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Die Critical Mass am 28. Juni 2019 auf der Europabrücke. bild: criticalmass-zh

5 Dinge, die du über die Critical Mass wissen musst

Am letzten Freitag im Monat erobern in 300 Städten weltweit Velofahrer die Strasse zurück. So auch in Zürich, wo die Stadtpolizei nicht nur Freude an der Veranstaltung hat.

Milan Marquard
Milan Marquard



Am heutigen Freitagabend um 18:45 versammeln sich wieder etliche begeisterte Velofahrer am Bürkliplatz in Zürich zu einer gemeinsamen Rundfahrt durch die Stadt. Die Bewegung nennt sich Critical Mass (CM) und ist ist keineswegs ein neuer Zürcher Szeni-Event – folgendes musst du darüber wissen:

Um was geht es?

Jeden letzten Freitag im Monat findet die Critical Mass in Zürich statt. Was vor circa 20 Jahren mit ein paar Dutzend Teilnehmern begann, hat mittlerweile eine beachtliche Grösse erreicht. An der Veranstaltung im Juni 2019 waren es einige Hundert Velofahrerinnen und Velofahrer.

abspielen

Hier ein Video der Critical Mass Zürich im Juni 2019. Video: YouTube/supercalifra16ocious

Wie der Name vermuten lässt, ist die Teilnehmerzahl durchaus wichtig: Die Idee hinter der Bewegung ist nämlich, dass sich eine grosse Anzahl Leute – also eine kritische Masse – an einem Ort trifft und gemeinsam mit dem Fahrrad durch die Stadt fährt.

Es geht natürlich nicht darum, lediglich eine gute Zeit auf dem Velo zu haben und ein wenig Sightseeing zu machen. Die Teilnehmerzahl soll so hoch sein, dass dem motorisierten Verkehr auf Augenhöhe begegnet werden kann – es steckt demnach eine klare Message dahinter:

«Wir blockieren nicht den Verkehr — wir sind der Verkehr!»

criticalmass

Gemäss der Webseite des Zürcher Ablegers der Critical Mass ist ein solcher Anlass deshalb notwendig, weil Fahrradfahrer sich im Strassenverkehr täglich grossen Gefahren aussetzen und «als minderwertige Verkehrsteilnehmer marginalisiert» werden.

Die Ur-Critical-Mass fand 1992 in San Francisco (CA) statt, als einige Velofahrerinnen und Velofahrer gemeinsam die Strassen eroberten. Heute – 27 Jahre später – finden solche monatlichen Rundfahrten unter dem Titel Critical Mass in gut 300 Städten weltweit statt.

Ist das nicht einfach eine normale Demo?

Auf der offiziellen Zürcher Homepage distanziert man sich klar davon, dass es sich um eine Demonstration handelt. Das erhöhte Verkehrsaufkommen der Velos soll zwar Aufmerksamkeit erregen, ist jedoch eher mit einem Flash-Mob zu vergleichen: Es gibt keine Verantwortlichen, kein zentrales Organisationskomitee im Hintergrund, keine festgelegte Route und die Strassen werden nicht absichtlich blockiert.

Auf den Velozug aufmerksam gemacht wird über verschiedene Kanäle – beispielsweise Social Media, Plakate oder Mundpropaganda.

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Mit den weissen Schlaufen wird auf die Veranstaltung aufmerksam gemacht. bild: Instagram/criticalmasszurich

Wenn genügend Personen am vereinbarten Treffpunkt auftauchen und somit die kritische Masse erreicht ist, geht die Fahrt los. Die Route diktiert der vorderste Velofahrer. Je nach Grösse und Route kann es jedoch zu Verkehrsblockaden kommen.

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Der Treffpunkt am Bürkliplatz Ende Mai 2019. bild: criticalmass-zh

Wo finden solche «CM» statt?

Nun, es handelt sich um eine globale Angelegenheit – die Critical Mass findet in grossen und kleinen Städten auf der ganzen Welt statt. Dazu zählen etwa New York, Barcelona, Berlin, Wien, Oslo, Lausanne und viele mehr. Die Philosophie und der Termin – der letzte Freitag im Monat – ist überall gleich.

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Die Critical Mass in Houston, Texas. bild: instagram/criticalmasshtx

In Zürich gab es in diesem Jahr einen Zuwachs an Teilnehmern. Während 2018 oftmals lediglich einige Dutzend Personen anwesend waren, sind es mittlerweile einige Hundert. Auch heute Abend rechnet man mit einer beachtlichen Anzahl Teilnehmern.

