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Nashville Predators defenseman Roman Josi (59) and Florida Panthers center Nick Bjugstad (27) fight in the second period in an NHL hockey game, Tuesday, April 3, 2018, in Sunrise, Fla. (AP Photo/Joe Skipper)

Roman Josi hinterlässt in der NHL seine Spuren. Bild: AP/FR171174 AP

Analyse

Von «Okay» bis «Weltklasse» – so gut waren die Schweizer dieses Jahr in der NHL

Noch nie wurde die NHL so stark von Schweizern geprägt wie in dieser Saison. Wir haben Nico Hischier, Roman Josi, Kevin Fiala und die restlichen 10 Übersee-Legionäre in der grossen Analyse der Regular Season genau unter die Lupe genommen.



Roman Josi

75 Spiele, 14 Tore, 39 Assists

Der Berner machte in dieser Saison dort weiter, wo er letztes Jahr aufgehört hat: mitten in der Weltspitze. Josi gehörte auch dieses Jahr zu den besten Verteidigern der Liga – er befindet sich gar im erweiterten Kreis der Anwärter auf die Norris Trophy, der Auszeichnung zum besten Verteidiger. 

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Josi spielt einen Traumpass auf Arvidsson und Johansen. Video: YouTube/SPORTSNET

Die Trophäe wird sich wohl Victor Hedman schnappen. Doch Josi braucht den Vergleich mit dem Schweden von Tampa Bay nicht zu scheuen. Einzig bei der gesamten Punkteproduktion fiel er etwas ab. Betrachtet man aber die «Primary Points» (Tore und erste Assists) war Josi gar der produktivste Verteidiger der Liga.

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Die produktivsten Verteidiger der Liga nach «Primary Points». quelle: corsica.hockey; bild: watson, infogr.am

Auch die Schussstatistiken passten bei Josi. Mit ihm auf dem Eis kontrollierte Nashville die Mehrheit der Schussversuche. Und für einen Verteidiger ebenfalls wichtig: Wenn der 27-Jährige auf dem Eis stand, liessen die Predators deutlich weniger Schüsse aus gefährlichen Situationen zu als ohne ihn. 

Note: 6

Kevin Fiala

80 Spiele, 23 Tore, 25 Assists

Der erhoffte Durchbruch ist ihm dieses Jahr endlich gelungen. Fiala fehlten zwei mickrige Pünktchen, um das erste Mal in seiner Karriere die 50-Punkte-Marke zu knacken. Das ist umso erstaunlicher, da sich der Ostschweizer vor einem Jahr schwer verletzt hatte (Oberschenkelbruch). Nach nur etwas mehr als zwei Monaten stand er aber bereits wieder auf dem Eis. Fiala absolvierte eine gute Vorbereitung mit den «Preds», hatte dann aber Mühe, seine Qualitäten im Ernstkampf auszuspielen.

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Fialas Traumtor im November gegen Winnipeg. Video: YouTube/SPORTSNET

16 Spiele dauerte es, bis der 21-Jährige sein erstes Saisontor bejubeln durfte. 22 weitere Treffer sind dazu gekommen. Was die «Primary Points» betrifft, spielt der Uzwiler unter den besten Stürmern der Liga mit. Er erzielte pro 60 Minuten Eiszeit 1,63 Tore und erste Assists – damit befindet er sich ligaweit auf Rang 64 und beispielsweise noch vor John Tavares.

Schüsse der Predators mit Fiala

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Rot = mehr als Ligadurchschnitt
Blau = weniger als Ligadurchschnitt
Bild: Micah McCurdy/hockeyviz.com

Schüsse der Predators ohne Fiala

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Rot = mehr als Ligadurchschnitt
Blau = weniger als Ligadurchschnitt​
Bild: micah mccurdy/hockeyviz.com

Zudem war Fiala auch neben den Skorerpunkten äusserst produktiv. Auf der Gamescore-Skala (siehe Infobox weiter unten) war er der elftproduktivste Stürmer der NHL – vor Spielern wie Nathan MacKinnon, Taylor Hall oder Sidney Crosby. Der Flügel brachte über die rechte Seite extrem viel Gefahr, obwohl er im Vergleich zu anderen Top-Stürmern noch eher wenig Eiszeit (15:09 Minuten pro Spiel) erhielt.

