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Analyse

NHL: Das kannst du 2022/23 von Josi, Fiala, Hischier und Co. erwarten

Zwei Captains und ein Rückkehrer: Nico Hischier, Denis Malgin und Roman Josi gehen mit unterschiedlichen Voraussetzungen in die neue Saison.
Zwei Captains und ein Rückkehrer: Nico Hischier, Denis Malgin und Roman Josi gehen mit unterschiedlichen Voraussetzungen in die neue Saison.Bild: imago, keystone, shutterstock
Analyse

Folgt die Bestätigung? Was du diese NHL-Saison von Josi, Hischier und Co. erwarten kannst

Das Schweizer NHL-Kontingent wird zum zweiten Mal in Serie kleiner – dafür aber auch schlagkräftiger.
05.10.2022, 11:4011.10.2022, 13:13

Die letzte NHL-Saison war aus Schweizer Sicht die beste der Geschichte. Roman Josi skorte beinahe 100 Punkte. Kevin Fiala knackte die 80-Punkte-Marke, Meier kratzte ebenfalls daran und auch Nico Hischier spielte so gut wie noch nie. Sie profitierten auch davon, dass es in der besten Eishockeyliga der Welt so viele Tore gab wie seit 1995/96 nicht mehr. Ob das dieses Jahr wieder ähnlich sein wird, lässt sich schwer sagen. Ich habe meine Prognosen jedenfalls auf einen leichten Rückgang der Torflut getrimmt.

Roman Josi

Letzte Regular Season: 80 Spiele, 23 Tore, 73 Assists

Vier mickrige Pünktchen haben Roman Josi am Ende gefehlt, um die schier ungreifbare Schallmauer von mehr als 100 Sko-rerpunkten zu durchbrechen – als Verteidiger wohlgemerkt. Die letzte Saison des Captains der Nashville Predators hatte definitiv historische Ausmasse. Nur sieben andere Verteidiger schafften es in der über 100-jährigen Geschichte der NHL gleich viele oder mehr Punkte zu holen. Es sind absolute Legenden wie Bobby Orr, Paul Coffey oder Bryan Leetch.

Die besten Aktionen von Roman Josis letzter Saison.Video: YouTube/SPORTSNET

Für Josi war die letzte Saison zudem der Beweis, dass er es auch ohne Ryan Ellis als Verteidigungspartner kann. Der Kanadier hatte in Philadelphia mit Verletzungen zu kämpfen, während Josi brillierte, egal, wer an seiner Seite spielte. Was in den vorherigen Jahren bereits die Regel war, galt 2021/22 noch mehr: Ohne Roman Josi kommt von Nashville offensiv wenig bis gar nichts. Wenn es um eine Prognose geht, können damit fast die gleichen Aussagen wie vor einem Jahr verwendet werden.

Was für eine erfolgreiche Saison spricht:

  • Roman Josi ist der Dreh- und Angelpunkt im Spiel der Nashville Predators. Er wird die meiste Eiszeit erhalten, er wird im ersten Powerplay spielen und auch dieses Jahr einer der besten, wenn nicht der beste Spieler der Mannschaft sein.
  • Es gibt keinen Verteidiger in der NHL, der besser darin ist, die Scheibe kontrolliert in die Offensivzone zu tragen. Das gute Skating und die Scheibenkontrolle sind die Basis seines Spiels.
Die Nashville-Offensive mit Josi auf dem Eis (je mehr Rot, desto besser).
Die Nashville-Offensive mit Josi auf dem Eis (je mehr Rot, desto besser).Bild: hockeyviz.com/micah blake mccurdy
Die Nashville-Offensive ohne Josi auf dem Eis (je mehr Blau, desto schlechter).
Die Nashville-Offensive ohne Josi auf dem Eis (je mehr Blau, desto schlechter).Bild: hockeyviz.com/micah blake mccurdy
  • Die Preds sind verglichen mit der letzten Saison eher nochmals besser geworden. Nino Niederreiter ergänzt die Top-6, von den Jungen Tanner Jeannot, Philip Tomasino und Eelvi Tolvanen wird der nächste Schritt erwartet. Davon profitiert auch Josi als Offensivverteidiger.

