Schweiz
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Die Stimmenzaehler Thomas Hefti, FDP-GL, hinten links, und Brigitte Haeberli-Koller, CVP-TG, hinten rechts, zaehlen die Stimmen waehrend einer Abstimmung im Staenderat, waehrend der ausserordentlichen Session der Eidgenoessischen Raete, am Mittwoch, 6. Mai 2020 in einer Ausstellungshalle der Bernexpo in Bern. Damit das Parlament die vom Bundesrat verordneten Verhaltens- und Hygieneregeln zur Bekaempfung der Covid-19 Coronavirus Pandemie einhalten kann, findet die ausserordentlichen Session in der Bernexpo und nicht im Bundeshaus statt. (KEYSTONE/Peter Klaunzer)

Ein deutliche Mehrheit des Ständerates will keinen Dividenden-Stopp. Bild: KEYSTONE

«Unanständig und ungerecht»: Linke ärgern sich über Dividenden-Entscheid

Einen Tag lang hat die Frage, ob Unternehmen, die in der Corona-Krise Kurzarbeitsentschädigung beziehen, gleichzeitig Dividenden auszahlen dürfen, die Wirtschaft umgetrieben. Am Mittwoch beerdigte der Ständerat eine Motion des Nationalrates für ein solches Dividendenverbot.



Die Motion forderte, dass Unternehmen, die wegen der Corona-Krise Entschädigungen für Kurzarbeit beziehen, im laufenden Jahr und auch 2021 keine Dividenden ausschütten dürfen sollten. Dies sollte für Unternehmen ab einer gewissen Grösse gelten und auch für Dividenden, die 2020 bereits ausbezahlt oder zugesichert waren.

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Der Nationalrat hatte die Motion seiner Sozialkommission (SGK) am Dienstag mit 93 zu 88 Stimmen bei 11 Enthaltungen angenommen. Der Ständerat hingegen folgte am Mittwoch der Mehrheit seiner SGK und sagte mit 31 zu 10 Stimmen und einer Enthaltung Nein. Der Vorstoss ist damit vom Tisch.

Warnung vor Gegeneffekt

SGK-Vizepräsident Erich Ettlin (CVP/OW) warnte vor den Folgen einer Zustimmung: «Der Gegeneffekt könnte sein, dass Firmen Leute entlassen, statt Kurzarbeit zu beantragen.» Die Mehrheit hatte auch bezüglich Rechtssicherheit Bedenken sowie wegen Eingriffen ins Eigentum.

Auch bei der Umsetzung stellten sich Fragen, etwa zur massgeblichen Grösse der Unternehmen, sagte Ettlin. Die Volkswirtschaftsdirektoren der Kantone hätten zudem um ein Nein zur Motion ersucht.

Hannes Germann (SVP/SH) mahnte, nicht «mit Instrumenten herumzuspielen», die ein Segen seien für den Erhalt von Stellen. Kurzarbeitsentschädigung komme allein Arbeitnehmern und Arbeitnehmerinnen zugute, sagte Pirmin Bischof (CVP/SO). «Wäre eine Entlassung besser?»

Pirmin Bischof, CVP-SO, Andrea Gmuer, CVP-LU, und Erich Ettlin, CVP-OW, von links, stehen waehrend einer Abstimmung im Staenderat auf, waehrend der ausserordentlichen Session der Eidgenoessischen Raete, am Mittwoch, 6. Mai 2020 in einer Ausstellungshalle der Bernexpo in Bern. Damit das Parlament die vom Bundesrat verordneten Verhaltens- und Hygieneregeln zur Bekaempfung der Covid-19 Coronavirus Pandemie einhalten kann, findet die ausserordentlichen Session in der Bernexpo und nicht im Bundeshaus statt. (KEYSTONE/Peter Klaunzer)

Wollten kein Verbot vom Staat: Pirmin Bischof, Andrea Gmür und Erich Ettlin (alle CVP). Bild: KEYSTONE

Ruedi Noser (FDP/ZH) gab sich erleichtert, dass «die ideologisch motivierte Motion» noch in der ausserordentlichen Session traktandiert worden war. Der Nationalrat habe mit seinem Ja die Wirtschaft verunsichert. Thierry Burkart (FDP/AG) erinnerte daran, dass auch die öffentliche Hand Einnahmen aus Dividenden erhalte.

«Stossend»

Die Linke hätte sich ein Ja gewünscht. Ihr Antrag, die problematische Rückwirkung aus dem Motionstext zu streichen, sei in der Kommission abgelehnt worden, sagte Marina Carobbio Guscetti (SP/TI). Sie fand, der Bund solle bei der Kurzarbeitsentschädigung wie bei den Covid-Notkrediten Bedingungen stellen können.

«In weiten Kreisen wird es als stossend empfunden, wenn Unternehmen Kurzarbeit beantragen und im grossen Stil Dividenden ausschütten», gab auch Paul Rechsteiner (SP/SG) zu bedenken.

SP-Nationalrätin Mattea Meyer ärgerte sich über das Ergebnis: «Das Nein des Ständerats zum Dividenden-Verbot ist unanständig und ungerecht. Es bleibt ein Skandal, wenn Firmen Kurzarbeit-Entschädigung erhalten und gleichzeitig Dividenden-Profite auszahlen.»

Die Co-Kandidatin fuer das SP-Parteipraesidium, Mattea Meyer, anlaesslich des ersten offiziellen Hearings, am Donnerstag, 5. März 2020, in Bellinzona. (KEYSTONE/Ti-Press/Samuel Golay)

Ärgert sich über das Ergebnis: SP-Nationalrätin Mattea Meyer. Bild: KEYSTONE/TI-PRESS

Der Bundesrat wiederum lehnte die Motion ab. Für Wirtschaftsminister Guy Parmelin war Notrecht für diese Frage nicht gerechtfertigt. Es wäre kontraproduktiv, Firmen dazu zu zwingen, zwischen der Auszahlung von Dividenden und dem Bezug von Kurzarbeitsentschädigung zu wählen. Die Mehrheit der Firmen zeige soziale Verantwortung.

