Kloten schlägt Bern in der Verlängerung + Perfekter Tag für Rappi + Davos ist Qualisieger
Bern – Kloten 1:2 n. V.
Das erste Duell in der laufenden Meisterschaft in Bern endete 1:0 für Kloten. Diesmal dauerte es zwar nur 104 Sekunden, ehe Thierry Schild das 1:0 für die Gastgeber erzielte. Dann aber geizten die beiden Mannschaften wieder mit Treffern. Bern dominierte das Startdrittel mit 13:1 Torschüssen, konnte jedoch nicht nachlegen.
34 Sekunden vor Schluss glich Tyler Morley mit seinem zehnten Saisontreffer für die Klotener aus, als die Gäste ohne Goalie spielten. Und es kam noch besser für die Zürcher: In der 63. Minute gelang Verteidiger Max Lindroth der Siegtreffer. Kloten feierte den dritten Erfolg in Serie in Bern.
Bern - Kloten 1:2 (1:0, 0:0, 0:1, 0:1) n.V.
14789 Zuschauer. - SR Borga/Tscherrig, Altmann/Bürgy.
Tore: 2. Schild (Scherwey) 1:0. 60. (59:26) Morley (Leino) 1:1 (ohne Torhüter). 63. Lindroth (Waeber) 1:2.
Strafen: 1mal 2 Minuten gegen Bern, 3mal 2 Minuten gegen Kloten.
PostFinance-Topskorer: Merelä; Meyer.
Bern: Zurkirchen; Loeffel, Lindholm; Untersander, Kreis; Rhyn, Häman Aktell; Kindschi; Merelä, Aaltonen, Marchon; Bemström, Sgarbossa, Vermin; Schild, Müller, Scherwey; Alge, Graf, Ritzmann; Levin Moser.
Kloten: Waeber; Delémont, Lindroth; Wolf, Klok; Profico, Steiner; Kellenberger; Meyer, Morley, Weibel; Simic, Leino, Ramel; Aberg, Henry, Puhakka; Derungs, Schäppi, Smirnovs; Rafael Meier.
Bemerkungen: Bern ohne Baumgartner, Ejdsell, Füllemann, Lehmann, Simon Moser (alle verletzt), Iakovenko und Reideborn (beide überzählige Ausländer), Kloten ohne Gignac und Hausheer (beide verletzt). Kloten von 59:19 bis 59:26 ohne Torhüter.
Davos – SCL Tigers 4:3
Davos feierte mit dem 4:3 gegen die SCL Tigers im 24. Heimspiel der Saison den 22. Sieg und kann nicht mehr von der Tabellenspitze verdrängt werden. Vier der sieben Tore fielen in den ersten sieben Minuten des Mitteldrittels, drei für die Gäste und eines für den HCD.
Nachdem Rasmus Asplund die Bündner 27 Sekunden nach dem 1:1 von Dario Rohrbach (23.) erneut in Führung gebracht hatte, wendeten André Petersson (25.) und Jiri Felcman (27.) die Partie zwischenzeitlich zugunsten der Emmentaler. Die Davoser reagierten im Schlussabschnitt mit Toren von Calle Andersson (45.) und Matej Stransky (47.). Letzterer traf zum 24. Mal in der laufenden Meisterschaft. Die Tigers verloren auswärts zum sechsten Mal in Serie.
Davos - SCL Tigers 4:3 (1:0, 1:3, 2:0)
6130 Zuschauer. - SR Stolc (SVK)/Ströbel, Bachelut/Nater.
Tore: 9. Dahlbeck (Frick) 1:0. 23. (22:27) Rohrbach 1:1. 23. (22:54) Asplund (Barandun) 2:1. 25. Petersson (Mäenalanen) 2:2. 27. Felcman (Petersson, Riikola/Powerplaytor) 2:3. 45. Andersson (Stransky, Nussbaumer) 3:3. 47. Stransky (Lemieux, Andersson/Powerplaytor) 4:3.
Strafen: je 3mal 2 Minuten.
PostFinance-Topskorer: Stransky; Petersson.
Davos: Aeschlimann; Frick, Dahlbeck; Andersson, Jung; Fora, Barandun; Gross; Kessler, Asplund, Zadina; Stransky, Nussbaumer, Lemieux; Frehner, Ryfors, Gredig; Knak, Egli, Parrée; Waidacher.
SCL Tigers: Boltshauser (37. Meyer); Meier, Riikola; Mathys, Baltisberger; Erni, Paschoud; Lehmann; Julian Schmutz, Björninen, Allenspach; Petersson, Felcman, Mäenalanen; Rohrbach, Flavio Schmutz, Pesonen; Petrini, Salzgeber, Lapinskis; Bachofner.
