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Eine Angestellte des Coiffeursalons Gallery Hairstyle reinigt die Fenster des Coiffeursalons, am Dienstag, 21. April 2020 in Bern. Coiffeure duerfen ihre Geschaefte ab dem 27.4.2020 wieder oeffnen. (KEYSTONE/Peter Klaunzer)

Die Vorbereitungen der Betriebe für die Wiedereröffnung laufen auf Hochtouren. Bild: KEYSTONE

Bund publiziert Schutzkonzepte für Betriebe – und niemand weiss davon

Der Bund veröffentlicht ein Schutzkonzept für die Wiedereröffnung der Betriebe, doch niemand weiss davon. Die Branchenverbände und Unternehmen schrauben derweil allesamt selber an Konzepten rum. Ein gemeinsamer Fahrplan fehlt.



Am Montag geht es los: Die ersten Betriebe dürfen nach dem nationalen Lockdown ihre Türen wieder aufmachen. Dazu gehören Bau- und Gartenfachmärkte, Gärtnereien, Blumenläden sowie Betriebe mit personenbezogenen Dienstleistungen, also Coiffeur-Läden, Massagepraxen, Tattoo-Studios oder Kosmetik-Salons.

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Nur: Was sind die Bedingungen für die Wiedereröffnung? Nach wie vor gibt es auf diese Frage keine klare Antwort. Weder der Bund noch die Kantone definieren konkrete Schutzmassnahmen. Die wichtigste Doktrin im nationalen Krisenmanagement heisst nach wie vor: «Eigenverantwortung». Nachdem der Bundesrat am 16. April die ersten Lockdown-Lockerungen bekannt gab, kündigte er lediglich an, das Bundesamt für Gesundheit werde gemeinsam mit dem Seco ein grobes Konzept vorlegen. Auf der Grundlage dieses Grobkonzeptes sollten dann die einzelnen Betriebe ein Feinkonzept ausarbeiten können.

Das Konzept des Bundes, das niemand kennt

Am Mittwoch dann – zwei Arbeitstage vor der Wiedereröffnung – publizierte der Bund schliesslich das versprochene Grundkonzept. Es beinhaltet ein Musterschutzkonzept für Branchenorganisationen, das den verschiedenen Verbänden helfen soll, branchenspezifische Konzepte zu erarbeiten. Zudem gibt es zwei Standard-Schutzkonzepte für Unternehmen ohne Branchenverband. Davon ist eines für Bau- und Gartenfachmärkte, einschliesslich Gärtnereien und Blumenläden. Das andere soll Betrieben mit personenbezogenen Dienstleistungen mit Körperkontakt weiterhelfen.

«Die Schutzmassnahmen des Bundes habe ich erst jetzt gesehen. Ich werde diese noch studieren müssen.»

Gabriel Rupp, Schweizerischer Verband für Berufs-Masseure

L'osteopathe Boris Hueber, nettoie sa table de massage apres avoir traite un patient en urgence avec de mesures de precautions specifiques dans son cabinet paramedical pendant la crise du Coronavirus (Covid-19) le jeudi 23 avril 2020 a Lausanne. (KEYSTONE/Jean-Christophe Bott)

Massieren in Zeiten Coronas: Ein Osteopath in Lausanne. Bild: KEYSTONE

Die insgesamt drei Schutzkonzepte des Bundes haben eines gemeinsam: Sie bleiben in ihren Angaben unspezifisch. Darin erläutert werden simple Massnahmen, wie das sogenannte «Stop-Prinzip». «S» steht für Substitution, also Distanz, «T» für technische Massnahmen wie getrennte Arbeitsplätze, «O» für organisatorische Massnahme, zum Beispiel veränderte Schichtplanung und «P» für persönliche Schutzmassnahmen wie Hygienemasken oder Handschuhe. Ob nur Angestellte oder auch Kunden Masken oder Handschuhe tragen sollen, wird offengelassen.

