Schweiz
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15 Prozent der Frauen legen nach der Geburt gegen ihren Willen eine Erwerbspause ein. Das zeigt eine neue Studie. bild: shutterstock

Jede siebte Frau verliert wegen Mutterschaft ihre Stelle



Das Gleichstellungsgesetz schreibt vor, dass eine Schwangerschaft zu keinen Nachteilen am Arbeitsplatz führen darf. Trotzdem berichten Frauen regelmässig, dass sie nach der Geburt des Kindes die Kündigung erhalten haben.

Doch die wenigsten Betroffenen fechten die Entlassung vor Gericht an. Sie befürchten, dass sie bei einer Klage ein schlechteres Arbeitszeugnis erhalten. Zudem winkt bei einem Erfolg nur eine geringe Entschädigung von maximal sechs Monatslöhnen. Aus diesem Grund bleiben die meisten Kündigungen im Dunkeln.

Wie häufig eine Mutterschaft zu Erwerbslosigkeit führt, zeigt nun erstmals eine Untersuchung des Büros für arbeits- und sozialpolitische Studien (Bass) im Auftrag des Bundes, wie die NZZ am Sonntag berichtet. Demnach verliert jede siebte Frau aufgrund der Schwangerschaft die Stelle. «Oft bewirkt eine Schwangerschaft noch immer einen Bruch im Arbeitsleben», sagt Studienautorin Melania Rudin. «15 Prozent der Frauen legen nach der Geburt gegen ihren Willen eine Erwerbspause ein.» In den meisten Fällen (11 Prozent) ist der Grund eine Kündigung oder die fehlende Möglichkeit für ein tieferes Pensum.

Weitere 4 Prozent müssen den Job wegen eines Mangels an Betreuungsplätzen oder anderer Probleme zumindest vorübergehend aufgeben. Die Zahlen basieren auf einer repräsentativen Befragung von rund 3000 Frauen im Mutterschaftsurlaub.

Als Knackpunkt erweist sich die Sperrfrist für eine Kündigung, welche 16 Wochen nach der Geburt ausläuft. Denn gemäss Bass-Studie kehren 71 Prozent der Frauen zu einem späteren Zeitpunkt an den Arbeitsplatz zurück, im Schnitt nach 22 Wochen. Deshalb sind die meisten Mütter nicht mehr gegen eine Kündigung geschützt, wenn sie den Job wieder antreten. Nach einer Entlassung haben viele junge Mütter Schwierigkeiten, eine neue Stelle zu finden. Laut Fachleuten kommt es regelmässig vor, dass Kandidatinnen über ihre Familienpläne befragt werden. Damit verletzen die Arbeitgeber das Gleichstellungsgesetz – denn ein möglicher Kinderwunsch darf kein Selektionskriterium einer Bewerbung darstellen.