Bemerkungen: Davos ohne Corvi (verletzt), Claesson und Tambellini (beide überzählige Ausländer). SCL Tigers ab 57:57 ohne Torhüter. (
Zug – Fribourg 1:3
Fribourg-Gottéron gewann auch das vierte Saisonduell gegen Zug, diesmal auswärts 3:1. Das entscheidende 2:1 gelang Henrik Borgström nach 40 Sekunden im letzten Drittel im Powerplay, als der Finne den Puck nach einem Gestocher vor dem Tor über die Linie drückte. 72 Sekunden vor Schluss machte Maximilian Streule mit einem Schuss ins leere Tor alles klar. Es war für Fribourg der zehnte Sieg in den letzten elf Partien.
Bei den Gästen erschien Torhüter Reto Berra im letzten Drittel nicht mehr auf dem Eis, er wurde durch den tadellosen Loic Galley ersetzt. Beim EVZ bestritt Raphael Diaz sein erstes Spiel seit dem 23. September 2025, er hatte mit einem verletzten Gleichgewichtsorgan zu kämpfen.
Zug - Fribourg-Gottéron 1:3 (0:1, 1:0, 0:2)
7194 Zuschauer. - SR Hebeisen/Dipietro, Stalder/Steenstra (CAN).
Tore: 12. Walser (Glauser) 0:1. 36. Senteler 1:1. 41. (40:40) Borgström (Powerplaytor) 1:2. 59. Streule (Bertschy) 1:3 (ins leere Tor).
Strafen: je 3mal 2 Minuten. - PostFinance-Topskorer: Kubalik; Schmid.
Zug: Genoni; Bengtsson, Tobias Geisser; Diaz, Sklenicka; Schlumpf, Stadler; Riva; Künzle, Senteler, Hofmann; Lilja, Kovar, Kubalik; Eggenberger, Leuenberger, Vozenilek; Lindemann, Wey, Antenen.
Fribourg-Gottéron: Berra (41. Galley); Rathgeb, Kapla; Glauser, Streule; Jecker, Nemeth; Johnson; Rattie, Wallmark, Schmid; Bertschy, Borgström, Biasca; Sprunger, De la Rose, Marchon; Nicolet, Walser, Reber; Dorthe.
Bemerkungen: Zug ohne Balestra, Guerra, Herzog, Martschini, Wingerli (alle verletzt) und Tatar (überzähliger Ausländer), Fribourg-Gottéron ohne Sörensen (verletzt) und Rau (überzähliger Ausländer). Zug von 58:25 bis 58:48 ohne Torhüter.
Rapperswil-Jona Lakers – Servette 4:1
Genève-Servette hatte vor der Olympia-Pause dreimal hintereinander verloren und dabei 14 Gegentore kassiert. Bei den Rapperswil-Jona Lakers gerieten die Gäste bereits nach 43 Sekunden in Rückstand, das Tor erzielte Malte Strömwall. Zwar glich Sakari Manninen in der 8. Minute mit einem Shorthander zum 1:1 aus, doch in der 36. Minute traf auch der Rapperswiler Stürmer Tyler Moy in Unterzahl. In den letzten zwei Minuten sorgten Gian-Marco Wetter und Jonas Taibel mit zwei Empty Nettern für die Entscheidung zugunsten der Lakers. Servette verlor damit zum vierten Mal in Folge.
Die Rapperswiler profitieren auch davon, dass Zug, Bern und die SCL Tigers nicht gewinnen konnten. Der Vorsprung auf den neunten Platz beträgt aktuell fünf Punkte.
Rapperswil-Jona Lakers - Genève-Servette 4:1 (1:1, 1:0, 2:0)
4086 Zuschauer. - SR Kaukokari (FIN)/Stricker, Gnemmi/Meusy.
Tore: 1. (0:43) Strömwall (Maier, Moy) 1:0. 8. Manninen (Saarijärvi, Puljujärvi/Unterzahltor!) 1:1. 36. Moy (Unterzahltor!) 2:1. 59. (58:20) Wetter (Larsson) 3:1 (ins leere Tor). 60. (59:35) Taibel 4:1 (ins leere Tor).
Strafen: je 3mal 2 Minuten.
PostFinance-Topskorer: Strömwall; Granlund.
Rapperswil-Jona Lakers: Nyffeler; Pilut, Maier; Capaul, Larsson; Dufner, Jelovac; Kellenberger; Strömwall, Rask, Wetter; Hofer, Moy, Lammer; Fritz, Taibel, Jensen; Zangger, Albrecht, Graf.
Genève-Servette: Charlin; Rutta, Berni; Saarijärvi, Chanton; Karrer, Le Coultre; Sutter; Puljujärvi, Manninen, Granlund; Praplan, Jooris, Vesey; Akeson, Pouliot, Ignatavicius; Miranda, Verboon, Rod; Hischier.