Was gegen eine erfolgreiche Saison spricht:

  • Eine Saison der Bestätigung ist immer schwierig. Hat Josi das Offensivspiel für Verteidiger nachhaltig auf eine neue Ebene gehoben? Oder war es ein einmaliger Ausreisser nach oben?
  • Waren die guten Saisons von Matt Duchene und Filip Forsberg ebenfalls nur eine einmalige Sache? Falls ja, droht auch Josis Produktion entsprechend einzubrechen.

Prognose: 18 Tore, 54 Assists

Kevin Fiala

Letzte Regular Season: 82 Spiele, 33 Tore, 52 Assists

Neues Team, altes Glück? Für Kevin Fiala hatte es aufgrund der finanziellen Situation keinen Platz mehr bei den Minnesota Wild. Der Ostschweizer Stürmer schloss sich deshalb den LA Kings an, die ihn mit einem hochdotierten (und hochverdienten) Vertrag über sieben Jahre bei einer Lohnsumme von 7,87 Millionen pro Saison ausstatteten.

Alle 33 Tore von Kevin Fiala in der letzten Saison. Video: YouTube/SportsKid 712

In Los Angeles erhält Fiala nicht nur die finanzielle Wertschätzung, die er verdient, sondern auch die Rolle, die er sich schon lange erhofft, in einer Top-Sturmlinie mit ähnlich guten Mitspielern. Über die letzten drei Saisons hat sich der 26-Jährige stets verbessert und durchschnittlich 0,91 Punkte pro Spiel gesammelt. Letzte Saison war er zudem erstmals kein unterdurchschnittlicher Spieler mehr in der eigenen Zone.

Was für eine erfolgreiche Saison spricht:

  • Kevin Fiala war über die letzten drei Jahre stets ein Spieler, der ungefähr einen Punkt pro Spiel gesammelt hat.
  • Die LA Kings waren eine Wunschdestination für den Schweizer. Er wird sich dort ziemlich sicher wohlfühlen.
  • Fiala wird bei den Kings mit Anze Kopitar, Viktor Arvidsson oder Adrian Kempe zusammenspielen. Bei Minnesota hatte er ausser im Powerplay nie so gute Mitspieler.
  • Die LA Kings zelebrieren ein temporeiches Spiel. Das wird Fiala in die Karten spielen.

Was gegen eine erfolgreiche Saison spricht:

  • Egal, ob in Nashville oder Minnesota: Kevin Fiala tat sich in den ersten Wochen an einem neuen Ort oft schwer. Ein langsamer Start in LA könnte eine Blockade auslösen.
  • Mit dem neuen, teuren Vertrag steht Fiala auch unter Druck, entsprechend zu liefern.

Prognose: 27 Tore, 48 Assists

Nico Hischier

Letzte Regular Season: 70 Spiele, 21 Tore, 39 Assists

Wie viele andere NHL-Schweizer hat Nico Hischier die beste Saison seiner Karriere hinter sich. Das ist insofern nicht überraschend, weil sowohl 2019/20 als auch 2020/21 extreme Seuchenjahre waren für den Walliser. Er war entweder mit der gesamten Mannschaft in einem extremen Formtief oder stets verletzt oder krank mit Covid-19. Die letzte Saison war er erstmals wieder komplett gesund und spielte nach einem langsamen Start stark auf. In der zweiten Saisonhälfte skorte er praktisch einen Punkt pro Spiel.

Was die Saison von Hischier so stark machte, war aber nicht nur die Punkteproduktion. Der Captain der New Jersey Devils war auch endlich das, was man sich beim Draft von ihm versprach: ein guter Zweiweg-Center. Hischier hatte teamintern (Verteidiger inklusive) bei den Devils die drittbesten Defensivwerte.

