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Kann Genf den SCL Tigers den Weg in die Playoffs versperren?
Kann Genf den SCL Tigers den Weg in die Playoffs versperren?Bild: KEYSTONE

Die drei brennendsten Fragen zur letzten Woche vor dem Playoff-Start

28.02.2018, 14:0828.02.2018, 14:50
Marcel kuchta / Aargauer Zeitung

Die Olympischen Spiele waren aus Sicht der Schweizer Nationalmannschaft ein Reinfall. Nun gilt der Fokus schon wieder der nationalen Meisterschaft. Noch drei Runden sind in der Qualifikation zu absolvieren, ehe am Samstag, 10. März, der Auftakt zu den Playoffs erfolgt. Hier die drei aktuell drängendsten Fragen vor dem Quali-Endspurt.

Wer darf noch auf die Playoff-Quali hoffen?

Realistischerweise kämpfen nur noch Servette Genf und die SCL Tigers um den letzten verbliebenen Platz an der (Playoff-)Sonne. Dafür zeichnet sich hier ein echtes Strichdrama ab. Die beiden Teams trennen lediglich zwei Punkte.

Und heute kommt es in Langnau zum Direktduell zwischen den beiden Konkurrenten. Der Blick aufs Restprogramm zeigt ausserdem, dass die Emmentaler im Vorteil sind. Während Servette nach dem Strichduell noch zweimal gegen Leader und Titelverteidiger Bern antreten muss, dürfen sich die SCL Tigers noch zweimal mit Schlusslicht Kloten messen.

Die letzten drei Runden 
48. Runde, Mittwoch, 28. Februar:
SCL Tigers – Servette
Lausanne – Zug
49. Runde, Samstag, 3. März:
Servette – Bern
SCL Tigers – Kloten
Lausanne – Fribourg
50. Runde, Montag, 5. März

Bern – Servette
Fribourg – Lausanne
Kloten – SCL Tigers

Auf dem Papier scheint es also eine klare Sache für Langnau, das im direkten Vergleich, der bei Punktegleichheit über die Klassierung entscheidet, gegen Servette mit 4:3 führt. Nur noch minime Chancen auf eine Playoff-Teilnahme hat Lausanne. Die Waadtländer müssten die drei verbleibenden Spiele gewinnen und gleichzeitig auf gemeinsame Fehltritte von Servette und Langnau hoffen.

Drückt Langnau Servette auch im Playoff-Kampf zu Boden?
Drückt Langnau Servette auch im Playoff-Kampf zu Boden?Bild: KEYSTONE

Welchen Teams droht der Olympia-Blues?

13 Spieler aus den Reihen des SC Bern nahmen am olympischen Eishockey-Turnier in Südkorea teil. Mit einem einigermassen guten Gefühl sind aber höchstens drei Akteure aus Asien zurückgekehrt. Mason Raymond, Andrew Ebbett und Maxim Noreau gewannen mit dem Team Canada die Bronzemedaille. Was für die Kanadier, die sich den Titelgewinn als Ziel gesetzt hatten, nicht mehr als ein Trostpreis ist. Mark Arcobello schied mit der US-Auswahl bereits im Viertelfinal aus.

Die Berner Eric Blum, Simon Moser und Ramon Untersander haben mit der Hockey-Nati in Südkorea versagt.
Die Berner Eric Blum, Simon Moser und Ramon Untersander haben mit der Hockey-Nati in Südkorea versagt.Bild: KEYSTONE

Ebenso Mika Pyörälä mit den Finnen. Noch schlimmer erging es aber den acht SCB-Spielern in der Schweizer Nationalmannschaft: Sie erlebten die grosse Enttäuschung in Südkorea quasi an vorderster Front mit und gehörten teilweise erst noch zu den Hauptverantwortlichen für das schwache Abschneiden. Diese geballte Portion Olympia-Enttäuschung könnte beim amtierenden Meister für einen ordentlichen Blues reichen. Zumal Headcoach Kari Jalonen über zwei Wochen lang nur mit einem Rumpfteam trainieren konnte.

Welchen Teams hat die Pause geholfen?

Während bei den Bernern also einige Spieler mit mentalem (und körperlichem) Wundenlecken beschäftigt sind, konnte sich ein Grossteil der Konkurrenz quasi mit einem ausgedehnten Trainingslager auf die Playoffs vorbereiten. Die restlichen NLA-Klubs mussten auf maximal sechs Spieler (Zug/ZSC Lions) verzichten. Von den Spitzenteams blieb der EHC Biel punkto personellen Aderlasses am meisten verschont. Trainer Antti Törmänen musste lediglich ohne Stammgoalie Jonas Hiller auskommen.

Jonas Hiller war an Olympia einer der besten Schweizer.
Jonas Hiller war an Olympia einer der besten Schweizer.Bild: AP/AP

Und ausgerechnet Hiller ist einer der wenigen Schweizer Spieler, die mit einem einigermassen guten Gefühl aus Südkorea heimgekehrt sind. Der HC Davos, der vor der Olympia-Pause in eine ernsthafte Krise geschlittert war und sich bei der 2:7-Niederlage im Cupfinal gegen den B-Ligisten Rapperswil-Jona Lakers blamiert hatte, durfte sich an einer Art «Mini-Spengler-Cup» mit internationaler Gegnerschaft der gehobeneren Klasse messen und vor allem neue Kräfte sammeln.

Die Logos der Schweizer Klubs, wenn sie NHL-Teams wären

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Die Logos der Schweizer Klubs, wenn sie NHL-Teams wären
quelle: watson / lea senn
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