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Hockey-WM: Schweiz schlägt Kasachstan in knorzigem Spiel

Switzerland's forward Sven Andrighetto, left, celebrates his goal with his teammates Switzerland's forward Denis Malgin #62 and Switzerland's forward Nino Niederreiter, right, after sco ...
Die Nati dreht das Spiel gegen Kasachstan.Bild: keystone

Schweiz dreht knorziges Spiel gegen Kasachen: «Jetzt können wir Popcorn essen»

Die Schweiz gewinnt an der Eishockey-WM in Dänemark und Schweden ihr letztes Gruppenspiel gegen Kasachstan mit etwas Mühe 4:1. Damit beendet man die Vorrunde mit Sicherheit in den ersten zwei.
20.05.2025, 15:0820.05.2025, 16:02

Gegen ein Kasachstan, das zwingend einen Punkt gebraucht hätte, um nicht abzusteigen, taten sich die Schweizer sehr schwer. Erst zwei Powerplay-Tore von Kevin Fiala und Sven Andrighetto vom 0:1 zum 2:1 wendeten das Blatt. Der Gegner der Schweizer im Viertelfinal vom Donnerstag ist noch offen.

«Am Schluss hat es sich besser angefühlt. Das Tor gegen Ende des zweiten Drittels war wichtig. Dann konnten wir weiter aufdrehen. Ich war vor allem nervös, ob meine Stöcke ankommen, die Vorbereitung war sicher etwas anders als bei einem normalen Spiel. Am Ende wäre ich lieber noch in der NHL am Spielen, aber ich komme immer gerne zur Nati, es ist eine grosse Ehre. Heute morgen gab es nur ein Gipfeli, deshalb steht sicher jetzt ein gutes Essen auf dem Programm. Ansonsten mache ich heute nicht mehr viel.»
Nino Niederreiter 

Die Kasachen stemmten sich mit aller Kraft gegen die Niederlage, während bei den Schweizern die letzte Konsequenz fehlte. Oft suchte man einen Pass zu viel, statt den Abschluss zu forcieren. In der 16. Minute nutzte Arkadiy Schestakow eine der wenigen Chancen mit einem Ablenker zum 0:1. Der Ausgleich gelang den Schweizern erst 4,4 Sekunden vor Schluss des zweiten Drittels durch Kevin Fiala. Nach sieben Minuten im letzten Abschnitt machte Sven Andrighetto ebenfalls in Überzahl die Wende perfekt.

«Wir sind einfach froh, haben wir diesen Sieg geholt. Wir kamen nicht gut aus den Startlöchern. Kein Wunder: Viele Wechsel, viel frei, früher Beginn und leere Halle. Die Kasachen haben mit allem gekämpft, was sie haben. Wir sind die Linien noch etwas am Suchen, aber es war auch, um die Mannschaft wachzurütteln. Wir zeigen eine sehr gute WM, einzig der erste Match ist schade, dass wir ihn noch aus den Händen geben. Aber wir haben immer wieder eine Reaktion zeigen können. Alle Spieler und der ganze Staff arbeitet hart, hat aber auch die nötige Lockerheit drin. Jetzt können wir Popcorn essen und schauen, was in den anderen Spielen passiert.»
Patrick Fischer 

In der Schlussphase sorgten der Oldie Andres Ambühl, der anstelle des geschonten Andrea Glauser Captain war, und Damien Riat für das letztlich klare Resultat. Die NHL-Verstärkung Nino Niederreiter schaffte es rechtzeitig vom Flughafen ins Stadion und kam beim 3:1 mit einem Assist zu seinem ersten Skorerpunkt.

«Im ersten Drittel kamen wir nicht auf Touren, insbesondere nicht im Vergleich zum Match gegen Ungarn. Danach konnten wir sie vermehrt einschnüren in ihrem Drittel und am Ende haben wir verdient gewonnen. Schwierig zu sagen, warum es so schwierig lief zu Beginn, das müssen wir noch analysieren. Vielleicht hatten wir zu Beginn das Gefühl, dass es automatisch läuft. Doch wir haben schnell gespürt, dass wir unser Spiel durchziehen müssen. Morgen gibt es einen ruhigeren Tag, dann gehen wir mit einem guten Gefühl in den Viertelfinal.»
Christoph Bertschy 

Schweiz – Kasachstan 4:1 (0:1, 1:0, 3:0)
Herning. – 3833 Zuschauer. – SR Ofner/Vikman (AUT/FIN), Durmis/Nykqist (SLO/SWE).
Tore: 16. Schestakow (Beketajew, Michailis) 0:1. 40. (39:56) Fiala (Malgin/Ausschluss Wolkow) 1:1. 48. Andrighetto (Malgin/Ausschluss Kolesnikow) 2:1. 58. (57:06) Ambühl (Niederreiter, Fiala) 3:1. 58. (57:44) Riat (Knak, Fora) 4:1.
Strafen: 2-mal 2 Minuten gegen Schweiz, 3-mal 2 Minuten gegen Kasachstan.
Schweiz: Charlin; Kukan, Siegenthaler; Berni, Moser; Fora, Marti; Egli; Andrighetto, Malgin, Niederreiter; Meier, Moy, Fiala; Riat, Jäger, Knak; Bertschy, Schmid, Ambühl; Baechler.
Kasachstan: Pawlenko; Gaitamirow, Breus; Beketajew, Danijar; Koroljow, Metalnikow; Michailow; Startschenko, Schestakow, Michailis; Panjukow, Lichotnikow, Sawizkij; Rymarew, Omirbekow, Kolesnikow; Muratow, Wolkow, Kaijrschan; Muchametow.
Bemerkungen: Schweiz ohne Hischier (verletzt), Glauser, Genoni (geschont), Hofmann, Jung, Rohrbach (nicht im Aufgebot) und Aeschlimann (Ersatzgoalie).
Pfosten-/Lattenschüsse: Riat (27.). Kasachstan ab 58:15 ohne Torhüter.
Schüsse: Schweiz 39 (7-16-16); Kasachstan 16 (5-4-7).
Powerplay-Ausbeute: Schweiz 2/3, Kasachstan 0/2. (abu/sda)

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