Note: 5,5

Nico Hischier

80 Spiele, 20 Tore, 32 Assists

Der Nummer-1-Draft vom vergangenem Frühling hat es geschafft. Er hat sich gleich beim ersten Versuch in der NHL durchgesetzt – als jüngster Stammspieler in der NHL und Center von New Jerseys erster Linie. Er war hinter Taylor Hall der zweitbeste Skorer der Devils und hat bereits in seinem ersten Jahr die 50-Punkte-Marke geknackt und damit viele Erwartungen übertroffen.

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Hischier trifft wunderbar gegen Los Angeles. Video: streamable

Hischiers Saison war so gut durch so viele unterschiedliche Facetten, dass sie einen eigenen Artikel verdient und auch kriegen wird. Doch hier schon einmal die Kurzfassung: Bei den «Primary Points» gehört der Walliser schon jetzt zur Ligaspitze. Mit seinen 2,42 Toren und ersten Assists pro 60 Minuten Eiszeit belegt er unter den NHL-Stürmern Rang 14 und ist damit beispielsweise besser als Taylor Hall, Steven Stamkos oder Alex Owetschkin. 

Die Strafen-Bilanz von Nico Hischier

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quelle: corsica.hockey; Bild: watson, infogr.am

Zudem versteht es der 19-Jährige wie kaum ein anderer, beim Gegner Strafen zu provozieren. Durch seine Spielweise hat er in der gesamten Saison schon 35 Strafen für sein Team herausgeholt. Trotz seiner geringen Körpermassen (183 cm/80 kg) schafft Hischier es, sich im Slot auch gegen Spieler von Weltformat durchzusetzen. 

Note: 5,5

Die wichtigsten Stats, Teil 1

P/60 – Punkte pro 60 Minuten Eiszeit. Dieser Wert lässt die Punkteproduktion eines Spielers unabhängig von dessen Einsatzzeit mit anderen Spielern vergleichen.
Corsi (CF%) – Hier werden die Schussversuche (Schüsse aufs Tor, Schüsse neben das Tor, geblockte Schüsse) des eigenen Teams ins Verhältnis gesetzt mit den Schussversuchen des gegnerischen Teams, wenn der betreffende Spieler auf dem Eis steht. Die entstehende Prozentzahl gibt eine Einschätzung über den Spielanteil eines Teams. Ein Corsi-Wert von über 50 gilt als gut.
Gamescore (GS) – GameScore ist eine Statistik, die versucht, die Produktivität eines Spielers aufzuzeigen. Dabei werden verschiedenste Statistiken wie Tore, Strafen, Schüsse, Bullys oder Blocks gewichtet, um einen benennbaren Wert zu kreieren. Die Skala ist so angepasst, dass sie ungefähr der Anzahl Punkte entspricht.
Anmerkung: Diese Statistiken werden nur bei Spielsituationen von fünf gegen fünf Spielern erhoben, da Powerplay und Boxplay die Werte verfälschen würden.

micha hofer

Timo Meier

81 Spiele, 21 Tore, 15 Assists

Dem Herisauer hat man in dieser Saison den Durchbruch zugetraut – und er hat ihn geschafft. Mit 21 Treffern war er der viertbeste Torschütze der San Jose Sharks. Wäre da nicht die lange Durststrecke zu Beginn der Saison gewesen, hätte er wohl noch bessere Zahlen zu Buche stehen. 

San Jose Sharks' Timo Meier, right, celebrates with teammates after scoring against the Dallas Stars during the first period of an NHL hockey game Tuesday, April 3, 2018, in San Jose, Calif. (AP Photo/Marcio Jose Sanchez)

Timo Meier ist in der NHL angekommen. Bild: AP/AP

Meier gab bei San Jose am zweitmeisten Schüsse auf den gegnerischen Kasten ab – nur Evander Kane war noch besser. Auch sonst war er einer der produktivsten Spieler. Dem 21-Jährigen fehlen nur noch die Assists. Das könnte aber auch daran liegen, dass der Ostschweizer die ganze Saison zwischen der ersten und der dritten Linie hin und her pendeln musste und so von den Topstürmern bei San Jose am wenigsten Eiszeit (14:52 Minuten pro Spiel) erhielt. 

Note: 5

Nino Niederreiter

63 Spiele, 18 Tore, 14 Assists

Der Churer zog dieses Jahr nach der Vertragsverlängerung eine schwierige Saison ein. Gleich drei Mal musste er verletzungsbedingt pausieren. Darunter hat vor allem sein Skoring gelitten. Mit 1,4 Even-Strength-Punkten pro 60 Minuten bewegt er sich auf dem Niveau eines Zweitlinienstürmers, nachdem er die letzten Jahre immer wie ein Erstlinienstürmer produziert hat. 

