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David Wagner hat sich mit seiner Aufstellung gegen Villarreal verspekuliert.
David Wagner hat sich mit seiner Aufstellung gegen Villarreal verspekuliert.Bild: IMAGO / Geisser
Analyse

Ein Trainer-Experiment ohne Not – darum ging YB gegen Villarreal unter

YB verliert sein drittes Gruppenspiel in der Champions League gegen Villarreal 1:4. Damit rücken die Achtelfinal-Träume in weite Ferne. Welchen Anteil trägt der Trainer an der Niederlage?
21.10.2021, 06:38
etienne wuillemin, bern / ch media

77 Minuten sind gespielt, als sich das ausverkaufte Berner Wankdorf plötzlich bebt. Endlich ist es da, das ersehnte Tor, Meschack Elia erzielt es nach einem seiner vielen Läufe. Es ist das 1:2, der Moment, der YB noch einmal Hoffnung beschert. Ist in diesem Spiel, das eigentlich bereits verloren war, doch noch eine ­furiose Wende möglich?

Unai Emery, der Trainer von Villarreal, zappelt jetzt noch wilder als sonst schon den ganzen Abend an der Linie herum. Sein Antipode David Wagner treibt das Publikum an. Der erste Schwung wird gebremst, weil Villarreals Captain Albiol verletzt ausgewechselt werden muss. YB glaubt ans späte Glück. Aber am Ende bleibt doch nur die Ernüchterung. In der 88. Minute entscheidet Moreno nach einem Konter der Gäste mit seinem Tor die Partie. Kurz vor Schluss folgt gar noch das 1:4.

Es ist die zweite Niederlage für YB im dritten Gruppenspiel dieser Champions League. Die Euphorie nach dem Sieg gegen Manchester United zu Beginn ist damit definitiv verflogen. Die Träume vom Achtelfinal rücken in weite Ferne. Es wäre nun sogar schon eine Überraschung, sollte YB den dritten Rang erringen und sich damit das Überwintern in der Europa League ­sichern.

Die grosse Frage nach diesem Abend ist, ob sich der YB-Untergang auch an Trainer ­David Wagner festmachen lässt. Erstmals überhaupt liess er sein Team in einer Dreierkette auflaufen. Es war ein Experiment. Doch schon nach einer Viertelstunde war klar: ein Experiment zur Unzeit. Bis sich die neu formierte Berner Verteidigung überhaupt aufeinander abstimmen konnte, waren bereits zwei Gegentore gefallen.

Und auch danach folgten viele Momente der Unsicherheit. Sowohl Garcia auf der linken Seite, als auch Ngamaleu rechts wurden immer wieder überlaufen. Dazu zog vor allem Lefort einen miserablen Abend ein. Man könnte den Plan von Wagner als mutig bezeichnen. Wahrscheinlich hat er aber seine Mannschaft mit dieser ungewohnten Ausrichtung eher verunsichert als inspiriert.

Mehr zum Spiel gegen Villarreal:

Dass YB fähig ist, einen Rückstand auszugleichen, hat das Team in der Partie gegen Manchester United eindrücklich gezeigt. Doch noch bevor sich YB so richtig vom Schock erholt hatte, lag es bereits um zwei Längen zurück. Camara beging ein unnötiges Foul, wieder Chaos, Lauper vermochte Gerard Moreno nicht am Kopfball hindern – 0:2 nach 15 Minuten.

Es war ein ziemlicher Dämpfer, die Stimmung kühlte ab. Nun war ein magischer Moment gefragt. Einer, der die Emotionen neu entfachen würde. YB kam nach zwanzig Minuten tatsächlich besser an im Spiel. Hatte nun mehr Präsenz vor dem gegnerischen Tor. Allein, es fehlte der Treffer. ­Aebischer kam ihm mit einem herrlichen Schuss an den Pfosten noch am nächsten. Am Schluss aber gilt: Es waren zu viele Fehler, um sich mehr zu verdienen – auch des Trainers.

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