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Rheinschifffahrt steht vor dem Erliegen: Pegel bei Kaub nur knapp über 40 Zentimeter

12.08.2022, 07:49

Der für die Schifffahrt auf dem Rhein wichtige Pegelstand bei Kaub im deutschen Bundesland Rheinland-Pfalz ist am Freitag weiter gesunken. Er lag nach Angaben der Wasserstrassen- und Schifffahrtsverwaltung am Morgen bei 42 Zentimetern und damit rund 5 Zentimeter niedriger als zum gleichen Zeitpunkt des Vortags. Laut Prognose der Behörde könnte noch am Freitag die Marke von 40 Zentimetern fallen.

Viel Kies, wenig Wasser: Ein Schiff auf dem Rhein bei Köln (6.8.2022)
Viel Kies, wenig Wasser: Ein Schiff auf dem Rhein bei Köln (6.8.2022)Bild: keystone

Die für die Schifffahrt entscheidende Fahrrinnentiefe hatte am Donnerstag nur noch 1.59 Meter – so niedrig wie an keinem anderen Abschnitt des Mittel- und Niederrheins. Deshalb gilt Kaub im Rhein-Lahn-Kreis als wichtiger Punkt für die Binnenschifffahrt auf dem Rhein.

Vor allem die Fracht- und Personenschiffe kämpfen seit Wochen mit dem Niedrigwasser. Die Binnenschiffer müssen bei ihrer Ladung den Tiefgang des Schiffes beachten. Bei niedrigen Wasserständen können sie weniger Fracht befördern – und irgendwann wird der Transport unwirtschaftlich.

Die deutsche Bundesanstalt für Gewässerkunde (BfG) hatte kürzlich erklärt, bis zu einem Wasserstand von etwa 30 bis 35 Zentimetern am Pegel Kaub könnten flachgehende Binnenschiffe die Mittelrheinstrecke noch passieren. Prognosen gehen aber von Pegelständen Richtung 30 Zentimeter bis Anfang nächster Woche am Pegel Kaub aus. Dann komme die Rheinschifffahrt in diesem Bereich «tendenziell zum Erliegen», hiess es. (sda/awp/dpa)

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Schön aber leer: Geschütze Häuser in Stein am Rhein

Video: srf

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27 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Einer mit interkantonalem Migrationshintergrund
12.08.2022 10:29registriert April 2021
Öl wird dadurch rarer für die Schweiz, durch die niedrigen Wasserstände und hohen Temperaturen müssen AKWs gedrosselt, evtl. bald ganz abgestellt werden. Leider gerät auch die Stromproduktion mittels Wasserkraft zunehmend unter Druck.

Schade gibt es nicht so etwas, das man die letzten 10 Jahre massiv hätte zubauen können, das in künftig weiter zunehmenden Dürrezeiten besser funktionieren würde. So etwas wie PV oder Windkraft. Wenn sowas doch jemand erfinden könnte...
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Yolo
12.08.2022 10:28registriert Mai 2015
Und Dettling freut sich über mehr Wärme. Die Folgen sind egal. 🙈
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