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    Alle Leser-Kommentare
  • nach gang 02.06.2019 20:26
    Highlight Highlight Es scheint noch nicht in allen Köpfen angekommen zu sein, dass die Kinder unsere Zukunft sind.
    Wenn wir dereinst alt und gebrechlich sind, werden sie uns das Altersheim und die Pflege bezahlen.
  • Citation Needed 02.06.2019 20:10
    Highlight Highlight Klar wollen Firmen, dass Angestellte (oft intern teuer geschult) ihren Job machen. Das Risiko, dass dies nach einer Geburt nicht mehr full time klappt, ist aktuell bei Müttern viel grösser. Als Firma hätt ich ja auch lieber den Papa, der brav weitermalocht statt Mama, die bezahlt ausfällt und danach vielleicht nur noch Teilzeit kommt.
    Es gibt nur eine Lösung: Elternzeit. Väter sollen per Gesetz auch den Grossteil der Betreuung nach Geburt übernehmen dürfen. Eltern sollen selbst entscheiden, ob er, sie oder beide 50 % bezahlt daheim bleiben; nur so bekommen VÄTER und MÜTTER mehr Rechte.
  • Nyarlathotep 02.06.2019 17:07
    Highlight Highlight Bei all diesen Komentaren frage ich mich... wiso soviel Familienfeindlichkeit. Kinder kosten nun mal. Doch die Kinder sind auch unsere Zukunft! Vergesst das doch bitte nicht dabei! Wer finanziert später eure AHV? Wer kocht und serviert euch das Essen im Restaurant wenn ihr pensioniert seit? Wer repariert Euer Auto? Und wer sorgt später für Eure Gesundheit? Die Kinder von Heute und Morgen! Und nicht zu vergessen, ihr wart für Eure Eltern und alle nicht Eltern auch nicht gratis und umsonst!
    • Bambusbjörn aka Planet Escoria 02.06.2019 20:17
      Highlight Highlight Glaub mir, kriechendes Chaos, das frage ich mich schon seit langem.
  • La bum 02.06.2019 15:31
    Highlight Highlight Die kündigungen von frauen direkt nach dem mutterschaftsurlaub welche ich (leider) miterlebte - bei aller grausamkeit... - hatten nichts mit deren schwangerschaft/muttersein zu tun.
    • Citation Needed 02.06.2019 22:36
      Highlight Highlight Womit hatten die denn zu tun?
    • Turi 03.06.2019 12:43
      Highlight Highlight @citation, man muss sich bewusst sein, dass nach dem kündigungsschutz der schwangerschaft und dem mutterschaftsurlaub bei rückkehr der mutter an den arbeitsplatz der erste moment ist, wo du als arbeitgeber kündigen kannst. innerhalb eines jahres kann sich sehr viel verändern, was die auftragslage etc angeht. speziell bei KMU. rein statistisch ist es völlig normal, dass nach dem mutterschaftsurlaub mehr gekündigt wird. andere mitarbeiter werden erheblich schneller entlassen, falls der geschäftsgang sich ändert.
    • Citation Needed 03.06.2019 22:12
      Highlight Highlight Danke für die Antwort, Turi. Meine Frage war wirklich ernst gemeint. Ich finde es aber trotzdem auffallend, dass dieser Moment scheinbar so oft für eine Kündigung genutzt wird. Als ich in kleineren Betrieben arbeitete, gab es keine Kündigungen, die mit Mutterschaft korrelierten, wenn, dann waren es längerfristigen Umwälzungen. Was ich seitens AG nachvollziehbar (wenn auch für Mütter schlecht) finde: man stellt Ersatz ein und der/die macht sich gut und hat kein Baby daheim, das die nächsten 2 Jahre betreut werden muss, oder sogar noch einen weiteren Babywunsch..
  • Patho 02.06.2019 11:20
    Highlight Highlight «Laut Fachleuten kommt es regelmässig vor, dass Kandidatinnen über ihre Familienpläne befragt werden. Damit verletzen die Arbeitgeber das Gleichstellungsgesetz – denn ein möglicher Kinderwunsch darf kein Selektionskriterium einer Bewerbung darstellen.»

    Dann sagt solchen Arbeitgebern doch um Himmels willen nicht, dass noch (weitere) Kinder geplant sind, ich meine, man kann sich auch selbst ins Abseits stellen🤦‍♀️ Wenn ein Arbeitgeber sowas fragt, das ist es für ihn ein Problem, wenn noch Kinder geplant sind. Also verschweigt man es einfach, denn danach fragen dürfte er ja eh nicht...
    • Citation Needed 02.06.2019 22:51
      Highlight Highlight Patho. Ich wurde sehr oft nach Kindern gefragt und weiss natürlich, dass man bei diesen Fragen lügen darf. Ich hab immer verneint (was auch stimmte). Die AG wissen aber auch, dass Frauen hier lügen dürfen und dass sie schliesslich nur um bezahlten Mutterschaftsurlaub rumkommen, wenn sie - eh oui - einen Mann einstellen.