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Aus diesen Positionen hat Nino Niederreiter diese Saison geschossen. Bild: hockeyviz.com/micah mccurdy

Die Powerplay-Ausbeute des Flügels ist aber auch dieses Jahr wieder überragend. Im Überzahlspiel kommt Niederreiters grosse Stärke zum Tragen: das Spiel im Slot, direkt vor dem gegnerischen Torhüter. In dieser Saison hat Niederreiter wiederum vorwiegend von dort abgeschlossen. Gewohnt stark ist auch Niederreiters Defensivspiel: Wenn der Schweizer für Minnesota auf dem Eis steht, erhalten sie deutlich weniger Schüsse auf den eigenen Kasten und weniger Tore, als wenn er nicht im Einsatz ist.

Note: 5

Denis Malgin

51 Spiele, 11 Tore, 11 Assists

Der Solothurner Stürmer zeigte bei den Florida Panthers eine äusserst solide Saison. Nachdem Malgin die Spielzeit in der AHL starten musste, durfte er sich ab Ende November 2017 regelmässig in der NHL beweisen. Meist kam er in der zweiten Linie als Flügel zum Einsatz und etablierte sich dort in den Reihen der Panthers.

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Malgin trifft gegen Colorado. Video: YouTube/SPORTSNET

Seine Zahlen waren weitgehend gut. Malgin kam auf solide Corsi-Werte. Der 21-Jährige holte für seine Mannschaft zudem immer wieder Strafen und damit Powerplay-Gelegenheiten heraus. Die elf Tore in 50 Spielen sind allerdings mit Vorsicht zu geniessen. Malgins starke Schusseffizienz liegt bei beinahe 17 Prozent – vergangene Saison waren es noch etwas mehr als fünf Prozent. Die Wahrheit dürfte wohl irgendwo dazwischen liegen.

Note: 5

Die wichtigsten Stats – Teil 2

ixGF – Individual Expected Goals For. Diese Statistik bewertet das Schussvolumen und die Qualität der Schüsse (anhand der Abschlussposition) eines Spielers. So wird die Anzahl der zu erwartenden Tore berechnet.
iSF/60 – Diese Statistik zeigt, wie oft ein Spieler aufs Tor schiesst pro 60 Minuten Einsatzzeit.
PDO – PDO ist die Addition von Schusseffizienz eines Spielers oder einer Mannschaft und der Fangquote des jeweiligen Torhüters. Da diese zwei Faktoren stark vom Glück beeinflusst werden, kann mit dem PDO beurteilt werden, ob ein Team/Spieler gerade eher glücklich oder eher mit Pech agiert. Ein PDO-Wert unter 100 gilt als Pech.
Anmerkung: Diese Statistiken werden nur bei Spielsituationen von fünf gegen fünf Spielern erhoben, da Powerplay und Boxplay die Werte verfälschen würden.

Micha Hofer

Yannick Weber

47 Spiele, 2 Tore, 3 Assists

Wie viele andere Schweizer hatte auch der Berner diese Saison so seine liebe Mühe mit Verletzungen. Weber ist aktuell bereits zum dritten Mal von einer Blessur ausser Gefecht gesetzt. Spielte er, tat er das aber gewohnt zuverlässig in seiner Rolle im dritten Verteidigungspaar bei Nashville. Gemeinsam mit Matt Irwin schaffte er es meist, das Geschehen von Nashvilles Tor fernzuhalten. Gemessen an der geringen Eiszeit, die der 29-Jährige erhält (12:03 Minuten pro Spiel), war sein Skoring zudem gar nicht so schlecht.

Note: 5

Die Stats-Übersicht der Schweizer

Sven Bärtschi

53 Spiele, 14 Tore, 15 Assists

Der Start in die Saison ist dem Langenthaler sehr gut gelungen. Er spielte in der ersten Linie mit den jungen Stürmern Bo Horvat und Brock Boeser und verzückte die Metropole im Westen Kanadas mit offensivem Feuerwerk. Doch ein zweiter Blick auf Bärtschis Produktivität zeigt: Die Saison war nicht so berauschend, wie sie auf den ersten Blick scheint.

