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12 E-Motorräder, mit denen sich viele Umweltprobleme (mehr oder weniger) sexy lösen lassen



Immer wieder zeigt es sich in unseren Kommentarspalten, dass in Sachen Elektromobiliät noch einiges an Aufklärungsbedarf herrscht. Deshalb beginnen wir diesen Artikel mit ein paar harten Fakten:

Soviel zu den harten Fakten – und nun zu den etwas weniger harten:

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Tram Nr. 10 oder 14 am 28. Oktober 2019, 08.00 Uhr am Milchbuck. bild: watson.ch

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10er- oder 14er-Tram einen Tag später am Dienstag 29. Oktober 2019 ebenfalls am Milchbuck, 07.57 Uhr. bild: watson.ch

Aber keine Angst. Es gibt eine Lösung. Leider ist sie nicht ganz so bequem wie das Auto. Aber immer noch sehr bequem. Und sexy. Sie heisst Motorrad, ...

... Elektromotorrad.

«Aber ich kann nicht mit dem Motorrad pendeln! Ich könnte nass werden!»

Waldi Weichei, jetzt gerade, mit Hinweis auf die 134 Regentage in Zürich

Eine Zählung von watson im Jahr 2015 ergab: In über 80% aller PKWs, die die Hardbrücke in Zürich überqueren, befindet sich nur eine einzige Person. In 98% der Autos sitzen zwei oder weniger Personen. Für sie alle gilt: Ein Motorrad hätte auch gereicht.

Anyway.

Die grosse Mehrheit der Pendler könnte auch mit dem Motorrad pendeln. Trotzdem sieht man auf den Strassen kaum E-Motorräder. Gibt es sowas überhaupt?

Ja. Die Hersteller schiessen wie Pilze aus dem Boden. Die Herstellung eines Elektromotorrads ist im Vergleich zu einem Auto einfach und günstig.

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Eine Zero-SR, gesichtet am 5. Juli 2019 um 11:36 Uhr unter der Hardbrücke. Noch sieht man E-Motorräder auf freier Wildbahn selten. bild : watson.ch.

Die Vorteile von Elektromotorrädern gegenüber Autos sind klar:

Es gibt natürlich auch Nachteile. Vor allem einen: die Reichweite. Während schwere und grosse Batterien bei Autos relativ geschickt versteckt werden können, fehlt dafür beim Motorrad der Platz. Die heutige Batterietechnologie erlaubt mittlerweile dreistellige Kilometerreichweiten. Um damit zu pendeln, reicht ein E-Töff absolut.

«Schön, überzeugt, will ich! Welche gibt es denn?»

Waldi weichei wird seinem namen nicht mehr gerecht

Wir stellen dir nun querbeet, von gross bis klein, von Elektromoped bis zur Strassenmaschine, die tollsten, schrägsten und revolutionärsten vor.

Zero SR/F (USA)

Der Motorradhersteller Zero aus Santa Cruz, USA, hat sich in den letzten 13 Jahren zum Tesla der Motorradhersteller gemausert. Weitere Zero-Motorräder werden in dieser Liste folgen.

Cake Kalk& (Schweden)

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Einige werden es bereits befürchtet geahnt haben: Stefan Ytterborn, CEO des schwedischen Motorradherstellers Cake, hat früher bei IKEA gearbeitet. Den Einfluss seines ehemaligen Arbeitgebers wird man beim nächsten Cake Modell leider noch etwas deutlicher sehen. Kalk gab es zu Beginn nur als Offroad-Variante. Ein Spielzeug für die Wildnis für ein paar verrückte Nordländer. In der Schweiz ist offroaden verboten. Zum Glück gibt es mittlerweile mit der Kalk& eine Version mit Strassenzulassung für die EU.