Wenn einige Hundert Velofahrer durch die Stadt cruisen, braucht es bestimmt auch irgendwelche Vorgaben ...

Gibt es Regeln?

Wenn um 18.45 Uhr die Menschen langsam am Bürkliplatz eintreffen, wird meist eine halbe Stunde gewartet – dann sollten alle Teilnehmer vor Ort sein. Bevor es jedoch losgeht, werden die Regeln kommuniziert:

Solche Regeln sind wichtig: Die wachsende Teilnehmerzahl und der Anspruch der «CM», dass alles sicher und friedlich abläuft, verlangt von den Velofahrern ein gewisses einheitliches Agieren.

Was sagt die Polizei?

Im Juni 2019 kam es zu einer grösseren Verkehrsblockade am Zürcher Hauptbahnhof. Die Stadtpolizei Zürich begründet die Blockade mit einen Zwischenfall mit einem Einsatzfahrzeug. In einem offenen Brief bittet Andreas Moschin – Chef der Einsatzabteilung – die Teilnehmer zur Kommunikation und Einhaltung der Handlungsrichtlinien.

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Das Schreiben der Stadtpolizei Zürich. bild: criticalmass-zh

Ein regelmässiger Teilnehmer sagt gegenüber watson, dass die Critical Mass eine friedliche und reibungslose Fahrt als Grundsatz hat. Man sehe jedoch davon ab, die Route vorab zu bestimmen und Polizeigeleit zu beanspruchen. «Das würde der Philosophie – die kurzweilige Rückeroberung der Strassen durch die Velofahrer – widersprechen.»

«Wir behalten die wachsende Bewegung aber im Auge», wie Marco Cortesi von der Stadtpolizei gegenüber dem Tagesanzeiger aussagte. Die Polizei musste bisher nicht wirklich intervenieren. Wenn die Bewegung weiter wächst und das Regelwerk nicht klar Kommuniziert wird, könnte die Polizei einen schärferen Ton einschlagen. Für die Bewegung bleibt zu hoffen, dass es gelingt, weiterhin reibungslose Velozüge durchzuführen – mit immer mehr Teilnehmern.

Kann man machen...

Durchfahrt bei rot für Velofahrer in Zürich

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73Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Zauggovia 27.07.2019 06:46
    Highlight Highlight Ist denn die Strassenführung für Velos in Zürich wirklich so schlimm? Klar ists nicht Amsterdam, aber auch nicht vergleichbar mit einer italienischen oder französischen Stadt.
    • Iltis 27.07.2019 11:18
      Highlight Highlight Selber probieren
  • Snowwhitey 27.07.2019 06:09
    Highlight Highlight Finde es schockierend wieviele 'passionierte'Stadtvelofahrer keinen Helm tragen.
  • DomKi 27.07.2019 02:48
    Highlight Highlight Die Städte gehören den Autos, die brauchen mehr Platz. Die Velos können ja die noch vorhandenen Lücken füllen, hahahaha. Anarchisten sind das die Gesetze brechen: Rot überfahren und Seitenstrassen blockieren.
  • AdiB 27.07.2019 02:37
    Highlight Highlight Ok sie fahren fahrrad um den autos auf augenhöhe zu begegnen. Wieso muss man aber dan den fussgänger noch einschrenken. Kein auto fährt auf dem trottoir. Sie haben mich richtig sauer gemacht. Mann konnte auf ihrer route keinen normalen spaziergang machen, nein mann muss auf dem trottoir fahren und herumstehen und noch dazu den ganzwn trottoir einnehmen. So macht ihr euch nur mehr feinde, nicht nur die autofahrer sondern auch fussgänger.
  • Pümpernüssler 26.07.2019 20:17
    Highlight Highlight perfekte routenführung.... über den albisriederplatz zum hubertus und dann runter und am letzigrund vorbei, dass auch ja niemand mehr nach altstetten kommt mit dem öv. einfach zum kotzen! das schöne sind die ganzen familien ohne helm 👍
    • Iltis 27.07.2019 11:22
      Highlight Highlight Kinder hatte es kaum, hab meine Jungs auch nicht mitgenommen. Helmpflicht besteht keine. Ich habe ohne Helm velofahren gelernt. Nach Altstetten kann man zu Fuss, mit dem Velo oder dem Zug.
    • Pümpernüssler 27.07.2019 15:46
      Highlight Highlight man kann zu fuss auch nach miami.... ich hab den ganzen tross 2mal an mir vorbeifahren sehen. und es hatte sehr viele kinder dabei. wenn man dann bei einem unfall dank helm überlebt, ist man froh um den helm.
  • specialized 26.07.2019 20:04
    Highlight Highlight Kannte ich bis jetzt nicht, danke watson. Diese Tage sind nun im Kalender markiert!