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Bärtschi bedient Horvat mit einem herrlichen Pass. Video: streamable

Er war bei seinen Toren und Assists stark von Boeser und Horvat abhängig. Wurde der 25-Jährige in einer anderen Linie eingesetzt, brach seine Produktion ein. Schlimmer noch: Boeser und Horvat produzierten ohne Bärtschi besser als mit ihm, obwohl sie weniger Starts im Offensivdrittel erhielten. Kommt erschwerend hinzu, dass die Saison des Flügels nach einer zweiten Verletzung vorzeitig beendet ist. Der Schweizer konnte sich in der zweiten Hälfte der Spielzeit also nur noch selten beweisen.

Die Zahlen von Boeser/Horvat

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Mit Bärtschi spielten die beiden 330 Minuten, ohne Bärtschi 118 Minuten. quelle: naturalstattrick.com; bild: watson, infogr.am

   

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quelle: naturalstattrick.com; bild: watson, infogr.am

Bärtschis Vertrag läuft im Sommer aus. Eine millionenschwere Verlängerung darf er wohl nicht erwarten. Vielleicht hat er auch mit einem neuen Vertrag keine Zukunft in Vancouver – es gibt Gerüchte, wonach der Schweizer weggetradet werden könnte.

Note: 4,5

Sven Andrighetto

50 Spiele, 8 Tore, 14 Assists

Die Saison des Zürchers verlief ähnlich wie jene seines Namensvetters Sven Bärtschi. Der Start gelang dem Flügel grossartig – in den ersten fünf Spielen schoss er drei Tore und gab drei Assists. Da durfte er noch mit MVP-Kandidat Nathan MacKinnon in einer Linie spielen. Doch je länger die Saison dauerte, desto mehr Mühe hatte Andrighetto. 

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Andrighetto mit einem herrlichen Tor gegen Chicago. Video: streamable

Der 25-Jährige wurde in die vierte Linie abgeschoben und sass zwischendurch gar nur auf der Tribüne. Zudem zog er sich im Dezember eine Verletzung zu, die ihn bis Anfang März ausser Gefecht setzte. Seit er wieder spielt, hat «Ghetto» bis auf einige Ausnahmen Mühe, den Tritt zu finden. Betrachtet man den Spielanteil, spielte der Flügel nicht schlecht. Er ist einer von nur vier Spielern bei Colorado mit positiven Corsi-Werten.

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Das blaue Viereck sind die Werte der Avalanche mit Andrighetto auf dem Eis, das rote Viereck die Werte ohne Andrighetto. Mit Andrighetto geben die Avalanche mehr Schüsse ab (links), schiessen aber weniger Tore und kassieren deutlich mehr Gegentreffer (rechts).  Bild: hockeyviz.com/micah mccurdy

Doch schaut man die Tordifferenz an, ist Andrighettos Bilanz verheerend: Mit ihm auf dem Eis kassieren die Avalanche pro 60 Minuten rund ein Tor mehr und schiessen beinahe eines weniger, als wenn er nicht spielt.

Note: 4

Reto Berra

5 Spiele, 92,6% Fangquote

Bei fünf Einsätzen in der NHL hat der Zürcher vier Mal überzeugt und Berra spielt seine Rolle als dritter Torhüter bei den Anaheim Ducks perfekt. Wenn es ihn brauchte, war er da. Sonst spielte er in der AHL bei den San Diego Gulls, die auf Playoff-Kurs sind, eine solide Saison (30 Spiele, 92,5% Fangquote). Die wichtigste Frage bezüglich Berra: Erhält er ein weiteres Angebot aus der NHL oder kommt er doch noch nach Fribourg und erfüllt dort seinen Vertrag?

Note: keine Bewertung möglich

Luca Sbisa

30 Spiele, 2 Tore, 12 Assists

Obwohl der Zuger mit den Vegas Golden Knights mitten in einem Hockey-Märchen steckt, war es für ihn persönlich keine einfache Saison. Zu Beginn lief es Sbisa ziemlich gut: Er wurde bei Vegas zum Mitglied des Captain-Teams ernannt und spielte in den ersten beiden Verteidigungspaaren eine wichtige Rolle. Doch dann kamen – einmal mehr in seiner Karriere – die Verletzungen.

Vegas Golden Knights defenseman Luca Sbisa (47) and Calgary Flames center Matthew Tkachuk reach for the puck during the second period of an NHL hockey game Wednesday, Feb. 21, 2018, in Las Vegas. (AP Photo/Isaac Brekken)

Luca Sbisa im Einsatz für Vegas. Bild: AP/FR159466 AP

97 Tage oder 52 Spiele fiel Sbisa in dieser Saison wegen diversen Blessuren aus. Auf die Playoffs hin soll er dann sein Comeback geben. Als defensiver Schwerstarbeiter. Die Zahlen des 28-Jährigen sprechen eine eindeutige Sprache.

