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Zürich Pride Festival 2026 findet nicht statt

Zürich Pride Festival 2026 findet nicht statt

Das Zürich Pride Festival 2026 findet nicht statt. Verschiedene Sponsoren hatten die Unterstützungsgelder in den vergangenen Monaten reduziert.
18.02.2026, 04:0318.02.2026, 09:19

Der Entscheid sei an einer ausserordentlichen Generalversammlung gefallen, bestätigte der Vorstand des Vereins Zürich Pride gegenüber der Nachrichtenagentur Keystone-SDA eine Meldung von «blick.ch».

KEYPIX - People take part in the Zurich Pride parade in Zurich, Switzerland, on Saturday, June 21, 2025. (KEYSTONE/Michael Buholzer)
Der Umzug findet statt wie 2025, nicht aber das Festival. (Archiv)Bild: keystone

Der Vorstand des Vereins Zurich Pride Festival bestätigte diesen Entscheid in der Nacht auf Dienstag auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. «Blick.ch» hatte zuerst darüber berichtet. Die Absage des Festivals habe aber keinen Einfluss auf die Pride-Demo. Diese findet wie geplant am 20. Juni statt.

Gescheiterte Verkleinerungspläne

Erst am vergangenen Freitag hatte der Veranstalter der Pride verkündet, dass das Festival in diesem Jahr verkleinert würde und neu Eintritt kosten solle. Neu sollte die Veranstaltung in einem «besser planbaren Rahmen» auf dem Turbinenplatz im Kreis 5 stattfinden und nicht mehr wie bislang auf der Landiwiese am Zürichsee.

Damit wollten die Veranstalter mehr Planungssicherheit schaffen und die Liquidität stabilisieren. Der hinter dem Anlass stehende Verein sollte langfristig finanziell stabiler und unabhängiger werden. Denn: Verschiedene grosse Unternehmen hatten zuletzt ihr Sponsoring für die Pride in Zürich und anderen Städten reduziert oder ganz beendet.

People take part in the Pride parade in Zurich, Switzerland, on Saturday, June 21, 2025. (Michael Buholzer/Keystone via AP)
Switzerland Pride Parade
An der Pride-Demonstration ziehen jeweils Zehntausende durch die Stadt Zürich.Bild: keystone

Doch beschlossen waren diese Pläne noch nicht, die Vereinsmitglieder mussten an der ausserordentlichen Generalversammlung vom Dienstagabend erst darüber abstimmen. Und sie entschieden anders: Die Pride wird in diesem Jahr ohne das Festival stattfinden. Details zu diesem Entscheid stehen noch aus; der Verein stellte weitere Informationen in Aussicht.

Kleineres Budget

Im Vorfeld der Pride 2025 gaben die Veranstalter bekannt, dass sie durch die verlorenen Sponsoren auf rund 150'000 Franken verzichten mussten. Das Budget der Veranstaltung lagt bei 1,1 Millionen Franken. Um das Problem der fehlenden Gelder abzufedern, verzichtete das Organisationskomitee im vergangenen Jahr unter anderem auf grosse internationale Musik-Acts und mietete günstigere Zelte.

An der Pride-Demonstration ziehen jeweils Zehntausende durch die Stadt Zürich. Die Zürcher Pride gibt es seit über 30 Jahren. Sie gilt als bedeutendste LGBTQIA+-Veranstaltung der Schweiz. (sda)

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Raketenwissenschaftler
18.02.2026 07:05registriert Januar 2023
Umzug und Party finden ja weiterhin statt, bloss das Festival fällt weg. Nicht aus gesellschaftlich politischen Gründen, sondern einfach aus betriebswirtschaftlichen Gründen durch die Veranstalter abgesagt. Scheinbar hat der Umsatz nicht gestimmt.
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Fritz_Forelle
18.02.2026 07:27registriert März 2022
Den Grosskonzernen die die Anlässe mit Spenden ermöglicht haben, ist es egal ob sie ein Regenbogen Shirt, oder ein „Go woke Go Broke“ Shirt verkaufen. Die machen da mit, wo es den grössten Gewinn zu holen gibt.
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ray7
18.02.2026 06:53registriert Oktober 2020
Gleichberechtigung darf kein kurzfristiger Trend sein. Im Kern ging es bei der Pride um Selbstachtung, Sichtbarkeit und Schutz vor Diskriminierung – hier ist in den letzten Jahren mMn viel erreicht worden. Gegner und Kritiker wird es es immer geben. Gleichzeitig entstand aber auch der Eindruck, dass Tempo und Ton der Debatte zunehmend fordernd wirkten. Eine gewisse gesellschaftliche Ermüdung ist mMn spürbar. Wenn Diskussionen stark moralisierend wahrgenommen werden, führt das irgendwann eher zu Abwehr als zu Dialog – was sich teils womöglich auch in Sponsorenrückzügen zeigt.
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