Bemerkungen: Rapperswil-Jona Lakers ohne Bisig, Dünner, Hornecker, Quinn (alle verletzt), Honka und Maillet (beide überzählige Ausländer), Genève-Servette ohne Bozon, Brassard und Richard (alle verletzt). Genève-Servette von 58:15 bis 58:20 und 58:28 bis 59:35 ohne Torhüter.
Ambri – Lausanne 3:2 n. V.
Zwei Spiele absolvierte Ambri-Piotta vor der Olympia-Pause unter dem bis Saisonende verpflichteten, früheren SCB-Trainer Jussi Tapola. Auf einen Sieg im Derby gegen Lugano folgte eine deutliche Niederlage in Langnau. Gegen Lausanne schien der HCAP in die zweite Niederlage unter dem finnischen Taktiker zu schlittern. Antti Suomela und Ahti Oksanen brachten den LHC bis zur ersten Pause in Front.
Doch Dominic Zwerger und Topskorer Chris DiDomenico glichen bis kurz vor der zweiten Sirene aus. Jesse Virtanen bescherte seinem Landsmann an der Bande mit einem Treffer in der Verlängerung den zweiten Sieg. Da Kloten ebenfalls nach Verlängerung siegte, verbleibt Ambri auf dem zweitletzten Rang. Tapola dürfte übrigens unabhängig vom Ausgang der Saison nur eine temporäre Kurzlösung an der Bande bleiben.
Ambri-Piotta - Lausanne 3:2 (0:2, 2:0, 0:0, 1:0) n.V.
6093 Zuschauer. - SR Wiegand/Gerber, Bichsel/Cattaneo.
Tore: 2. Suomela (Heldner) 0:1. 18. Oksanen (Heldner) 0:2. 33. Zwerger (Virtanen, Heim) 1:2. 37. DiDomenico (Joly, Dario Wüthrich/Powerplaytor) 2:2. 62. Virtanen (Manix Landry, Joly) 3:2.
Strafen: 3mal 2 Minuten plus Spieldauer (DiDomenico) gegen Ambri-Piotta, 2mal 2 Minuten gegen Lausanne.
PostFinance-Topskorer: DiDomenico; Rochette.
Ambri-Piotta: Philip Wüthrich; Heed, Bachmann; Dario Wüthrich, Virtanen; Zgraggen, Zaccheo Dotti; Isacco Dotti; De Luca, Manix Landry, Joly; DiDomenico, Tierney, Formenton; Bürgler, Heim, Zwerger; Grassi, Lukas Landry, Müller; Borradori.
Lausanne: Pasche; Heldner, Brännström; Sansonnens, Marti; Baragano, Niku; Vouardoux; Schenk, Rochette, Oksanen; Czarnik, Suomela, Caggiula; Riat, Jäger, Fuchs; Prassl, Bougro, Zehnder; Douay.
Bemerkungen: Ambri-Piotta ohne Kostner und Pezzullo (beide verletzt), Lausanne ohne Kahun (überzähliger Ausländer).
ZSC Lions – Ajoie 2:1
Im ersten Heimspiel in dieser Saison gegen den Tabellenletzten Ajoie verloren die ZSC Lions nach einer 2:0-Führung mit 2:3. Nun erzielte der Titelverteidiger dank Justin Sigrist (7.) und Sven Andrighetto (31.) erneut die ersten beiden Tore - letzterer traf damit im siebenten Spiel in Folge. Ajoie verkürzte in der 38. Minute durch Anttoni Honka im Powerplay auf 1:2, damit endeten aber die Parallelen.
ZSC-Goalie Simon Hrubec liess sich nicht mehr bezwingen, obwohl die Jurassier mehr Torschüsse (27:22) verzeichneten als die Lions. Die Zürcher hatten zuvor dreimal hintereinander vor heimischem Publikum verloren.
ZSC Lions - Ajoie 2:1 (1:0, 1:1, 0:0)
11'263 Zuschauer. - SR Piechaczek (GER)/Hungerbühler, Humair/Duc.
Tore: 7. Sigrist (Baltisberger, Schreiber) 1:0. 31. Andrighetto (Grant) 2:0. 38. Honka (Bellemare, Berthoud/Powerplaytor) 2:1.
Strafen: 7mal 2 Minuten gegen ZSC Lions, 3mal 2 Minuten gegen Ajoie.
PostFinance-Topskorer: Andrighetto; Honka.
ZSC Lions: Hrubec; Kukan, Geering; Weber, Marti; Trutmann, Lehtonen; Schwendeler; Andrighetto, Grant, Balcers; Frödén, Lammikko, Hollenstein; Rohrer, Baechler, Gruber; Baltisberger, Sigrist, Schreiber.