Schüsse gegen Vegas ohne Sbisa

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Rot = mehr als Ligadurchschnitt
Blau = weniger als Ligadurchschnitt
Bild: hockeyviz.com/micah mccurdy

Schüsse gegen Vegas mit Sbisa

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Rot = mehr als Ligadurchschnitt
Blau = weniger als Ligadurchschnitt
Bild: hockeyviz.com/micah mccurdy

Wenn Luca Sbisa auf dem Eis steht, lassen die Golden Knights unglaublich viele Schüsse auf das eigene Tor zu. Der Verteidiger hat einen Corsi-Wert von 43,17 Prozent, ligaweit der neuntschlechteste Wert auf seiner Position. Dennoch kommt er auf ein positives Torverhältnis. Zudem blockt er bei Vegas von allen Verteidigern die zweitmeisten Schüsse, startet klar am meisten in der defensiven Zone und spielt häufig gegen die besten Spieler des gegnerischen Teams. Ist Sbisa nun also ein schlechter Verteidiger, weil er so viele Schüsse zulässt? Oder ist er ein cleverer Verteidiger, weil die Mehrheit der Schüsse, die er zulässt, nicht zu Gegentoren führen?

Note: 4

Mirco Müller

28 Spiele, 0 Tore, 4 Assists

Auch Mirco Müller gehört zu den verletzungsgebeutelten Schweizer NHL-Söldnern. Zwischen Mitte November und Anfang Februar fiel der junge Verteidiger aus, danach musste er zwischenzeitlich auf der Tribüne Platz nehmen. Wenn Müller spielte, machte er seine Sache allerdings ordentlich. Vor seiner Verletzung hatte er gemeinsam mit Will Butcher in einem Spiel Edmontons Superstar Connor McDavid komplett den Schneid abgekauft.

Schüsse gegen New Jersey ohne Müller

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Rot = mehr als Ligadurchschnitt
Blau = weniger als Ligadurchschnitt
Bild: hockeyviz.com/micah mccurdy

Schüsse gegen New Jersey mit Müller

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Rot = mehr als Ligadurchschnitt
Blau = weniger als Ligadurchschnitt
Bild: hockeyviz.com/micah mccurdy

Und auch jetzt hat er den Tritt langsam aber sicher wieder gefunden. Der 23-Jährige hat insbesondere seine rechte Verteidigungsseite gut im Griff und lässt dort nur wenige Schüsse zu. Müller ist zudem sehr sicher mit der Scheibe und leistet sich kaum Puckverluste. Sein bis dahin grösstes Manko sind die fehlenden Skorerpunkte. Da darf man wohl noch eine Steigerung erwarten.

Note: 4,5

Dean Kukan

11 Spiele, 0 Tore, 4 Assists

Das Highlight für den Zürcher in dieser Saison dürfte der neue Vertrag sein, den er von Columbus erhielt. Sonst war es für Kukan ein Geduldsspiel. Bis Ende Januar musste er auf einen NHL-Einsatz warten. Und als er sich endlich in der Verteidigung der Blue Jackets etabliert hatte, zog er sich eine Verletzung zu.

Buffalo Sabres center Sam Reinhart (23) pursues as Columbus Blue Jackets defenseman Dean Kukan (46), of the Czech Republic, looks to pass the puck up ice during the first period of an NHL hockey game, Friday, April 8, 2016, in Buffalo, N.Y. (AP Photo/Gary Wiepert)

Dean Kukan im Einsatz für Columbus. Bild: AP/FR170498 AP

Die Zahlen stellen Kukan in den absolvierten Spielen ein sehr gutes Zeugnis aus. Allerdings ist der Datensatz zu klein, um eine gesicherte Aussage zu machen. Der 24-Jährige wird sich in den Playoffs und nächste Saison auf ein Neues beweisen müssen.