Der Einfluss von Nico Hischier ist in beiden Zonen positiv. Mit ihm auf dem Eis kreieren die Devils mehr Expected Goals (mehr Rot oben) und lassen in der eigenen Zone weniger Expected Goals zu (mehr B ...
Der Einfluss von Nico Hischier ist in beiden Zonen positiv. Mit ihm auf dem Eis kreieren die Devils mehr Expected Goals (mehr Rot oben) und lassen in der eigenen Zone weniger Expected Goals zu (mehr Blau unten).Bild: hockeyviz.com/micah blake mccurdy

Was für eine erfolgreiche Saison spricht:

  • Die Devils sind eine Mannschaft auf dem Vormarsch. Hischier wird genau wie seine oft noch jüngeren Teamkollegen immer besser. Bessere Mitspieler sind immer auch mit besseren Resultaten verbunden.
  • Nach zuletzt schwierigen Zeiten hat Nico Hischier in der zweiten Saisonhälfte das Selbstvertrauen wiedergefunden und sein wahres Potenzial (einen Punkt pro Spiel) gezeigt.
  • Hischier wird sich auch als Zweiweg-Center weiter steigern.
  • Letztes Jahr hatte New Jersey eines der schlechtesten Powerplays der Liga. Nun haben Hischier und Co. einen neuen Special-Teams-Coach. Mit einem besseren Powerplay wird auch Hischier seine Punkteausbeute steigern können.
Nico Hischier zeigt gegen Dallas, wie es aussieht, wenn er das Spieldiktat übernimmt.Video: YouTube/Devils Fan

Was gegen eine erfolgreiche Saison spricht:

  • Die New Jersey Devils werden in der schwierigen Metropolitan Division weiterhin eines der hinteren Teams sein. Hischier muss gegen harte Konkurrenz bestehen.
  • Hischier hatte in den letzten Jahren oft Pech mit Verletzungen – und wird auch diese Saison den Start wohl verpassen. Der Walliser zog sich in einem Testspiel eine Verletzung am hinteren Oberschenkel zu.

Prognose: 20 Tore, 38 Assists

Timo Meier

Letzte Regular Season: 77 Spiele, 35 Tore, 41 Assists

In den letzten paar Spielen verpasste Timo Meier vergangene Saison noch die Marke von einem Punkt pro Spiel – ein Tor oder Assist fehlte dem Appenzeller. Dennoch war der Stürmer mit Abstand der beste Skorer der San Jose Sharks, zwölf Punkte vor Logan Couture, der noch fünf Spiele mehr absolvierte.

Timo Meier trifft fünfmal in einem Spiel.Video: YouTube/zenzyFX

Den Sharks droht als Mannschaft erneut eine schwierige Saison. Drei Jahre in Serie haben sie nun die Playoffs schon nicht mehr erreicht und der Kern der Mannschaft wird nicht jünger. Wenn die Kalifornier in der Pacific Division bestehen wollen, muss Meier wieder eine ähnliche Saison zeigen. Aber auch für den Schweizer Stürmer steht etwas auf dem Spiel: Sein Vertrag läuft im Sommer aus. Die Sharks sind derzeit gefangen im Rebuild-Limbo. Deshalb ist auch ein Meier-Trade während der Saison nicht auszuschliessen.

Was für eine erfolgreiche Saison spricht:

  • Auch wenn die Sharks zuletzt kein gutes Team mehr waren, hat Timo Meier seine Leistungen stets ziemlich konstant gebracht.
  • Trotz Schwächen im Kader ist die erste Sturmlinie der Sharks mit Center Tomas Hertl und Meier mehr als nur konkurrenzfähig.
  • Spieler zeigen in Vertragsjahren (also Saisons, in denen ihr Vertrag ausläuft) oftmals ihre besten Leistungen.
  • Die Pacific Division ist vermutlich die schwächste Division der Liga. Und die Sharks spielen gegen diese Gegner am häufigsten.