    Für Interessierte noch als Anmerkung:
    https://www.1m50.ch/petition
    • AdiB 27.07.2019 10:58
      Highlight Highlight Ich rufe an diesen tagen auch zum marsch der fussgänger auf. Will sehen wie es euch dan passt wenn eine menschenmasse sn fussgängern euch die strassen versperrt. Das trottior ist unsere zone und kein radweg.
  • Luchs 26.07.2019 19:40
    Highlight Highlight Velo fahren ist einfach nur geil. Pasta
  • Buckweed aka TheTeeBee 26.07.2019 18:46
    Highlight Highlight „Strassenverkehrsgesetz / III. Titel: Verkehrsregeln / Art. 26 Grundregel

    1 Jedermann muss sich im Verkehr so verhalten, dass er andere in der ordnungsgemässen Benützung der Strasse weder behindert noch gefährdet.“

    Querstrassen sperren, mehr als 2 Fahrräder nebeneinander und Befahren von Kreuzungen im Pulk bei Rotlicht?

    wer sich nicht einmal an die Grundregel des SVG halten kann oder will, gehört meiner Meinung nach in den ÖV.
    • kobL 27.07.2019 09:46
      Highlight Highlight Dann lies noch ein bisschen weiter in der VRV. Da ist alles geregelt was du jetzt gerade angezweifelt hast. Der Pulk ist ein Fahrzeugverband, der als ein Fahrzeug zu betrachten ist. Deshalb darf da kein Auto in den Verband fahren. Das wissen aber einige nicht und so kommt es zu gefährlichen Situationen und deshalb werden die Querstrassen zusätzlich abgesichert (und nicht gesperrt, da man sowieso nicht fahren darf).
      Bei Rot darf man nur fahren, wenn die Spitze grün hatte. Und nebeneinader fahren ist erlaubt ab 10 Velos. Am besten du liest mal das gesammte VRV und SVG, anstatt nur den Anfang
  • Altweibersommer 26.07.2019 17:48
    Highlight Highlight Autofahrer sind nicht nur die mit Abstand grösste Gefahr im städtischen Strassenverkehr, sie beanspruchen auch den meisten Platz und haben grossen Anteil an der hohen Feinstaubbelastung. Und das als Minderheit! In Zeiten wo Städte den "Klimanotstand" ausrufen, könnten sie auch ruhig mal diese Thematik ernst nehmen.
  • Goldjunge Krater 26.07.2019 17:43
    Highlight Highlight „Am letzten Freitag im Monat erobern in 300 Städten weltweit Velofahrer die Strasse zurück.“

    Ich war mir nicht bewusst, dass die Strassen ursprünglich für Velos gebaut wurden. Toll dass ich das jetzt endlich dank den Grünen-Ultras weiss. 👍
    • Th. Dörnbach 26.07.2019 22:42
      Highlight Highlight Gut geschrieben.
    • Disclaimer 27.07.2019 03:27
      Highlight Highlight Das Auto wurde auf der Grundlage eines drei rädrigen Velo dem man dann einen Motor verpasst hat erfunden. Lange Zeit konnten sich nur Gewerbe und Superreiche Auto‘s leisten. Erst viel später wurde das Auto auch fürs normale Volk erschwinglich. Lange nach den ÖV‘s übrigens. Gehört übrigens zum Allgemeinwissen. Hat daher nicht‘s mit politischer Einstellung zu tun. Eher mit der Bereitschaft nie auszulernen. Scheint ja glücklicherweise vorhanden zu sein.
    • Joshuuaa 27.07.2019 04:24
      Highlight Highlight Innenstädte voller Kutschen und Fussgänger: Wie ich radikales, konservatives Denken mag! Ich hole dann mal mein Schaukelpferd aus dem Keller;)
  • Maragia 26.07.2019 17:00
    Highlight Highlight "Wenn jedoch die Ampel dann auf Rot wechselt, fährt der Zug geschlossen weiter."
    ....
    ....
    ....
    Sehr sicher, bis mal ein Auto, Bus, LKW oder ein Tram in die Menge reinfährt..
    • dä dingsbums 26.07.2019 23:27
      Highlight Highlight Wieso, ein Zug von 300 oder mehr Velofahrer sollte eigentlich nicht zu übersehen sein?

