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Switzerland's forward Nino Niederreiter #22 celebrate his goal with teammates forward Kevin Fiala #21, forward Enzo Corvi #71, defender Roman Josi #90 and defender Raphael Diaz #16, after scoring the 0:1, during the IIHF 2018 World Championship, during the Gold Medal game between Sweden and Switzerland, at the Royal Arena, in Copenhagen, Denmark, Sunday, May 20, 2018. (KEYSTONE/Salvatore Di Nolfi)

Leider verging den Schweizern ganz zum Schluss das Jubeln. Bild: KEYSTONE

Eismeister Zaugg

9 Silberhelden erhalten die Maximalnote – aber eigentlich hätten alle eine 6,0 verdient



Dürfen wir Spieler benoten, die das WM-Finale erst im Penaltyschiessen verloren haben? Hat nicht jeder eine Maximalnote verdient? Doch, gerade weil Eishockey ja der ultimative Mannschaftssport ist, hat eigentlich jeder die Note 6,0 verdient.

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Die Highlights des Finals. Video: YouTube/IIHF Worlds 2018

Aber es geht ja auch darum, noch besser zu werden. Und es ist nicht jeder gleich gut. Nicht im richtigen Leben, nicht im Eishockey, nicht bei einer Eishockey-WM. Deshalb geben wir jedem Spieler zwar die Note 6,0. Aber darüber hinaus auch noch eine individuelle Benotung. Neunmal haben wir die Maximalnote 6,0 vergeben: für Leonardo Genoni, Raphael Diaz, Roman Josi, Mirco Müller, Nino Niederreiter, Timo Meier, Enzo Corvi, Sven Andrighetto und Tristan Scherwey.

Kein Schweizer im Allstar-Team

2013 in Stockholm war Roman Josi zum wertvollsten Spieler (MVP) und zum besten Verteidiger des WM-Turniers gewählt worden. Zudem hatte es neben Josi auch Julien Vauclair in das Allstar-Team geschafft. Dieses Mal wurde kein Schweizer ausgezeichnet, weder von der IIHF noch von den Medienvertretern, die jeweils das Allstar-Team bestimmen. Der MVP-Award ging an den amerikanischen Stürmer Patrick Kane. (sda)

Torhüter

Reto Berra – Note 5,0

177.04 Minuten Einsatzzeit, 6 Gegentore, 72 Schüsse, davon 66 abgewehrt, Fangquote 91,67 Prozent.

Er hielt gegen die Slowakei alle Pucks (2:0) und sicherte so den vielleicht wichtigsten Sieg auf dem Weg zum Wunder. Trotzdem vertraute Patrick Fischer ab dem Viertelfinal auf Leonardo Genoni – und behielt recht. 2013 schon Silberheld.

Switzerland's goaltender Reto Berra removes the puck, during the IIHF 2018 World Championship preliminary round game between Slovakia and Switzerland, at the Royal Arena, in Copenhagen, Denmark, Sunday, May 6, 2018. (KEYSTONE/Salvatore Di Nolfi)

Bild: KEYSTONE

Leonardo Genoni – Note 6,0

445.33 Minuten Einsatzzeit, 19 Gegentore, 224 Schüsse, davon 205 abgewehrt, Fangquote 91,52 Prozent.

Er begann als «Lottergoalie» (so ist er tatsächlich nach dem überraschenden Punktverlust im Startspiel gegen Österreich bezeichnet worden). Aber er steigerte sich auf wundersame Weise und ab dem Viertelfinal haben wir den wahren, den besten Leonardo Genoni der ganzen Saison gesehen. Nur zwei Gegentore im Viertelfinal, nur zwei Gegentore im Halbfinal, nur zwei Gegentore im Final.

epa06751771 Leonardo Genoni of Switzerland during the IIHF World Championship semi-final ice hockey match between Canada and Switzerland in Royal Arena in Copenhagen, Denmark, 19 May 2018.  EPA/LISELOTTE SABROE DENMARK OUT

Bild: EPA/SCANPIX DENMARK

Gilles Senn – keine Note

Weil kein Einsatz.