Was gegen eine erfolgreiche Saison spricht:

  • Was, wenn bei den Sharks Logan Couture und Tomas Hertl ausfallen? Dann wäre Meier plötzlich auf sich allein gestellt.
  • Coach Bob Boughner, unter dem Meier stark gereift ist, ist nicht mehr. Wie schlägt sich der Schweizer Stürmer unter dem neuen Trainer David Quinn?

Prognose: 33 Tore, 35 Assists

Nino Niederreiter

Letzte Regular Season: 75 Spiele, 24 Tore, 20 Assists

Nino Niederreiter hat ein neues Zuhause. Nach zuletzt zwei guten Saisons bei den Carolina Hurricanes hat der Churer bei seinem Freund Roman Josi in Nashville einen Vertrag über zwei Jahre unterschrieben. Dort soll er weitermachen, was er zuletzt in Carolina gemacht hat: Hart forechecken, das Spiel vom eigenen Kasten weghalten und die dreckigen Tore aus dem gegnerischen Slot schiessen. Dass Niederreiter nicht in Carolina verlängert hat, lag auch an deren finanziellen Situation und nicht etwa an mangelndem Interesse seitens der Hurricanes.

Nino Niederreiter war über die letzten drei Jahre besser als 85 Prozent aller NHL-Stürmer.
Nino Niederreiter war über die letzten drei Jahre besser als 85 Prozent aller NHL-Stürmer.Bild: evolving hockey

Was für eine erfolgreiche Saison spricht:

  • Niederreiter ist ein Spieler, der von neuen Umgebungen beflügelt wird. Das hat er bei seinen Wechseln zu Minnesota und später auch zu Carolina bewiesen.
  • Im Gegensatz zu den Hurricanes hat Niederreiter bei den Predators wieder einen Platz unter den ersten zwei Sturmlinien inne. Mehr Eiszeit, vermutlich auch im Powerplay, wird dem Stürmer helfen.
  • Niederreiter wird in Nashville kaum Schwierigkeiten haben, sich einzuleben. Er kennt Roman Josi aus der Nati, Mikael Granlund von Minnesota und Ryan Johansen aus der Juniorenliga in Portland.
Alle Tore von Niederreiters letzter Saison.Video: YouTube/Danny Royce

Was gegen eine erfolgreiche Saison spricht:

  • Ein neues Team ist immer auch ein Risiko. Es droht die Gefahr, dass Niederreiter beispielsweise mit dem System von Trainer John Hynes nicht klarkommt.
  • Niederreiter ist erst gerade 30 Jahre alt geworden. Der Leistungsabfall droht bei Powerstürmern wie ihm, die ihren Körper stark einsetzen, früher zu kommen.

Prognose: 24 Tore, 23 Assists

Pius Suter

Letzte Regular Season: 82 Spiele, 15 Tore, 21 Assists

Dass es teilweise schwierig sein kann, seine Rookie-Saison zu bestätigen, hat Pius Suter vergangenes Jahr erlebt. Der Zürcher Stürmer wechselte im Sommer 2021 von Chicago zu Detroit und konnte am neuen Ort das Spiel nicht mehr in gleichem Masse beeinflussen. Er skorte in geringerem Masse und überzeugte bei fünf gegen fünf auch in der Defensivzone weniger. Dafür entwickelte er sich zu einem regelrechten Unterzahlspezialisten.

Pius Suters erste NHL-Saison: Vorne sehr stark, hinten gut mit mitelmässigen Special Teams.
Pius Suters erste NHL-Saison: Vorne sehr stark, hinten gut mit mitelmässigen Special Teams.Bild: hockeyviz.com/micah blake mccurdy
Pius Suters zweite NHL-Saison: Vorne gut, hinten mittelmässig mit einem sehr starken Unterzahlspiel.
Pius Suters zweite NHL-Saison: Vorne gut, hinten mittelmässig mit einem sehr starken Unterzahlspiel.Bild: hockeyviz.com/micah blake mccurdy

In Detroit spielte Suter Center in der zweiten Linie und hatte im Gegensatz zu Chicago keine Stars wie Patrick Kane oder Alex DeBrincat an seiner Seite. So war die Aufgabe für den Stürmer gemessen an seiner Qualität wohl etwas zu schwierig. Nun rückt der Schweizer in einem verstärkten Red-Wings-Team wohl mindestens eine Reihe nach hinten und spielt um einen neuen Vertrag.