      Oder drückst Du in der Stadt bei Grün das Gaspedal voll durch ohne nach vorne zu schauen'?
    • DemonCore 27.07.2019 02:53
      Highlight Highlight Äh grün/Vortritt heisst nicht dass man in andere reinfahren darf. Und es gibt Ausnahmeregeln bezüglich Fahren im Verband, was wohl der Sinn an der Sache ist.
    • Disclaimer 27.07.2019 03:30
      Highlight Highlight Lies doch nochmal. Diese werden „gecorked“. Hat nicht‘s mit Alkohol zu tun.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Ricardo Tubbs 26.07.2019 15:33
    Highlight Highlight halten die sich dann an der veranstaltung auch an keine regeln wie sonst im strassenverkehr?
    • blobb 26.07.2019 17:38
      Highlight Highlight OMG, lies doch den Artikel und nicht nur die Überschrift.
    • zeromaster80 26.07.2019 20:59
      Highlight Highlight @blobb, der Artikel bestätigt, dass sie sich wie immer an keinerlei Regeln halten...
  • Mambojambo123 26.07.2019 15:20
    Highlight Highlight Um 18.30 gehts in Basel am Petersplatz los.
  • fools garden 26.07.2019 15:18
    Highlight Highlight Es besteht so quasi ein Urrecht für unbeschränktes Autofahren, hier bei uns in den Französischen Städten ist es noch ausgeprägter. Ich finde selber auch, dass wir zumindest in den Centren getrost sämtliche motorlosen Vehikel noch weit besser bevorzugen könnten.
    • dä dingsbums 26.07.2019 23:31
      Highlight Highlight Finde ich auch.
      Wenn man bedenkt wie ineffizient und verschwenderisch ein Auto eigentlich ist.
      Über 1 Tonne schwer, ca. 10m2 Platzverbrauch, für gerade mal eine Person und dann kommen ja noch die Abgase und der Lärm.
  • ben harper 26.07.2019 15:06
    Highlight Highlight Vielleicht verteilen ja dann ein paar Dorfpolizisten von Buchs Bussen beim Überfahren des Rotlichts... *ironie off*
  • kobL 26.07.2019 14:58
    Highlight Highlight Guter Artikel. Erwähnt werden sollte aber noch, dass die Regeln für die Critical Mass nicht einfach von den Teilnehmern ausgedacht wurden. Die Regeln werden durch den Artikel 43 in der VRV (Verkehrsregelnverordnung) vorgegeben.

    Ich hoffe, dass die Teilnehmer, die auf Krawall aus sind, sich benehmen und diesen tollen Anlass nicht in den Dreck ziehen. Ich bin schon bei einigen CMs mitgefahren und leider gibt es immer wieder solche, die unbedingt den Verkehr blockieren wollen. Lasst es einfach.
    • Bündn0r 26.07.2019 15:29
      Highlight Highlight "Die Führer von Fahrrädern und Motorfahrrädern dürfen nicht neben andern Fahrrädern oder Motorfahrrädern fahren. Sofern der übrige Verkehr nicht behindert wird,
      ist das Nebeneinanderfahren zu zweit jedoch gestattet:
      a. in geschlossenem Verband von mehr als zehn Fahrrädern oder Motorfahr-rädern; "

      Die Legitimation ist schlicht falsch. Der übrige Verkehr wird klar behindert. Rotlichter überfahren und Strassen sperren ist erst recht nicht erlaubt.

      Ist eine tolle Idee, aber holt euch einfach eine Bewilligung und sperrt die Strassen mit der Polizei...
    • Yummy 26.07.2019 16:01
      Highlight Highlight Bündn0r, und hier auf Watson ein riesen Aufschrei wenn Konvois vom WEF beim Fussgänger nicht anhalten um geschlossen nach Davos zu kommen ;) Aber typische Watsonleser Doppelmoral... ist halt so hier^^
    • kobL 26.07.2019 16:12
      Highlight Highlight Der übrige Verkehr wird aber weniger behindert, wenn 300+ Velofahrer im Pulk fahren anstatt hintereinander. Bei der üblichen Spurbreite von 2.80m kann ein Velofahrer sowieso nicht innerhalb der Spur überholt werden. Als Autofahrer kann man dann rechtlich nur überholen, wenn auf die Gegenspur ausgewichen wird. Daher ist es dann auch keine Behinderung, wenn in diesem Fall zu zweit nebeneinander gefahren wird.