Bei den Branchenverbänden weiss man kaum vom Grobkonzept des Bundes. Gabriel Rupp von der Geschäftsleitung des Schweizerischen Verbands für Berufs-Masseure sagt: «Die Schutzmassnahmen des Bundes habe ich erst jetzt gesehen. Ich werde diese noch studieren müssen.» Der Verband habe allerdings bereits ein eigenes Konzept erstellt. Eventuell müssten jetzt Anpassungen vorgenommen werden. Das kann Rupp derzeit aber noch nicht sagen. So kurzfristig werde er aber kaum noch grosse Änderungen machen können. «Darum stützen sich unsere Therapeuten nun auf das, was wir bereits erarbeitet haben.»

Mitarbeiter des Gartencenter Hoffmann bereiten sich auf die Wiedereroeffnung nach dem Lockdown vor, aufgenommen am Donnerstag, 16. April 2020 in Unterengstringen. (KEYSTONE/Ennio Leanza)

Bereit für den Ansturm am 27. April: Das Gartencenter Hoffmann in Unterengstringen (ZH) Bild: KEYSTONE

Zuerst warten gelassen, dann zu kurzfristig informiert

Auch Marie-Françoise Eigner, Blumenladen-Besitzerin, weiss nichts von den Grobkonzepten des Bundes. Vom Verband hat sie vor einem Tag eine E-Mail mit Empfehlungen erhalten. Inzwischen habe sie sich aber bereits selber organisiert – schliesslich blieb ihr ja nichts anderes übrig. Am Boden habe sie Markierungen im Zwei-Meter-Abstand angebracht, neben dem Eingang stehe ein Tischchen mit Desinfektionsmittel, vor der Kasse habe sie einen Plexiglasspuckschutz montiert. «Ich gebe zu, weiter denke ich nicht. Maske und Handschuhe trage ich nicht. Ich habe ja keinen direkten Kontakt zu den Kunden», so Eigner.

«Wir haben darauf gewartet, dass uns der Bund solche Fragen beantwortet. Stattdessen hat er uns erst am Mittwoch ein Basiskonzept geliefert.»

Damien Ojetti, Präsident des Verbands der Schweizer Coiffeurgeschäfte

Einer der Wenigen, der das Schutzkonzept des Bundes gelesen hat, ist Damien Ojetti, Präsident des Verbands der Schweizer Coiffeurgeschäfte. Er ist hörbar verärgert. Mit seinem Team habe er bereits Anfang April ein Konzept erarbeitet, unter welchen Voraussetzungen die Coiffeurbetriebe wieder aufmachen könnten. Vom Bund habe er darauf aber nie eine Antwort erhalten. «Danach hat der Bundesrat am 16. April, ohne unsere Branche vorher auch nur einmal zu konsultieren, beschlossen, dass die Coiffeurgeschäfte wieder öffnen können. Das hat mich ehrlich gesagt etwas überrascht.» Und in Stress gebracht. Denn bis zur Wiedereröffnung blieben ihm und seinen Mitgliedern noch zehn Tage, um alles zu organisieren.

Doch wie organisiert man etwas, wenn man gar nicht recht weiss, auf welche Tatsachen man sich abstützen kann? Muss die Kundschaft im Salon Schutzmasken tragen? Müssen die Geschäfte diese Masken für die Kundschaft zur Verfügung stellen? Ojetti sagt: «Wir haben darauf gewartet, dass uns der Bund solche Fragen beantwortet. Stattdessen hat er uns erst am Mittwoch ein Basiskonzept geliefert.» Nur wenige Punkte würden darin klar geregelt. Die Umsetzung ist Sache der Branche.

Jeder schaut für sich selbst

Für Ojetti heisst das, dass er jetzt gemeinsam mit den Sozialpartnern Unia und Syna ein branchenspezifisches Schutzkonzept erarbeiten muss, das die einzelnen Punkte möglichst genau definiert. «Ich bin froh, dass ich mich dabei auf das Papier stützen kann, das Coiffure Suisse Anfang dieses Monats erstellt hat», so Ojetti. Die einzelnen Betriebe müssten dann aufgrund dieses Konzepts schauen, wie sie es in ihrem Salon anwenden können.

