Sport
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
GATINEAU, CANADA - OCTOBER 24: Timo Meier #96 of the Halifax Mooseheads trips over Elie Berube #5 of the Gatineau Olympiques as the battle for the puck on October 24, 2014 at Robert Guertin Arena in Gatineau, Quebec, Canada.   Francois Laplante/Freestyle Photo/Getty Images/AFP
== FOR NEWSPAPERS, INTERNET, TELCOS & TELEVISION USE ONLY ==

Timo Meier (oben) mit vollem Einsatz noch im Dress der Halifax Mooseheads.
Bild: GETTY IMAGES NORTH AMERICA

Der «Mini-Stanley-Cup» gehört bereits ihm – Timo Meier auf bestem Weg in die NHL

Timo Meier ist eines der hoffnungsvollsten Schweizer Eishockey-Talente. Der 19-jährige Ostschweizer, der 2015 von den San Jose Sharks gedraftet wurde, tastet sich stetig an die NHL heran. Nun feierte er in der kanadischen Juniorenliga seinen ersten Titel.

Donat Roduner
Donat Roduner



Der Québec Major Junior Hockey League (QMJHL) wird hierzulande wenig bis gar keine Beachtung geschenkt. Oder kennst du die Rouyn-Noranda Huskies oder die Cataractes de Shawinigan? Eben. Erstere haben aber gerade den Play-off-Final zwischen den beiden Teams für sich entschieden und zudem einen Schweizer in ihren Reihen: Timo Meier.

Der 19-Jährige spielte im fünften Finalspiel eine tragende Rolle. Der Schweizer schoss beim 7:2-Sieg das wegweisende 2:0 und bereitete das 5:1 vor.

abspielen

Die Highlights des entscheidenden Finalspiels. VORSICHT: Enthält sehr schnelles Französisch! streamable

Meier, 185 cm grosser und 95 kg schwerer Flügelstürmer, war schon während der ganzen Saison einer der Leistungsträger der Huskies und hat mit 23 Skorerpunkten (11 Tore/12 Assists) in den Play-offs wesentlich zum Titelgewinn beigetragen. Überstrahlt wurde er allerdings von Francis Perron, dem satte 33 Punkte gelangen und der damit einem anderen Schweizer den Play-off-Klubrekord entriss: Sven Andrighetto, aktuell mit der Nati an der WM, verbuchte 2013 für Rouyn-Noranda 30 Play-off-Punkte.

Meier mit dem President's Cup in den Händen.

Timo Meier wagte bereits mit 16 den Schritt in die kanadische Juniorenliga und spielte bis am 6. Januar dieses Jahres bei den Halifax Mooseheads, wo er zuletzt Captain war. Dann wechselte er für eine Handvoll Draftpicks zum in Rouyn-Noranda, im Westen der Provinz Québec, gelegenen Spitzenklub, «um auch einmal die Chance zu haben, den Cup zu holen», wie er gegenüber SRF sagte.

Der zweite Schweizer «Shark»:

Die San Jose Sharks haben mit Mirco Müller bereits 2013 ein Schweizer Talent gedraftet (18. Pick). Der 21-jährige Winterthurer verdient sich aktuell in der AHL bei San Jose Barracuda seine Sporen ab.

Das Farmteam der Sharks ist in den Play-offs bereits ausgeschieden, Müller könnte aber theoretisch noch in der NHL eingesetzt werden, wo sich die Sharks gerade für den Conference-Final qualifiziert haben.

Das ist ihm nun gelungen. Die Huskies gewannen den President's Cup, die Trophäe für den Sieger der QMJHL, souverän und haben darum gleich noch die Chance, erstmals in der Vereinsgeschichte den Memorial Cup in die Höhe zu stemmen. Das Final-Turnier zwischen den Gewinnern der drei grossen kanadischen Juniorenligen und dem Gastgeber findet ab 21. Mai in Red Deer, Alberta statt.

Jun 26, 2015; Sunrise, FL, USA; Timo Meier puts on a team jersey after being selected as the number nine overall pick to the San Jose Sharks in the first round of the 2015 NHL Draft at BB&T Center. Mandatory Credit: Steve Mitchell-USA TODAY Sports

Timo Meier wurde beim Draft 2015 von den Sharks an 9. Stelle gezogen. Bild: X02835

Für den jungen Herisauer wäre das die Krönung einer gelungenen Saison. Meier gelangen in insgesamt 70 Spielen beachtliche 110 Punkte (45 Tore/65 Assists), womit er sich auch in der NHL wieder Gehör verschafft haben dürfte. «Für ein ‹Kid› ist er schon ein starker Kerl», meinte Peter DeBoer, Cheftrainer der San Jose Sharks. Gut möglich, dass Meier beim nächsten NHL-Trainingscamp seine Chance packt und den Sprung ins Sharks-Kader schafft.