1,91 Millionen Menschen waren Anfang Mai für Kurzarbeit angemeldet in 187'000 Unternehmen, wie Seco-Direktorin Marie-Gabrielle Ineichen-Fleisch am Montag sagte. Das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) rechnet mit einem Rückgang des Bruttoinlandprodukts (BIP) von 6,7 Prozent im laufenden Jahr. (sda)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Akzent 08.05.2020 11:45
    Highlight Highlight Da könnte ja gleich der Steuerzahler die Dividenden überweisen. Wieder so eine Aktion der "Bürgerlichen", die sich solidarisch mit den Mächtigen und so unbürgerlich gegenüber den Bürgern verhalten.
  • Halimasch 07.05.2020 17:04
    Highlight Highlight Den Linken ist ein populistisches Glanzstück gelungen.
  • Talken 07.05.2020 10:21
    Highlight Highlight Noch leben wir in einer Demokratie und da sind Abstimmungen, auch über heikle Themen, ein Recht, das wir alle haben. Damit sind die Ergebnisse zu akzeptieren auch wenn sie nicht so sind wie jeder will. M.E. ist zuviel Regulierung immer problematisch weil es der Staat i.d.R. nicht besser kann. Im Moment müssen von den 1Personen Betrieben bis zu den Grosskonzernen nur alle genug laut „systemrelevant“ schreien und sie bekommen Geld. Alle die, die heute aus der AL-Kasse Geld erhalten, sollen zukünftig auch in diese Kasse einzahlen, insbesondere Selbständige.
    • Bildung & Aufklärung 07.05.2020 12:25
      Highlight Highlight Woran sieht man, dass der Staat es i.d.R. nicht besser kann? An wunderbaren Beispielen wie der Post? Oder die privatisierten Spitäler?

      Es ist eine sehr gefährliche, ziemlich neue (und viele haben dieses rechte Mantra trotzdem schon so aufgesogen und gefistigt) Entwicklung, dass behauptet wird, private Businessplayer würden die Bedürfnisse, die Sicherheit, die Absicherung usw. der Bevölkerung und des Volkes am besten decken.

      Nein, die wollen/müssen Gewinn, am besten möglichst viel machen. Ist das der Ansatz, wie man ein Gesundheitswesen aufstellen soll?

      Privatisieren wir doch das Militär?
  • Chloetira 07.05.2020 10:19
    Highlight Highlight Ich bin immer der Meinung, dass der Staat den Unternehmen nichts reinreden soll. Aber wenn man vom Staat Geld verlangt finde ich es nicht in Ordnung, seinen Aktionären Geld auszuschütten.
    Schade, dass sich links grün nicht durchsetzen konnte.
    • Bildung & Aufklärung 07.05.2020 12:33
      Highlight Highlight "Ich bin immer der Meinung, dass der Staat den Unternehmen nichts reinreden soll."

      Ja, irrer Neoliberalismus pur. Genau diese populistiche, absolut simple Denke hat uns in so extrem viele Probleme gestürzt.

      Ach die Chemieunternehmen wollen auf Sicherheitsmechanismen, usw. verzichten, weils kostet? Let's go, der Staat soll da nicht dreinreden.

      AKW leckt, aber egal, der Staat soll sich raushalten.

      RUAG vertickt wieder Handgranaten in Kriegsländer wo dann (nicht nur) Terroristen Menschen mit Schweizer Granaten töten? Egal, Staat schau weg.

      Huch, Menschenhandel? Sache vom Unternehmen.
  • Sebi 91 07.05.2020 09:12
    Highlight Highlight Man kann es auch so formulieren.
    Unsere Steuergelder werden dazu verwendet, Aktionären von Unternehmen eine Dividente auszubezahlen.
    Eine Pervertierung des Systems.
    • Bildung & Aufklärung 07.05.2020 12:21
      Highlight Highlight Unser System der Demokratie, Staatswesen etc. ist gar nicht mal so schlecht, obwohl man natürlich immer fortschrittlicher werden kann, verbessern muss etc.

      Wo du völlig Recht hast, ist das die Korruption aka Lobbyismus), die extremen Einflüsse finanzstarker Player e.g. Grosskonzerne, Reiche etc., das Finanzsystem etc. längst völlig ausser Rand und Band sind und so eine riesige Einflusskraft haben, dass sie unsere Demokratie an verschiedensten Stellen unterminieren.

      Ja, da muss dringenst viel geschehen, das ist ein wirklich ernsthaftes Problem für Demokratie, Freiheit und Gerechtigkeit!
  • Bildung & Aufklärung 07.05.2020 08:39
    Highlight Highlight Ach ja, an alle, welche sich jetzt verständlicherweise äusserst über solche verdammte Egoisten und ja, skrupellose Abzocker nerven und das Stimmcouvert jeweils für die Rechten, welche stäääändig massiv genau solche skrupellose Ego-Politik machen, weil ihre (Lobby)-Kumpels oder die eigene Industrie, sie selbst etc.* davon die Konti noch fetter kriegen, einwerfen.

    In den Spiegel schauen. Lächeln. Danke sagen.
  • Bildung & Aufklärung 07.05.2020 08:31
    Highlight Highlight Ach lasst die Firmen doch infach machen. Die sollen Leute entlassen wenn die wollen, die sollen staatliche Gelder en masse erhalten, lasst einfach unsere Konzerne, Unternehmer, Manager etc. in Ruhe!

    Und wenn die sich saftige Dividenden auszahlen wollen, nachdem der Steuerzahler riesige Milliardenpakete als Hilfe schnürte, dann sollen die das doch machen?!

    Moral ist sowas von 20. Jahrundert. Gerechtigkeit ist für die Schwachen.

    Wenns der Linke nicht passt, ab in die Sowjetunion.