Was für eine erfolgreiche Saison spricht:

  • Pius Suter spielt in Detroit nach den Zuzügen von Andrew Copp und David Perron wohl nur noch in der dritten oder gar vierten Linie. Was im ersten Augenblick negativ klingt, bedeutet aber auch: tendenziell schwächere Gegenspieler. Davon kann der Zürcher profitieren.
  • Detroit ist als Team besser geworden. Davon werden alle Spieler profitieren – auch Suter.
  • Wiedersehen macht Freude. Suter könnte in Detroits dritter Linie mit Dominik Kubalik zusammenspielen. Den Tschechen kennt er bereits aus gemeinsamen Zeiten in Chicago.
  • Suter spielt um einen neuen NHL-Vertrag. In Vertragssaisons spielen viele NHL-Spieler besser als sonst.

Was gegen eine erfolgreiche Saison spricht:

  • Eine oder zwei Linien tiefer bedeutet auch etwas weniger Eiszeit. Das hat natürlich negative Auswirkungen auf die Produktion.
  • Die Konkurrenz bei Detroit ist grösser geworden. Liefert Suter nicht nach Wunsch, könnte er rasch ersetzt werden.
  • Die Atlantic Division der Red Wings ist brutal. Tampa Bay, Florida, Toronto und Boston gehören zu den Titelanwärtern. Ottawa hat sich wie Detroit verstärkt. Es warten viele schwierige Spiele auf Suter und Co.

Prognose: 15 Tore, 25 Assists

Jonas Siegenthaler

Letzte Regular Season: 70 Spiele, 1 Tor, 13 Assists

Eigentlich ist es absolut sinnlos, bei Jonas Siegenthaler die Skorerpunkte aufzuzählen, denn daran wird er nicht gemessen. Siegenthaler hat in den Jahren zuvor sein Potenzial stets angedeutet, aber vergangene Saison gelang ihm der Durchbruch.

In einer Top-4-Rolle bei New Jersey (durchschnittlich mehr als 20 Minuten Eiszeit pro Spiel) bewies er sich als einer der besten Defensivverteidiger der Liga. Kaum ein anderer NHL-Verteidiger schafft es so gut, Chancen der gegnerischen Teams zu verhindern. Das hat ihm auch die langersehnte langfristige Vertragsverlängerung eingebracht. Der Zürcher Verteidiger unterschrieb einen Fünfjahresvertrag für 3,4 Millionen jährlich, die Verlängerung startet im nächsten Sommer.

Was für eine erfolgreiche Saison spricht:

  • Siegenthaler hat sich bei New Jersey als Top-Verteidiger und Fan-Liebling etabliert. Er wird auch dieses Jahr viel Eiszeit erhalten.
  • Siegenthalers Potenzial ist klar. An der Seite von Offensivverteidigern wie Dougie Hamilton oder Damon Severson kann er sein Spiel bestens entfalten.
  • Gleiches Argument wie bei Hischier: New Jersey sollte sich als Team verbessern, davon profitiert auch Siegenthaler.

Was gegen eine erfolgreiche Saison spricht:

  • Die New Jersey Devils werden in der schwierigen Metropolitan Division weiterhin eines der hinteren Teams sein. Siegenthaler muss gegen harte Konkurrenz bestehen.
  • Der Zürcher hat bislang erst eine komplette Saison mit derart grosser Verantwortung gespielt. Ein Einbruch ist nicht restlos auszuschliessen.

