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Der Ticino führt aufgrund der Regenfälle Hochwasser, 8. Juli.
Der Ticino führt aufgrund der Regenfälle Hochwasser, 8. Juli.
Bild: keystone

Unwetter in der Schweiz bringt Regen, Schnee und Steinschlag – aber es gibt auch Good News

Die ergiebigen Niederschläge in den letzten Tagen haben die Hochwasserlage in der Schweiz verschärft. In den letzten drei Tagen gab es gebietsweise mehr Niederschlag als im ganzen Monat Juli. Der Überblick.
09.07.2021, 09:2709.07.2021, 16:18

Ostschweiz

Verschärft hat sich die Hochwasserlage namentlich in der Ostschweiz. Nach den teils intensiven Regenfällen sind am Freitagmorgen die Fuss- und Radwege am Rhein bei St.Margrethen vorsorglich gesperrt worden.

Das teilte die Internationale Wasserwehr am Alpenrhein mit. Auf der Schweizer Seite des Rheins betrifft die Sperrung der Vorländer den Abschnitt ab Rheinbrücke Wiesenrain bei Widnau bis St.Margrethen Bruggerhorn. Auf der österreichischen Seite ist die Strecke ab Rheinbrücke Wiesenrain bei Lustenau bis Bodensee betroffen.

Wegen dem vielen Regen der letzten Tage hat sich die Hochwassergefahr schweizweit erhöht. Laut SRF Meteo gab es gebietsweise mehr Niederschlag als im ganzen Monat Juli.

Die Bevölkerung wird gebeten, sich nicht in der Nähe des Rheins aufzuhalten, um einen möglichen Einsatz der Einsatzkräfte nicht zu behindern. Auch aus Gründen der persönlichen Sicherheit sollen Rheindämme, Vorland und insbesondere die Innenwuhre gemieden werden.

Auch die Thur und die Sitter führen Hochwasser. Es muss laut Alert Swiss mit Überschwemmungen gerechnet werden. Die Polizei ruft dazu auf, die betroffenen Gebiete zu meiden.

Basel

In der Nacht auf Freitag ist auf dem Rhein in Basel die Hochwassermarke IIa überschritten worden. Damit sind die Schifffahrt und der Fährbetrieb auf dem Rhein zwischen Rheinfelden AG und der Schleuse in Kembs (F) bis auf Weiteres eingestellt.

Am Freitagmorgen ist der Pegelstand bei Basel Rheinhalle auf 850 Zentimeter angestiegen, womit die für die generelle Sperrung der Schifffahrt massgebliche Hochwassermarke IIa klar überschritten wurde, wie den Pegelstandinformationen der Schweizerischen Rheinhäfen zu entnehmen ist. Gemäss Wasserstandsvorhersage des Bundesamts für Umwelt dürfte sich die Hochwasserlage erst im Verlauf des Samstags wieder beruhigen.

Bern

Doch auch im Berner Oberland hat es wie aus Kübeln gegossen. Im Bahnverkehr zwischen Brienz und Meiringen kommt es laut SBB zu Einschränkungen. Es ist mit Verspätungen und Zugausfällen zu rechnen. Derzeit ist offen, wie lange die Einschränkungen dauern.

Wallis

Unterbrochen ist die Matterhorn Gotthard Bahn. Betroffen sind die Strecken zwischen Oberwald und Ulrichen, zwischen St.Niklaus und Täsch sowie zwischen Visp und Täsch. Grund dafür sind Unwetterschäden. Es kommt zu Verspätungen.

In Oberwald kam es zu einem Erdrutsch, berichtet «Radio Rottu Oberwallis»:

Innerschweiz

Auf der Axenstrasse ereignete sich am Donnerstagabend ein Steinschlag. Zwischen Flüelen und Sisikon im Kanton Uri musste die Axenstrasse gesperrt werden. Die Überwachungsinstrumente stellten gegen 20 Uhr Geländebewegungen im Bereich «Gumpisch» fest.

Am Freitagmorgen gab das Bundesamt für Strassen bekannt, dass die Axenstrasse wieder durchgehend befahrbar sei. Die Strasse sei unversehrt geblieben.

Aargau

Eine Unwetterwarnung via Alert Swiss hat auch der Kanton Aargau erlassen. In Vordemwald muss mit Überschwemmungen gerechnet werden. Die Polizei warnt davor, in den vom Hochwasser betroffenen Regionen in Keller oder Tiefgaragen zu gehen und mit dem Auto oder Velo durch überflutete Strassen zu fahren.

Wo es am meisten geregnet hat

Am meisten Niederschlag fiel in den letzten drei Tagen im Tessin, aber auch in weiten Teilen der Kantone Uri, Graubünden und Glarus. In Faido erreichten die Regenmengen laut SRF Meteo 178 Millimeter, in Gütsch Andermatt 158 Millimeter und in Trun GR 135 Millimeter.

Doch auch in Elm GL, Urner Boden, Oberiberg SZ, Adelboden und Vevey waren es noch mehr als 100 Millimeter. Im Süden hat unterdessen laut SRF Meteo der grosse Regen aufgehört. Und auch im Norden trocknet es im Laufe des Freitagmorgens ab.

Schnee bis auf 2000 Meter

Wie MeteoNews weiter twittert, gab es seit Donnerstagabend aber nicht nur Regen, sondern vereinzelt auch Schnee bis auf 2000 Meter. So wurde beispielsweise die SAC Albert-Heim-Hütte in den südlichen Urner Alpen weiss.

Die gute Nachricht

Gemäss SRF Meteo ist zumindest vom Wetter her das Schlimmste überstanden. Lediglich in der Deutschschweiz falle noch wenig Regen. Im Süden sei es ganztags sonnig bei 28 Grad.

(abi/jaw/sda)

Update folgt ...

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