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Auch B-Doping-Probe von Top-Schwinger Martin Grab positiv



Martin Grab waehrend dem 95. Schwyzer Schwing- und Aelplerfest am Sonntag, 6. Mai 2018, in Sattel. (KEYSTONE/Alexandra Wey)

Martin Grab. Bild: KEYSTONE

Auch die B-Doping-Probe des zurückgetretenen Top-Schwingers Martin Grab (39) ergibt ein positives Resultat. Erneut wird die verbotene Substanz Tamoxifen festgestellt.

Die B-Probe wurde in Anwesenheit von Martin Grab und Antidoping Schweiz im WADA-Labor in Lausanne geöffnet. Für Martin Grab ist es laut eigener Medienmitteilung «absolut unerklärlich», wie diese Substanz in seinen Körper gelangen konnte. «Ich bin erschüttert, schockiert und verunsichert über dieses Resultat. Fairer und sauberer Sport ist und war für mich mein ganzes Leben lang das Wichtigste. Ich selber bin schockiert und brauche Zeit, das Ganze zu verarbeiten.»

Tamoxifen wurde und wird von Dopern verwendet, um die Nebenwirkungen eines Anabolikums, eines muskelbildenden Präparats, zu dämpfen. In einem Kraftsport wie Schwingen sind Anabolika wiederum stark leistungsfördernd. Tamoxifen steht seit 13 Jahren auf der massgeblichen Liste verbotener Substanzen des Welt-Anti-Doping-Agentur WADA. In der Medizin ist Tamoxifen ein Mittel gegen Brustkrebs.

Grab wird den Fall nicht weiterziehen. Er verzichtet auf einen Gang vor den Internationalen Sportgerichtshof (CAS) in Lausanne. Er dürfte damit in jedem Fall die nach der Dopingprobe vom 17. April errungenen Erfolge aberkannt bekommen. Es sind dies der Festsieg Zuger Kantonalen in Menzingen und der Kranzgewinn am Schwyzer Kantonalfest in Sattel. Nach dem Schwyzer Fest vom 6. Mai trat Grab, wie er zwei Wochen vorher angekündigt hatte, feierlich zurück. Grab kann auch gesperrt werden, allerdings hätte eine Sperre nach dem Rücktritt lediglich noch eine symbolische Wirkung.

Seit Dopingproben im Schwingsport erhoben werden, ist Martin Grab der vierte eidgenössische Kranzschwinger, der positiv getestet und verurteilt wird. Die früheren waren 2001 Beat Abderhalden, der Bruder des Überschwingers Jörg Abderhalden, 2005 Thomas Wittwer und 2013 Bruno Gisler. Erst seit Anfang 2017 werden die Proben auf Anordnung von Antidoping Schweiz vorgenommen. Seit dieser Zeit ist der Eidgenössische Schwingerverband Mitglied von Swiss Olympic.

Martin Grab gehörte bis vor etwa acht Jahren zu den besten Schwingern. Seine grössten Erfolge errang er mit den Siegen am Expo-Schwinget 2002 in Murten und am Unspunnenfest 2006 in Interlaken. In Estavayer 2016 sicherte er sich den siebten eidgenössischen Kranz in Folge. (sda)

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Video: watson/Emily Engkent

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16Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Staatsgebeutelter 05.08.2018 03:41
    Highlight Highlight Wenn man all die schlauen Kommentare liest kommt man gerade nicht umhin zu vermuten dass die meisten Schreiber gedopt sein müssen. Anders kann ich mir ein solch "hohes Schreibniveau" fast nicht vorstellen.
  • TanookiStormtrooper 04.08.2018 18:29
    Highlight Highlight Gab es eigentlich jemals einen Fall, wo die A-Probe positiv und danach die B-Probe Negativ war? Klar, grundsätzlich ist es natürlich in Ordnung, wenn man das nochmals prüfen kann. Warum aber die erwischten Idioten niemals ihren Fehler zugeben, und heimlich darauf hoffen die 2. Probe sei dann wie durch ein Wunder plötzlich negativ, verstehe ich nicht. Gebt es zu und erspart euch die zweite Schmach. Allenfalls müsste man überlegen, ob man im Falle eines Positiven Tests die Kosten nicht einfach dem Doper überlässt.
  • mille_plateaux 04.08.2018 15:20
    Highlight Highlight Die ganzen Schwinger, Rudererinnen usw. sollte man mal ein Jahr lang ähnlich intensiv durchtesten, wie das bei den Radprofis der Fall ist. Würde die Bestenlisten wohl ziemlich aufmischen. 🙃
  • pamayer 04.08.2018 13:47
    Highlight Highlight Wann beginnen die Jodelchörli mit dopen? Und die Rheinschwimmer*innen? Und die Edelweisstickerinnen? Und die Preisjasser*innen?
  • Rumo the Dog 04.08.2018 13:46
    Highlight Highlight
    Warum können Athleten welche überführt wurden, nicht einfach dazu stehen und wenigstens in Würde abtreten?
    Aber nein, man muss umsverrecken das Unschuldslamm spielen
  • Freilos 04.08.2018 13:11
    Highlight Highlight Wieder so eine vom Doping verseuchte Sportart😲.

