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Switzerland's players react disappointed after loosing against Czech Republic, during the IIHF 2016 World Championship preliminary round game between Czech Republic and Switzerland, at the Ice Palace, in Moscow, Russia, Tuesday, May 17, 2016. (KEYSTONE/Salvatore Di Nolfi)

Am Ende bleibt die grosse Enttäuschung: Die Schweiz ist nach dem 4:5 gegen Tschechien ausgeschieden. Bild: KEYSTONE

Eismeister Zaugg

Pausenplatz-Hockey auf Weltniveau oder das dramatische Scheitern der mutigen «Löwen von Moskau»

Pausenplatz-Hockey auf Weltniveau hat nicht gereicht. Nach dem 4:5 gegen Tschechien hat die Schweiz den WM-Viertelfinal verpasst. Dieses letzte Spiel und das ganze Turnier in einem Satz zusammengefasst: «Löwen, geführt von Eseln».



» Der Matchbericht mit allen Highlights im Video

Mit dem Motto «1291» sind die Schweizer nach Moskau gereist. Daraus ist «1515» geworden: ein ehrenvoller Untergang. Die verlorene Schlacht von Marignano (1515) führte zu einer Rückkehr zur Bescheidenheit. Vielleicht hat ja das Scheitern von Moskau auf die Verbandsgeneräle eine ähnliche Wirkung.

Gescheitert sind die Schweizer in diesem letzten, erneut dramatischen Spiel erneut wegen «Pausenplatz-Hockey.». Der Mut zum Vorwärtsspiel und die Leidenschaft fehlten zu keinem Zeitpunkt. Ja, während 5 Minuten und 24 Sekunden standen wir gar im Viertelfinale: In der Zeit zwischen Denis Hollensteins 1:0 (mit dem zweiten Schuss) und dem Ausgleich der Tschechen.

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Hollenstein entwischt und trifft zum 1:0 für die Schweiz.
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Aber wieder fehlte die seriöse Basis. Eine Basis, die geduldige Detailarbeit erfordert. Das Powerplay und das Boxplay. Alle grossen Erfolge der Schweizer sind nicht das Produkt von wildem «Pausenplatz-Hockey», sondern von seriöser Detailarbeit. Funktionierenden Automatismen im Spiel in Unter- und Überzahl. Es ist bezeichnend, dass die Schweizer gegen Tschechien den Ausgleich in Unterzahl kassiert haben und im Gegenzug nicht dazu in der Lage waren, das eigene Überzahlspiel zu den entscheidenden Treffern auszunützen.

Diese unverzeihliche Schwäche im Powerplay und im Boxplay ist auch der Ausgangspunkt aller Schwierigkeiten gegen die vermeintlich Kleinen. Wir hatten früher diese Gegner gut im Griff, weil wir in den Spezialsituationen in Unter- und Überzahl besser waren. In Moskau haben uns die Schwächen in den «Special Teams» um alle Früchte der Anstrengungen bei numerischem Gleichstand gebracht.

Berra diesmal kein grosser Torhüter

Dieses «Pausenplatz-Hockey» hat uns in Moskau unterhaltsame Spiele beschert, ja zeitweise waren es veritable Dramen. Aber es ist ein überaus gefährliches Spiel mit dem taktischen Feuer. Dieses Hockey kann bei der immer grösser werdenden Ausgeglichenheit der WM im Abstieg enden. Dieser spektakuläre, riskante neue Stil der Schweizer ist auch eine Folge einer fehlenden fachlichen Kompetenz beim Verband. Patrick Fischer ist sozusagen ins kalte Wasser geworfen worden und er kann sich bei seinem Arbeitgeber mit niemandem auf Augenhöhe über internationales Eishockey oder über taktische Entwicklungen unterhalten.

Patrick Fischer, head coach of Switzerland national ice hockey team, reacts, during the IIHF 2016 World Championship preliminary round game between Switzerland and Sweden, at the Ice Palace, in Moscow, Russia, Sunday, May 15, 2016. (KEYSTONE/Salvatore Di Nolfi)

Aus, Schluss, vorbei: Die Schweiz hat das erklärte Ziel, den WM-Viertelfinal, verpasst. Bild: KEYSTONE

Dieser «kleine Final», dieses «Alles-oder-Nichts»-Spiel ist auch eine Rückkehr auf den Boden (oder das Eis) der Realität. Der erfrischende, bisweilen naive Vorwärtsstil vermag jeden Gegner zu beunruhigen und garantiert in jedem Spiel beste Unterhaltung. Aber wenn die Grossen keine Gefangenen mehr machen, wenn sie bedingungslos auf Sieg spielen, dann sind wir mit Patrick Fischers «Pausenplatz-Hockey» chancenlos. Die Tschechen haben die Schweizer zu keinem Zeitpunkt unterschätzt. Sie wollten den Sieg (und damit den ersten Platz in der Gruppe) – und sie haben ihn geholt.

