Schweiz
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Raiffeisen lanciert Hypothek für arme Leute



ARCHIV - ZUR MELDUNG, DASS DIE RAIFFEISEN GRUPPE ANKUENDIGT HYPOTHEKEN FUER PERSONEN MIT KLEINEREN EINKOMMEN ZU ERMOEGLICHEN STELLEN WIR IHNEN DIESES ARCHIVBILD ZUR VERFUEGUNG. -
Passanten vor der Bank Raiffeisen am Limmatquai in Zuerich, aufgenommen am 23. Januar 2013. (KEYSTONE/Gaetan Bally)

Will Kleinverdienern eine Hypothek ermöglichen: Die Raiffeisen Bank. Bild: KEYSTONE

Trotz deutlicher Kritik der Behörden macht die Raiffeisen-Gruppe ernst mit Hypotheken für weniger begüterte Kreditnehmer. Die Bank wird in den nächsten Wochen ein entsprechendes Angebot lancieren.

«Wir sind daran diese Idee so umzusetzen», sagte Raiffeisen-Sprecherin Cécile Bachmann auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA. Ein entsprechendes Angebot werde in den nächsten Wochen vorgestellt und lanciert.

Umfrage

Hypotheken für Arme - eine gute Idee?

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668

  • Ja, auch Kleinverdiener sollen die Chance auf ein Haus haben.63%
  • Nein, das ist zu riskant!36%

Damit setzt die Raiffeisen-Gruppe das um, wofür ihr Chef Patrik Gisel seit Anfang September in verschiedenen Medien plädierte. Der Raiffeisen-Chef machte sich für eine Herabsetzung der Vergabekriterien bei Hypotheken stark, um auch dem unteren Mittelstand den Kauf von Wohneigentum zu ermöglichen. Konkret geht es gemäss den Worten Gisels zum Beispiel um Hauskredite für junge Familien.

Sowohl von Behörden wie auch aus der Branche selbst gab es jedoch deutliche Kritik an diesem Projekt. So warnten sowohl die Schweizerische Nationalbank (SNB) wie auch die Aufsichtsbehörde FINMA mehrfach vor einer Herabsetzung der Vergabekriterien.

Beide Institutionen fürchten, dass mit einer weiteren Ausdehnung des Hypothekarvolumens die Gefahr einer Preisblase am Immobilienmarkt steigt und dass damit auch die Stabilität der Banken gefährdet sein könnte. Auch die Grossbank UBS äusserte sich vor kurzem ähnlich. Sie bezeichnete die Aufweichung der Vergabekriterien als ein «Spiel mit dem Feuer». (sda)

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28Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • G. Schmidt 16.12.2016 15:52
    Highlight Highlight Kommt mir irgendwie bekannt vor...

    Ach ja! "Subprime"-Kredite, die haben doch die Finanzkrise verursacht.

    Schöne Welt...
  • Thinkdeeper 16.12.2016 12:54
    Highlight Highlight Das Recht auf angemessenen Wohnraum ist eines der Grundrechte, genauso wie Überlebenshilfe. Die Idee ist gut und zeigt, dass der Markt einigermassen spielt. Fehlt nur noch, dass Kunden Hypotheken bei mehreren Banken abschliessen können. Immobilien sind für Banken relativ Risikoarm und breites Wohneigentum ist sinnvoll und wünschenswert. Vielleicht kommen Banken auch auf die Idee solidariasch Kreditausfallversicherungen zu finanzieren um die Risiken noch mehr zu reduzieren?
    • G. Schmidt 16.12.2016 16:00
      Highlight Highlight Den Gedanken, dass der Immobilienmarkt sicher ist, hatte man auch vor der Finanzkrise.
      Auch dort wurden Kredite an jedermann verteilt.

      Beinhaltet ihr "Recht" auf angemessenen Wohnraum ein Einfamilienhaus?

      Zudem muss eine Bank ihr eigenes Risiko selber berechnen, um mit diesen allfälligen Kreditausfälle zu decken. Eine allfällige "solidarische Kreditausfallversicherung" würde jedes unternehmerische/risikoadjustiertes Denken verhindern.