    Oder kauft euch doch einfach selbst ganz viele Aktien. Selbst schuld, wer nicht einfach viele Aktien hat...
    • FaLa02 07.05.2020 12:20
      Highlight Highlight Tut das weh, was du hast?
  • Sosolala 07.05.2020 06:11
    Highlight Highlight Offenbar haben wir noch nicht viel aus der Krise gelernt. Die, die schon genug haben, wollen nicht verzichten und alle anderen kämpfen ums Überleben. Bleibt zu hoffen, dass bei den nächsten Wahlen die Oberschicht SVP, FDP und CVP abgestraft werden. Ihre Arroganz ist kaum mehr zu ertragen. Die Bilder von Genf mit den Warteschlangen sollten uns zu denken geben.
    • Bildung & Aufklärung 07.05.2020 12:38
      Highlight Highlight Lol, die $VP bringt z.B. mit Blöchis Millönchen und dem ganzen riesigen PR- und Propagandaapparat einige Artikel, Plakate und hitzige orchestrierte Kommentarwelle, dass doch gerade die Krise gezeigt habe, dass ja genau dann diese ILLEGALEN auch noch auf Hilfe angewiesen wären und wir doch unmöglich das Geld dafür haben, es müsse sich jemand diesem dringlichen Problem der ausländischen, illegalen Invasoren annehmen. Und das diese Kommunisten, also Linke das ja toll fänden.

      Schwupps, ca. 1 Millione mentale Hinterwäldler so: "Jawohl! Die schauen noch für unser Land, gewählt!"
  • Schneider Alex 07.05.2020 06:01
    Highlight Highlight Auch bei einem Dividendenverzicht profitieren die Aktionär*innen von Aktienrückkäufen oder Wertsteigerungen!
    • Stinkstiefel 07.05.2020 11:35
      Highlight Highlight Das zeigt ja gerade wie unsinnig die Forderung war!

      Von Dividenden nimmt der Staat immerhin noch anteilsmässig Steuern ein. Bei Kapitalgewinnen wird nichts versteuert.
  • Pafeld 07.05.2020 01:47
    Highlight Highlight O-Ton bürgerliche: "Niemand will in einer grünen Ökodiktatur leben!"
    Aha. Aber die Ecodiktatur, die wir heute defacto haben, ist besser?
    • Gopfidam 07.05.2020 12:51
      Highlight Highlight natürlich. Das Proletariat soll ja auf keinen Fall seine Forderungen durchboxen!

      Nie und nimmer!
  • Locutus70 07.05.2020 00:30
    Highlight Highlight Ich bin ja nun kein ausgewiesener Linker, aber den Beschluss vom Ständerat finde ich daneben.

    Es ist ja ein kleiner Teil der Unternehmen die Dividenden trotz Kurzarbeit ausschüttet, die meisten sind anständig und machen das nicht.
    Es ist einfach nicht einzusehen, warum mit Steuergeld Kurzarbeitergeld bezahlt wird und diese Unternehmen aber Dividenden ausschütten.

    Zumal wie ich das verstanden habe, wären ja Unternehmen ausgenommen gewesen, wo mitarbeitende Eigentümer sich quasi als Lohn eine Dividende auszahlen.
  • RETO1 06.05.2020 22:51
    Highlight Highlight Dass die Dividenden wichtig sind für die Pensionskassen, kommt hier bezeichnenderweise keinem in den Sinn.
  • Gopfidam 06.05.2020 22:10
    Highlight Highlight Ein kleines Beispiel für alle die, die es nicht verstehen, es nicht interessiert oder die einfach für die Dividendenauszahlung sind.

    Tamedia, TX Group AG:
    Mehrheitsaktionärin: Familie Coninx (allein 49.9%)
    Geschätztes Vermögen: 1- 1.5Mia Franken
    Dividende TX Group AG 2019: 37.1 Mio

    Anteil Fam. Coninx: 18.5 MIO CHF

    Welche Zeitungen werden als erstes beim Staat um Hilfe bitten?

    Könnte es ein Tagi sein, oder eine 20min. Oder die Basler Zeitung? Werden dann trotzdem Journalisten und MA entlassen? oder tutti.ch?

    Dieses Geld käme den Unternehmen und ihren MA zugute. Think about..
    • Bildung & Aufklärung 07.05.2020 12:44
      Highlight Highlight Ja also wenn die Coninx' nicht mehr mal Dividenden ausgeschüttet bekommen, wie sollen sie denn von ihrer mickrigen Milliarde auf 2 Milliarden kommen?

      Du bist doch nur neidisch, weil du noch nicht mal eine Milliarde Vermögen hast.

      Man darf diesen Aktionären und Vermögenden auf gar keinen Fall in irgend eine Verantwortung nehmen sonst wandern die noch heute Nachmittag aus und alle Unternehmen dann auch und alle sind arbeitslos und mausarm.

      Das will ja wohl keiner. Also, schützt die armen Aktionäre und Milliardäre !

      -würde z.B. ein Matter ($VP) sagen.

      ^_^
    • Gopfidam 07.05.2020 12:55
      Highlight Highlight Stimmt. Aus mir spricht der pure neidische Prolet der immer zu den Bonzen hochschaut, in der Hoffnung selbst einmal so ein Kapitalist zu werden :-)

      Ich mag dich =)
  • RoadRacer 06.05.2020 21:58
    Highlight Highlight So geht das bei unserem Nachbar - Deutschland: Die Vorgaben sind klar: Wer einen Kredit bekommen will aus den KfW-Hilfsprogrammen, darf keine Gewinne oder Dividenden ausschütten", machte Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) vor kurzem deutlich. Man werde in der Corona-Krise keinen Unternehmen helfen, die noch Dividenden ausschütten, sagte auch Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU). Die Politiker wehren sich damit unter anderem gegen den Vorwurf, Steuergelder leichtfertig zu vergeben und aufs Spiel zu setzen. CH Parlament - ab in den Fernkurs. In der Krise mit Fairplay.
    • E7#9 07.05.2020 10:07
      Highlight Highlight Kurzarbeit ist kein Hilfspaket sondern eine Versicherung (EO). Wenn du eine Versicherung abschliesst und jahrelang Prämie bezahlst, dann würdest du es auch nicht so toll finden, wenn die Versicherung bei einem Schadensfall sagen würde, dass du die Leistung nur dann bekämst, wenn du sonstige Abstriche machst. Das ist einfach nicht der Sinn einer Versicherung. Anders sähe es aus, wenn du wie in deinem deutschen Beispiel tatsächlich staatliche Hilfe oder Gratis-Kredite (für die der Staat bürgt) beansprucht hättest.
    • Bildung & Aufklärung 07.05.2020 12:47
      Highlight Highlight Und der "Witz" ist ja, Altmaier und Scholz (ja, SPD ist ziemlich mittig, kapitalorientiert) sind alles andere als links und erfüllen primär die Wünsche der Industrien/Wirtschaft/Lobbys. Befasse mich ziemlich intensiv mit deutscher Politik.