«Mir persönlich ist es lieber, wenn ich selber bestimmen kann, welche Massnahmen in meinem Geschäft gelten.»

Marie-Françoise Eigner, Floristin

Die Konzepte des Bundes bleiben unkonkret und unbekannt. Die Feinjustierung bleibt gänzlich bei den Branchen hängen. Diese werden sich wohl auf eigene und unterschiedliche Konzepte stützen, die aber weder von Bund noch von den Kantonen überprüft werden. Hingegen können die kantonalen Arbeitsinspektorate in den Betrieben Kontrollen durchführen und Bussen verhängen. Macht das Sinn?

Floristin Marie-Françoise Eigner sagt es so: «Ganz ehrlich? Mir persönlich ist es lieber, wenn ich selber bestimmen kann, welche Massnahmen in meinem Geschäft gelten. Aber was aus epidemiologischer Sicht mehr Sinn macht, kann ich nicht sagen. Das müssen Experten beurteilen.» Klar ist allerdings, dass es für Eigner katastrophal wäre, wenn die Infektionszahlen nach den Lockerungen erneut hochschnellen würden und sie ihren Laden ein zweites Mal schliessen müsste.

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38Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Sarkasmusdetektor 24.04.2020 09:35
    Highlight Highlight Das ist doch mal wieder sinnloses Gemecker. Was erwartet man denn? Dass "der Bund" so ein Konzept einfach aus dem Ärmel schüttelt? Dort arbeiten auch nur Menschen. Ich finde so ein Grobkonzept sogar sinnvoller. Es zeigt auf, welche Bereiche man sich überlegen und was man berücksichtigen soll, anstatt konkrete Vorschriften zu machen, die dann doch nur wieder kritisiert würden, weil die Verfasser viel zu weit weg von der Praxis sind.
  • malu 64 23.04.2020 22:27
    Highlight Highlight Gesunder Menschenverstand ist gefragt. Abstand, Selbstschutz durch Handschuhe und Maske. Je nach Job noch eine Schutzbrille und Schutzkittel.
    Ich habe persönlich immer regen Kundenkontakt, bin dank Nitril Einweghandschuhen bisher verschont geblieben. Manchmal braucht es auch zuerst eine klare Ansage, damit der nötige Abstand eingehalten wird. Hat man kleine Räume, die maximale Personenzahl groß anschreiben, regelmäßig Türfallen, Toiletten und Wasserhahnen samt Lavabos desinfizieren. Wir haben auch im Freien Tische und Bänke, um mit Kunden zu verhandeln.
  • leu84 23.04.2020 20:54
    Highlight Highlight Die Bundesämter haben schon länger gesagt, dass die Verbände Konzepte ausarbeiten sollen. Bundesbern ist durch die Ratsmitglieder gut mit den Branchen und der Wirtschaft vernetzt, dachte ich. Kommunizieren sie nicht untereinander? Ich nehme an, zwischen den Verbänden und den Ämter ist kaum kommuniziert worden. Wenn dann niemand spurt, dann macht Bern eigene Konzepte.
  • lilie 23.04.2020 20:48
    Highlight Highlight Ach herrje. Hier rächt es sich wieder, dass man entweder nach Masken geschrien hat oder sich auf die Behauptung "Masken bringen nichts" versteift. Hätten die Leute dem BR in den letzten ZWEI MONATEN einfach mal zugehört, müssten sie jetzt nicht rumrätseln... 🤦‍♀️

    Aber ich sehe es kommen wie bei den Geschäftsmieten: Man kann den Leuten nicht etwas gesunden Menschenverstand zumuten. Man muss ihnen wie eine Kuh alles vorkauen.