      Statt also die Frauen zu facepalmen, weil Du denkst, die seien alle zu treudoof zum lügen: mich dünkt es krass, dass so viele AG diese verbotene Frage stellen. Das zeigt, dass Frauen im gebärfähigen Alter bei AG als finanzielle / planerische Risiken gelten.
    • Citation Needed 03.06.2019 07:05
      Highlight Highlight PS: ...dass Frauen finanzielle und planerische Risiken SIND! Solang es keinen anständigen Vaterschaftsurlaub/Elternzeit gibt, solange wird sich daran auch nichts ändern.
      Will man in diesem Land Kinder UND nebenbei eine berufliche Karriere fortführen, die diesen Namen verdient, dann sollte man aktuell besser Vater statt Mutter werden.
  • walsi 02.06.2019 11:17
    Highlight Highlight Frau macht vor der Geburt einen 100% Job, will dansch aber nur noch 50% arbeiten, wer macht den Rest? Viele Stellen kann man nicht einfach in zwei 50% Teilzeitpensen aufteilen.
    • guby 02.06.2019 15:02
      Highlight Highlight @schwaflichopf: Aufteilen kann man - theoretisch - alles. Nur gehen dann von den jeweils 50% je etwa gefühlte 10% für die Koordination/Kommunikation drauf. Gerade bei Stellen mit mehr Verantwortung/höherer Entscheidungsgewalt (= besserer Bezahlung). Zusätzlich häufen sich widersprüchliche Aufträge, je nach Anwesenheit, was der Produktivität Unterstellter zusätzlich abträglich ist. Natürlich muss man Lösungen finden um Mütter in den Arbeitsmarkt zu integrieren, wenn nötig auch auf Kosten der Effizienz. Aufteilen kann man alles, aber nicht ohne Konsequenzen welche auch genannt werden sollten.
    • Citation Needed 02.06.2019 23:16
      Highlight Highlight Chrisiboy: Kann man auch Elternsein ohne höhere Kosten aufteilen? Klar, die Arbeitgeber freut's, wenn die Kinderbetreuung an der Mutter hängenbleibt. Für viele Frauen heisst es denn auch Kind ODER Karriere. Probieren sie beides, leidet beides, meist die Karriere stärker. Männer können beides haben, heisst es. Aber auf sicher kriegen sie doch nur die Karriere. Bei einer Scheidung z.B. arbeitet er oft mehr, um Frau und Kinder zu bezahlen, sieht letztere kaum und hat kein Geld für ein neues Leben. Auch der Vater hat also höhere Kosten; die Idee 'Mann-Beruf-Frau-Kinder' geht nicht auf.
    • Citation Needed 03.06.2019 06:55
      Highlight Highlight Fazit aus dem Ganzen: solang es keine anständige (Möglichkeit zur) Aufteilung der Elternarbeit gibt, solange werden entweder Frauen die Kosten dafür tragen oder Männer zu einseitig in den Beruf gedrängt, wo sie mehr Vaterrolle oder -rechte haben sollten.
      Dass eine Firma Kosten treffen, wenn AngestellteKinder haben, sollte unabhängig davon der Fall sein, ob man den Vater oder die Mutter beschäftigt. Erst wenn für beide das Risiko für Mehrkosten da ist, werden auch Väter mehr Flexibilität kriegen und beide mehr Verständnis.
  • Frances Ryder 02.06.2019 11:03
    Highlight Highlight Es gibt halt auch viele Stellen, bei denen eine Reduktion des Pensums schlicht nicht möglich ist. Man kann schon ein bisschen Kulanz des Arbeitgebers erwarten, aber es können sich auch nicht alle verbiegen und verrenken, weil jemand sich ein Kind wünscht.
  • Capodituttiicapi 02.06.2019 10:34
    Highlight Highlight In Schweden so: Baby machen, 2 Jahre off und dann zurück.
    • B-Arche 02.06.2019 15:08
      Highlight Highlight Frankreich ähnlich. Dort gibt's die absolute freie Entscheidung. Der Staat finanziert auch jemand der auf deine Kinder aufpasst während du auf Arbeit bist.

      Die SNCF hatte eine Chefin die demonstrativ viele Kinder hatte. Das ist in Frankreich möglich. Allerdings wirkt das katholische Gesellschaftsbild in die andere Richtung, und viele Frauen spüren den Druck katholisch Kinder zu machen und zuhause zu bleiben.

