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Zugs Raphael Diaz jubelt nach seinem Tor zum 2:2 im ersten Eishockey Playoff-Viertelfinalspiel der National League A zwischen dem EV Zug und dem Geneve-Servette HC, am Samstag, 4. Maerz 2017, in der Bossard Arena in Zug.(KEYSTONE/Alexandra Wey)

Raphael Diaz bejubelt den 2:2-Ausgleich gegen Servette 7.4 Sekunden vor Schluss. Bild: KEYSTONE

Playoffs! 😍 Woran du erkennst, dass die schönste Zeit des Jahres begonnen hat



Keine RĂŒcksicht auf Verluste

Schon die ersten Spiele der 1. Runde haben es wieder einmal gezeigt: Die Gangart in den Playoffs ist deutlicher intensiver, hĂ€rter und hitziger als in der Qualifikation. Wer spielerisch unterlegen ist, geht halt körperlich mehr zur Sache. Paradebeispiel? Der HC Lugano. Julien Vauclair streckte in Spiel 1 gegen die ZSC Lions Inti Pestoni mit einem Ellbogencheck nieder und setzte bei einem Zusammenprall – wohl unbeabsichtigt – den ZĂŒrcher Topskorer Robert Nilsson ausser Gefecht. Mit einen Innenbandriss im Knie ist fĂŒr ihn die Saison zu Ende.

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So verletzte sich ZSC-Topskorer Robert Nilsson. Video: streamable

Nur nicht verlieren

Ein 0:3-RĂŒckstand in der Qualifikation? Nicht so schlimm, man kann ja mal verlieren. Am 15. Oktober 2016 wird der HCD in Lausanne vorgefĂŒhrt. Nach 15 Minuten steht es 0:3, am Ende kassieren die Davoser eine 1:8-Schlappe. Am Samstag liegt der HCD in Lausanne wieder 0:3 zurĂŒck, diesmal nach 17 Minuten. Am Ende gewinnen die Davoser nach einer Willensleistung, wie sie eben nur in den Playoffs möglich ist, aber noch 5:3. Den 3:3-Ausgleich in der 44. Minute erzielen die Davoser in Unterzahl, dank vorbildlichem Einsatz von NLA-Saurier Beat Forster.

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Forster und AmbĂŒhl erzwingen den 3:3-Ausgleich des HCD. Video: streamable

Ähnliches passiert in Zug: Der EVZ kassiert gegen Servette in der 57. Minute das 1:2, stemmt sich danach aber mit aller Kraft gegen die Niederlage. FĂŒr ihren Kraftakt werden die Zuger prompt belohnt: 7.4 Sekunden vor Schluss erzwingt Raphael Diaz mit dem 2:2 die VerlĂ€ngerung. Dort schiesst Josh Holden das Team von Harold Kreis schliesslich ins GlĂŒck.

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Zug gleicht 7,4 Sekunden vor Schluss aus. Video: streamable

EIN Fehler kann entscheiden

Qualisieger SC Bern tut sich gegen Biel lange schwer. Der Aussenseiter schlĂ€gt sich in der PostFinance-Arena aber auch tapfer und hĂ€lt mit allem, was er hat, dagegen. Zur grossen Überraschung zum Playoff-Auftakt fehlt nur ein QuĂ€ntchen GlĂŒck. Am Ende bleibt die bittere Erkenntnis, dass man sich gegen den Topfavoriten auf den Titel schlicht keinen Fehler leisten darf.

Als Biel-FlĂŒgel Toni Rajala in der VerlĂ€ngerung einen Pass auf Topskorer Robbie Earl etwas zu ungenau anbringt, geht es blitzschnell und schon ist die Partie zu Gunsten des SCB entschieden. Simon Moser lĂ€sst Biel-Keeper Jonas Hiller keine Chance.

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Rajalas Fehlpass – und schon hat der Favorit gewonnen. Video: streamable

Ähnlich geht es auch Servette Genf. Gegen Zug trifft Tim Traber in der Overtime statt des leeren Tors nur die Latte, wenig spĂ€ter ist die Niederlage nach dem Zuger Siegtreffer von Josh Holden besiegelt. NatĂŒrlich tun solche Fehler auch in der Qualifikation weh, in den Playoffs aber doppelt und dreifach. Nach vier fatalen Fehlern ist die Saison hier nĂ€mlich plötzlich zu Ende.

