Idee klingt das GE gut, in der Praxis befürchte ich aber dass es in der Umsetzung die Ärmsten schlechter stellt als heute. Um finanzierbar zu bleiben wird das GE so tief anzusetzen sein wie heute die Sozialhilfe. Dann wird es nicht inflationsbereinigt und nach einigen Jahren reicht es nicht mal mehr zum überleben. Zu dem Zeitpunkt ist der Sozialstaat aber schon abgeschafft und es gibt kein zurück mehr.
    Darum: solange das GE aus der liberalen Ecke kommt darf dem auf keinem Fall zugestimmt werden. Das wäre die Büchse der Pandora für die schlimmsten Zukunftsszenarien.
    • DerTaran 28.12.2019 14:55
      Highlight Highlight Welche Inflation? Spass beiseite, natürlich muss ein Grundeinkommen an die Inflation angepasst werden.

      Ansonsten, sind sie einer der Wenigen, die das BGE verstanden haben. Es ist eigentlich nichts anderes als eine andere Version der Sozialhilfe. Mit dem Vorteil, dass man sich etwas (oder auch viel) dazu verdienen darf.

      Interessanterweise scheinen sowohl Linke als auch Rechte von ihrem persönlichen Worst Case Scenario auszugehen.
  • reaper54 28.12.2019 10:05
    Highlight Highlight Das Bedingungslose Grundeinkommen ist definitiv eine gute Idee, es funktioniert jedoch nur mit klaren Bedingungen. Dies beinhaltet insbesondere klare Regeln der Zuwanderung, denn offene Grenzen und Geld für jeden der es hierher schafft würde defacto JEDEN der in seinem Land mittel oder unterschicht ist zu uns locken. Das würde den Sinn nicht erfüllen.
    • Toerpe Zwerg 28.12.2019 11:05
      Highlight Highlight "Das Bedingungslose Grundeinkommen ist definitiv eine gute Idee, es funktioniert jedoch nur mit klaren Bedingungen."

      Ähm?
    • sterpfi 28.12.2019 12:20
      Highlight Highlight Schon heute ist es für jeden aus der Mittel- und Unterschicht anderer Staaten reizvoll, wenn er in die Schweiz kommen und bleiben kann.
    • Rabbi Jussuf 28.12.2019 13:39
      Highlight Highlight reaper
      Komischerweise sind es die genau gleichen Leute, die heute für offene Grenzen sind.
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  • Glücksbringer 28.12.2019 09:55
    Highlight Highlight Echte direkte Demokratie, Humanismus, Aufklärung, Menschenrechte, Grundeinkommen, Ökologie, Gemeinwohl-Ökonomie und das Prinzip der optimalen Lösung gehören zusammen. Kombiniert angewandt machen sie den Menschen zum Menschen und schaffen unvergleichbar beste Lebensbedingungen für alle.
    Aus: Ewigkeit Universum Mensch

    Es wird kommen.