Weltverband IIHF leitet Untersuchung gegen Fischer ein – es drohen weitere Konsequenzen
Patrick Fischer befindet sich mit der Schweizer Eishockey-Nationalmannschaft gerade in der Vorbereitung auf die am 15. Mai beginnende Heim-WM. Am Donnerstag und Freitag stehen gegen die Slowakei die ersten Testspiele an. Derzeit beschäftigt die Öffentlichkeit aber vor allem das Geständnis des 50-Jährigen, mit einem gefälschten Corona-Zertifikat zu den Olympischen Spielen 2022 in China gereist zu sein.
Der Schweizer Eishockeyverband SIHF lobte Fischer für das Geständnis, mit dem er Grösse gezeigt habe. Dabei wollte er lediglich der Enthüllung eines Journalisten des SRF, dem er seine Straftat selbst verraten hatte, zuvorkommen. Dennoch sah die SIHF den Fall als abgeschlossen, Fischer bleibe für die Heim-WM der Nationaltrainer. Nun könnten Fischer aber weitere Konsequenzen drohen.
Denn der Eishockey-Weltverband IIHF teilte mit, Kenntnis von der Berichterstattung rund um den Fall genommen und eine Untersuchung eingeleitet zu haben. In einer Medienmitteilung vom Dienstag schrieb sie gemäss der NZZ: «Die IIHF nimmt die Integrität, die Einhaltung internationaler Regeln und den Respekt für Sicherheitsvorschriften für Events sehr ernst.»
Dass Fischer gegen geltendes Recht verstossen hat, ist durch das Urteil der Luzerner Staatsanwaltschaft unbestritten. Die IIHF organisierte das Olympia-Turnier in China, bei welchem Fischer sein gefälschtes Covid-Zertifikat verwendete. Dem Nati-Trainer könnten also zusätzlich zur Geldstrafe von 38'910 Franken, die er in der Schweiz bezahlen musste, weitere Konsequenzen drohen. Im schlimmsten Fall wohl eine Sperre, mit der er sein letztes Turnier als Trainer der Schweiz doch noch verpassen würde. (nih)
