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Patrick Fischer: Eishockeyverband IIHF leitet Untersuchung ein

Patrick Fischer, Cheftrainer der Schweizer Eishockey Nationalmannschaft, rechts, verkuendet seinen Ruecktritt nach der WM 2026 an der Medienkonferenz der Swiss Ice Hockey Federation (SIHF) am Mittwoch ...
Noch ist Patrick Fischer Schweizer Nationaltrainer – nun könnten ihm aber weitere Konsequenzen drohen.Bild: keystone

Weltverband IIHF leitet Untersuchung gegen Fischer ein – es drohen weitere Konsequenzen

15.04.2026, 13:5215.04.2026, 13:54

Patrick Fischer befindet sich mit der Schweizer Eishockey-Nationalmannschaft gerade in der Vorbereitung auf die am 15. Mai beginnende Heim-WM. Am Donnerstag und Freitag stehen gegen die Slowakei die ersten Testspiele an. Derzeit beschäftigt die Öffentlichkeit aber vor allem das Geständnis des 50-Jährigen, mit einem gefälschten Corona-Zertifikat zu den Olympischen Spielen 2022 in China gereist zu sein.

Der Schweizer Eishockeyverband SIHF lobte Fischer für das Geständnis, mit dem er Grösse gezeigt habe. Dabei wollte er lediglich der Enthüllung eines Journalisten des SRF, dem er seine Straftat selbst verraten hatte, zuvorkommen. Dennoch sah die SIHF den Fall als abgeschlossen, Fischer bleibe für die Heim-WM der Nationaltrainer. Nun könnten Fischer aber weitere Konsequenzen drohen.

Video: watson/nina bürge

Denn der Eishockey-Weltverband IIHF teilte mit, Kenntnis von der Berichterstattung rund um den Fall genommen und eine Untersuchung eingeleitet zu haben. In einer Medienmitteilung vom Dienstag schrieb sie gemäss der NZZ: «Die IIHF nimmt die Integrität, die Einhaltung internationaler Regeln und den Respekt für Sicherheitsvorschriften für Events sehr ernst.»

Dass Fischer gegen geltendes Recht verstossen hat, ist durch das Urteil der Luzerner Staatsanwaltschaft unbestritten. Die IIHF organisierte das Olympia-Turnier in China, bei welchem Fischer sein gefälschtes Covid-Zertifikat verwendete. Dem Nati-Trainer könnten also zusätzlich zur Geldstrafe von 38'910 Franken, die er in der Schweiz bezahlen musste, weitere Konsequenzen drohen. Im schlimmsten Fall wohl eine Sperre, mit der er sein letztes Turnier als Trainer der Schweiz doch noch verpassen würde. (nih)

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114 Kommentare
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_Momo_
15.04.2026 14:13registriert August 2025
Das er sich nicht Impfen wollte, ist das Eine. Die Konsequenzen für seine Entscheidung nicht tragen zu wollen und andere zu gefährden, ist das Andere.

Schäm dich …
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Hausi Leutenegger
15.04.2026 13:59registriert Dezember 2018
Eine Sperre, aber eigentlich noch besser wäre ein freiwilliger Rücktritt von ihm.
Wenn er der Mannschaft einen gefallen machen will, damit sich diese voll auf das Turnier konzentrieren kann und nicht mit Fragen zum Fall Fischer gelöchert wird, setzt er sich am besten auf die Tribüne und beobachtet das Spiel von da. Auch wenn er grosses mit der Mannschaft erreicht hat, nach so einem Fauxpas sollte man den Mut haben und zurücktreten, vor allem da sein Statement und damit diese ganze Geschichte nur öffentlich gemacht wurde, damit er dem SRF-Journalist zuvor kommt und sich besser darstellen kann.
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EinfachJemand
15.04.2026 14:14registriert März 2019
"Im schlimmsten Fall wohl eine Sperre, mit der er sein letztes Turnier als Trainer der Schweiz doch noch verpassen würde"

Hoffen wirs, dann hätte das Gstürm ein Ende.
Und hoffen wir, dass der Verband das in ihre Rechnung miteinbezieht und entsprechend reagiert und plant
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