      Das ist ein Gegensatz im komplett säkulalärem Frankreich. Der Staat mischt sich da nicht ein (was die Konservativen und Ganzrechts ändern wollen: mehr Kirche).
  • Entrepreneur (w) 02.06.2019 09:35
    Highlight Highlight Hier wird mal wieder nicht zu Ende gedacht. Kaum ein Arbeitnehmer macht sich darüber Gedanken, was sein Ausfall für einen Betrieb finanziell und organisatorisch bedeutet. Ich habe 6 Angestellte. Eine gute, rentable Mitarbeiterin würde ich niemals loswerden wollen. Auch nicht durch eine Schwangerschaft. Kein Betrieb macht das. Um eine schlechte Mitarbeiterin loszuwerden, die meinem Betrieb mehr schadet als nützt, versuche ich mit allen mir zur Verfügung stehenden Gründen loszuwerden. Die Kündigungen liegen also wahrscheinlich nicht an der Schwangerschaft/Mutterschaft per se.
    • Citation Needed 02.06.2019 23:17
      Highlight Highlight Wie wirst Du schlechte Mitarbeiter los? Oder Frauen, die keine Kinder kriegen?
  • Ikarus 02.06.2019 08:46
    Highlight Highlight ich kenn auch zu genüge die andere seite, sich zuerst anstellen lassen und dann nach paar monaten schwanger werden damit der arbeitgeber auch ja schön alles bezahlt.
    Es ist wie überall ein geben und nehmen, wer als vermieter mal von nem mieter verarscht wurde ist nachher genauso hart und „unmenschlich“ wie der arbeitgeber. Also bedankt euch bei euren mitmenschen und nicht beim arbeitgeber für die zustände.
    • Na_Ja 02.06.2019 14:45
      Highlight Highlight Sie müssen ein ganz schlechtes Bild von Frauen haben. Denken Sie wirklich, dass Frauen extra schwanger werden, nur um einen Arbeitgeber "auszunehmen"?
    • Aglaya 02.06.2019 15:06
      Highlight Highlight @Na_Ja

      "extra schwanger werden" wohl kaum, aber es gibt Frauen (wenn auch nur vereinzelte), die bei Stellenantritt schon genau wissen, dass sie sehr bald Kinder wollen oder schon seit einer Weile aktiv versuchen, schwanger zu werden. Das ist natürlich nicht verboten, aber dem Arbeitgeber gegenüber doch etwas unfair. Vor allem in KMU, wo eine Mutterschaftsvertretung nicht so einfach zu organisieren ist.
    • guby 02.06.2019 15:08
      Highlight Highlight @Naja
      Ich glaube Ikarus meint es andersrum: Gewisse Frauen würden sich wegen dem Kinderwunsch anstellen lassen um möglichst zu profitieren. Was ich sofort glauben kann. Gewisse Menschen sind egoistisch genug dafür. Und ich schreibe bewusst "Menschen", denn auch gewisse Männer würden sich so verhalten, wenn sie denn schwanger werden könnten. Davon bin ich genau so überzeugt.
    Weitere Antworten anzeigen
  • salamandre 02.06.2019 08:34
    Highlight Highlight Heute geht es hier bei Watson viel um Maschienen. Ihr seit einfach noch zu Menschlich liebe Frauen, aber ihr schafft das noch.
    • Eh Doch 03.06.2019 07:59
      Highlight Highlight Wir sind Menschen, also hören wir doch auf wie Maschinen zu arbeiten
  • grandvlad 02.06.2019 08:25
    Highlight Highlight Im Rahmen der Gleichstellung sollten Frauen keine Kinder mehr kriegen, dann wären sie vom Arbeitgeber gegenüber den Männern gleichgestellt.
    Nachwuchs der Menschheit braucht es sowieso nur noch für Auserwählte, der Rest kann durch Roboter ersetzt werden... 😡
  • Lucas29 02.06.2019 08:06
    Highlight Highlight Wer sich keine Kinder leisten kann, der soll auch keine haben. Wir haben bereits genug Überbevölkerung
    • Toerpe Zwerg 02.06.2019 08:39
      Highlight Highlight Haben Sie welche?
    • El Vals del Obrero 02.06.2019 09:10
      Highlight Highlight Und was ist mit den Kindern die denoch auf die Welt kommen:

      "Du bist halt selber schuld, dass du dir die falsche Familie ausgesucht hast. Deine Eltern hätten dich eigentlich nicht leisten können und deshalb dürfte es dich eigentlich nicht geben (und deswegen müssen wir dich auch nicht unterstützen)"
      (Wie bei den Bastarden in Game of Thrones)
    • Olmabrotwurst vs. Schüblig 02.06.2019 09:55
      Highlight Highlight 5 und es dürfen noch mals gerne 6 mehr sein; Familien FC ^^ verstehe auch meine Frau das sie kein Bock mehr hat..^^ es hat sich gelohnt und das bis heute jeden Tag.
    Weitere Antworten anzeigen
  • wolge 02.06.2019 08:05
    Highlight Highlight Ein Mitarbeiter möchte (aus welchen Gründen auch immer) auf 60% oder 40% reduzieren...