Diese 5 Talente zeigen bereits an der WM ihr Können:

Unvergessene Eishockey-Geschichten

Bobby Orr entscheidet mit dem «Flying Goal» den Stanley-Cup-Final

Link zum Artikel

Ralph Krueger schreibt das wichtigste SMS der Schweizer Hockey-Geschichte 

Link zum Artikel

Deutschland verpasst die grosse Sensation, weil der Puck auf der Linie kleben bleibt

Link zum Artikel

NHL-Star Darryl Sittler stellt einen Rekord für die Ewigkeit auf

Link zum Artikel

04.01.1987: Als nach der grössten Prügelei aller Zeiten die Lichter ausgingen und ein Spiel die Eishockey-Welt veränderte

Link zum Artikel

16.01.1905: Nach 23 Tagen Anreise werden die Dawson City Nuggets im Stanley-Cup-Final mit 2:23 vermöbelt

Link zum Artikel

19.10.1996: Del Curto klärt seine Spieler auf: «Zum Schiri nüma ‹Fuck you› sägä, äs git zwei Minuta, hä!»

Link zum Artikel

24.02.2006: Neunmal das F-Wort in einer Minute – Greg Holst macht sich mit legendärem Ausraster-Interview unsterblich

Link zum Artikel

14.05.2008: Philippe Furrer schiesst das kurioseste Eigentor der Schweizer Hockey-Geschichte

Link zum Artikel

10.10.1979: Ein gewisser Wayne Gretzky bestreitet sein erstes Spiel in der NHL – er wird sämtliche Rekorde pulverisieren

Link zum Artikel

18.02.2006: Die «Eisgenossen» spielen kanadischer als die Kanadier und rächen sich für eine uralte Schmach

Link zum Artikel

11.03.1979: NHL-Haudegen Randy Holt prügelt sich zu einem bis heute gültigen Rekord – 67 Strafminuten in einem einzigen Spiel

Link zum Artikel

08.04.1980: Sie wissen nicht, was sie tun, als sich zwei Schweden als erste Hockeyspieler einen Playoff-Bart wachsen lassen

Link zum Artikel

28.01.2009: Die Zürcher Löwen krönen sich zu Europas Eishockey-Königen

Link zum Artikel

24.03.1936: Im längsten Hockey-Spiel aller Zeiten fällt das goldene Tor erst im 9. Drittel – um 2.35 Uhr nachts

Link zum Artikel

28.12.1999: «La Montanara» erklingt in Berlin – Ambri krönt sich zum europäischen Champion

Link zum Artikel

Nie haben wir uns mehr über ein Tor gegen die Schweiz gefreut als bei Omarks Penalty-Trick

Link zum Artikel

22.09.2012: Rick Nash meldet sich mit einem Blitz-Hattrick in der Schweiz zurück

Link zum Artikel

30.12.1981: Wayne Gretzky schafft den verrücktesten seiner Rekorde: 50 Tore in 39 NHL-Spielen

Link zum Artikel

26.12.1993: Dank Chomutow und Bykow träumt Aufsteiger Davos vom ersten Spengler-Cup-Titel seit 35 Jahren

Link zum Artikel

Amerikas College-Boys erlegen den russischen Bären

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen
DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Unvergessen

Patrik Stefan und die Mutter aller verpassten Treffer ins leere Tor

4. Januar 2007: Was für ein Drama! Die Dallas Stars stehen dem Sieg gegen die Edmonton Oilers so nah. Doch weil Patrik Stefan aus zwei Metern das leere Tor verfehlt, erhalten die Oilers eine allerletzte Chance – und die nutzen sie.

Die NHL-Partie zwischen den Dallas Stars und den Edmonton Oilers ist entschieden: Die Stars führen 5:4 und Patrik Stefan kann vierzehn Sekunden vor dem Ende mit dem Puck an der Stockschaufel aufs leere Tor ziehen.

Drei Sekunden lang weiss jeder im Stadion: Jetzt fällt das 6:4 und damit die Entscheidung. Doch als die drei Sekunden vorbei sind, ist auch der Puck am Tor vorbei und die Oilers können noch ein letztes Mal angreifen.

Und es geschieht tatsächlich, was niemand mehr für möglich gehalten …

Artikel lesen
Link zum Artikel