Prognose: 2 Tore, 10 Assists, weiterhin einer der besten Defensivverteidiger der Liga

Philipp Kurashev

Letzte Regular Season: 67 Spiele, 6 Tore, 15 Assists

Philipp Kurashev hatte einen interessanten Sommer. Einerseits war er lange ohne neuen Vertrag für die kommende Saison, andererseits musste er aus der Ferne mitanschauen, wie die Chicago Blackhawks endgültig auf einen Rebuild umstellten und mit Alex DeBrincat und Kirby Dach die zwei besten jungen Spieler an Ottawa respektive Montreal verscherbelten.

Kurashev selbst spielte letztes Jahr eine ähnlich erfolgreiche Saison wie im Jahr zuvor mit rund 0,3 Punkten pro Spiel. Im Gegensatz zum Vorjahr konnte sich der junge Berner aber vor allem auch defensiv verbessern. Nun wird erwartet, dass der bald 22-Jährige den nächsten Schritt macht.

Was für eine erfolgreiche Saison spricht:

  • Die letzten zwei Jahre waren konstant. Kurashev ist jetzt aber in dem Alter, in dem viele junge Spieler den nächsten Schritt machen und ihr Potenzial ausschöpfen.
  • Durch die Abgänge von DeBrincat und Dach sind Plätze in Chicagos Top-6 freigeworden. Gut möglich, dass Kurashev vermehrt an der Seite von Patrick Kane spielt.

Was gegen eine erfolgreiche Saison spricht:

  • Die Blackhawks waren letzte Saison schon ein eher schwaches Team und haben noch mehr Federn gelassen. Wie wirkt sich das auf Kurashev aus?
  • Auch wenn das offiziell niemand so ausdrückt: Das eigentliche Saisonziel Chicagos ist es, möglichst weit hinten in der Tabelle zu landen, um bessere Chancen auf eine gute Draft-Position zu haben.
  • Der junge Berner hat auch Druck. Wenn er sich jetzt nicht durchsetzt, wann sonst?

Prognose: 10 Tore, 20 Assists

Janis Moser

Letzte Regular Season: 43 Spiele, 4 Tore, 11 Assists

Janis Moser hat letzte Saison für eine positive Überraschung gesorgt. Nach etwas Anlaufzeit in der AHL biss sich der junge Bieler Verteidiger gleich bei seinem ersten Versuch in der NHL fest und überzeugte als Offensivverteidiger mit 15 Skorerpunkten aus 43 Spielen. Das war der drittbeste Wert der Coyotes Verteidiger. Dieses Jahr ist in der Arizona-Verteidigung nach den Zuzügen von Troy Stecher und Josh Brown aber auch etwas grösser.

Das erste NHL-Tor von Janis Moser.Video: YouTube/First NHL Goal

Was für eine erfolgreiche Saison spricht:

  • Die Karriere von Janis Moser ist ein Steigerungslauf. Mit jeder neuen Saison wird er noch ein wenig besser. Es gibt keinen Grund zu glauben, dass dies nun aufhört.
  • Arizona ist auch dieses Jahr das auf dem Papier am schwächsten besetzte Team der Liga. Moser wird deshalb auch dieses Jahr zu seinen Spielen kommen.

Was gegen eine erfolgreiche Saison spricht:

  • Arizona ist auch dieses Jahr das auf dem Papier am schwächsten besetzte Team der Liga. Es wird schwierig sein, mit dieser Mannschaft gute Resultate zu erzielen.
  • Janis Moser muss im Trainingscamp seinen Platz aufs Neue erkämpfen. Es ist auch möglich, dass er die Saison abermals in der AHL beginnt.
  • Moser ist einer der wenigen Verteidiger bei Arizona, der nicht über Waiver muss, um in die AHL gesendet zu werden. Das macht es für Arizona leichter, ihn (vorübergehend) aus dem Kader zu streichen.

Prognose: 8 Tore, 18 Assists

Denis Malgin

Denis Malgin versucht es nach zwei Jahren in der Schweiz noch einmal in der NHL. In der National League war er ein äusserst dominanter Spieler und ist nochmals gereift. Nun versucht er sich bei den Toronto Maple Leafs aufzudrängen. Eine schwierige Aufgabe bei einer gut besetzten Mannschaft.