      Und selbst für die ist es völlig klar, dass solche Dividendenausschüttung einfach ein Hohn wäre.

      Ausser für unsere wirklich zutiefst neoliberalen und rechten Honks in den Parlamenten ist das doch kein Problem, da lacht man doch über das Volk und die Linke, was sollen die schon tun, wählen einen ja trotzdem wieder wuahauahah, finden die noch witziger.
  • BlickvonAussen 06.05.2020 21:43
    Highlight Highlight Nun liebe Eidgenossen es sind nicht die fremden Richter und Vögte, die euch wie Zitronen ausquetschen, sondern eure liebe eigene Machtelite seit 1291.
    Ihr habt es seit 1291 noch nicht gemerkt und ihr werdet es in den nächsten 100000000000000 Jahren nicht merken. Blocher und Co lachen sich über eure überwältigende Intelligenz richtig zu Tode.
    Beim Steuerstreit mit der USA habt man auch die Laufburschen, die loyal die Befehle von oben, ohne Hemmung an die USA verraten.
    «Nur die allerdümmsten Kälber wählen ihren Metzger selber»
    GRATULATION!
    • Bildung & Aufklärung 07.05.2020 12:51
      Highlight Highlight Aber die böse EU und die bösen Ausländer und die bösen Greatkinder, DAS sind doch unsere allergrösstenfeinde die unsere wunderbare Eidgenossenschaft hasse und kaputt machen?

      Also die äusserst differenzierten, sachlichen, sympathischen Glarner, Köppel, Mörgeli, Martullo & Co. haben mir das so versichert. Die würden nie lügen und nur auf ihren eigenen Vorteil, also die Wirtschaftslobbys schauen.

      Die sind für die redlichen, einfachen Schweizer da. Mit Herz und Haut und Haaren. Die machen das aus einem inneren Auftrag.

      Die haben mich doch nicht vergackeiert? :'-(
  • VileCoyote 06.05.2020 21:37
    Highlight Highlight Ich verstehe die Empörung nicht... was genau haben wir im Parlament gewählt? Wir haben eine Mehrheit gewählt, die entweder das Geld oder Gott als oberste Priorität haben.
    Wir haben nur das, was wir verdienen.
  • Platon 06.05.2020 21:34
    Highlight Highlight «Der Gegeneffekt könnte sein, dass Firmen Leute entlassen, statt Kurzarbeit zu beantragen.»
    Mir fehlen die Worte. Das stimmt ja nicht einmal! Warum sollte eine Firma die Kosten auf sich nehmen wollen, nach der Krise wieder passende Leute finden zu müssen, nur um gerade jetzt Dividenden auszahlen zu können? Kommt es nur mir so vor oder geben sich die bürgerlichen "Wirtschaftspolitiker" tatsächlich nicht einmal mehr Mühe nicht wie Marionetten zu wirken?
  • Gusto 06.05.2020 21:25
    Highlight Highlight Die Freisinnigen - wie Katzen die immer auf den Füssen landen. Gibt es Gewinn, dann zaubern sind 1001 Gründe hervor, weshalb nichts abgegeben werden kann. Gibt es Verlust, finden sie immer einen Weg mit trockenen Füssen durch den Regen zu laufen.

    Ein absolutes Trauerspiel.
  • aglaf 06.05.2020 21:13
    Highlight Highlight 1. Sind die Räte nicht sogenannte vom Volk gewählte Vertreter, die in deren (mehrheitlichen) Interessen handeln sollten und nicht nach Guste der Elite? 2. Kann man irgendwo nachschauen, wer wie gestimmt hat? 3. Wann sind gleich nochmal die nächsten Wahlen?
    • Locutus70 07.05.2020 00:33
      Highlight Highlight 1. Ja
      2. Das haben sie doch wegen Corona abgeschafft dachte ich
      3. 2023
  • inVain 06.05.2020 20:51
    Highlight Highlight Wieso kann man denn nicht verordnen dass solche Dividenden Auszahlungen irgendwie zweckgebunden sind? Nicht grad à la WIR o.ä.
    Zb. das eine Auszahlung erst zusammen mit der Dividende aus dem 2020 ausbezahlt wird, damit die Anleger nicht nach erfolgter Auszahlung das Papier veräussern und somit einen Kursverlust verursachen. Die Firmen werden das Geld sicher noch brauchen im 2020/21.
    Nennt mich ruhig einen Romantiker...
  • Gopfidam 06.05.2020 20:49
    Highlight Highlight Das Bürgertum hat dem Proletariat mal wieder gezeigt was es von ihm hält.
  • Vecchia 06.05.2020 20:44
    Highlight Highlight Da hoffen wir doch, dass man in den Medien schnell und deutlich sieht, wer sich Dividenden zuschanzt, obwohl die Büetzer durch Kurzarbeit weniger Lohn erhalten. Unglaublich wie kurzsichtig Habgier machen kann.

