Giraffenbulle Obi im Zoo Zürich eingeschläfert
Giraffenbulle Obi ist gestorben. Das gab der Zoo Zürich am Mittwoch bekannt. Das Tier befand sich seit dem 17. April in tierärztlicher Behandlung. Damals wurde festgestellt, dass Obi sein rechtes Vorderbein nicht mehr richtig belasten konnte. Wie es zur Verletzung gekommen war, blieb unklar.
In der Folge wurde gemäss dem Zoo versucht, den Giraffenbullen zu kurieren. Als Sofortmassnahme seien ihm schmerzstillende sowie entzündungshemmende Medikamente verabreicht worden. Zudem wurde ihm Boxenruhe verordnet.
Trotz weiterer Behandlung gelang es dem Zoo nicht, die Verschlechterung des Zustandes zu verhindern. Obi sei es immer schlechter gegangen. So habe er sich hingelegt und es in der Folge nicht mehr geschafft, selbst aufzustehen. Nach weiteren Behandlungsversuchen habe man sich deshalb entschlossen, das Tier einzuschläfern. Bei einer anschliessenden Untersuchung sei eine schwere Beinverletzung festgestellt worden.
Der Zoo Zürich schreibt, dass Giraffen bei Beinverletzungen besonders schwierige Patienten seien. Wegen des hohen Gewichts sowie den langen Beinen seien Verletzungen an den Extremitäten besonders gravierend, wenn es um die Stabilität geht. Auch das Hinlegen tut Giraffen nicht gut, weil sie dadurch etwa Kreislaufproblemen, Druckstellen sowie Muskel- und Nervenschäden bekommen können. Auch Operationen seien schwierig, da Vollnarkosen für Giraffen mit einem grösseren Risiko verbunden sind.
Giraffenbulle Obi war erst seit Oktober 2025 im Zoo Zürich. Er war als Zuchtbulle vorgesehen. Obi traf auf drei Weibchen. Vier Jahre hatte der Zoo zuvor auf einen Bullen warten müssen. Dies auch, weil Giraffen in den Zoos des europäischen Erhaltungszuchtprogramms (EEP) kaum gezüchtet worden seien. Wann und ob es einen neuen Zuchtbullen geben wird, ist offen. (dab)