    Folgende Varianten:
    - Der Mitarbeiter hatte wenig zu tun, die Reduktion führt zu keinem Nennenswerten Unterschied ausser dass die Firma Geld spart
    - Die anderen Mitarbeitenden müssen die Arbeit übernehmen und haben folglich eine höhere Belastung/Stress
    - Die Firma stellt einen weiteren Teilzeiter an. Dadurch mehr administrativen Aufwand (HR, IT, TL) und höhere Kosten (Infrastruktur, Anlässe, Benefits). Ehrlicher weise müssten nun zusätzliche 5-10% Stellenprozent gesprochen werden.
    • Iltis 02.06.2019 08:59
      Highlight Highlight Richtig, genau wie bei den Lehrerinen.
    • Patho 02.06.2019 11:14
      Highlight Highlight Oder die Firma nimmt einfach weniger Aufträge an.
      Ein guter Chef sorgt immer dafür, dass die angenommenen Aufträge mit den Arbeitsstunden der Mitarbeiter übereinstimmt, bzw. definiert, wie lange man für einen bestimmten Auftrag hat, anhand der Stunden, die man für den Auftrag aufwenden kann...
    • Imfall 02.06.2019 12:28
      Highlight Highlight wobei die HR'ler der Meinung sind, dass Teilzeitangestellte insgesamt produktiver sind (der 100%'ler sagt um 16:45 "ich mach das morgen" währen der Teilzeitler eher seine arbeit noch abschliesst, da er z.B. am folgetag nicht arbeitet)
    Weitere Antworten anzeigen
  • Ohmann94 02.06.2019 07:49
    Highlight Highlight Wie wäre es endlich mal mit einem richtigen und fairen Vaterschaftsurlaub/Elternzeit?! Wenn der Arbeitgeber genau weiss, dass auch Männer 3-6 Monate in Elternzeit gehen können, dann wird das Anstellungskriterium „Schwangerschaft“ endlich aus der Welt geschafft. Das sich die Rentner in Bern dieser Idee mit laschen Begründungen verweigern ist eine riesen Frechheit - aber okay, wer selbst ja schon keine Kinder mehr kriegen kann/will, muss ja auch keine Politik machen, die Familien und Eltern helfen würde.
    • Ribosom 02.06.2019 08:43
      Highlight Highlight Wer bezahlt diesen Spass? 😅
      Ich bin gegen so lange Elternzeit. Kinder sind freiwillig. Wenn man sich dazu entscheidet, muss man mit allen Kobsequenzen leben können.
      Was aber der fehlende Arbeiter nicht leisten kann, wird von seinen Arbeitskollegen übernommen, das zu hoher Belastung des Teams führt.
      Nein danke. Ich durfte auch mal monatelang 260% arbeiten, weil die Firma "so schnell" keine weiteren Mitarbeiter einstellen wollte. Kurz vor meinem Burnout mit 24 Jahren durch 60-Stunden-Wochen mit Teamleiterfunktionen habe ich gekündigt.
    • Roman h 02.06.2019 08:54
      Highlight Highlight Denken sie doch mal zu Ende
      Das Kriterium Schwangerschaft würde sicher nicht verschwinden, es würde sich nur auf die Männer ausweiten.
      Wie viele werdende Väter würden die Kündigung erhalten wenn die Frau schwanger ist?
    • Entrepreneur (w) 02.06.2019 09:39
      Highlight Highlight Wärst du denn bereit, die vielen Ausfälle der werdenden Väter mit einer Lohnkürzung zu finanzieren? Oder was denkst du, wie und durch wen so ein 3-6 Monate Ausfall finanziell aufgefangen wird? Oder arbeitest du in einem Job in dem du eigentlich nicht gebraucht wirst, ergo nichts einbringst und kostest?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Kronrod 02.06.2019 07:47
    Highlight Highlight Wiedermal ein irreführender Titel. Zunächst dachte ich, 15% würde gekündigt und ich wollte mich schon über die bösen Arbeitgeber empören. Später heisst es aber: “In den meisten Fällen (11 Prozent) ist der Grund eine Kündigung oder die fehlende Möglichkeit für ein tieferes Pensum.” Eine genaue Zahl, in wie vielen Fällen tatsächlich gekündigt wird, fehlt leider.
    • dä dingsbums 02.06.2019 08:14
      Highlight Highlight Das wäre die entscheidende Information gewesen.