    Die Schweiz hatte lange keine sozialen Unruhen mehr, liebe Politiker, aber sie kommen in der Regel so schnell und plötzlich wie eine Pandemie...
  • WHYNOT 06.05.2020 20:37
    Highlight Highlight Ja die Linke, sie versteht die wirtschaftlichen Zusammenhänge nicht ansatzweise, dies ist nicht neu und erstaunt niemanden. Die Dividende entschädigt Aktionäre für die Zurverfügungstellung von Kapital und Risiko und das ist wichtig. Eine gesetzliche Beschneidung der Dividende schadet auch den Sozialwerken. Kurzarbeiterentschädigung ist eine Versicherung, die dafür sorgt, dass nicht zu viele Menschen auf der Strasse landen. Ganz anders sieht es bei den COVID-Krediten aus, welche der Bund verbürgt. Dort dürfen zu Recht keine Dividende zahlen. Wir wollen keinen Sozialismus in der Schweiz!
    • aglaf 06.05.2020 21:36
      Highlight Highlight In Ihren Worten müsste man ausführen, dass Sie nicht ansatzweise verstehen wer denn genau den Umsatz und damit die Dividende in direkter Weise erwirtschaftet. Der Lohn entschädigt den Arbeitnehmenden für dessen zur Verfügung gestellten Arbeitsleistung und das ist wichtig. Mit Kurzarbeit verzichtet der AN auf einen Teil seines Lohnes, um langfristig den Erhalt des Betriebes und Ihre investition zu sichern. Schauen Sie langfristig, und Sie erkennen, dass ein kurzfristiger Verzicht auf Dividende einer Wertschätzung gleich kommt, zumal ein Arbeiterlohn einen anderen existentiellen Wert einnimmt.
    • Platon 06.05.2020 21:48
      Highlight Highlight @WHYNOT
      «Der Gegeneffekt könnte sein, dass Firmen Leute entlassen, statt Kurzarbeit zu beantragen.»
      Kannst du mir hier den wirtschaftlichen Zusammenhang erklären? Sorry, bin als Linker zu blöd. Ist ja nicht so, dass Stellenabbau und dann wieder Aufbau mit erheblichen Kosten verbunden ist, die richtigen Leute zu finden. Das Entlassungsargument ist aus betriebswirtschaftlicher Perspektive reinster Humbug!
    • Gopfidam 06.05.2020 21:49
      Highlight Highlight Die Denkweise ist einfach so typisch für die Kapitalisten. 2500 Menschen die in Genf anstehen für Grundnahrungsmittel.. in der womöglich besten aller Welten. Und die Aktionäre bzw. Kapitalisten wollen den Staat, der sie beschenkt mit grosszügigen und undurchsichtigen Steuerkonstrukten, nicht einmal unterstützen. Das ist so etwas von widerlich und grotesk. Jeglicher menschlicher Gedanke fehlt. Die hypochondrischen Anleger die einfach so mal ein ganzes System ruinieren aufgrund von Spekulationen. Und das Proletariat ist zu dumm um die Wirtschaft zu verstehen.. Es ist echt zum Kotzen!
    Weitere Antworten anzeigen
  • Varanasi 06.05.2020 20:30
    Highlight Highlight Gerade kommt eine sehenswerte Reportage über diesen Vorgang in der Rundschau.
    Vor allem die GLP zeigte ihr wahres Gesicht...
    Von der FDP und der SVP erwartet man ja nichts anderes.
    • Stinkstiefel 06.05.2020 20:51
      Highlight Highlight Was zeigte die GLP?
      Dass sie wirtschaftsliberal ist, das konnte man schon immer im Parteiprogramm lesen. Nur die Linken (die sowieso nicht GLP gewählt haben) haben nach Grün- aufgehört zu lesen und fühlen sich jetzt aus unerfindlichen Gründen betrogen.
    • Illuminati 06.05.2020 20:51
      Highlight Highlight Die GLP zeigt immer mehr ihr wahres Gesicht...
      Absolut unsympathisch, weil oft nicht ehrlich und transparent, diese Partei...
      Für mich nicht wählbar ist noch nett ausgedrückt...
    • p4trick 07.05.2020 00:25
      Highlight Highlight Da gehen die Meinungen wohl auseinander. Grün UND Liberal heisst diese Partei. Liberal heisst Freiheit und in diesem Sinne "Freiheit vom Staat". Es geht darum dass die Meinung besteht dass sich der Staat nicht überall einmischen soll. Könnt ihr jetzt gut oder schlecht finden, freie Meinung. Aber akzeptiert bitte auch dass es in diese Land sehr viele Menschen gibt die sich viel weniger Staat wünschen!
    Weitere Antworten anzeigen
  • Ökonometriker 06.05.2020 20:16
    Highlight Highlight Würde man die Dividenden verbieten, wäre das Unternehmen weniger attraktiv für potentielle Investoren und könnte so vom Regen in die Traufe kommen. Die Unternehmen haben geblute, das Geld für lebensnotwendige Investitionen könnte fehlen und man müsste es anderswo sparen. Oft beim Personal. Daher ist der Entscheid zumindest aus ökonomischer Sicht richtig.
    • Liselote Meier 06.05.2020 20:42
      Highlight Highlight Ach das Interessiert die chinesischen Investoren doch nicht oder kann dir deine Theorie erklären warum die GC gekauft haben? ;)
    • Freedom Fighter 06.05.2020 20:45
      Highlight Highlight Boah, bestechende Logik. Die Dividenden, die ausbezahlt werden, fehlen dann in diesen Betrieben, die doch ach so "geblutet" haben, nicht? Auf der einen Seite argumentieren, man brauche das Geld für Zitat "lebensnotwendige" Investitionen, aber auf der anderen Seite soll Geld in Form von Dividenden abfliessen? Logik?
      Da ist jemand wohl mehr metriker als Ökonom...
    • Ökonometriker 06.05.2020 21:37
      Highlight Highlight @Liselote: die Chinesen haben Kapitalkontrollen. Als normaler reicher Chinese kriegst Du Fein Geld nur legal ins Ausland, wenn Du in eine vom chin. Staat definierte Schlüsselindustrie investierst. Fussball ist eine solche.

      @Freedom: du kannst mit dem Hypozins ja auch nicht das Haus kaufen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Jacques #23 06.05.2020 20:15
    Highlight Highlight Die FDP brüstet sich in den sozialen Medien als Sieger des Tages.

    Populisisches Spiel mit dem Feuer der Linken, das erstaunlicherweise und unverständlicherweise von Teilen der CVP und SVP unterstützt wurde, schreibt sie sinngemäß.

    Ich war lange FDP Wähler, aber dann ging sie mit der SVP ins Bett. Heute empfinde ich sie als intransparente hörige Partei der alten weissen Männer. Sie wird ein Überbleibsel der Geheimniskrämerei des Turbokapitslismus.

    Heute hat sie die Formalitäten der Pensionierung erledigt.

