DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Wird die Schweiz Europameister? Gemäss der Simulation von Datahouse sind die Chancen gering, aber nicht inexistent.
Wird die Schweiz Europameister? Gemäss der Simulation von Datahouse sind die Chancen gering, aber nicht inexistent.Bild: keystone
Analyse

Wer hat die besten Chancen auf den Titel an der EM? Diese Simulation weiss es

Wer wird Fussball-Europameister 2020? watson hat sich mit Schweizer Datenspezialisten zusammengetan, um diese Frage zu beantworten.
11.06.2021, 11:3311.06.2021, 19:05
adrian bürgler, datahouse

Wie schon vor der Eishockey-WM hat sich watson vor der Fussball-Europameisterschaft mit den Spezialisten von Datahouse zusammengetan, einem Schweizer Expertenteam von Data-Science-Spezialisten. Das Spin-off der ETH Zürich hat eine Simulation kreiert, um den wahrscheinlichsten Europameister des Fussballspektakels vorauszusagen.

So funktioniert die Simulation:

  • In einem ersten Schritt wird die Stärke jedes Teams definiert. Dabei werden die aktuellen Wettquoten der drei grössten Wettbüros sowie Position und Punkte in der FIFA-Weltrangliste verwendet, um der Kaderstärke der Mannschaften Rechnung zu tragen. Beide Faktoren werden dabei gleich stark gewichtet.
  • In jedem Spiel werden dann die jeweiligen Stärken der beiden Teams einander gegenübergestellt und es wird ein Resultat simuliert – je grösser die Differenz, desto wahrscheinlicher ein Tor in jeder Spielphase und somit ein Sieg für das stärkere Team.
  • Die ganze EM wird so dann 10'000 Mal durchgespielt. Die «Wahrscheinlichkeit» eines Szenarios (z.B. Schweiz wird Europameister) ist dann der prozentuale Anteil der 10'000 Durchläufe, bei denen das Szenario eintraf.

Das sind die Ergebnisse:

Die Simulation von Datahouse sagt Frankreich als wahrscheinlichsten Europameister voraus. Der Weltmeister von 2018 gewinnt den Titel in 21 Prozent der 10'000 Simulationen. Als zweitwahrscheinlichster Europameister wird Belgien genannt (16 Prozent), gefolgt von England (14 Prozent).

Man sieht in der Simulation auch den Effekt der starken Gruppe F: Relativ zu ähnlich starken Teams in anderen Gruppen haben Frankreich, Deutschland und Portugal kleinere Chancen, sich für die Achtelfinals zu qualifizieren, sagt Severin Trösch von Datahouse. Das Gegenteil ist der Fall bei der auf dem Papier schwächeren Gruppe C. Österreich und die Niederlande haben gute Chancen auf die Achtelfinal-Qualifikation trotz Verhältnismässig geringen Chancen auf den Titel.

Der Schweizer Nati wird immerhin eine 2-prozentige Chance auf den EM-Titel attestiert – bei 10'000 Simulationen wurde die Nati also 200 Mal Europameister. Immerhin sieht das Modell die Chancen, dass die Schweiz ein k.o.-Spiel gewinnt, als Intakt an. In 34 Prozent der Durchläufe schafft es die Mannschaft von Vladimir Petkovic in den Viertelfinal.

Und wie genau treffen diese Vorhersagen zu? «Die Simulation gibt Wahrscheinlichkeiten anhand tausender Realisierungen an. Im Einzelfall kann aber auch ein sehr unwahrscheinliches Ereignis eintreffen», sagt Severin Trösch.

Die besten Chancen auf eine Aussenseiter-Überraschung hat demnach Dänemark. Der Europameister von 1992 hat immerhin eine 22-prozentige Chance auf den Halbfinal – das ist grösser als bei den Niederlanden.

Das Modell des Datahouse-Teams lässt sich aber nicht nur auf den gesamten Ausgang des Turniers anwenden, sondern auch auf die einzelnen Spiele der Schweizer Nati.

Wenig überraschend legt das Modell Italien als stärksten Schweizer Gruppengegner fest. Gegen die «Squadra Azzurra» gewinnt die Schweiz nur in 27 Prozent der Fälle. In allen Spielen ist ein 1:0 das wahrscheinlichste Resultat, was nicht überraschend kommt, ist es doch das häufigste Ergebnis im Fussball. Gegen Wales und die Türkei sieht das Modell die Schweiz mit Siegwahrscheinlichkeiten von jeweils 56 Prozent in der Favoritenrolle.

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
twint icon
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Die Rekordnationalspieler der 24 EM-Nationen

1 / 27
Die Rekordnationalspieler der 24 EM-Nationen
quelle: ap / michael probst
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer

Da staunen die Fussballer – Kühltürme weg in 3,2,1

Video: watson

Abonniere unseren Newsletter

42 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Die beliebtesten Kommentare
avatar
Liebu
11.06.2021 11:50registriert Oktober 2020
Was diese Simulationen Wert sind, sahen wir an der Eishockey WM.
Freuen wir uns auf die Überraschungen und interessante und spannende Spiele.
Der Beste möge gewinnen.
624
Melden
Zum Kommentar
avatar
hohoo_1
11.06.2021 12:40registriert März 2020
Finnland, Ungarn, Nordmazedonien und Schottland haben 0% Chance auf den EM-Titel? ☺️
So wie Dänemark 1992 oder die Griechen 2004?
342
Melden
Zum Kommentar
42
Gold und Silber: Mamié und Djakovic sorgen für historische Schwimm-EM für die Schweiz
Was für verrückte zehn Minuten im EM-Pool für die Schweiz: Zunächst schnappt sich Antonio Djakovic in Rom hinter Wunderschwimmer David Popovici Silber über 200 m Crawl, dann powert die Brustspezialistin Lisa Mamié über 200 m zu Gold.

Erst am Sonntag, dem vierten Wettkampftag in Rom, hatte Noè Ponti mit Delfin-Silber über 100 m den Schweizer Medaillenbann im Freiluftbecken im Foro Italico gebrochen. Nur 24 Stunden später – und damit zwei Tage vor Ende dieser Titelkämpfe – ist dank Lisa Mamié und Antonio Djakovic bereits klar, dass die 36. Europameisterschaften als die erfolgreichsten überhaupt für Swiss Aquatics zu Ende gehen werden.

Zur Story