      Vielleicht steht ja im Artikel der NZZ mehr, hier wird nur daraus Zitiert.
    • Lioness 03.06.2019 07:02
      Highlight Highlight Meine schwangere Kollegin bekam ein 60% Pensum nach der Schwangerschaft angeboten, so weit so gut. Jedoch hätte sie jeden Tag (Mo-Fr) kommen sollen. Wie soll das mit der Kinderbetreuung gehen? Keine KiTa ist so flexibel. Ausserdem hat man 5x Arbeitsweg im Vergle7ch zu 3x wenn man 3 volle Tage arbeitet. Ihr blieb also nichts Anderes übrig, als zu künden. Dass ist eine forcierte Kündigung der Arbeitnehmerin.
  • Mutbürgerin 02.06.2019 07:40
    Highlight Highlight 15% ist doch ein extrem tiefer Wert und zeigt wie sozial und frauenfreundlich unsere Wirtschaft auch ohne Gesetze ist.
    • dä dingsbums 02.06.2019 09:37
      Highlight Highlight Dein Vertrauen in die soziale und frauenfreundliche Wirtschaft ist naiv.

      Wie im Text steht, gibt es Gesetze.
  • Ökonometriker 02.06.2019 06:11
    Highlight Highlight “Nach einer Entlassung haben viele junge Mütter Schwierigkeiten, eine neue Stelle zu finden.” Hier liegt der springende Punkt. Viele Leute in unserem Land haben Mühe, eine Stelle zu finden. Ob Mutter, Ü50, unter- oder überqualifiziert spielt hier keine Rolle: die betroffene Person leidet. Wir müssen einen Arbeitsmarkt schaffen auf dem alle eine Chance haben und nicht Spezialpolitik für gewisse Wählergruppen betreiben. Ein Anfang wäre, Ausgesteuerte am RAV angemeldet zu lassen damit man überhaupt einmal weiss, wie viele Menschen tatsächlich betroffen sind und diesen helfen kann.
    • Lucas29 02.06.2019 08:05
      Highlight Highlight Auf dem Arbeitsmarkt sind die Arbeitnehmer das Angebot und die Arbeitgeber die Nachfrager. Ist doch völlig klar, dass man das beste Angebot nimmt. Sie zahlen für ein schlechteres Produkt ja auch nicht freiwillig mehr...
    • Iltis 02.06.2019 09:06
      Highlight Highlight Genau darum arbeiten auch Mütter möglichst schnell wieder, um im Arbeitsmarkt zu verbleiben. Auch wenn der ganze Lohn für Krippe drauf geht. 2 kleine Kinder 2 Tage Fremdbetreut pro Woche kostet knapp 3000.- wenn nicht subventioniert.
      Wer von Euch verdient in 2 Tagen pro Woche mehr als 3000.-?
    • Elephant Soup slow cooker recipes 02.06.2019 09:37
      Highlight Highlight Ökonometriker: Du sprichst gute Punkte an. Aus diesen Gründen bin ich auch skeptisch gegenüber der Erhöhung des Rentenalters für die Frau. Weil solange wir nicht wissen, wie wir unseren Ü50 Arbeitsplätze bieten können...
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Wie man jedes Einfamilienhaus in eine Wasserstoff-Tankstelle verwandeln kann

EPFL-Professor Andreas Züttel hat eine Art «Wasserstoff»-Batterie entwickelt. Er will damit unsere Energieversorgung revolutionieren.

Ein geläufiges Bonmot über Brasilien lautet: «Es ist das Land der Zukunft – und wird es immer bleiben.» Ältere Wirtschafts- und Wissenschaftsjournalisten haben gegenüber Wasserstoff eine ähnlich zynische Haltung entwickelt. Seit Jahrzehnten werden sie periodisch zu Anlässen eingeladen, in denen Wasserstoff als das Wunder beschrieben wird, das sämtliche Probleme der Menschheit lösen wird – ausser vielleicht Liebeskummer. Stets sind diese Versprechungen danach irgendwie versandet.

Andreas Züttel …

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