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Coronavirus: Kommt die Schutzmasken-Pflicht? Und wo kann man sie kaufen?

Frau mit Schutzmaske
Maskentragen dürfte auch in der Schweiz alltäglicher werden.Bild: shutterstock.com

Die Masken erreichen unseren Alltag – doch woher sollen sie kommen? 8 Antworten

In Coiffeur- und Kosmetiksalons dürfte der Mundschutz Pflicht werden, weitere Branchen könnten folgen. Doch woher sollen die Masken kommen? Wir beantworten die wichtigsten Fragen.
17.04.2020, 09:1317.04.2020, 13:59
maja briner / ch media

Der Coiffeur trägt eine Schutzmaske, ebenso der Kunde. Wird der Bart gestutzt, ist gar ein Plexiglasvisier Pflicht. So schlägt es der Branchenverband CoiffureSuisse vor.

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Die Salons dürfen am 27. April wieder öffnen – voraussichtlich mit Maskenpflicht. Auch in anderen Situationen werden wir uns an den Mundschutz gewöhnen müssen. Acht Fragen und Antworten dazu:

In welchen Situationen müssen Masken getragen werden?

Sehr wahrscheinlich wird es in Coiffeur- und Kosmetiksalons eine Maskenpflicht geben. Auch bei Läden könnte dies ein Thema werden, sagte Gesundheitsminister Alain Berset. Entschieden hat der Bundesrat gestern aber noch nichts. Er will mit der Wirtschaft Schutzkonzepte erarbeiten, die – je nach Branche – auch das Tragen von Masken vorsehen. Allgemein gilt: Überall, wo Menschen in engen Kontakt kommen, ist eine Maskenpflicht wahrscheinlich.

Wie könnte so ein Schutzkonzept konkret aussehen?

Der Branchenverband CoiffureSuisse hat einen Vorschlag vorgelegt. Dieser sieht etwa vor, dass Coiffeure Risikogruppen vorerst nicht bedienen sollen. Um Abstand zu wahren, soll nur die Hälfte der Plätze in einem Salon benutzt werden. Coiffeure sollen Masken und Handschuhe benützen, die Kunden Masken tragen.

Wo können Coiffeure und Coiffeusen Schutzmaterial kaufen?

CoiffureSuisse hat eine Internetplattform aufgebaut, die heute Freitag online gehen soll, wie Präsident Damien Ojetti sagt. Über die Plattform sollen Coiffeurgeschäfte in Kontakt mit Herstellern von Schutzmaterial treten können.

Kommt auch in den Läden eine Maskenpflicht – so wie in Österreich?

Das ist offen; die Branche erarbeitet derzeit ein Schutzkonzept. Sollten Masken tatsächlich empfohlen oder vorgeschrieben werden, fordert der Verband Schweizerischer Filialunternehmungen eine pragmatische Umsetzung: Auch selbstgenähte Masken und Tücher sollten akzeptiert werden.

Die Nachfrage nach Masken dürfte steigen. Gibt es genug?

Nein, heisst es beim Apothekerverband PharmaSuisse. «Die Versorgung mit Masken ist eine Katastrophe», erklärt Präsident Fabian Vaucher. Es gebe nicht nur zu wenig, um die Nachfrage der Kunden zu decken – in vielen Apotheken und Drogerien fehlten sogar Hygienemasken für den Eigenbedarf. Der Verband fordert eine klare Strategie, wie gefährdete Personen zu Masken kommen sollen.

Was sagt der Bundesrat dazu?

Der Bund sei daran, möglichst viele Masken zu kaufen, betont Alain Berset. Das sei nicht einfach, weil der Markt angespannt sei. Zudem müsse man schauen, dass die Qualität stimme. «Man muss aber auch an den Pandemieplan erinnern», sagte er. Dieser sieht vor, dass beispielsweise Arztpraxen und Apotheken aber auch die Bevölkerung einen Vorrat anlegen. «Das hat man in der Vergangenheit unterschätzt», räumte Berset ein. Er zeigte sich aber optimistisch: Es gebe sehr viel Innovation in diesem Bereich in der Schweiz.

Empfiehlt der Bundesrat nun generell, Masken zu tragen?

Nein. Nur Kranke sollen Masken tragen sowie das Gesundheitspersonal. Es sei aber nicht verboten, eine Maske zu tragen, wenn man sich damit besser fühle, sagte Berset.

Kann ich bei Migros und Coop Masken kaufen?

Nein, das ist derzeit nicht möglich. Aldi Suisse plant, Masken temporär ins Sortiment aufzunehmen – wann das geschehen wird, ist jedoch noch unklar.

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50 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Duscholux
17.04.2020 09:49registriert Oktober 2016
Sollte ich nicht mehr in ein Geschäft dürfen ohne Maske und ich habe noch keine Maske: Bin ich dann einfach geliefert? Habe natürlich keine gekauft da es immer hiess "Lassen sie die Masken den Kranken und Ärzten/Pflegern." Und jetzt anfangen es zu horten wie Klopapier fände ich auch doof.
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dorfne
17.04.2020 10:03registriert Februar 2017
Jetzt heisst es plötzlich, Jede*r hätte den Pandemieplan des Bundes lesen müssen. Darin werde ein Notvorrat an Masken empfohlen. Selber Schuld. Aber warum gibt es jetzt keine zu kaufen? Weil sich der Bund selber nicht an die eigenen Pandemiepläne gehalten hat. 10'000 Tonnen Ethanol für die Herstellung von Desinfektionsmittel wurden vor der Privatisierung der Alkoholverwaltung verkauft, die Pflichtlager für Medikamente und Masken grob vernachlässigt.
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Rock'n'Rohrbi
17.04.2020 09:32registriert März 2017
...wenn schon, dann nehmt ein Beispiel im Bild einer korrekt getragener Maske und wo der Bügel über der Nase an die Konturen angedrückt wird. So ist das wie ein Handschuh ohne Fingerende.
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