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Tim Traber lÀsst den Servette-Sieg fahrlÀssig liegen. Video: streamable

Volle HĂŒtten

Bern? 17'031 Zuschauer, ausverkauft. Lausanne? 7600 Zuschauer, ausverkauft. Zug? 7015 Zuschauer ausverkauft. ZĂŒrich? 10'343 Zuschauer, fast ausverkauft. Die Fans pilgerten zum Playoff-Auftakt zu Tausenden in die Hockey-Tempel in allen Ecken des Landes. Die Stimmung? Überall bombastisch.

Zuschauer verfolgen das erste Playoff-Viertelfinalspiel der National League A zwischen den ZSC Lions und dem HC Lugano am Samstag, 4. Maerz 2017, im Hallenstadion in Zuerich. (KEYSTONE/Ennio Leanza)

Sogar in der Multifunktional-Arena Hallenstadion war die Stimmung am Samstag mehr als playoff-wĂŒrdig. Bild: KEYSTONE

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10Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Peedy 06.03.2017 15:52
    Highlight Highlight 1.) Zug hat den hat 7 Sekunden vor Schluss das 2:2 geschossen und nicht das 3:3.
    2.) Zug hat die letzten zwei Jahre im Viertelfinal deftig auf die Schnauze bekommen und vor drei Jahren waren sie in der Plazierungsrunde. Da sehe ich es nicht ganz ein, wie man von einem Serien-Halbfinalisten sprechen kann...
    • BennyG 06.03.2017 16:29
      Highlight Highlight Wiso ist der HCD Serienmeister? Er hat in den letzten 9 Jahren "nur" 3 Mal den Titel geholt.

      Vieleicht weil der EVZ mal ne gute Fase hatte in der er 5mal in 5 Jahren in den Halbfinal kam? MĂŒssen ja nicht die letzten 5 Jahre gewesen sein ;)
    • PRE 06.03.2017 16:29
      Highlight Highlight Stimmt, sorry dafĂŒr. Ist korrigiert.
    • Peedy 06.03.2017 16:40
      Highlight Highlight Danke fĂŒrs Ändern :-)
      Nur einen kleinen Fehler hat es immer noch:
      Wenn Zug den 2:2-Ausgleich erziehlt, dann ist Genf logischerweise nicht 3:2 in FĂŒhrung gegangen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • hockey_guru 06.03.2017 15:29
    Highlight Highlight Toni Rajala ist kein vertediger😐
  • Ohniznachtisbett 06.03.2017 15:20
    Highlight Highlight Wieso ist der EVZ Serien-Halbfinalist? Die waren 2013 letztmals im Halbfinal.
    • zsalizĂ€me 06.03.2017 16:22
      Highlight Highlight Wenn der EVZ "Serien-Halbfinalist der letzten Jahre" ist, nenne ich Arosa auch "Serien-Meister der letzten Jahre". Ja gut, ist jetzt etwas ĂŒberspitzt. Aber trotzdem.

Eismeister Zaugg

Der tiefere Grund fĂŒr die SCB-Krise: Marc LĂŒthi ist zu mĂ€chtig geworden

SCB-Manager Marc LĂŒthi (59) sieht seit zwei Jahren tatenlos zu, wie sein Sportchef Alex Chatelain Sven Leuenbergers meisterliches Erbe ruiniert. Deshalb trĂ€gt er die Verantwortung fĂŒr die missglĂŒckte Saison. Handelt er nicht, geht die sportliche Talfahrt ungebremst weiter.

Hier ist vom SC Bern die Rede. Einer der erfolgreichsten Hockey-Firmen ausserhalb der NHL. Jahresumsatz etwas mehr als 50 Millionen im Jahr. Die höchsten Zuschauerzahlen, Gastro- und Werbeeinahmen ausserhalb der NHL. Mit einer reichen Tradition und einer wunderbaren Leistungskultur. Das Bayern MĂŒnchen des Hockeys. Die AnsprĂŒche sind also hoch.

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