March 6, 2020: Toronto Maple Leafs center Denis Malgin 62 eyes a ref during stoppage time during the game between the Toronto Maple Leafs and the Anaheim Ducks at the Honda Center in Anaheim, CA, Anah ...
Denis Malgin ist zurück in Toronto.Bild: www.imago-images.de

Das Dilemma von Malgin: Um seinen Spielstil voll ausspielen zu können, müsste er in einer der zwei ersten Linien (Top-6) zum Einsatz kommen. Das ist bei Toronto mit dem Kern um Auston Matthews, Mitch Marner, John Tavares und William Nylander aber extrem schwierig. In der Vorbereitung hat Denis Malgin überzeugt. Die Chancen stehen nicht schlecht, dass er den Sprung in die Mannschaft zum Saisonstart schafft. Im Kampf darum, in den Top-6 den derzeit verletzten John Tavares zu ersetzen, scheint ihm aber Nick Robertson den Rang abgelaufen zu haben.

Prognose: Denis Malgin schafft den Sprung ins NHL-Kader der Maple Leafs

Tim Berni

Tim Berni hat letztes Jahr erstmals den Sprung nach Nordamerika gewagt und die ganze Saison beim Farmteam der Columbus Blue Jackets in der AHL, den Cleveland Monsters, verbracht. Vieles spricht dafür, dass der Zürcher Verteidiger auch diese Saison einen grossen Teil des Jahres in Cleveland verbringen wird.

CLEVELAND, OH - JANUARY 29: Cleveland Monsters defenceman Tim Berni 22 on the ice during the third period of the of the American Hockey League game between the Wilkes-Barre/Scranton Penguins and Cleve ...
Tim Berni im Trikot der Cleveland Monsters.Bild: imago images/Icon SMI

Prognose: Kann im Verlauf der Saison erstmals NHL-Luft schnuppern

Akira Schmid

Letzte Saison schrieben wir in unserer Prognose, dass Akira Schmid die ganze Saison in der AHL spielen wird. Dass dem am Ende nicht so war, lag auch am extremen Verletzungspech bei den New Jersey Devils. Sieben verschiedene Torhüter setzte die Mannschaft von Nico Hischier in der NHL ein, darunter auch Schmid. Für den jungen Berner kam der Schritt aber noch etwas zu früh, in sechs Spielen erhielt er durchschnittlich beinahe fünf Gegentreffer pro Partie. Nun soll er in der AHL – wo er gut spielte – weitere Erfahrung sammeln.

New Jersey Devils goaltender Akira Schmid skates off the ice after losing to the Dallas Stars in an NHL hockey game Tuesday, Jan. 25, 2022, in Newark, N.J. The Stars won 5-1. (AP Photo/Adam Hunger)
Ak ...
Hatte bei den New Jersey Devils zu beissen: Akira Schmid.Bild: keystone

Prognose: Verbringt die ganze Saison in der AHL (wenn alles normal läuft)

Lian Bichsel

Der jüngste Schweizer NHL-Export wurde diesen Sommer von den Dallas Stars in der ersten Runde gedraftet. Noch wird Lian Bichsel den Sprung nach Nordamerika aber nicht wagen, sondern nochmals ein Jahr bei Leksand in der schwedischen Liga spielen. Es ist möglich, dass der Verteidiger nach dem Saisonende in Europa erstmals AHL-Luft schnuppert.

MySports hat Lian Bichsel durch den Sommer begleitet.Video: YouTube/MySports

Prognose: Verbringt die ganze Saison in Schweden

(Vorerst) nicht mehr in der NHL/AHL:
Dean Kukan ist in die Schweiz zurückgekehrt und hat sich den ZSC Lions angeschlossen. Sven Bärtschi läuft neu für den SC Bern auf. Auch Tobias Geisser hat sein Nordamerika-Abenteuer in der AHL abgebrochen und ist zum EV Zug zurückgekehrt.
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