  • Brasser 16.12.2016 12:12
    Highlight Highlight Dann wäre es aber vermutlich nicht schlecht, wenn man den Vorbezug der Pensionskasse für Wohneigentum einschränken würde, d.h. nur noch der überobligatorische Teil darf bezogen werden. Andernfalls werden noch mehr Personen im Alter zu Sozialfällen, die von der Allgemeinheit unterstützt werden müssen, weil sie sich Dinge leisteten, die sie nicht vermögen...
  • Fredu 16.12.2016 12:03
    Highlight Highlight An sich sympathisch, genau so wie eine genossenschaftliche Bank an sich, aber diese Bank ist sowas von träge: Vor etwa 15 Jahren musste ich eine neue Hypothek haben, die Raiffeisen konnte das aber nicht vor 3-4 Wochen entscheiden, weil ein Gremium welches nur 1x im Monat zusammenkommt entscheidet. Und aktuell schuldet mir die Bank seit 2 Monaten 200.- CHF, weil sie einen Mieter das Mietzins-Depot hat vorbeziehen lassen, ohne mein O.K. notabene und ohne meine Unterschrift, welche für diese Transaktion notwendig gewesen wäre!! Damit ist mein Vertrauen in diese Bank endgültig hinfällig, leider.
  • ujay 16.12.2016 11:26
    Highlight Highlight Und die Hypotheknehmer bezeichnen werden dann noch als Eigenheimbesitzer bezeichnet.Bastelt weiter an einer Illusion.Real heisst das:Ein Volk,das grösstenteils sein zukünftigen Einkommens an Banken verpfändet hat.
  • Typu 16.12.2016 11:13
    Highlight Highlight So schnell wirds die kunden nicht verblasen. Fakt ist, die vergabe ist zu restriktiv. Eine massvolle (!) lockerung ist angebracht.
    • bernd 16.12.2016 11:27
      Highlight Highlight Fakten werden in Diskussionen normalerweise durch Belege untermauert. Einen Satz mit den Worten "Fakt ist" zu beginnen, ohne dies in irgend einer Form zu belegen oder plausibilisieren ist völlig nutzlos und zeugt von eher begrenzten rhetorischen Fähigkeiten. Vor allem bei einer Frage, zu der es schlicht keine Fakten geben kann, weil es sich um eine rein persönliche Einschätzung handelt. Wie restriktiv ist zu restriktiv? Wer legt dies fest? Wie oft werden die Grenzwerte überprüft und den aktuellen Geschehnissen angepasst?
  • bernd 16.12.2016 11:05
    Highlight Highlight Super Idee, das hat beim letzten Mal ausgezeichnet funktioniert, um das Zinsniveau die nächsten 8 Jahre niederig zu halten.
  • Madison Pierce 16.12.2016 10:55
    Highlight Highlight Eine sehr gute Idee, falls sie mit einer Pflicht zur Amortisation verknüpft wird. In anderen Ländern ist es üblich, die Hypothek abzuzahlen. Nur in der Schweiz belässt man die Schuld über Jahrzehnte.

    Wenn Leute, die pensioniert werden, eine zum grössten Teil abbezahlte Immobilie bewohnen, ist das eine gute Sache gegen Altersarmut.

    Lieber man gibt mehr Leuten eine Hypothek, die dann abbezahlt werden muss, anstatt dass sie das Leben lang Miete bezahlen und dann nichts haben.
    • Charlie Brown 16.12.2016 11:36
      Highlight Highlight Und mit welchem Geld soll die Zielgruppe ("mit kleinem Einkommen") genau amortisieren?
    • Madison Pierce 16.12.2016 12:11
      Highlight Highlight Es kann sich auch nach den neuen Regeln niemand mit "kleinem Einkommen" eine Hypothek leisten.

      Aber ist doch besser auf 10 Jahre 1.4% für die Hypothek zu bezahlen und nochmals 2% für die Amortisation als den gleichen Betrag einer Immobiliengesellschaft zu überweisen.

