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National League A, 36. Runde
SCL Tigers – ZSC Lions 1:0 (1:0,0:0,0:0)
Davos – SCRJ Lakers 4:2 (0:0,3:0,1:2)
Lugano – Fribourg 3:2 (0:1,1:0,2:1)
Zug – Biel 4:1 (1:0,2:1,1:0)
Ambri – Lausanne 3:0 (1:0,1:0,1:0)
Alle Augen und Kameras waren heute auf Arno Del Curto gerichtet.
Alle Augen und Kameras waren heute auf Arno Del Curto gerichtet.Bild: KEYSTONE

Del Curtos ZSC-Debüt geht in die Hose – Lugano feiert wichtigen Sieg im Playoff-Kampf

Der Einstand von Arno Del Curto als neuer Trainer der ZSC Lions wurde von den SCL Tigers vermiest. Die Zürcher verloren das Auswärtsspiel in Langnau 0:1, Aaron Gagnon erzielte mit einem Powerplay-Tor das einzige Tor.
18.01.2019, 22:3518.01.2019, 23:06

Langnau – ZSC Lions 1:0

Das Debüt von Arno Del Curto als neuer ZSC-Trainer ist gründlich missglückt. Die Zürcher Löwen verlieren vier Tage nach dem Amtsantritt ihres neuen Coach bei den SCL Tigers mit 0:1.

Del Curtos Lions steigen engagiert in die Partie und haben zunächst die besseren Chancen. Doch in der 17. Minute kassiert Frederik Pettersson eine unnötige Strafe, welche die Tigers eiskalt ausnützen. Nach einer herrlichen Kombination über Eero Elo und Chris DiDomenico erzielt Aaron Gagnon in Überzahl die Langnauer Führung.

Die Zürcher versuchen das schnelle Transition-Spiel von Del Curto zwar gleich umzusetzen, kommen nach dem Gegentreffer aber nur selten gefährlich vor Damiano Ciaccio zum Abschluss. Die Langnauer spielen ihr gewohnt defensives Heinz-Ehlers-Hockey und lassen kaum etwas zu.

Die Highlights der Partie.Video: YouTube/MySports

Erst im Schlussdrittel kommen Del Curtos Mannen noch zu zwei, drei Chancen. Pettersson und Victor Backman scheitern aber am glänzenden Ciacco, der am Ende dank 33 Paraden einen verdienten Shutout feiert.

Unzufrieden gab sich Arno Del Curto nach dem Spiel nicht. Mit dem ersten Abschnitt war der 62-jährige Trainer aus dem Engadin sogar sehr zufrieden. Im zweiten Abschnitt habe sein Team kurz den Kopf verloren, «aber im Schlussabschnitt waren doch zwei, drei Linien in der Lage, das Tempospiel, wie ich es mir vorstelle, durchzuziehen.»

Gagnon bejubelt den frühen Langnauer Siegtreffer.
Gagnon bejubelt den frühen Langnauer Siegtreffer.Bild: KEYSTONE

Davos – Rappi 4:2

Davos feierte erst zum dritten Mal in der laufenden Meisterschaft und erstmals unter Trainer Harijs Witolinsch zwei Siege in Folge. Auf den 2:1-Sieg nach Overtime beim ZSC liessen die Bündner im Kellerduell ein 4:2 gegen Schlusslicht Rapperswil-Jona Lakers folgen.

Perttu Lindgren traf für Davos doppelt. Die Bündner setzten sich mit einem 3:0 im Mitteldrittel ab. Tomas Kundratek eröffnete das Skore in Überzahl mit seinem ersten Saisontor. Anton Rödin und Perttu Lindgren legten kurz darauf bei fünf gegen fünf nach.

Die Highlights der Partie.Video: YouTube/MySports

Rödin erzielte sein erstes Tor seit dem 1. Dezember. Gleichentags hatten die Lakers letztmals in der Meisterschaft gewonnen (3:1). In Davos kassierte der Aufsteiger die nunmehr zehnte Niederlage in Serie.

Nyffeler zum Masken-Vorfall beim 1:0.Video: YouTube/MySports

Nach dem 4:0 in doppelter Überzahl von Lindgren wurden die Bündner in der Schlussphase dann noch etwas nachlässig. Dion Knelsen mit einem Shorthander und Daniel Kristo nutzten dies zu einer Resultatkosmetik aus.

