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Credit Suisse kündigt SNB-Anleihe über 50 Milliarden Franken an

Credit Suisse will sich über 50 Milliarden Franken von der SNB leihen

Die Credit Suisse (CS) nimmt das Angebot der Schweizerischen Nationalbank (SNB) an und leiht sich bis zu 50 Milliarden Franken, wie sie in der Nacht auf Donnerstag bekannt gab.
16.03.2023, 02:5216.03.2023, 08:23
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Damit soll die Gruppe, deren Aktie an der Börse abgestürzt ist, «gestärkt» werden, wie es in einer Mitteilung vom Donnerstag heisst.

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CS-Chef Ulrich Körner nimmt das Angebot der SNB an.Bild: keystone

Gleichzeitig kündigte die Bank eine Reihe von Schuldenrückkäufen im Wert von rund drei Milliarden Schweizer Franken an. «Mit diesen Massnahmen stärken wir die Credit Suisse auf dem Weg der strategischen Transformation, um für unsere Kunden und andere Anspruchsgruppen Mehrwert zu schaffen», wird CS-Chef Ulrich Körner in der Mitteilung zitiert. «Wir danken der SNB und der Finma für die Umsetzung unseres strategischen Wandels.»

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Der CS-Aktienkurs bewegt sich weiter nach unten.Bild: keystone

Die SNB hatte am Mittwoch angekündigt, der CS bei Bedarf Liquidität zur Verfügung zu stellen. Am selben Tag fiel die Aktie der Nummer zwei der Schweizer Banken bei Börsenschluss um 24,24 Prozent.

>>> Hier geht es zum Liveticker zur Credit Suisse

Kursverfall nach Ankündigung von GrossaktionärinDie CS, eine der 30 Banken weltweit, die als «too big to fail» eingestuft werden, war an der Börse nur noch knapp 6,7 Milliarden Franken wert. Der rasante Kursverfall begann, nachdem der Präsident der Saudi National Bank, dem grössten Aktionär der Credit Suisse, erklärt hatte, er schliesse eine weitere Finanzspritze für die Gruppe aus, hauptsächlich aus regulatorischen Gründen.

Die 1856 gegründete Credit Suisse befindet sich seit dem Konkurs der britischen Finanzgesellschaft Greensill, der den Beginn einer Reihe von Skandalen markierte, die die Bank schwächten, in Schwierigkeiten. Seit März 2021 hat die Aktie mehr als 83 Prozent ihres Wertes verloren. Bank-Anleger sind nach dem Konkurs der US-Bank SVB zudem beunruhigt. (sda/afp).

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156 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Her Berger
16.03.2023 06:11registriert November 2018
Das gleiche Prinzip wie immer, Gewinne individualisieren, Verluste sozialisieren.
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N. Y. P.
16.03.2023 04:52registriert August 2018
Was wird hier unter dem Deckel gehalten?

Die Gruppe soll gestärkt werden?

Seit Jahren labert die Politik, dass es zukünftig nicht mehr nötig ist, genau solche Übungen durchzuziehen.

Fühlen wir uns verarscht?

Die CS - Vasallen spekulieren am Rande der Kriminalität und Mutti SNB eilt herbei und flutet die Bank mit Geld.
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_andreas
16.03.2023 07:20registriert April 2020
Darf ich auch ein bisschen Geld von der SNB haben wenn ich mitte Monat durch Missmanagement meinen Lohn schon aufgebraucht habe? 🤔
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