    Und nachher beschweren sich die Leute natürlich wieder, dass es zu viele Vorschriften gäbe. 🤦‍♀️
    • Silent_Revolution 23.04.2020 21:27
      Highlight Highlight Der Bundesrat selbst hat sich diesbezüglich in den letzten zwei Monaten widersprüchlich geäussert.

      Wer also "einfach mal zugehört hat" ist nun zurecht verwirrt.

      Diese "Krise" hat leider sehr viele Speichellecker aus der Versenkung geholt, die den Lobbyisten in Bern blind vertrauen und am liebsten gleich alle Freiheiten abgeben.Führerkult ist wieder en vogue.

      Wo hat denn das was gerade abgeht, noch mit gesundem Menschenverstand zu tun? Der Bund inklusive Medienlandschaft fokussiert sich nur noch auf ein Thema; alle anderen Missstände und Krankheiten existieren nicht mehr.
    • lilie 23.04.2020 22:03
      Highlight Highlight @Silent_Revolution: Hätten die Journalisten sich mal weniger darauf fokussiert, dem BR Widersprüche in der Maskenfrage nachzuweisen (sie haben das wirklich zu ihrer heiligen Mission gemacht), wäre es für alle viel einfacher gewesen, die Stringenz in der Argumentation des BR nachzuvollziehen und daraus eigene Schlüsse zu ziehen.

      Und klar treten andere Missstände in den Hintergrund, selbst der IS predigt Handhygiene, der Jemen hat eine Waffenruhe ausgerufen, die Kriminellen plündern nur ihren eigenen Kühlschrank und Schwarzfahrer werden nur gebüsst, wenn sie im Bus den Abstand nicht einhalten.
  • Kritisch Hinterfragen 23.04.2020 20:40
    Highlight Highlight Grosses Kompliment an den Bund. Leitplanken definieren und dann der Eigenverantwortung der Betroffenen einen Auftrag geben.

    Ich bin froh für meinen Betrieb und das unkomplizierte Vorgehen.

    Danke!
  • Heini Hemmi 23.04.2020 20:21
    Highlight Highlight Letztlich weiss jeder selber, was es geschellt hat. Das Gejammer und das Einfordern von Konzepten sind also völlig fehl am Platz. Mit Konzepten und noch mehr Regeln, die sowieso niemand kontrollieren kann, hält man die Kurve nicht flach. Jeder einzelne hat’s selber in der Hand.
  • christian_meister 23.04.2020 20:13
    Highlight Highlight Wenn ich das lese fühle ich mich im flaschen Film. Ich bin selber Unternehmer und durfte meine Drogerie zum Glück immer offen halten. Unser Pandemiekonzept, was ich eigentlich schon immer hätte haben müssen, erstellte ich am Wochenende vor dem Lockdown mit der Wegleitung des BAG und integrierte es in unser Qualitätssicherungssystem. Diese gibt es seit 2007... Am Montag das Team informieren, Massnahmen umsetzen und am Dienstag konnten wir losegen. Nach ein paar Tagen merkt man was nicht funktioniert und justiert das Konzept nach. Et Voila. Was haben die die jetzt jammern 6 Wochen lang gemacht?
    • Ribana'o'hara 23.04.2020 22:39
      Highlight Highlight Das frage ich mich auch. Erwarten die einzelnen Geschäfte dass sie eine Mail höchstpers{nlich vom Bundesrat, direkt an sie adressiert, erhalten sollen? Wir können froh sein, wird uns nicht alles bis ins kleinste Detail vorgeschrieben... Aber hauptsache jammern - Lockdown und Keepdistance-Vorschriften passen nicht (da es "zu sehr in die Privatsphäre eingreift") und nun im gleichen Atemzug motzem, dass die Regelungen nicht strikte vorgegeben sind... Ich verstehs nicht....
  • Hardy18 23.04.2020 20:09
    Highlight Highlight Jedesmal das Gejammer. Erst kann es nicht schnell genug gehen mit der Öffnung, und nun rum heulen das man, am besten schon im letzten Jahr ein Konzept vorzuliegen hat vom Bund.