In diesem letzten Spiel hat sich auch noch einmal ein ganz entscheidender Schwachpunkt gezeigt: der Torhüter. Grosse Goalies haben alle grossen Siege seit 1998 abgesichert. Reto Berra war dieser grosse Goalie bei der Silber-WM 2013 (3:0 im Halbfinale gegen die USA). Aber er war in diesen Tagen in Moskau kein grosser Goalie. Er war gut, zeitweise sehr gut und er gehört zu den tragischen Helden dieser WM.

Den Lapsus im Startspiel gegen Kasachstan (das 1:1 aus 40 Meter in Überzahl), der uns in dieser Partie den Sieg, zwei Punkte und in der Endabrechnung die Viertelfinals kosten sollte, hat er in bewundernswerter Art und Weise weggesteckt. Zeitweise war er wieder ein charismatischer, grosser Goalie. Aber nicht mehr in den entscheidenden Augenblicken. Er hat zwei Penaltyschiessen verloren (gegen Kasachstan und Schweden) und er war auch nicht dazu in der Lage, nun in der letzten Partie den von Rafael Diaz verursachten Penalty von Lukas Kaspar (zum 2:1) zu halten.

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Berra wird beim Penalty zum 1:2 zwischen den Beinen erwischt. streamable

Und auch das alles entscheidende 4:2 hätte ein Reto Berra in der Form von 2013 verhindert. Die Fangquote (86,87 Prozent) war auch in diesem Spiel ungenügend – die Schweiz gewinnt gegen einen Titanen nur mit einem Goalie, der mehr als 92 Prozent der Schüsse hält.

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Freie Sicht, doch Berra greift beim 2:4 daneben.
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Spektakulär gescheitert ist gescheitert

Diese letzte Partie gegen Tschechien hat uns erneut bestens unterhalten – wie alle Spiele der Schweizer. Wir haben noch einmal gehofft, gezittert, gebangt und gelitten. Wir haben uns über die Leidenschaft, den Mut und die Spielfreude dieser Mannschaft gefreut. Ja, in dieser Beziehung haben wir eine aussergewöhnliche WM erlebt und der verzweifelte Sturmlauf in den letzten Minuten, der die Schweizer noch einmal auf 4:5 herangebracht hat, bleibt uns als letzter Eindruck dieser WM positiv in Erinnerung.

Switzerland's players leave the rink after losing against Czech Republic, during the IIHF 2016 World Championship preliminary round game between Czech Republic and Switzerland, at the Ice Palace, in Moscow, Russia, Tuesday, May 17, 2016. (KEYSTONE/Salvatore Di Nolfi)

Und tschüss!
Bild: KEYSTONE

Aber wir mussten uns eben auch einmal mehr über die taktischen Unzulänglichkeiten ärgern und das letzte Gegentor (ein von Eric Blum ins eigene, vom Goalie verlassene Tor abgelenkter Befreiungsschlag) ist nicht ganz untypische für unser «Pausenplatz-Hockey». Und letztlich haben wir die Viertelfinals nicht in diesem letzten Drama gegen Tschechien verspielt. Wir haben die Viertelfinals mit der Startniederlage gegen Kasachstan vergeigt – eine Niederlage gegen eine Mannschaft, die anschliessend keinen einzigen Punkt mehr geholt hat. Auch das passt ins Thema «Pausenplatz-Hockey».

Der böse, bittere Spruch, den ich gerne zitiere (und daher eigentlich abgedroschen ist) spielte am Ende die Wahrheit in diesem letzten Spiel und in diesem Turnier am besten und wird der aufopfernden Leistung der Spieler gerecht. «Löwen, geführt von Eseln». Die mutigen «Löwen von Moskau» sind dramatisch gescheitert.