Switzerland's forward Nino Niederreiter, left, speaks with Switzerland's defender Roman Josi, 2nd left, past Switzerland's goaltender Gilles Senn, right, during a training session of the IIHF 2018 World Championship at the practice arena of the Royal Arena, in Copenhagen, Denmark, Monday, May 14, 2018. (KEYSTONE/Salvatore Di Nolfi)

Bild: KEYSTONE

Verteidiger

Roman Josi – Note 6,0

5 Spiele, 0 Tore, 3 Assist, 4 Strafminuten, +2, 24:20 Minuten.

Vor fünf Jahren war er noch einsame Spitzenklasse und bester Einzelspieler des Turniers (MVP). Inzwischen ist er der Beste vieler guter Spieler in seinem Team. Mag sein, dass er nicht ganz so brillant und dominant war wie 2013. Aber in der Wirkung und im Einfluss aufs Spiel war er so gut wie bei der ersten Silber-WM. Seine Präsenz machte alle Verteidiger besser und im Finale hatte er eine +1-Bilanz, er gab den ersten Assist zum 1:0 und den zweiten Assist zum 2:1.

Switzerland's defender Roman Josi skates, during the IIHF 2018 World Championship preliminary round game between Switzerland and Sweden, at the Royal Arena, in Copenhagen, Denmark, Sunday, May 13, 2018. (KEYSTONE/Salvatore Di Nolfi)

Bild: KEYSTONE

Ramon Untersander – Note 5,25

10 Spiele, 3 Tore, 4 Assists, 0 Strafminuten, -3, 19:59 Minuten.

Der «vergessene» Star der Schweizer. Wir haben in Kopenhagen den besten Ramon Untersander gesehen, den es je gegeben hat. Ruhig, scheibensicher, konsequent in seinen Aktionen und schussstark wie noch nie. Aber auf diesem Niveau defensiv nicht ganz sattelfest – daher keine Maximalnote

epa06753087 Sweden's defender Oliver Ekman Larsson #23, vies for the puck with Switzerland's defender Ramon Untersander #65, right, during the IIHF 2018 World Championship, during the Gold Medal game between Sweden and Switzerland, at the Royal Arena, in Copenhagen, Denmark, 20 May 2018.  EPA/SALVATORE DI NOLFI

Bild: EPA/KEYSTONE

Joël Genazzi – Note 4,0

5 Spiele, 0 Tore, 0 Assists, 0 Strafminuten, -1, 5:25 Minuten.

Vor einem Jahr die Entdeckung des Turniers mit drei Skorerpunkten und einer sagenhaften +7-Bilanz. Aber im besten WM-Team aller Zeiten war er nur noch ein Hinterbänkler. Eine Rolle spielt auch die schwierige Saison bei Lausanne – sie hat ihn viel Selbstvertrauen und Charisma gekostet.

Patrick Fischer, left, head coach of Switzerland national ice hockey team, and Switzerland's defender Joel Genazzi, right, arrive for a training session, at the IIHF 2018 World Championship at the practice arena of the Royal Arena, in Copenhagen, Denmark, Friday, May 4, 2018. (KEYSTONE/Salvatore Di Nolfi)

Bild: KEYSTONE

Raphael Diaz – Note 6,0

10 Spiele, 1 Tor, 5 Assists, 8 Strafminuten, +4, 22:36 Minuten.

Der beste Raphael Diaz aller Zeiten. Er hatte erneut die Bürde der Captain-Würde zu tragen. Aber auf dem Eis musste er nicht die ganze Verantwortung übernehmen – erst war sein Partner Mirco Müller, dann Roman Josi. An der Seite dieser «Alphatiere» blühte Raphael Diaz auf, verlor seine Verkrampfung, wurde lockerer, selbstsicherer – und noch besser. Im Final eine +1-Bilanz und mit 30:49 am meisten Eiszeit. 2013 schon Silberheld.