Rappi scheitert vor allem zu Beginn der Partie immer wieder an HCD-Goalie Lindbäck.
Rappi scheitert vor allem zu Beginn der Partie immer wieder an HCD-Goalie Lindbäck.Bild: KEYSTONE

Lugano – Fribourg 3:2

Lugano arbeitet sich langsam aus der Krise. Mit einem hart erkämpften 3:2-Sieg nach 0:1-Rückstand gegen Fribourg-Gottéron schlossen die Tessiner bis auf einen Punkt zu den neuntklassierten Romands auf.

Linus Klasen legte mit einer exzellenten Vorarbeit das Siegtor für Julien Vauclair (52.) auf. Im Schlussdrittel forcierte Greg Ireland seine besten Kräfte und setzte fast ausschliesslich nur noch auf seine ersten drei Linien.

Die Highlights der Partie.Video: YouTube/MySports

Im ersten Drittel besass Lugano mehr Spielanteile, doch Gottéron agierte äusserst effizient. Im zweiten Drittel verhielt es sich umgekehrt, ehe Lugano das Szepter wieder übernahm.

Topskorer Gregory Hofmann brachte die Tessiner im letzten Abschnitt mit seinem bereits 21. Tor in der laufenden Meisterschaft in Führung (43.). Auf der Gegenseite antwortete Gottérons Topskorer Julien Sprunger mit seinen Saisontoren 17 und 18 zur 1:0-Führung beziehungsweise zum 2:2-Ausgleich.

Lugano holt drei wichtige Punkte im Strichkampf.
Lugano holt drei wichtige Punkte im Strichkampf.Bild: TI-PRESS

Zug – Biel 4:1

Der EV Zug verteidigte mit einem 4:1 über Biel die Tabellenführung erfolgreich. Die Zuger kamen zum siebenten Heimsieg in Folge. Einen Schreck erlebten die Innerschweizer nach acht Minuten.

Goalie Tobias Stephan wurde von Marco Pedretti, dem 13. Stürmer Biels, über den Haufen gefahren. Der Torhüter musste ausgewechselt werden. Ob Stephan am Samstag in Freiburg bereits wieder mittun kann, wussten die Zuger nach dem Spiel noch nicht.

Die Highlights der Partie.Video: YouTube/MySports

Sandro Aeschlimanns Einsatz erwies sich für den EV Zug nicht als Handicap. Überhaupt kann der Goalie-Nummer-2 des EVZ auf eine äusserst erstaunliche Serie zurückblicken. Aeschlimann, der meist in der Swiss League vor dem Kasten der EVZ Academy steht, kassierte letztmals am 25. November 2017 im Heimspiel gegen Davos eine Niederlage in der obersten Spielklasse. Seither feierte er 11 Siege in 11 Einsätzen.

Die offensive Unterstützung erhielt Aeschlimann durch Dominic Lammer (1:0), Dennis Everberg (2:0) und Reto Suri (3:0). Das erste und das dritte Goal erzielte Zug in Überzahl. Lammer kam zu seinem zweiten Saisontreffer; Everberg traf erstmals bei ausgeglichenem Spielerbestand.

Zug lässt Biel nicht den Hauch einer Chance.
Zug lässt Biel nicht den Hauch einer Chance.Bild: KEYSTONE

Ambri – Lausanne 3:0

Ambri-Piotta festigte seine Position in den Playoff-Rängen mit einem 3:0-Heimsieg über Lausanne. Ambris Keeper Benjamin Conz benötigte 28 Paraden für seinen Shutout.

Liga-Topskorer Dominik Kubalik besiegelte im Finish mit einem Empty Netter und dem Treffer zum 3:0 den sechsten Sieg in den letzten sieben Heimspielen von Ambri-Piotta. Lausanne kassierte derweil die bereits achte Auswärtsniederlage in Serie.

Die Highlights der Partie.Video: YouTube/MySports

Die ersten beiden Tore der Partie erzielten Spieler, die bei Ambri-Piotta den Sprung in die National League schafften. Das 1:0 ging auf das Konto von Viertlinien-Stürmer Dario Rohrbach, der in seinem siebten Meisterschaftsspiel zum zweiten Mal erfolgreich war. Ebenfalls sein zweites Saisontor realisierte Nordamerika-Rückkehrer Michael Fora. Der Schweizer Nationalverteidiger und WM-Silberheld war in der 27. Minute in Ambris Powerplay erfolgreich.

Für Ambri-Piotta ist der bisherige Tabellendritte Lausanne damit zum Lieblingsgegner geworden. Die Leventiner feierten mit einem -Erfolg bereits den fünften Sieg in Serie (vier Mal in der Meisterschaft, einmal im Cup) gegen die Waadtländer.