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    Alle Leser-Kommentare
  • greenfields 18.05.2016 15:25
    Highlight Highlight Ist daneben, das weitere Scheitern einer Nati an Fischer + Co. aufzuhängen. Klar darf diskutiert werden über Spieler die an der WM, resp eben nicht, waren. Schuld sind für mich die Clubchefs. Solange die nicht endlich kapieren, dass bei jedem Termin die besten Spieler dabei sein müssen (NHL ausgenommen), so lange wird dieses Je-Ka-Mi weitergehen und eine 1/4-Finalquali ins Reich Zufall gehören. Und es muss endlich begriffen werden, dass eine Woche 7 Tage hat, an welchen gespielt werden kann, so dass die Meisterschaft Ende März fertig und eine seriöse WM-Vorbereitung mit den Besten möglich ist.
  • alpina.rocket 17.05.2016 22:20
    Highlight Highlight Patrick Fischer ist einfach kein guter Trainer. Als Motivatior reicht es ne Weile, aber taktisch hat er einfach keinen Plan. Das hat er schon in Lugano bewiesen.
  • Bruno Wüthrich 17.05.2016 20:18
    Highlight Highlight Hier müsste man sich Gedanken machen:

    Angesprochen auf das ungenügende Boxplay der Schweizer antwortete Mario Rottaris in der ersten Drittelspause sinngemäss:

    «Ich habe selbst noch gegen Reto von Arx gespielt und ich weiss genau, wie er Boxplay interpretiert. Das Boxplay der Schweizer trägt nicht (!!!) Retos Handschrift.»

    Doch RvA ist in Coaching-Staff der Schweiz für die Spezialsituationen zuständig. Wie kann es sein, dass das Boxplay nicht seine Handschrift trägt? Was lief hier falsch?
  • Cello Pfischterer 17.05.2016 20:03
    Highlight Highlight Könnte es denn nicht sein, dass unser Fischer & Co. in die nächste Stufe bringt? Die nächste Stufe ist meines Erachtens, dass wir eben nicht mehr wie unter Krüger ein System brauchen, sondern es via Kanada und andere schaffen, mit einer zusammengewürfelten Equipe rein auf Grund der Stärke die anderen zu besiegen und zu überrollen. All die grossen Nationen können auch nicht eine ganze Saison ein Team bilden wie wir früher, wir mit unseren NHL-Cracks können das auch nicht mehr. Also müssen wir uns doch auch in Richtung der grossen Nationen weiterentwickeln - kein System, dafür volle Schlagkraft.
  • energywolf 17.05.2016 18:24
    Highlight Highlight So, die CH ist draussen und ich hoffe, wir haben nun von KS Ruhe bis im September.
    • Tower204CH 17.05.2016 19:25
      Highlight Highlight Ne ne töffsaison hat erst begonne & der neue SCB ist noch dabei sehr erfolgreich bis jetzt.
    • Walter Sahli 17.05.2016 19:40
      Highlight Highlight Wer ist denn KS? KeiShockey?
  • faustus 17.05.2016 17:40
    Highlight Highlight Fischer hatte seine Chance. Er hat sie nicht genutzt. Fischer muss gehen. Wer mit so gutem Spielermaterial am Abstieg nur um Haaresbreite vorbeischrammt und nach dem grossen Aufatmen, das Viertelfinal doch nicht schafft, kann nicht im Amt belassen werden, trotz bester Unterhaltung. Man stelle sich nur vor, was geschehen wäre, wenn Niederreiter und Andrighetto nicht dabei gewesen wären; Fischer hätte die Schweiz mit seinem Ohne-System-Hockey in der B-Gruppe versenkt. Wir brauchen ein System, um sicher in der A-Gruppe zu verbleiben. Immer werden die NHL Spieler nicht zur Verfügung stehen.
    • Schreiberling 17.05.2016 18:06
      Highlight Highlight Quatsch. Komm in der Hockey Weltrealität an. Die Schweiz ist nicht viel besser als Dänemark, Norwegen, Lettland oder gar Kasachstan. Wenn die Nati wieder erfolgreich sein soll, braucht sie Kontinuität, und nicht jedes Jahr einen neuen Trainer und somit ein neues System.
    • energywolf 17.05.2016 18:22
      Highlight Highlight Schreiberling: Wir sind Besser als die von dir aufgezählten Nationen. Wir spielen in der CH ein Hockey mit sehr viel Speed und einer hervorragenden Passqualität auf hohem Tempo. Nur muss der Verband mal die seit Jahrzehnten bestehende eklatante miese Chancenauswertung angehen. 8 von 10 Topskorer in derCH-Liga sind immer noch Ausländer. Fischer hat dies endlich thematisiert. Mal schauen wie unsere Verbands und Liga-Chnuschties dieses Problem nun angehen werden. Wir müssen uns an den Top-Nationen orientieren. Auf Augenhöhe mit SE und FI zu spielen sollte unser Ziel sein und nicht mit De, Lt,DK🖖
    • Schreiberling 17.05.2016 19:28
      Highlight Highlight Vom Tempo und der läuferischen Qualität her geb ich dir recht. Passqualität... naja. Klar ist unsere Liga besser als jene von Dänemark etc. aber die Nati ist es nicht. Die Dänen haben mehrere NHL Spieler, die Norweger haben Stars in den finnischen und schwedischen Ligen, die Kasachen und Letten in der KHL (die besser ist als die NLA).

