Sport
Eishockey

Nati-Trikot im Eishockey: Bund will das Schweizer Wappen verbieten

Goalkeeper Reto Berra of Switzerland and Anton Levtchi of Finland in action during the men's ice hockey Karjala Cup match between Switzerland and Finland in Tampere, Finland, Thursday Nov. 9, 202 ...
Goalie Reto Berra an der WM im vergangenen Jahr.Bild: keystone

Hockey-Nati läuft mit Schweizer Wappen auf, obwohl sie es nicht dürfte

Die Schweizer Eishockey-Nationalmannschaft repräsentiert die Schweiz. Damit das jeder Zuschauer schnell sieht, tragen die Spieler ein grosses Schweizer Wappen auf der Brust. Das könnte sich möglicherweise ändern.
13.03.2024, 07:4713.03.2024, 14:56

Es erinnert an einen Schildbürgerstreich. Besonders fleissige Beamten haben festgestellt, dass die Trikots des Schweizer Eishockey-Nationalteams womöglich gegen das Wappenschutzgesetz verstossen.

Dieses ist seit sieben Jahren in Kraft und regelt den Gebrauch mit dem Schweizer Wappen, dem weissen Kreuz auf rotem Grund. Nur wer eine Bewilligung der Behörden besitzt, darf das Schweizer Wappen und Kantons- sowie Gemeindewappen verwenden.

Der Schweizerische Eishockeyverband (die Swiss Ice Hockey Federation, SIHF) hat es gemäss dem «Blick» verpasst, beim Eidgenössischen Institut für Geistiges Eigentum (IGE) einen entsprechenden Antrag zu stellen. Die SIHF hätte noch bis Ende 2018 die Möglichkeit gehabt, eine Ausnahmebewilligung zu beantragen. Doch das sei nicht geschehen. Im Prinzip müsste die Nati deshalb das Trikotdesign ändern. Der Verstoss gegen das Gesetz wird mit einer Busse oder gar mit Gefängnis bestraft.

XXKEIKKAXX, 231111, Tampere, Finland, Karjala turnaus, Ruotsi - Sveitsi, Sven Andrighetto, Petri Saarelainen / AOP *** 20231111 Tampere, Finland: Euro Hockey Tour (EHT) Ice hockey, Eishockey match Swe ...
Unübersehbar, für welches Land der Stürmer Sven Andrighetto aufläuft.Bild: IMAGO / All Over Press Finland

Politiker setzen sich für Gesetzesänderung ein

Bei der SIHF heisst es, man sei seit Jahren «mit den höchsten Stellen» in Kontakt. «Dabei wurde uns mehrmals Unterstützung zugesagt», betonte Verbands-CEO Patrick Bloch gegenüber dem «Blick». Angestrebt wird eine Gesetzesänderung.

Der SP-Nationalrat Matthias Aebischer, einst Sportmoderator beim Schweizer Fernsehen, und der FDP-Ständerat Damian Müller, Präsident des Pferdesportverbands Swiss Equestrian, haben Vorstösse eingereicht, die den Bundesrat zum Handeln auffordern. «Bireweich» sei die «absurde» Auslegung des Wappenrechts, kritisiert Müller.

2022.11.24 Al Janoub pilka nozna Mistrzostwa Swiata w Katarze Katar 2022 Szwajcaria - Kamerun N/z Breel Embolo Foto Pawel Andrachiewicz / PressFocus 2022.11.24 Al Janoub Football - 2022 FIFA World Cup ...
Breel Embolo an der Fussball-WM in Katar: Die Schweizer Flagge auf der Brust ist erlaubt.Bild: www.imago-images.de

Kein Problem mit dem Gesetz hat der Schweizerische Fussballverband (SFV). Er verwendet für die Trikots der Nationalteams nicht das Schweizer Wappen, sondern die Schweizer Flagge. Ein entscheidender Unterschied, denn diese darf auch ohne Bewilligung genutzt werden. (ram)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Die grössten Sensationen im DFB-Pokal
1 / 26
Die grössten Sensationen im DFB-Pokal
Saison 2024/25: Als erster Drittligist seit Union Berlin 2001 steht Arminia Bielefeld im Final des DFB-Pokals. Nach Union, Freiburg und Bremen wird mit Leverkusen im Halbfinal ein vierter Bundesligist aus dem Weg geräumt.
quelle: keystone / christopher neundorf
Auf Facebook teilenAuf X teilen
Die perfekte Fussballtrainer-Imitation
Video: watson
Das könnte dich auch noch interessieren:
Trade-Streit bei den Red Wings eskaliert – jetzt streikt Dylan Larkin
Bei den Detroit Red Wings kehrt in dieser Saison keine Ruhe ein. Ex-Captain Dylan Larkin ist Monate nach seinem ursprünglichen Trade-Wunsch in den Streik getreten.
Dylan Larkin und sein Management gehen auf die Barrikaden. In der Nacht auf Freitag wurde bekannt, dass sich der einstige Captain der Detroit Red Wings entschieden hat, nicht mehr für das Team aus seiner Heimat aufzulaufen, bis er getradet wird. Bereits im Juni dieses Jahres wurde der Trade-Wunsch des US-Olympiasiegers öffentlich. Die genauen Gründe dafür hat der Spieler nie bestätigt, doch Berichte sprachen von Frust aufgrund der langen Erfolgslosigkeit (zehn Jahre in Serie die Playoffs verpasst) und einem zerrütteten Verhältnis mit dem ehemaligen General Manager Steve Yzerman, der kurz nach dem Bekanntwerden der Trade-Anfrage entlassen wurde.
Zur Story