Note: keine Bewertung möglich

Notenskala

6 = Weltklasse
5.5 = Sehr gut
5 = Gut
4,5 = Okay
4 = Genügend​

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    Alle Leser-Kommentare
  • släppschött 09.04.2018 17:33
    Highlight Highlight Nici Hischier ist in seinem Jahrgang der Spieler mit den meisten Skorerpunkten in der NHL alle 6 Rookies vor im sind zum Teil deutlich älter als er. Hinzu kommt dass er bei den Devils auf der Skorerliste die Nummer 2 bist....wenn das nicht weltklasse ist!?!?
    Die Watson Definition von Note 6 = Weltklasse wurde hier wohl nicht konsequent angewendet...
  • Al Paka 09.04.2018 15:42
    Highlight Highlight Wie sieht es eigentlich bei den «Primary Points» aus, zählen auch nur Punkte bei 5vs5?
    • Adrian Buergler 09.04.2018 15:49
      Highlight Highlight @Al Paka: In diesem Fall sind die auch nur bei 5vs5, ja.
    • Al Paka 09.04.2018 16:06
      Highlight Highlight Danke Adrian ☺️
  • SanRemo7 09.04.2018 15:39
    Highlight Highlight Bei der Stats-Übersicht, bin ich über Bärtschi gestolpert, da hat sich wohl was verschoben, sonst wäre er mit 15 Toren und 29 Assists in 14 Spielen ein Kandidat fürs All-Star-Game... :)
    • Adrian Buergler 09.04.2018 15:51
      Highlight Highlight @SanRemo7: Ja, da bin ich in den Spalten verrutscht. Merci für den Hinweis!
  • MPP 09.04.2018 13:32
    Highlight Highlight Endlich fangen die richtigen Playoffs an!
  • Connor McJesus 09.04.2018 13:02
    Highlight Highlight Wenn Bärtschis Vertrag im Sommer ausläuft, wird er wohl kaum noch getradet.
    • Al Paka 09.04.2018 13:29
      Highlight Highlight Da er wohl RFA ist, könnte es sehr gut möglich sein, dass ein Team das ihn will, einen Trade eingeht.
      Da sie dann die Rechte an ihm haben und dann in Ruhe mit ihm verhandeln kann. Wird er Freeagent könnten ihm jedes Team eine Offerte machen.
      Bei einem Trade wäre der Gegenwert natürlich nicht sehr hoch. 😉
    • Connor McJesus 09.04.2018 16:12
      Highlight Highlight Stimmt, habe nicht daran gedacht, dass er RFA ist.
      Allerdings halte ich es auch in diesem Fall für unwahrscheinlich, ausser natürlich, ein Team will ihn unbedingt.
    • Adrian Buergler 09.04.2018 17:07
      Highlight Highlight Ein möglicher Trade Bärtschis wurde durch einige vancouver-basierte Journalisten aufgeworfen. Allerdings halte ich es – spätestens seit dem Rücktritt der Sedin-Twins – doch auch für eher unwahrscheinlich.
    Weitere Antworten anzeigen
  • piranha 09.04.2018 12:18
    Highlight Highlight Eines verstehe ich nicht. Über Nico Hischier, beispielsweise, steht im Artikel ausschliesslich Positives. Wieso kriegt er dann "nur" die Note 5.5? Wie kommt der Abzug zustande?
    • Adrian Buergler 09.04.2018 12:30
      Highlight Highlight Das stimmt, das kann natürlich verwirrend wirken. Einige kleine «Mängel» gibt es schon noch bei Hischiers Saison, beispielsweise seine geringe Produktion im Powerplay. Allerdings überwiegt das Positive, weshalb dieses erwähnt wird.

      Zudem glauben wir, dass Hischier noch immer einiges an Steigerungspotential hat. Früher oder später wird er sich die Note 6 abholen.
    • eye love two hockey 09.04.2018 13:51
      Highlight Highlight Für eine 6 müsste er wohl absoluter Favorit auf den Calder sein.. Ist er aber nicht. Das mit dem Powerplay hat er seinem Coach zu verdanken.. Mit diesen Mitspielern, mit welchen er diese Saison die 2. Formation gebildet hat, möchte ich auch kein Powerplay spielen in der NHL. Ansonsten wären wohl ~65 Punkte nicht ganz abwegig gewesen. Soweit spielt er eine ganz starke Rookie-Saison, welche er mit einem guten Playoffrun noch krönen kann. Finde es grenzt fast an Rufmord, wenn ihm der Ref im letzten Qualispiel noch so einen unsäglichen embellishment-call reindrückt. Hätte fast kotzen können🤢🤢🤢
    • MPP 09.04.2018 14:04
      Highlight Highlight @Hayek1902 6+++ 😉
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