Schweiz
Zürich

Diebischer Päckli-Bote steht in Zürich vor Bezirksgericht

Diebischer Päckli-Bote steht in Zürich vor Gericht

19.12.2023, 06:5019.12.2023, 06:50

In Zürich muss sich heute Dienstag ein diebischer Päckli-Bote vor dem Bezirksgericht verantworten. Der 36-Jährige hatte 43 Päckli aufgerissen und den Inhalt verkauft oder in seine Heimat geschickt. Meist handelte es sich um elektronische Geräte.

21.12.2022, Mecklenburg-Vorpommern, Gro
Der 36-Jährige hatte 43 Päckli aufgerissen (Symbolbild).Bild: keystone

Der Bosnier war für einen Kurierdienst tätig, der im Auftrag der Post Pakete im Grossraum Zürich ausfuhr. Der Gesamtwert der ergaunerten Geräte beträgt laut Anklageschrift über 100'000 Franken. Meist hatte er es auf Fernseher abgesehen, aber auch eine Kaffeemaschine, ein Stromgenerator und zwei Velos waren darunter.

Die Staatsanwaltschaft will ihn wegen gewerbsmässigen Diebstahls und mehrfacher Verletzung des Post- und Fernmeldegesetzes verurteilt sehen. Dazu kommen gemäss Anklage weitere Delikte wie ein überladener Lastwagen, wobei er Gefahrengut nicht richtig sicherte, Fahren unter Drogeneinfluss sowie Drogenbesitz.

Die Anklage fordert eine bedingte Freiheitsstrafe von 15 Monaten und dazu einen Landesverweis von 5 Jahren. (sda)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Schenken an Weihnachten ist überflüssig – Knackeboul rantet über Päckli
Video: watson
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
13 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Die beliebtesten Kommentare
avatar
insert_brain_here
19.12.2023 09:46registriert Oktober 2019
Ist es nicht grossartig wie die Post ihre Kosten senkt und gleichzeitig die Servicequalität erhöht indem sie Aufgaben an Subunternehmen auslagert?
/s
483
Melden
Zum Kommentar
avatar
Geralt von Riva
19.12.2023 06:54registriert Mai 2021
Der Klaut ernsthaft über 100'000 Franken und muss dafür nicht einmal einen Tag in den Knast. Ok jetzt fange sogar ich an von Kuscheljustiz zu sprechen.
381
Melden
Zum Kommentar
avatar
Bratnix
19.12.2023 09:08registriert September 2021
Er ist wohl nicht der einzige Päcklidieb. Es scheint auch ein Päcklidieb im Raum Winterthur zu geben. Mir ist dieses Jahr ein grosses Paket mit einem neuen Drucker gestohlen worden. Ich gehe stark davon aus, dass das Paket gar nie bei mir angekommen ist oder durch einen Komplizen des Post-Kurriers gestohlen wurde. Der Händler hat den Schaden glücklicherweise anstandslos ersetzt.
312
Melden
Zum Kommentar
13
Berghütten sind oft ausgebucht und bleiben doch leer – SAC fordert neue Geldregel
In den Hütten des Schweizer Alpenclubs gehören kurzfristige Absagen und Nichterscheinen zum Alltag. Der SAC prüft deshalb aktuell eine Reservationsgebühr, die diese Unsitte eindämmen soll.
Es war eines dieser Wochenenden in den Alpen, an denen das Wetter zu gut angekündigt ist, um zu Hause zu bleiben. Aber irgendwie auch zu unsicher, um wirklich ins Hochgebirge aufzubrechen. Ein Alpinist entschied sich an einem Montag dennoch für eine Reservierung in der Läntahütte für ein verlängertes Wochenende: besser bei schlechtem Wetter in der Hütte sitzen als bei Sonnenschein zu Hause auf der Couch.
Zur Story