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Sie sind noch immer wahnsinnig gut, Zeichen der Abnützung sind aber zu sehen. bild: screenshot Amazon.com

Nach 5 Folgen «Grand Tour» ist es Zeit für ein positives Fazit und ein paar Sorgenfalten 



«The Grand Tour» war im Jahre 2016 die sehnsüchtigst erwartete TV-Sendung der Welt. Kein Wunder, war der legitime Vorgänger «Top Gear» mit 350 Millionen Zuschauern doch die TV-Sendung mit den meisten Zuschauern der Welt. Doch was ist nach fünf Folgen «Grand Tour» von der Euphorie geblieben? Einiges! Aber nicht alles.

Wir stellen fest: «The Grand Tour» von Amazon ist der erwartete eigentliche Nachfolger von «Top Gear» der BBC: Die Herausforderungen à la «Kauft euch mit 1000 Euro einen PKW und bastelt daraus einen funktionsfähigen Flugzeugträger» sind geblieben, die Reisen in exotische Länder sind geblieben, die dummen Sprüche sind geblieben, die Sympathiewerte der Moderatoren sind geblieben, die Chemie zwischen den Moderatoren – und das ist der wichtigste Punkt – ist geblieben. «Top Gear»-Fans bekommen genau das, was sie wollen. Und das ist gut so. Well done, chaps.

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Hammond und May spielen Schiffeversenken – mit echten Autos. Video: YouTube/The Grand Tour

Ausser den wenigen kosmetischen Anpassungen fällt eine Veränderung bei «The Grand Tour» allerdings besonders stark auf: der deutliche Hang zum Drehbuch.

Und das ist nicht gut so.

Die zweite Episode von «The Grand Tour» war derart verscriptet, dass man sie nur das schlechteste TV-Produkt des Moderatoren-Trios Clarkson, Hammond und May seit Jahren nennen kann. Sogar die unterirdische «Top Gear»-Folge, in der die drei eigene Ambulanzfahrzeuge basteln müssen (S22E03) und die gestellte Kanada-Reise (S22E06) waren lustiger (und deshalb besser).

Gut, kann passieren. Jeder schiesst einmal übers Ziel hinaus. Die Erwartungen sind ja auch nicht gerade tief. Und tatsächlich rehabilitierte sich «The Grand Tour» mit den nächsten drei Folgen.

Die Tendenz aber bleibt: «The Grand Tour» muss sich mit offensichtlich gescriptetem Slapstick zu helfen wissen. 

Wenn wir schon beim Thema sind: Die besten Autos im Jahre 2015/2016 (nach Jeremy Clarkson)

Dass man das Subtile dem Offensichtlichen opfert, dafür mag es viele Gründe geben. Zum Beispiel der Wechsel der Hauptzielgruppe (früher GB, jetzt USA). Weil sich der Trend aber bereits in den letzten Staffeln von «Top Gear» abzeichnete, ist etwas anderes zu befürchten: Bei den Jungs ist langsam die Luft ein bisschen raus.

Selbstverständlich ist das Klagen auf hohem Niveau, auf Weltmeisterniveau quasi. Clarkson, May und Hammond liefern auch heute noch allerbeste Unterhaltung und, oh, was habe ich in allen fünf Folgen von «The Grand Tour» gelacht.

Trotzdem kann nicht geleugnet werden, dass das Trio seine besten Zeiten hinter sich hat. Das zeigen auch die IMDB-Wertungen der einzelnen Folgen – und noch fehlt die eigentliche Hammer-Episode (à la Vietnam-Special).

Geniessen wir die drei also noch, solange sie zusammen zu sehen sind – und einigermassen lustig sind. Denn was danach kommt, stimmt nicht gerade fröhlich. Nachfolger sind weit und breit nicht in Sicht: «Top Gear» auf BBC ist nur noch eine Qual und die Generation PewDiePie muss erst noch beweisen, dass sie dazu fähig ist, etwas von demselben Format zu produzieren.

Ich stimme diesem Artikel ...

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29 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
saukaibli
20.12.2016 10:54registriert February 2014
Also ich stimme eigentlich voll und ganz zu, ausser dass die Folge mit den Ambulanzfahrzeugen schlecht gewesen sein soll. Vor allem Hammonds "Patient delivery system" hat bei mir nicht nur einen Lachanfall ausgelöst.
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Zitronensaft aufbewahren
20.12.2016 10:36registriert July 2015
Das Problem ist weniger, dass man das Skript merkt, als dass die Figuren teilweise komplett überzeichnet sind (siehe Italien-Folge).
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meliert
20.12.2016 12:46registriert August 2014
Als GROSSER Top Gear Anhänger konnte ich es kaum erwarten, dass die 3 wieder auftauchten und ihr Unwesen treiben. GT, alles soweit gut, viel besser als es die Nachfolger im TG machten. Nun das Aber; irgendwie ist es nicht mehr das Selbe, es wirkt oft etwas "gekünstelt und nicht spontan". Wie oft, läuft sich etwas aus und man kann es nicht wirklich fortsetzen... - bin gespannt was andere dazu meinen.
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