    Das darf doch nicht alles wahr sein!!! Die Basis Auflagen sind sogar mir bekannt als Kunde. Ich weiss nicht was die für Probleme haben... vielleicht war auch die Sonne in den letzten Tagen etwas zu heisst. Wer weiss...

    Dann lasst doch eure Läden zu und macht ne Woche später auf... aber is bestimmt auch wieder nicht richtig.
  • Alberto Bisaccia 23.04.2020 20:00
    Highlight Highlight seit wann seid ihr auf den polemikzug aufgestiegen?
  • Max Müsterlein 23.04.2020 19:55
    Highlight Highlight Es ist halt für alle das erste Mal.
    • Eidg. dipl. Tütenbauer 23.04.2020 22:05
      Highlight Highlight Bist du es, Max Dick aus der Oberstufe?
    • Max Müsterlein 24.04.2020 07:25
      Highlight Highlight Nein Tüte, ich heisse wirklich Max Müsterlein. Probiere es bei stayfriends.ch.
    • Eidg. dipl. Tütenbauer 24.04.2020 17:42
      Highlight Highlight Max, muss wohl eine Verwechslung vorliegen, sorry.
  • @BlackStar 23.04.2020 19:54
    Highlight Highlight BR Berset; zuerst sollen Masken nichts taugen, nun doch.
    Weiss der Mann, was er will?
    • Caryssia Mal'Ganis 23.04.2020 20:16
      Highlight Highlight Masken für ALLE vs. Masken in bestimmten Situationen (aka wo der 2m Abstand NICHT eingehalten werden kann). 2 Paar Schuhe..
    • Kruk 23.04.2020 21:54
      Highlight Highlight Der 2 Meter Abstand wird aussert beim spazieren im Wald nirgendswo eingehalten, und wenn sie behaupten doch, dann nehmen sie nächstes mal den Zollstock zum Einkauf mit oder schauen Sie wenigstens wieder einmal wie lange 2 Meter sind.
      Ihre Aussage würde bedeuten Masken für alle beim Einkauf und im ÖV.
      Und ja, das BAG widerspricht sich, darauf herum zu reiten müssen wir aber nicht.
    • ands 24.04.2020 04:13
      Highlight Highlight @ Kruk: Können die 2m kurzzeitig nicht eingehalten werden (z.B. wenn man sich auf der Strasse oder im Laden kreuzt) ist das kein Problem. Dafür braucht es keine Maske. Im ÖV kann die Distanz problemlos eingehalten werden. Ausser zu Stosszeiten. Da empfielt der Bund, eine Maske zu tragen.
      Wo der Widerspruch sein soll, erschliesst sich mir nicht.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Sälüzäme 23.04.2020 19:36
    Highlight Highlight So habe ich es mir vorgestellt: gross von Eigenverantwortung palavern und dem BR sagen was sie besser gemacht hätten. Und jetzt, wo sie es besser machen dürfen nach dem BR schreien, er müsse sagen was zu tun ist. Tolle Verbände.
    • Inri 23.04.2020 19:53
      Highlight Highlight Das selbe habe ich auch gedacht beim lesen.
    • Hierundjetzt 23.04.2020 22:11
      Highlight Highlight Sälüzäme: voilà. Wo ist die FDP-Gössi jetzt mit Ihren Lobbyfreunden?
    • Sälüzäme 24.04.2020 00:14
      Highlight Highlight @Hierundjetzt: ich denke bei gewissen Parteien und Verbänden läuft es jetzt doch so ab:
      Nein......... bin schon gross........ kann selber........... Maaami!