    • Eau Rouge 07.05.2020 03:15
      Highlight Highlight Wooooow Jacques!

      Kluge und wahre Worte!👍

      Auch wenn wir uns hockeytechnisch manchmal nicht ganz gleichgesinnt zeigen, sind wir politisch in der gleichen Sturmreihe im gleichen Club tätig....,
    • Jacques #23 07.05.2020 08:08
      Highlight Highlight Eau rouge. Merci 🎉

      Schön. Hockey ist ja auch nur Unterhaltung 🍻
  • pacoSVQ 06.05.2020 20:01
    Highlight Highlight War ja klar, die kassieren vermutlich selbst irgendwo Dividenden ab.
  • Lowend 06.05.2020 19:52
    Highlight Highlight Fassen wir die Entscheide des Parlaments zusammen, kann man sagen, dass ihre ganze Energie, sprich unser Geld für Dividenden, Aktienrückkäufe und die Rettung teils maroder Firmen benutzt werden darf, dass Vermieter geschont werden und das die ganz normalen Menschen, die im Kleingewerbe, im Handel, in der Restauration, in künstlerischen Berufen, im Veranstaltungsbetrieb, in den Kitas und wo auch immer arbeiten und teils hart von den Massnahmen getroffen werden, für sich selber schauen müssen und sich über die Brosamen freuen sollen, die vom reich gedeckten Tisch der Wohlhabenden fallen.

  • Peter Panther 06.05.2020 19:50
    Highlight Highlight Wieder einmal politisiert das rechte parlament am so viel beschworenen volk vorbei. Wenn man dieses fragen würde, wäre wohl die überwältigende mehrheit gegen dividendenausschüttung. Sie sind in der jetzigen zeit wirklich unanständig!
  • Schlange12 06.05.2020 19:50
    Highlight Highlight Wie lange gehts wohl bis wir darüber abstimmen dürfen. Natürlich mit rückwirkende Haftung?
  • soulpower 06.05.2020 19:46
    Highlight Highlight Verpasste Chance für etwas mehr Gerechtigkeit. Viele müssen durch diese Krise wirklich "Federn lassen" und "bluten" bis hin zum Existenzminimum, während andere geschont werden und dabei noch dazugewinnen können. Fragwürdig!
  • Offi 06.05.2020 19:40
    Highlight Highlight Ich bin geschockt, das darf doch nicht wahr sein!
  • Pesche Buri 06.05.2020 19:32
    Highlight Highlight Ich hätte es begrüsst um ein Zeichen zu setzen. Ich bin kein Kommunist, auch kein Kapitalist, aber ich sehe doch gewisse Vorzüge des Kommunismus gegenüber dem Kapitalismus.

    Im Kapitalismus werden Gewinne sofort privatisiert und Verluste noch schneller verstaatlicht. Das ist doch eine scheinheilige Doppelmoral. Der Kommunismus scheiterte an der Machtfülle weniger Individuen und der Kapitalismus wird scheitern an der ungerechten Geldverteilung und Eigentumsverhältnisse.
  • Don Alejandro 06.05.2020 19:29
    Highlight Highlight Die, die haben, denen wird gegeben. Amen. Buch des Kapitalismus, neuangelsächsische Ausgabe, Kapitel 1 (mit Vorwort von Jeff Bezos, Christoph Blocher und Donald Trump).
  • murrayB 06.05.2020 19:27
    Highlight Highlight @Linke - Dividenenauszahlung und Kurzarbeitsentschädigungen sind zwei Sachfremde Themen...

    Kurzarbeitsentschädigung geht an den Mitarbeiter - min. zu 80% aber es gibt auch Firmen die bezahlen weiterhin 100% und zahlen 20% aus den Reserven...

    Dividenden sind Entschädigungen für das eingegangene Risiko des Eigenkapitalgebers.

    Wo ist hier der Zusammenhang?

    Falls das Stossend wäre - wieso macht die Linke keine Initiative?

    • Maragia 06.05.2020 23:52
      Highlight Highlight Vorallem wird für die Kurzarbeit ja monatlich über die Arbeitslosenversicherung einbezahlt...
    • Ravel 07.05.2020 00:06
      Highlight Highlight Es ist doch nicht so sehr zu verstehen: Mein ArbeitGEBER sagt mir, der Firma gehe es schlecht, man müsse Kurzarbeit beantragen und ich müsse auf einen Teil meines Lohns verzichten. Okay, kann ich verstehen.

      Der gleiche Arbeitgeber schüttet aber gleichzeitig Millionen an Dividenden an die Aktionäre aus. Wieso ist so schwer zu verstehen, dass ich das als Arbeitsnehmer (und Arbeitleister) äusserst stossend empfinde?