Switzerland's defender Raphael Diaz, right, reacts after taking a penalty past Sweden's forward Mika Zibanejad, left, during the IIHF 2018 World Championship preliminary round game between Switzerland and Sweden, at the Royal Arena, in Copenhagen, Denmark, Sunday, May 13, 2018. (KEYSTONE/Salvatore Di Nolfi)

Bild: KEYSTONE

Dean Kukan – Note 5,0

10 Spiele, 1 Tor, 2 Assist, 0 Strafminuten, +/-0, 18:20 Minuten.

Gemessen an seinem Potenzial zu viele Fehler. Gewann im Laufe des Turniers an Sicherheit, Selbstvertrauen und Ausstrahlung und spielte seine beste Partie im Halbfinal gegen Kanada.

Switzerland's Dean Kukan, right, falls during the Ice Hockey World Championships final match between Sweden and Switzerland at the Royal arena in Copenhagen, Denmark, Sunday, May 20, 2018. (AP Photo/Petr David Josek)

Bild: AP/AP

Lukas Frick – Note 5,0

10 Spiele, 0 Tore, 0 Assists, 0 Strafminuten, -1, 9:36 Minuten.

Ein guter Defensivarbeiter. Bis zur Ankunft von Roman Josi bildete er zusammen mit Mirco Müller das defensive Defensivpaar. Dann aber rutschte er auf die Position des 7. Verteidigers ab. Im Finale nur ein Einsatz mit 16 Sekunden.

Switzerland's defender Lukas Frick, left, vies for the puck with Sweden's forward Mika Zibanejad, right, during the IIHF 2018 World Championship preliminary round game between Switzerland and Sweden, at the Royal Arena, in Copenhagen, Denmark, Sunday, May 13, 2018. (KEYSTONE/Salvatore Di Nolfi)

Bild: KEYSTONE

Mirco Müller – Note 6,0

10 Spiele, 1 Tor, 5 Assists, 8 Strafminuten, +9, 20:40 Minuten.

Der beste, kompletteste Verteidiger des Teams. Ruhig, zielstrebig, geradlinig, rau und charismatisch. Läuferisch einer der besten des gesamten Turniers. Wichtiges Unterzahl-Tor gegen die Slowakei. Machte erst Raphael Diaz, dann Michael Fora besser. Im Finale hinter Raphael Diaz und Roman Josi am drittmeisten Einsatzzeit, aber eine -1-Bilanz.

epa06753351 Switzerland's players defender Lukas Frick, left, defender Mirco Mueller, centre, and goaltender Reto Berra, right, react after losing against team Sweden, during the overtime of the IIHF 2018 World Championship Gold Medal game between Sweden and Switzerland, at the Royal Arena, in Copenhagen, Denmark,  20 May 2018.  EPA/SALVATORE DI NOLFI

Bild: EPA/KEYSTONE

Michael Fora – Note 5,0

10 Spiele, 0 Tore, 1 Assists, 4 Strafminuten, -1, 15:13 Minuten.

In Erinnerung bleibt uns das Eigentor gegen Schweden. Das ist ungerecht. Ambris Captain ist das Musterbeispiel eines verlässlichen, furchtlosen, rauen Abräumers und hat ein überzeugendes WM-Debüt gegeben. Nach wie vor ein ungeschliffener Diamant mit Potenzial für die NHL.

Belarus' forward Artyom Levsha, left, vies for the puck with Switzerland's defender Michael Fora, right, during the IIHF 2018 World Championship preliminary round game between Switzerland and Belarus, at the Royal Arena, in Copenhagen, Denmark, Wednesday, May 9, 2018. (KEYSTONE/Salvatore Di Nolfi)

Bild: KEYSTONE

Stürmer

Chris Baltisberger – Note 4,0

9 Spiele, 0 Tore, 0 Assists, 4 Strafminuten, +/- 0, 5:03 Minuten.

Im bestbesetzten WM-Team aller Zeiten ist dem braven Defensiv-Soldaten nur noch die Rolle eines «Hinterbänklers» geblieben. Die hat er ohne zu Murren übernommen. Im Final auf dem Matchblatt, aber nicht eingesetzt.