Ajoie: Ciaccio (21. Keller); Christe, Honka; Nussbaumer, Fey; Berthoud, Pouilly; Thiry; Hazen, Devos, Cormier; Sopa, Wick, Mottet; Robin, Romanenghi, Pedretti; Cavalleri, Bellemare, Bozon; Schmutz.
Bemerkungen: ZSC Lions ohne Bader, Malgin (beide verletzt), Riedi (krank) und Sundström (überzähliger Ausländer), Ajoie ohne Fischer, Friman, Garessus, Gauthier, Patenaude, Pilet, Turkulainen (alle verletzt) und Nättinen (krank). Ajoie ab 59:05 ohne Torhüter.
Lugano – Biel 3:4 n. P.
Biel nimmt in der Auswärtstabelle den letzten Rang ein. In Lugano allerdings gab es den sechsten Sieg in dieser Saison auf fremdem Eis - die Seeländer gewannen 4:3 nach Penaltyschiessen. Während für die Gäste im Shootout Lias Andersson und Mark Sever erfolgreich waren, traf für Lugano einzig Luca Fazzini, der sein Team mit dem 3:3 in der 47. Minute in die Verlängerung gerettet hatte. In den ersten drei Saisonduellen dieser beiden Mannschaften hatte es nur Heimsiege gegeben.
Lugano - Biel 3:4 (2:1, 0:2, 1:0, 0:0) n.P.
4922 Zuschauer. - SR Lemelin (USA)/Ruprecht, Obwegeser/Gurtner.
Tore: 1. (0:55) Valk (Thürkauf, Simion) 1:0. 11. Sylvegard (Andersson, Sever) 1:1. 15. Sanford (Dahlström, Fazzini) 2:1. 25. Huuhtanen (Dionicio, Neuenschwander) 2:2. 31. Andersson (Sylvegard, Hofer) 2:3. 57. Fazzini (Sanford) 3:3. 65. (65:00) 3:4 (Penalty).
Penaltyschiessen: Kupari -, Andersson 0:1; Simion -, Sever 0:2; Fazzini 1:2, Rajala -; Thürkauf -, Haas -; Sanford -.
Strafen: je 3mal 2 Minuten. - PostFinance-Topskorer: Fazzini; Andersson.
Lugano: Schlegel; Aebischer, Dahlström; Alatalo, Jesper Peltonen; Togni, Brian Zanetti; Simion, Thürkauf, Valk; Fazzini, Sanford, Aleksi Peltonen; Emanuelsson, Kupari, Sekac; Marco Zanetti, Morini, Bertaggia; Henry.
Biel: Säteri; Hultström, Zryd; Dionicio, Grossmann; Stampfli, Blessing; Burren; Rajala, Andersson, Hofer; Sylvegard, Haas, Sever; Huuhtanen, Cajka, Neuenschwander; Sablatnig, Luca Christen, Bärtschi; Livio Christen.
Bemerkungen: Lugano ohne Canonica, Mirco Müller, Tanner (alle verletzt), Carrick und Perlini (beide überzählige Ausländer), Biel ohne Braillard, Kneubuehler, Nicolas Müller und Sallinen (alle verletzt). (riz/sda)
Swiss-League-Playoffs
Nur ein unterklassiertes Team setzte sich in der ersten Runde der Viertelfinals in der Swiss League durch: Olten gewinnt 6:3 gegen Thurgau.
Nach 16 Minuten sah es für Olten schlecht aus. Thurgau, das die Regular Season auf dem 2. Platz abgeschlossen hatte, führte 3:0, wobei Victor Backman zweimal im Powerplay erfolgreich war. Die Gäste verkürzten jedoch noch vor der ersten Pause dank eines Doppelschlags von Simon Sterchi (19.) und Jayce Hawryluk (20.) innerhalb von 48 Sekunden. Nach 40 Minuten stand es 3:3, das letztendlich entscheidende 4:3 für den EHCO erzielte Silvan Wyss nach 35 Sekunden im Schlussabschnitt.
Qualifikationssieger Sierre bezwang die GCK Lions nach einem 1:2-Rückstand mit 6:3. Jordan Bougro steuerte ein Tor und drei Assists zum Sieg der Walliser bei. Visp, in der vergangenen Saison Meister in der Swiss League, startete mit einem 2:1-Heimsieg nach Verlängerung gegen Basel in die Playoffs. Das goldene Tor gelang Oliver Heinen in der 68. Minute. In der Qualifikation hatte Visp sämtliche fünf Duelle gegen Basel verloren.
La Chaux-de-Fonds, das neben Visp als einziges Team aufstiegsberechtigt ist, bezwang Chur 5:2, obwohl es nach einer raschen 2:0-Führung den zwischenzeitlichen Ausgleich hinnehmen musste. Noah Böhler traf für die Neuenburger doppelt, Emil Molin liess sich drei Assists gutschreiben. (riz/sda)