      Es ist ja nicht so, dass es nie mehr Dividenden geben würde. Genauso wie es wohl auch nicht ewig Kurzarbeit geben wird. Aber nein, ich muss verzichten, der Aktionär nicht.
  • In vino veritas 06.05.2020 19:26
    Highlight Highlight Eckelhaft. Was bleibt ist zu hoffen, dass ein paar hohle Birnen kapieren, was die "bürgerlichen" Parteien in Wirklichkeit sind. Nämlich eine Partei der Bonzen. Also eigentlich für Bonzen, aber die Mittel- und Unterschicht ist ja genug blöd, SVP, FDP und CVP zu wählen. Lustigerweise profitieren die zwei Heiligen zu Blocher davon. Aber die entlassen die Mitarbeiter sowieso, anstatt Kurzarbeit zu beantragen. So werden sie die teuren Schweizer los und können nach der Krise billige Grenzgänger einstellen. Aber immer schön gegen die Ausländer hetzen...
  • Antichrist 06.05.2020 19:21
    Highlight Highlight Was soll daran ungerecht sein. Dividenden sind der Lohn, dass man der Firma Geld zur Verfügung gestellt hat. Aktionäre müsste man auch für entgangene Dividenden im 2020 entschädigen. Es braucht eine Kurzdividendenversicherung.
    • Schlange12 06.05.2020 19:48
      Highlight Highlight Es ist kein Kredit. Man wird Miteigentümer und Eigentum verpflichtet.
    • kettcar #lina4weindoch 06.05.2020 19:50
      Highlight Highlight Dein zweiter Satz ist nicht ganz vollständig: „...,dass man der Firma Geld ALS RISIKOKAPITAL zur Verfügung gestellt hat“. Wenn dieses Risiko aber der Staat trägt, dann sollte der Staat auch gleich die Dividende kassieren.
    • FrancoL 06.05.2020 19:52
      Highlight Highlight Dieser Beitrag wurde gelöscht. Bitte formuliere deine Kritik sachlich und beachte die Kommentarregeln.
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  • Ruefe 06.05.2020 19:19
    Highlight Highlight Wenn man die Geschichte etwas studiert wie unsere heutige Wirtschaft entstanden ist, erkennt man schnell dass alles auf Ausbeutung basiert. Die ersten gigantischen Gewinne wurden mit Sklaven und Rohstoffen aus den Kolonien finanziert, danach hab man die Bauern in die Fabrik gezwungen und heute leben wir im Westen verhältnismässig komfortabel weil der Rest der Welt die Ressourcen liefert. Ich gebe zu dass ich selber auch keine Lösung habe, aber es ist denke ich naiv etwas anderes zu erwarten.
    • Antichrist 06.05.2020 20:00
      Highlight Highlight Was genau würden denn diese Kolonien heute produzieren und wovon leben, wenn der Westen dort nicht zu lokalen Preisen einkauft oder herstellen lässt?
    • Spargel 06.05.2020 20:15
      Highlight Highlight Heute mit SNB und EZB Schwemme und Personenfreizügigkei inkl. Transferpricing
    • Ruefe 06.05.2020 21:21
      Highlight Highlight @Antichrist
      Was passiert wäre wenn diese Länder nicht in den Weltmarkt eingebu den worden wären kann niemand genau sagen. Wenn man einfach immer weiterproduzieren und verschrotten könnte bis alle Arbeit haben und jeder ständig konsumieren würde, dann hätten diese Länder auch weniger Probleme. Aber wir haben nunmal limitierte Ressourcen, deshalb finde ich diesen Weg nicht sinnvoll. Und wenn die Länder die die Ressourcen liefern denselben Standart wie wir hier möchten erst recht nicht.
  • FaLa02 06.05.2020 19:18
    Highlight Highlight 2/2
    Das größte ist aber, dass Firmen offenbar auf Kurzarbeitsentschädingungen verzichten könnten und Angestellte lieber entlassen würden, wenn sie dafür Dividenden abschöpfen können!!!

    Bravo, mit diesem Denken werden wir auch definitive mit ansehen dürfen, wie die Billionen von Notfall mäsdig, eingeworfen Staatsgeldern weltweit, in die privaten Taschen der notleidenden Investoren verschwinden werden.
    Zum wohle der Gesellschaft, selbstverständlich......
    Vielen Dank!!
  • Spargel 06.05.2020 19:18
    Highlight Highlight Leute Entlassen damit man die Aktionäre bedienen kann und dann noch Steuergelder reinziehen und immer darauf pochen die Unternehmenssteuersätze zu senken wegen Standort etc. Beim kleinsten Anzeichen zur Solidarität dann drohen wegzuziehen... So ist die Realität.
  • FaLa02 06.05.2020 19:18
    Highlight Highlight 1/2
    Ja, ist schon klar, die Dividenden sind ja ein vernachlässigbar kleiner Teil am Gesammtschaden und eine Belohnung für das Eigenkapital der Unternehmungen....., sei ja besser als Schulden machen.
    Ein Tropfen auf den heißen Stein.
    Dass man einfach moralische Bedenken haben könnte, wenn man sich mit Steuergelder unterstützen lässt, und trotzdem Gewinne in private Taschen - meist derjenigen welche ja auch total darauf angewiesen sind - abschõpft, scheint nicht verhältnismäßig zu sein!

  • regen 06.05.2020 19:16
    Highlight Highlight ohne die staatliche hilfe für die firmen und die volkswirtschaft wären die kursverluste viel höher, als jede dividenzahlung je sein könnte. seit mehr als zehn jahren werden dank exzessiver geldschöpfung mittels kursgewinnen und praktisch gratiskrediten die profite fast leistungslos von den kapitalgewinnlern abgeschöpft. wer jetzt wegen peanuts wie gestrichener dividenden ernsthaft jammert, hat entweder miserabel geschäftet, oder ist moralische, ethische und intellektuel bankrott. auch die streichung eines teils der mieten für immobilienbesitzer ist absolut gerechtfertigt.
  • elco 06.05.2020 19:15
    Highlight Highlight Die zu erwartenden zusätzlichen Arbeitslosen sind das Eine, die Dividenden sind ein wichtiger Bestandteil für die Altersvorsorge. Guter und richtiger Entscheid des Ständerates.
    • Jacques #23 06.05.2020 20:21
      Highlight Highlight Hier beginnt der Umbau des Finanzsystens.
  • plenu_the_proton 06.05.2020 19:14
    Highlight Highlight ich verstehe das nicht ganz.
    eine firme führt 50% kurzarbeit ein, weil die nachfrage einbricht.
    1) ohne kurzarbeit (siehe USA) werden 50% der mitarbeiter entlassen (und beziehen arbeitslosen geld: 80% vom lohn)
    2) mit kurzarbeit bezahlt das unternehmen 50% vom lohn und 40% die arbeitslosenkasse. die kurzarbeit erlaubt es die mitarbeiter zu halten und nach der krise wieder hochzufahren.