      Man muss endlich davon wegkommen, Hypotheken als "dauerhafte Schulden" zu sehen. In Deutschland zum Beispiel bezahlt man seine Immobilie ab. Zwar je nach Budget über mehrere Jahrzehnte, aber danach ist man schuldenfrei.

      Um in einer Wohnung ohne Hypothek zu wohnen reicht dann fast die AHV.
    • Eskimo 16.12.2016 12:22
      Highlight Highlight @Charlie Brown
      Mit dem Geld das sie gegenüber einer Mietwohnung sparen. Der Zins für ein normales EFH ist deutlich günstiger als die Miete für eine kleine Wohnung.
    Weitere Antworten anzeigen
  • bobi 16.12.2016 10:49
    Highlight Highlight "Raiffeisen lanciert Hypotheken FÜR Personen mit kleineren Einkommen".

    Steigen die Zinsen, liegt bleibt das Risiko grösstenteils beim Kreditnehmer (Eigenmittel Anforderungen). Somit lanciert Raiffeisen die Hypotheken vielmehr um den eigenen Gewinn zu steigern.
    • Awesomeusername 16.12.2016 13:02
      Highlight Highlight Du glaubst ja nicht ernsthaft das Banken jemals was aus Goodwill gegenüber dem Kunden machen? Klar gehts darum den eigenen Gewinn zu steigern. Der Bonus muss ja schliesslich verdient sein ;-)
  • lilie 16.12.2016 10:39
    Highlight Highlight Oh ja, lasst uns jede Menge Hypotheken an Leute vergeben, die es sich nicht leisten können! Das wird suuuuper, alle verdienen einen Haufen Kohle, und was morgen ist, kann uns ja wurscht sein!

    Irgendwoher kenne ich doch diese Philosophie? Ach ja, jetzt fällt es mir ein: Das war doch die subprime mortage crisis! Das ist ja auch TOTAL gut gegangen!

    Momoll, nur weiter so! 🙈
    • burroamoroso 16.12.2016 11:03
      Highlight Highlight Also ich weiss per Zufall, dass nicht ALLE EINEN HAUFEN KOHLE verdienen werden. Wenn Ihnen die Sache Angst macht, können Sie gerne in die Mongolei auswandern. Dort kommen Sie sicher nicht in Berührung mit solchen, unhaltbaren Zuständen und Ideen. Gute Reise.
    • rite 16.12.2016 11:07
      Highlight Highlight Stimmt, die Armen sollen in ihren heruntergekommenen Wohnungen bleiben, während die Reichen sich neue Häuser bauen. Eine viel bessere Idee!

      Wie wäre es, mit ein wenig Ausgleich?
    • ujay 16.12.2016 11:34
      Highlight Highlight @burroamoroso@rite:Besser kann man Thema nicht verstanden nicht artikulieren.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Charlie Brown 16.12.2016 10:23
    Highlight Highlight Wem nützt das, wenn es bei steigenden Zinsen genau alle die verbläst? Das EK ist dann potentiell weg, mit Glück rettet sich die Bank die Hypothek. Keine gute Entwicklung...
    • bebby 16.12.2016 11:28
      Highlight Highlight Wenn es mit einer Amortisation verbunden ist, dann sollte es sie eben nicht verblasen.

      Abgesehen davon, wäre es für alle Neukäufer ein Segen, wenn die Zinsen steigen würden, dann wären auch die Immobilienpreise wieder gesünder. Das hat man sehr schön in den USA beobachten können. Nach dem die Immobilienpreise gesunken waren, war der Erwerb plötzlich wieder für viele erschwinglich(er).
    • Charlie Brown 16.12.2016 11:33
      Highlight Highlight @bebby: Du hast meinen Punkt glaub ziemlich verpasst.
  • Posersalami 16.12.2016 10:22
    Highlight Highlight Was für eine dumme Idee! Das wird erstens keinen guten Einfluss auf die Preise haben und zweitens Existenzen zerstören wenn die Zinsen irgendwann einmal auf ihre historisch normale Grösse zurück kehren.

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