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CEO Marc Luethi waehrend der Saison-Medienkonferenz des SC Bern am Montag, 1. September 2014, in Bern. (KEYSTONE/Anthony Anex)..

SCB-CEO Marc Lüthi wird Präsident der E.H.C.
Bild: KEYSTONE

SCB-CEO Lüthi wird auch Europa-General: «Mir wurde dieses Präsidium untergejubelt»

SCB-Manager und Mitbesitzer Marc Lüthi ist der erste Präsident des neugegründeten Zusammenschlusses der europäischen Proficlubs E.H.C.



48 Klubs aus 13 Ländern haben in Düsseldorf bei einer ersten Zusammenkunft Marc Lüthi zum Gründungspräsidenten der «Alliance of European Hockey Clubs», kurz E.H.C. gewählt. Lüthi wird die Gründungsversammlung im Juni leiten und dort hat er gute Chancen, auch der erste offizielle Präsident und damit Europa-General zu werden. Initiator ist die schwedische Hockey-Legende Hakan Loob. Marc Lüthi sagt: «Er hat die Fäden gezogen und mir im letzten Moment dieses Präsidium untergejubelt.»

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bild: www.aftonbladet.se/

48 Klubs haben einen Vertreter nach Düsseldorf geschickt und die dafür erforderlichen 1500 Euro bezahlt. Aus der Schweiz waren ausser Ambri und Langnau alle NLA-Klubs dabei. Marc Lüthi sagt, es gehe bei dieser Vereinigung darum, dass alle Proficlubs in Europa mit einer Stimme sprechen und so ihren Einfluss auf verschiedenen Ebenen einbringen können. Eine entsprechende Organisation gibt es bereits seit Jahren im Fussball.

Diese neue E.H.C. hat nichts mit der Champions Hockey League zu tun, die von einer unabhängigen Organisation durchgeführt wird. Das Ziel der E.H.C. ist es also, Einfluss zu nehmen beim Internationalen Eishockey-Verband (IIHF) und bei der Champions League etwa. Im Fussball hat die entsprechende Organisation bereits Sitze im FIFA-Exekutivkomitee. Es wird das Bestreben der E.H.C. sein, bei der IIHF eine entsprechende Position zu bekommen.

Ein Schweizer aus diplomatischen Gründen

Noch ist gemäss Marc Lüthi offen, wie viel Einfluss die einzelnen Proficlubs innerhalb der Organisation haben werden. Vorerst gelte das Prinzip: Ein Klub, eine Stimme. «Aber es wird in Zukunft so sein, dass die Klubs der wichtigeren Ligen mehr Gewicht bekommen.»

Im Juni wird bei der offiziellen Gründungsversammlung unter dem Präsidium von Marc Lüthi die definitive Form verabschiedet. Seine Chance, dann auch der erste Präsident zu werden, stehen nicht schlecht. Als Schweizer hat er erstens nicht weit für eine Sitzung an den IIHF-Sitz nach Zürich und zweitens liegen die skandinavischen Klubs bzw. Ligen so mit der IIHF so übers Kreuz, dass es aus diplomatischen Gründen besser ist, wenn der Präsident aus der neutralen Schweiz kommt.

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Der Hauptsitz der IIHF in Zürich.
bild: www.mimoa.eu/

Kann Marc Lüthi überhaupt Diplomat sein? Er sagt, das sei nun wirklich kein Problem. Und immerhin hat er mit dem SCB das wirtschaftlich erfolgreichste Hockeyunternehmen ausserhalb von Nordamerika aufgebaut. Er weiss also, worum es geht. Und mit dem SCB kann er ja auf eidgenössischer Ebene genug Polemik entfachen. Innenpolitisch Polemiker, aussenpolitisch diplomatisch – das wäre dann seine Rolle auf dem Planeten Hockey.

Die E.H.C. wird einen Generalsekretär beschäftigen. Für diese Position ist der ehemalige IIHF-Kommunikations-Direktor und ehemalige Champions-Hockey-League-Manager Simon Szemberg vorgesehen. Allerdings gibt es zwischen ihm und IIHF-Boss René Fasel nicht unerhebliche atmosphärische Störungen.

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