    anmerkung: ich glaube die arbeitslosenkasse bezahlt in beiden fällen gleich viel

    ich verstehe jetzt nicht, wie die firma ungerechterweise profitiert, weil sie für die geleistete arbeit ja normal bezahlt?
  • IMaki 06.05.2020 19:11
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    • peeti 06.05.2020 19:48
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    • Uranos 06.05.2020 19:59
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    • Teajane 06.05.2020 20:22
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  • TauRam 06.05.2020 19:08
    Highlight Highlight Ganz ehrlich, bin einverstanden mit der Entscheidung. Diese Bedingung hätte man vorher stellen müssen. Das nachträglich zu entscheiden wäre meiner Meinung nach nicht rechtskonform. Aber auch wenn die Bedingung vorher gestellt worden wäre, hätten diese Firmen wohl darauf verzichtet und stattdessen viele Mitarbeitende entlassen.
    • Uranos 06.05.2020 20:00
      Highlight Highlight Ich verlange auch, dass Restaurants zu bleiben sollen. Ich meine, die Öffnung hätte man schon vor Corona beschliessen müssen! /s
  • FrancoL 06.05.2020 19:07
    Highlight Highlight Immer die gleichen Drohungen, immer das gleiche Prozedere nun sind wir wieder in der Zeit vor Corona angekommen.
    Unterstützung beziehen und Dividenden auszahlen ist eine irre Haltung, nicht tragbar und ein Hohn für die kleinen Unternehmen, die sich mit der Unterstützung kaum über Wasser halten können.
    Ein Schildbürgerstreich.
  • TJ Müller 06.05.2020 18:52
    Highlight Highlight «Der Gegeneffekt könnte sein, dass Firmen Leute entlassen, statt Kurzarbeit zu beantragen.» Also geht man ganz offiziell davon aus, dass die Chefs egoistische Sozialschmarotzer sind, welche lieber Menschen entlassen, anstatt auf ihre Dividende zu verzichten?
    • murrayB 06.05.2020 19:28
      Highlight Highlight Chefs <> Dividendenempfänger. Kann, muss aber nicht so sein...

      Von da her ist Ihre Frage irreführend...
    • Teajane 06.05.2020 20:15
      Highlight Highlight Das ist leider eines der Hauptprobleme in der heutigen Marktwirtschaft. Dass insbesondere die grossen Firmen welche es sich eigentlich leisten könnten ihre soziale Verantwortung und Verpflichtung gegenüber ihren Arbeitnehmern einfach nicht mehr wahrnehmen. Diese komplett dem Staat, sprich den Steuerzahlern überlässt und dann sogar noch die Frechheit haben damit zu drohen. Dass, dies so ist wird von der bürgerlichen und rechten Mehrheit dann auch noch als selbstverständlich und normal dargestellt, alles andere als moralisch. Das ist meiner Meinung nach eklig.
    • Freethinker 06.05.2020 21:47
      Highlight Highlight Die meisten sind es. Sonst kommst du bei grossen Konzernen gar nicht in diese Position.
    Weitere Antworten anzeigen
  • DARTH OLAF 06.05.2020 18:47
    Highlight Highlight Als ich das im newsticker gelesen habe, traute ich meinen Augen nicht. Unanständig und ungerecht, dachte ich auch. Aber vor allem UNGLAUBLICH!

    Ich bin fassungslos. Absolut fassungslos. Sehe keine Gründe, die für diesen Stopp sprechen, ausser das Geldinteresse. Aber das ist ja überall. Ich verstehe es nicht. Ich kann es keinen mm nachvollziehen.

    Und dann noch das mit dem Mieterlass, das - wenn überhaupt - verwässert durchkommt.

    Scheint, als ob der Bundesrat seinen Job sozialer gemacht hat. Danke, liebes Parlament! Danke! FÜR NICHTS!
    • Gubbe 06.05.2020 23:59
      Highlight Highlight Firmen wollen was herstellen und Geld verdienen. Es geht also um Geldinteressen. Von wo kommt die Kurzarbeitsentschädigung, nun von allen Arbeitenden und Steuerzahlern. Also ist es eigentlich sozial. Die welche Arbeit haben, finanzieren die, welche nicht haben. Das Geld das Firmen so erhalten, geben sie Kurzarbeitenden weiter, sie behalten es ja nicht. Dadurch erhalten sie aber den Arbeitsplatz des Angestellten.
  • Lil'Ecko 06.05.2020 18:43
    Highlight Highlight Nur 2020 wäre ich ok gewesen, 2021 birgt aus meiner Sicht eine zu grosse Gefahr dass man lieber Leute entlässt anstatt Kurzarbeit zu machen.. vorallem bei der Ungewissheit wie lange es noch dauert mit der Krise
    • FrancoL 06.05.2020 19:11
      Highlight Highlight Aber in dieser ungewissen Zeit Kurzarbeit als mittel einzusetzen, das findest Du dann wieder gut?
    • Lil'Ecko 07.05.2020 08:28
      Highlight Highlight Ja finde ich, lieber Kurzarbeit als Leute entlassen..
  • De-Saint-Ex 06.05.2020 18:43
    Highlight Highlight Das war sowas von klar... dass der Filz unter „bürgerlicher“ (dass die sich noch so nennen dürfen ist ein wahrer Affront!) Führung gleich weitergehen würde...
    Was sollen Kleinunternehmer denn in Zukunft wählen? Eine marxistische Partei gründen? Und dass Normalsterbliche immer noch Parteien wie die SVP und FDP, die ihnen die Unterhose ausziehen, wählen, kann ich nicht nachvollziehen... Masochismus?
    • De-Saint-Ex 06.05.2020 19:39
      Highlight Highlight Ihr Pseudonym haben Sie trefflich gewählt... Commandante... und dies als offensichtlicher Anleger. „köstlich“...
    • Schlange12 06.05.2020 19:43
      Highlight Highlight Endlich spricht mir jemand aus dem Herzen. Die Linken werden immer linker, die Mitte geht auch nicht. Nicht wegen der Politischen Haltung, wenn ich aber immer sehe wie die stimmen wähle ich lieber Links. Recht geht aus Überzeugung nicht. Nichts gegen konservative. Aber der Neoliberalismus bringt uns alle noch ins Grab bringen.
    • De-Saint-Ex 06.05.2020 19:54
      Highlight Highlight Ich gehe mal davon aus, dass Sie schreiben wollten: die Rechten werden immer mehr rechts... oder aber Sie sind zu jung, um zu wissen, wie links die Linken mal waren... heute sind sie Neoliberale mit Schein-sozialem Mäntelchen.
      Und jene die glauben, dass wir von Grossunternehmen leben können und das kleine Gewerbe ruhig sterben lassen können, werden sehr bald fürchterlichst auf die Schnauze fallen...
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