Ambri feiert einen wichtigen Sieg im Hinblick auf die Playoffs.
Ambri feiert einen wichtigen Sieg im Hinblick auf die Playoffs.Bild: TI-PRESS

Die Telegramme

SCL Tigers - ZSC Lions 1:0 (1:0, 0:0, 0:0)
5735 Zuschauer. - SR Koch/Urban, Kaderli/Schlegel.
Tor: 18. Gagnon (Elo, DiDomenico/Ausschluss Pettersson) 1:0.
Strafen: 1mal 2 Minuten gegen SCL Tigers, 3mal 2 Minuten gegen ZSC Lions.
PostFinance-Topskorer: DiDomenico; Hollenstein.
SCL Tigers: Ciaccio; Glauser, Leeger; Erni, Lardi; Cadonau, Huguenin; Randegger; Elo, Gagnon, Dostoinow; Kuonen, Gustafsson, Pesonen; DiDomenico, Pascal Berger, Neukom; Rüegsegger, Diem, Nils Berger; Roland Gerber.
ZSC Lions: Flüeler; Noreau, Phil Baltisberger; Sutter, Geering; Karrer, Marti; Blindenbacher, Berni; Pettersson, Moore, Suter; Bodenmann, Backman, Hollenstein; Chris Baltisberger, Prassl, Bachofner; Herzog, Schäppi, Miranda.
Bemerkungen: SCL Tigers ohne Blaser, Punnenovs und Johansson, ZSC Lions ohne Cervenka, Nilsson, Ulmann, Wick (alle verletzt) und Klein (krank). - Pfostenschuss Gagnon (13.). - Timeout ZSC Lions (59:44).

Davos - Rapperswil-Jona Lakers 4:2 (0:0, 3:0, 1:2)
3981 Zuschauer. - SR Stricker/Kaukokari, Kovacs/Haag.
Tore: 23. Kundratek (Du Bois/Ausschluss Schlagenhauf) 1:0. 28. Rödin (Meyer, Jung) 2:0. 35. Lindgren (Meyer) 3:0. 41. (40:15) Lindgren (Kundratek, Corvi/Ausschluss Maier, Mosimann) 4:0. 58. (57:00) Knelsen (Ausschluss Mosimann!) 4:1. 59. Kristo (Knelsen) 4:2.
Strafen: 3mal 2 Minuten gegen Davos, 6mal 2 Minuten gegen Rapperswil-Jona Lakers.
PostFinance-Topskorer: Pestoni; Kristo.
Davos: Lindbäck; Du Bois, Payr; Kundratek, Barandun; Heldner, Jung; Heinen; Pestoni, Corvi, Ambühl; Meyer, Lindgren, Rödin; Marc Wieser, Bader, Dino Wieser; Frehner, Aeschlimann, Egli; Baumgartner.
Rapperswil-Jona: Nyffeler; Hächler, Maier; Gähler, Profico; Iglesias, Schmuckli; Gurtner, Sven Berger; Clark, Knelsen, Spiller; Kristo, Schlagenhauf, Wellman; Mosimann, Mason, Casutt; Hollenstein, Ness, Hüsler.
Bemerkungen: Davos ohne Hischier, Nygren, Sandell, Paschoud und Stoop (alle verletzt), Kessler und Buchli (überzählig), Lakers ohne Helbling, Schweri und Gilroy (alle verletzt) sowie Rizzello, Primeau und Lindemann (beide überzählig). - 59:19 Timeout Lakers, ab 59:00 ohne Torhüter.

Lugano - Fribourg-Gottéron 3:2 (0:1, 1:0, 2:1)
6213 Zuschauer. - SR Eichmann/Massy, Castelli/Wolf.
Tore: 10. Sprunger (Miller) 0:1. 38. Bertaggia (Morini) 1:1. 43. Hofmann 2:1. 45. Sprunger (Bertrand/Ausschluss Sannitz) 2:2. 52. Vauclair (Klasen) 3:2.
Strafen: 4mal 2 Minuten gegen Lugano, 3mal 2 Minuten gegen Fribourg-Gottéron.
PostFinance-Topskorer: Hofmann; Sprunger.
Lugano: Merzlikins; Ulmer, Julien Vauclair; Loeffel, Chorney; Chiesa, Riva; Jecker, Ronchetti; Walker, Sannitz, Hofmann; Bürgler, Lajunen, Klasen; Bertaggia, Morini, Jörg; Fazzini, Romanenghi, Vedova.
Fribourg: Berra; Holös, Chavaillaz; Stalder, Abplanalp; Schneeberger, Furrer; Marco Forrer; Tristan Vauclair, Meunier, Marchon; Bertrand, Slater, Mottet; Miller, Walser, Sprunger; Rossi, Schmutz, Lhotak.
Bemerkungen: Lugano ohne Lapierre (gesperrt), Reuille, Cunti, Sartori, Wellinger und Haapala (alle verletzt), Gottéron ohne Schilt, Bykow (beide verletzt), Micflikier (überzähliger Ausländer). - Gottéron ab 58:10 ohne Torhüter