      Klar sollte man sich an SWE oder FIN orientieren (gerade von letzteren könnten wir viel lernen in der Ausbildung der Jungen). Auf Augenhöhe spielen mit denen ist aber noch ein verdammt weiter Weg.
  • Martinov 17.05.2016 17:38
    Highlight Highlight Warte sehr gespannt auf de analyse von Tikkanen #watchoutwatson
  • Brian 17.05.2016 15:29
    Highlight Highlight Es scheint wirklich so, dass unsere Qualität eben nicht so hoch ist, wie sie immer wieder von KZ erwähnt wird. Auch der von KZ so hochgelobte Fischer scheint nicht genügend Kompetenz zu haben um eine Nati zu führen. Jetzt hat der Verband den Vertrag noch verlängert. Also wo liegt das Problem im CH-Eishockey? Ja genau, beim Verband! Komisches Vorbereitungssystem für die Nati, komische Entscheidungen in vielen Bereichen usw. So etwas sollte mal KZ im Detail analysieren und beurteilen, statt immer alles in den Himmel hinauf zu loben.
    • SJ_California 17.05.2016 16:16
      Highlight Highlight Zum Glück wurde der Vertrag verlängert. Würde der Headcoach jedes Jahr gewechselt, könnte kein System, keine Kontinuität erreicht werden. Fischer ist meiner Meinung auf einem guten Weg, aber etwas Zeit muss man ihm schon geben.
  • BOSELLI 17.05.2016 15:15
    Highlight Highlight Kaum sind mal Murmelis ohne Ende da gehts bergab!
    Wenn dann müsste man auch ihren Oberguru dazunehmen!
    Ich schlage vor...Arno mit Lars Leuenberger!
    • Hockrates 17.05.2016 15:31
      Highlight Highlight Jetzt hört mal auf mit diesem Lars Leuenberger. Ich bin mal gespannt, wann und wo der seinen nächsten Job kriegt. Zaugg lobt ihn pausenlos in den Himmel, aber einstellen müssen ihn Leute, die mehr vom Hockey verstehen als der Samichlaus.
  • Amboss 17.05.2016 14:06
    Highlight Highlight Die Nati ist etwa da platziert, wo sie hingehört.
    Erkenntnis 1: Auch andere Länder können Hockey spielen. Wir können die Viertelfinale erreichen - können aber auch absteigen...

    Erkenntnis 2: Chancen fürs Viertelfinale haben wir nur, wenn wir nicht unnötige Punkte liegen lassen. Die Nati muss von Beginn weg funktionieren. Das heisst, die Testspiele müssen genutzt werden, um wirklich ein Team zu werden. Fischer sollte schon früh einen Stamm von Spielern aufbauen, welcher dann "gesetzt" ist und durch NHL-Spieler ergänzt werden kann.
    • gupa 17.05.2016 14:26
      Highlight Highlight Wie denn wenn der Playofffinal fast bis zur WM dauert?
    • ch2mesro 17.05.2016 14:59
      Highlight Highlight sehe ich auch so. v.a. 2. erkenntnis; weg vom jekami, sondern ein kernteam bilden und für die wm mit den besten verfügbaren kräften sei es aus nati a, oder nhl aufstocken.
    • Crecas 17.05.2016 15:03
      Highlight Highlight Sehr ein guter Punkt @Amboss. Eine Überlegenheit holen durch eine gut eingespielte Mannschaft mit Systemtreuheit ist auch das Erfolgsgeheimnis von McSorley in Genf oder Del Curto in Davos.

      Zudem war es auch die Taktik von Krueger. Damals haben wir - trotz noch schlechterem Spielermaterial - in 8 von 12 WMs die Viertelfinals erreicht (dazu 2 von 3 Olympias). Seither nur noch bei 3 von 7 WMs (dazu 0 von 1 Olympias). Krueger war ein Systemfanatiker, der die Mannschaft, das Team, den Stamm zusammengehalten hat und uns darum einen Vorteil verschafft hat.

      Darum Kontinuität, System, System, System.
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Die Schweiz ist «B-Weltmeister» – der erstaunlichste Reifeprozess aller Zeiten

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