Etergo AppScooter (Niederlande)

Unser Chefredaktor (des Jahres) findet, ein zeugungsfähiger Mann dürfe nur auf einen Roller steigen, wenn dieser «brumm brumm» mache. Beim modernen Rest der Redaktion hat der Appscooter für einige sehr wohlwollende Kopfnicker gesorgt. Vor allem, weil die Akkumodule extrem einfach entfernt werden können. Dieses praktische Feature dürfte vor allem Menschen freuen, die keinen Garagenplatz besitzen. Die Akkus lassen sich so einfach zuhause aufladen. Ausserdem können sie im Winter von der geheizten Stube aus eingesetzt werden. Damit verzeichnen sie keinen Reichweitenverlust. Der theoretisch mögliche Bierkasten im Staufach ist aber natürlich auch sehr nett, wie auch die tiefe Lage der schweren Batterien, die damit für einen idealen Schwerpunkt sorgen.

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Valentin Möller vom YouTube-Kanal «Wissenschaft und Technik» zeigt, wie einfach sich die Batterien entfernen lassen.

Cake Ösa (Schweden)

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Cakes zweiter Streich. Der perfekte Töff für alle, denen der Cybertruck von Tesla etwas zu klobig daherkommt, die aber trotzdem irritierte Blicke provozieren wollen. Der Ösa besticht vor allem durch Funktionalität. Die Mittelstange dient als Grundelement, das je nach Bedürfnis mit diversen Halterungen erweitert werden kann. Dank diverser Ausgänge kann der Akku unter anderem auch als normale Haushaltssteckdose verwendet werden.

Harley Davidson LiveWire (USA)

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bild: harley davidson

Früher als andere etablierte Marken kündigte Harley-Davidson einen Elektrotöff an. Nun ist es so weit. Die LiveWire kann erstanden werden. Das Ding beschleunigt übrigens von 0 auf 100 in ca. 3 Sekunden. Hat allerdings einen stolzen Preis.

Zero FX (USA)

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bild: zeromotorcycles

Wem Kalk& doch etwas zu teuer ist, etwas zu filigran, etwas zu Ikea-mässig, dem bietet Zero mit der FX eine Alternative. Deutlich schwerer aber auch Leistungsstärker entsprich die FX eher dem klassischen Dirtbike. Auch kurze Strecken auf der Autobahn dürften damit möglich sein.

Tacita T-Cruise (Italien)

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Der T-Cruise Turismo bild: tacita.it

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Der T-Cruise Urban für den wir die technischen Daten notiert haben. bild: tacita.it

Eher in die Kerbe Altherrentöff (mit vermutlich Büffelleder-Seitentaschen) schlägt Tacita mit dem T-Cruise. Es gibt ihn in den Varianten Turismo und Urban. Beide verfügen über ein 5-Gang-Getriebe, von dem sich der Hersteller weniger Stromverbrauch und damit eine grössere Reichweite erhofft.

Fuell Fllow (USA)

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bild: fuell / Mathieu Hubert

Der legendäre Motorradbastler Erik Buell, der Gründer und Ex-CEO der Buell Motorcycle Company (BMC), welche später mit Harley-Davidson fusionierte, ist zurück. Zuerst baute er mit seiner neuen Firma Fuell ein Elektrovelo, nun legt er einen Elektrotöff nach. Man darf gespannt sein: Vor allem weil der Motor im Hinterrad verbaut ist und dieses direkt antreibt. Ebenfalls interessant erscheint uns der doch moderate Preis im Vergleich zur Harley oder den europäischen Anbietern.

Johammer J1 (Österreich)

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bild: wikimedia.com

Auffallend anders gibt sich der österreichische Hersteller Johammer. Fahrer der Johammer sprechen von einem ganz neuen Fahrgefühl, weil beim Bremsen vermehrt die Hinterbremse zum Einsatz kommt. Auch der eigenwillige Lenker sei gewöhnungsbedürftig. Dafür kriegt man mit Sicherheit viel Aufmerksamkeit.