      Ein Bewilligung ist für eine normale Veloausfahrt in einer Gruppe nicht notwendig. Strassensperren durch die Polizei würde nur unnötige Kosten verursachen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Serge Künzli 26.07.2019 14:58
    Highlight Highlight Lieber Gott im Himmel, bitte mach diesem Quatsch ein Ende!!!! Amen!
    • Ueli_DeSchwert 26.07.2019 19:14
      Highlight Highlight Stimme dir zu. Ohne die Autos hätten wir diese Probleme nicht :)
    • Serge Künzli 26.07.2019 23:50
      Highlight Highlight Lieber Gott, es tut mir leid, ich habe mich in dir getäuscht. Du warst es doch, der die Velofahrer*innenX persönlich gesegnet hast. Die sind alle in deinem Auftrag unter den Ungläubigen unterwegs. Bitte verzeih mir. Ich verschenke morgen meinen SUV.
  • dr.gore 26.07.2019 14:56
    Highlight Highlight Velofahrer sind die Veganer des Strassenverkehrs.
    • Krise 26.07.2019 15:04
      Highlight Highlight Und Autofahrer die Fleischfresser.


      Also alles im Gleichgewicht. 😉
    • Relativist 26.07.2019 15:10
      Highlight Highlight Insofern sie die Vorreiter einer neuen ethischeren Denkrichtung sind? Dann ja.
    • dr.gore 26.07.2019 16:04
      Highlight Highlight Genau das meine ich.
  • Moretti 26.07.2019 14:53
    Highlight Highlight Ich bin beides, passionierter Auto- wie auch Velofahrer. Fuhr während 5 Jahren in der Stadt mit dem Velo zur Arbeit, heute bin ich auf das Auto angewiesen.

    Seien wir ehrlich - es gibt Provokationen und Verkehrsregelverstösse von beiden Seiten.

    Aber am Ende stehen sich halt 1.5 Tonnen und 15 kg gegenüber - und ich finde, dass man als Autofahrer angesichts dessen auch mal durchatmen und klein beigeben darf.
    • Alastor Nefas 26.07.2019 20:23
      Highlight Highlight ich stimme dir voll und ganz zu moretti. bin auch auf beiden seiten unterwegs. und es erstaunt mich immer wider, wie fahrlässig manche mit ihrem glück umgehen.

      ob zu fuss, fliegend, rollend, schwimmend, in einem ferrari, traktor, kickboard, lada niva, rollator, menzimuck, 6er bob, kugelgrill....
      bewegt euch wie ihr wollt, aber haltet euch an die verkehrsregeln und bedenkt - ihr seit nicht die einzigen.

      lieber ein blick zu viel, lieber einmal zu vorsichtig um die ecke biegen.
      das beansprucht einen kurzen moment, doch der kann ein ganzes leben beeinflussen.
  • Pümpernüssler 26.07.2019 14:43
    Highlight Highlight Den bösen Autofahrern die Stirn bieten: unbezahlbar 🤣 wenn man sonst nichts besseres zu tun hat 🤷‍♀️
    • wilbur 26.07.2019 14:59
      Highlight Highlight Naja, ich arbeite seit jahren als velokurier. Wenn ich nicht enorm sorgsam jeden autofahrer im auge hätte, würde ich nur schon von rechtsabbiegern 3-4 mal pro schicht überfahren werden (blinker werden selten oder im moment des abbiegens gestellt, der geübte kurier hört das vorhaben aber am herunterschalten des fahrers).Wenn mal so fahrlässig mit einer 1-2 tonnen schweren waffe herumfährt, kann man das wort böse schon mal in den mund nehmen... Und nein, ich bin keiner der bei rot fährt ;)
    • ben harper 26.07.2019 15:09
      Highlight Highlight @wilbur wie auch, auf dem Trottoir gibts ja keine Ampeln, nä?
    • kobL 26.07.2019 15:09
      Highlight Highlight Hast du auch etwas gegen die Autoposer, die offenbar auch nicht besseres zu tun haben, als herumzufahren? Oder nur gegen Velofahrer?

      Und es geht eben nicht darum, den "bösen" Autofahrern die Stirn zu bieten, sondern darum, für ein, zwei Stunden in einer grossen Masse entspannt durch die Stadt zu fahren. Was sonst eher nicht möglich ist, da vor allem für Velo fahrende sehr viele Gefahren lauern. Z.B. abgelenkte Verkehrsteilnehmer, Randsteine, knappe Überholmanöver usw.
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