Zug - Biel 4:1 (1:0, 2:1, 1:0)
7051 Zuschauer. - SR Tscherrig/Wiegand, Cattaneo/Gnemmi.
Tore: 13. Lammer (Ausschluss Salmela) 1:0. 25. Everberg (Roe) 2:0. 34. Suri (Lammer/Ausschluss Pouliot) 3:0. 40. (39:15) Earl (Pouliot) 3:1. 58. Albrecht 4:1.
Strafen: 3mal 2 Minuten gegen Zug, 6mal 2 Minuten gegen Biel.
PostFinance-Topskorer: Martschini; Rajala.
Zug: Stephan (8. Aeschlimann); Thiry, Alatalo; Schlumpf, Morant; Zgraggen, Stadler; Zryd; Lammer, Roe, Everberg; Widerström, Albrecht, Suri; Martschini, Zehnder, Simion; Leuenberger, Senteler, Schnyder.
Biel: Hiller; Fey, Salmela; Kreis, Forster; Moser, Maurer; Sataric; Brunner, Pouliot, Künzle; Hügli, Diem, Rajala; Earl, Tschantré, Riat; Schmutz, Neuenschwander, Lüthi; Pedretti.
Bemerkungen: Zug ohne McIntyre, Klingberg (beide verletzt) und Diaz (gesperrt), Biel ohne Fuchs und Paupe (beide verletzt).

Ambri-Piotta - Lausanne 3:0 (1:0, 1:0, 1:0)
4848 Zuschauer. - SR Eichmann/Massy, Castelli/Wolf.
Tore: 16. Rohrbach (Goi, Dotti) 1:0. 27. Fora (Zwerger/Ausschluss Vermin) 2:0. 59. Kubalik 3:0 (ins leere Tor).
Strafen: keine gegen Ambri-Piotta, 2mal 2 plus 10 Minuten (Vermin) gegen Lausanne.
PostFinance-Topskorer: Kubalik; Jeffrey.
Ambri-Piotta: Conz; Plastino, Dotti; Fischer, Guerra; Fora, Jelovac; Ngoy; Trisconi, Kostner, Bianchi; D'Agostini, Novotny, Hofer; Zwerger, Müller, Kubalik; Rohrbach, Goi, Lauper; Mazzolini.
Lausanne: Zurkirchen; Trutmann, Grossmann; Lindbohm, Frick; Nodari, Genazzi; Borlat; Bertschy, Jeffrey, Vermin; Moy, Froidevaux, Zangger; Leone, Emmerton, Kenins; Antonietti, In-Albon, Herren.
Bemerkungen: Ambri ohne Lerg, Pinana und Incir (alle verletzt), Lausanne ohne Mitchell, Simic, Boltshauser, Junland (alle verletzt) sowie Traber (gesperrt). - Pfosten: 26. Kubalik. - Lausanne von 58:25 bis 58:54 ohne Torhüter. (pre/sda)

Die Tabelle

bild: screenshot srf

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11 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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s.t.e.f.u
18.01.2019 23:08registriert März 2018
Ich war ja quasi als neutraler Zuschauer in der Ilfishalle. ZSC hat zwar Tempo gemacht, aber nicht mehr. Chancen waren eher Zufall als wirklich nach Gameplan. Langnau hat die Sache weitestgehend kontrolliert, wenn die mal (vieeel zu selten) Zug aufs Tor hatten, dann war der Z in Nöten. Das Tempo konnten die Tiger locker halten. Aber vielleicht habe ich nicht denselben Match wie die Watson-Redaktion oder AdC gesehen...
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HockeyTime
18.01.2019 22:02registriert Mai 2016
Hat sich ja richtig gelohnt von Mysports die Free TV Partie noch von Zug-Biel auf SCL-ZSC zu ändern. Torspektakel in der Illfis.
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c_meier
18.01.2019 22:49registriert März 2015
Die Haare des Langnau-Goalies sind wohl mittlerweile wieder nachgewachsen 😂
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11
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