Brekr B4000 (Niederlande)

Das Brekr Model B gewann bereits Design-Preise – erhältlich ist es aber noch nicht. Es handelt sich dabei eher um ein E-Mofa oder wie wir hierzulande es nennen, ein E-Hödi.

Verge TS (Finnland)

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bild: verge

Was. Für. Ein. Motorrad. Das eindrückliche Monster aus dem hohen Norden ist noch Zukunftsmusik. Nahe Zukunftsmusik allerdings. Die Finnen von Verge Motorcycles (früher RMK) haben bereits einige funktionierende Prototypen konsturiert, warten aber noch auf die europäische Strassenzulassung. Danach soll die Produktion hochgefahren werden. Erste Kunden dürften bereits Mitte des nächsten Jahres beliefert werden. Selbstverständlich ist dieses Motorrad zum Pendeln in die Stadt ein völliger Overkill. Aber wenn wir etwas aus der Elektrifizierung des Automobilantriebs gelernt haben, dann das, dass man mit Mauerblümchen-Fahrzeugen keinen Blumentopf gewinnt.

RGNT No.1 (Schweden)

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bild: RGnT

Auch nicht gerade hässlich ist die Rgnt (Regent) No.1 aus Schweden. Sie erinnert im Look an die japanischen Tourer der 70er-Jahre, die Yamaha XS1 oder an die Honda CB 550. Hinsichtlich des Tankimitats stellt sich die Frage, ob Elektro-Motorräder tatsächlich so aussehen müssen wie Verbrenner, oder ob es nicht andere, bessere Möglichkeiten gäbe, um diesen Platz zu nutzen. Auch dieses Gerät wird ab 2020 Realität. Wer jetzt vorbestellt, kriegt Nr. 342 (Stand Dienstag 10.12.2019, 16:15).

Wir hätten diese Liste locker doppelt so lang werden lassen können. Es tut uns leid Energica, Brammo, Savic, Alta Motors, Onyx Motorbikes, UBCO Bikes, Ural, Lightning Motorcycles, ETT Industries, Essence Motorcycles, Lito Motorcycles, Ultraviolette Automotives, Tarform, Horwin und wen wir sonst noch so alles nicht berücksichtigt haben. Wir werden hoffentlich noch viel von euch sehen und hören. Und vielleicht postet der eine oder andere User ja noch sein Traum-E-Töff unten in die Kommentarspalte.

Die Unfälle mit E-Bikes haben sich verdreifacht

Video: srf

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David Beckham auf seinem Motorrad

Wär hätte nicht gern ein fliegendes Motorrad?

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65 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
FITO
15.12.2019 02:37registriert April 2019
Also nur weil Elektro muss ja ein Bike noch lange nicht scheisse aussehen.
Hier eines das hier noch vergessen ging.
Schweizer Firma und Entwicklung, italienische Produktion und ein Ami Antrieb von Zero.
Zwar nichts für Puristen die nur auf zwei Räder stehen und auch nicht ganz billig, wie halt alles was aus der Schweiz kommt, aber das ultimative Fun-Bike.
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Lapsusius
14.12.2019 16:38registriert November 2014
Ich träume schon lange von einem e-motobike um meine Pilzplätze besser und schneller zu erreichen ohne zuviel aufmersamkeit zu erregen:-) KTM hätte auch was tolles zur Auswahl. Und wer Probleme mit dem fehlenden "Sound" hat, das angefügte Video zeigt die perfekte Lösung für dieses Manko. https://youtu.be/30moDtyCcUc
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Fruchtzwerg
14.12.2019 15:51registriert October 2017
Warum immer so exotisch? Den BMW C evolution Elektro-Roller gibt es schon seit 2014 und ist ziemlich sicher das meistverkaufte E-Motorrad/Roller in der Schweiz. Hat 11 kW Nenn- und 35 kW Maximalleistung. Gibt's im übrigen gebraucht bereits für deutlich unter CHF 10'000.-.
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