    Hoffentlich geht es beim Hornussen noch mit rechten Dingen zu.
  • Denverclan 04.08.2018 11:04
    Highlight Highlight Nur der Athlet selbst oder ein Arzt weiss wie sowas den Weg in den Körper findet. Doping gehört zum Spitzensport und wer überführt wird hat Pech gehabt. Die Regeln kennen alle Sportler. Den Zeigfinger können wir unten behalten, wir alle sind ein Teil der ganzen Problematik, wir verlangen Topleistungen und vergöttern die Sieger. Es gibt Versuchungen denen der Mensch nur schwer widerstehen kann.....nicht nur im Sport....alles Gute Martin Grab!
    • Tschüse Üse 04.08.2018 12:04
      Highlight Highlight Bei Federer kann man von vergöttern reden, aber bei einem Schwinger hab ich das noch nie gehört.
    • Against all odds 04.08.2018 15:11
      Highlight Highlight So ein Quatsch. Ich verlange gar nichts. Die Sportler, welche dopen machen dies aus reinem Egoismus, wer sich aus Leistungsdruck dem Doping hingibt hat ein persönliches Problem.
    • Denverclan 04.08.2018 16:10
      Highlight Highlight Das eine schliesst das andere nicht aus. Sportler dopen weil andere auch dopen und Egoismus ist ein Bestandteil von Leistungserbringung und Erfolgshunger. Im übrigen möchten wohl die meisten Menschen in der Sonne stehen und nicht im Schatten.....ok momentan vielleicht nicht...Persönliche Probleme sind da zweitrangig! Die Versuchung sich Vorteile zu schaffen zeichnet den Menschen generell aus....Augen und Ohren auf, die heile Welt gibt es nicht, nur eine persönliche Überzeugung und die ist nunmal für immer unterschiedlich von Mensch zu Mensch, kann aber durch Druck aufgeweicht werden....
  • N. Y. P. D. 04.08.2018 10:56
    Highlight Highlight In der Medizin ist Tamoxifen ein Mittel gegen Brustkrebs.

    Nun gut, da er nicht Brustkrebs haben kann, wirkt sein Statment..

    «Ich bin erschüttert, schockiert und verunsichert über dieses Resultat. Fairer und sauberer Sport ist.. »

    ein wenig lächerlich.

    • Butschina 04.08.2018 11:25
      Highlight Highlight Er könnte durchaus Brustkrebs haben. Dann würde er es aber wohl mit einem ärztlichen Attest bestätigen lassen. Männer können durchaus auch an Brustkrebs erkranken. Ist aber selten.
    • donelpadre 04.08.2018 11:35
      Highlight Highlight Tamox wird u.a. zum Absetzen von Testosteron benutzt.
  • Nelson Muntz 04.08.2018 10:53
    Highlight Highlight Hat etwa ein Böser Eidgenosse den Znüni-Landjäger prepariert, wie damals jemand die Zahnpaste von Dieter Baumann ohne sein Wissen mit Doping kontaminierte?

    Oder gabs beim Artz einfach falsche Medis?
  • Staedy 04.08.2018 10:40
    Highlight Highlight Grab Martin ist des Dopings überführt. Bitte um Kenntnisnahme, fertig.
  • Mia_san_mia 04.08.2018 10:22
    Highlight Highlight Immer das gleiche mit diesen Dopern. Es ist einfach unerklärlich usw...

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