      Mit dem Unterschied: Kinder sind gescheiter da sie lernfähig sind.
    Weitere Antworten anzeigen
  • nadasagenwirjetzteinfachmal 23.04.2020 19:28
    Highlight Highlight Der BR sagt doch klar, dass Masken angesagt sind, wenn man die Distanz von 2 Meter nicht einhalten kann. Da gibt es doch keine offenen Fragen .
    • Caryssia Mal'Ganis 23.04.2020 20:17
      Highlight Highlight @El Comandante:
      Eine allgemeine Maskenpflicht und Masken da, wo der Abstand von 2m NICHT eingehalten werden kann, sind zwei Paar Schuhe...
    • ulmo 23.04.2020 22:36
      Highlight Highlight Ist das mit dem Schutz durch Masken denn so schwierig zu Interpretieren?

      Es ist doch nachvollziehbar das eine FFP2 Maske (zusammen mit Gesichtschutz) eine Fachperson schützen kann, die aus nächster nähe einen Patienten intubiert, der ihr ins Gesicht röchelt.

      Es ist doch auch nachvollziehbar, dass Masken weniger bringen, wenn sie z.b. flächendeckend in Läden getragen werden, wo tausende alle 30 Sekunden mit den Fingern ihre feuchte Maske zurecht zupfen, während sie die frischen Früchte befummeln (Schmierinfektion).

      Darum ist das Maskentragen Situationsabhängig und muss gelernt sein.
    • ands 24.04.2020 04:31
      Highlight Highlight @ Astrogator: Vielleicht liest du das Dokument nochmals. Unter Punkt 6 ist aufgeführt, was zu tun ist, wenn der Abstand von 2m nicht eingehalten werden kann. Die Alternative zu Masken wäre eine Plexiglas-Scheibe.
  • Benni.bk 23.04.2020 19:17
    Highlight Highlight Es ist immer einfach dem Bund alles in die Schuhe zu schieben. Der Bund soll Dies, der Bund soll Das und wenn er etwas bestimmt dann ist es auch wieder falsch. An jeder Pressekonferenz vom Bund wurde mehrfach gesagt wie man sich schützen soll und dass die Umsetzung bei den Verbänden und den einzelnen Geschäften liegt. Aber eben aufmerksam zuhören ist nicht immer leicht, da fällt sofortiges losmotzen einfacher.
  • Töfflifahrer 23.04.2020 19:10
    Highlight Highlight Sorry liebe Branchenvertreter, aber wir befinden uns immer noch in einer ausserordentlichen Lage. Das bedeutet, dass Informationen und Vorgaben sehr kurzfristig folgen. Auch wenn es sich nur um Grundkonzepte handelt, brauch es eben seine Zeit. Es ist eure Aufgabe euch zu Informieren und nachzustossen und danach zu bearbeiten. Die Grundideen sind jedoch seit langem bekannt. Schutz, Hygiene, Abstand sind wohl die zentralen Punkte. Es ist jetzt an euch Gas zu geben, Basta. Ja das ist eben so in Krisen und ausserordentlichen Lagen!
  • Geff Joldblum 23.04.2020 19:09
    Highlight Highlight Wie schon durch die ganze Corona-Krise: Eigenverantwortung. 🤷
    Auch wenn der BR grundsätzlich einen guten Job macht, aber manchmal so ein wenig mehr Führungsstärke und genaue Anweisungen würden wohl nicht schaden.

Armee ruft Masken zurück – wegen Schimmelpilzbefalls

Als Sofortmassnahme zu Beginn der Coronakrise hatte der Bund verschiedenen Grossverbrauchern und Kantonen Masken zur Verfügung gestellt, die noch von der Pandemievorsorge von 2007 stammten.

Diese Masken werden vom Bund nun vorsorglich zurückgerufen, da bei einem Untersuch Spuren von Pilzbefall festgestellt wurden.

Das Labor des Universitätsspitals Genf (HUG) hat den Bund darüber informiert, dass in einer Probe von Schutzmasken eine mikrobiologische Kontamination festgestellt wurde. Dabei …

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