Schweiz
Wirtschaft

Wettbewerbskommission stellt Untersuchung gegen Novartis ein

Wettbewerbskommission stellt Untersuchung gegen Novartis ein

10.10.2024, 07:5910.10.2024, 07:59

Die Wettbewerbskommission (Weko) stellt eine Untersuchung gegen Novartis wegen des Vorwurfs des Patentmissbrauchs rund zwei Jahre nach deren Eröffnung ein. Die Ermittlungen hätten gezeigt, dass sich der Basler Pharmakonzern kartellrechtskonform verhalten habe, teilte die Behörde am Donnerstag mit.

ARCHIV -- Das Novartis-Logo vor den Produktionswerken von Novartis in Stein, am Montag, 3. September 2018. Der Pharmakonzern Novartis plant einen groesseren Stellenabbau, wie das Unternehmen am Dienst ...
Novartis in Basel. Bild: keystone

Die Weko hatte die Untersuchung im September 2022 eingeleitet und damals auch eine Hausdurchsuchung am Novartis-Hauptsitz in Basel durchgeführt. Dem Pharmakonzern war vorgeworfen worden, ein Patent für ein Präparat zur Behandlung von Hautkrankheiten möglicherweise in unzulässiger Weise zum Schutz vor Konkurrenz eingesetzt zu haben. Im Rahmen der Untersuchung hatte die Weko mit der Europäischen Kommission zusammengearbeitet.

Die Untersuchung habe nun ergeben, dass das Verhalten von Novartis im Bereich des Patentrechts üblich und auch kartellrechtskonform sei, heisst es in der Mitteilung. Da sich die Anhaltspunkte für einen Missbrauch nicht bestätigt hätten, schliesse die Weko die Untersuchung ohne Konsequenzen ab.

Die Europäische Kommission habe den Sachverhalt selbstständig analysiert und sei zu denselben Schlussfolgerungen gekommen, schreibt die Schweizer Behörde weiter. (sda/awp)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
1 Kommentar
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
1
Schweizer Restaurants und Campingplätze sperren Kinder aus – das steckt hinter dem Trend
Wenn Kinder mehr Lärm machen als sie Geld einbringen, sei es klar, dass es irgendwann «Adults-Only»-Angebote gebe, sagt Soziologin Katja Rost. Und plädiert trotzdem für mehr Durchmischung.
Nur für Erwachsene: Im Wellness, im Hotel oder im Café liegen «Adults Only»-Zonen im Trend. Die Nachfrage danach steigt, auch in der Schweiz. Jüngst gab etwa ein Café in Aarau bekannt, dass Kinder dort nur noch ab 14 Jahren erwünscht seien. Nun zieht ein Campingplatz im Berner Oberland nach: Mit der neuen Saison soll er im Frühling 2026 zum ersten kinderfreien Camping der Schweiz werden. Weshalb sind Kinderverbote plötzlich im Trend?
Zur Story