Switzerland's forward Chris Baltisberger, left, vies for the puck with Austria's forward Alexander Rauchenwald, right, during the IIHF 2018 World Championship preliminary round game between Switzerland and Austria, at the Royal Arena, in Copenhagen, Denmark, Saturday, May 5, 2018. (KEYSTONE/Salvatore Di Nolfi)

Bild: KEYSTONE

Grégory Hofmann – Note 5,25

7 Spiele, 4 Tore, 3 Assists, 2 Strafminuten, +/- 0, 13:54 Minuten.

Der beste Playoff-Torschütze der Liga hat sich nun auch erstmals auf diesem Niveau durchgesetzt. Der schnelle, smarte Vollstrecker war lange für internationale Einsätze zu zerbrechlich. Nun ist der Schillerfalter erstmals robust genug, um gegen die Besten der Welt zu bestehen.

Switzerland's Gregory Hofmann celebrates after scoring his side's second goal during the Ice Hockey World Championships semifinal match between Canada and Switzerland at the Royal arena in Herning, Denmark, Saturday, May 19, 2018. (AP Photo/Petr David Josek)

Bild: AP/AP

Reto Schäppi – Note 4,5

10 Spiele, 0 Tore, 0 Assists, 4 Strafminuten, -1, 13:57 Minuten.

Ein furchtloser, standfester Defensivstürmer und Blocker mit viel Wasserverdrängung. Tore erzielen ist auch in der NLA nicht seine Spezialität. Tore verhindern hingegen schon und er tut das auch auf höchstem internationalen Niveau. Im Final 15:49 Minuten eingesetzt und ohne Gegentreffer geblieben.

Switzerland's forward Reto Schaeppi, left, vies for the puck with Slovakia's defender Michal Cajkovsky, right, during the IIHF 2018 World Championship preliminary round game between Slovakia and Switzerland, at the Royal Arena, in Copenhagen, Denmark, Sunday, May 6, 2018. (KEYSTONE/Salvatore Di Nolfi)

Bild: KEYSTONE

Kevin Fiala – Note 5,75

5 Spiele, 1 Tor, 4 Assist, 5 Strafminuten, +2, 17:47 Minuten.

Nicht der spektakulärste, aber der unberechenbarste, kreativste und technisch beste Schweizer Stürmer. Oft werden seine «Geistesblitze» erst auf den zweiten Blick sichtbar. Ein Hexenmeister des «tödlichen» letzten oder zweitletzten Passes vor dem gegnerischen Tor. Lieferte im Final den zweiten Assist zum 1:0.

Sweden's goalie Anders Nilsson makes a save against Switzerland's Kevin Fiala during the Ice Hockey World Championships final match between Sweden and Switzerland at the Royal arena in Copenhagen, Denmark, Sunday, May 20, 2018. (AP Photo/Petr David Josek)

Bild: AP/AP

Nino Niederreiter – Note 6,0

10 Spiele, 4 Tore, 5 Assists, 10 Strafminuten, +5, 19:43 Minuten.

Der produktivste (Team-Topskorer), beste und wirkungsvollste Schweizer Stürmer. Ein charismatischer Vorkämpfer und Leitwolf, der die Chemie in der Garderobe elektrisiert und das Spiel auf dem Eis dominiert. Erzielte im Final das 1:0, beendete das Spiel mit einer +1-Bilanz, aber brachte den Puck beim letzten Penalty nicht mehr ins Tor. 2013 schon Silberheld.

epa06722591 Switzerland's forward Nino Niederreiter in action during the IIHF 2018 World Championship preliminary round game between Switzerland and Belarus at the Royal Arena in Copenhagen, Denmark, 09 May 2018.  EPA/SALVATORE DI NOLFI

Bild: EPA/KEYSTONE

Timo Meier – Note 6,0

7 Spiele, 2 Tor, 5 Assists, 2 Strafminuten, +1, 16:26 Minuten.

Im helvetischen Angriffsspiel was die Kohlensäure im Mineralwasser. Mutig, flink und dazu in der Lage, aus jeder Position heraus ein Tor zu machen. Produzierte als WM-Neuling einen Punkt pro Spiel und erzielte im Final das 2:1.

Switzerland's forward Timo Meier before the IIHF 2018 World Championship preliminary round game between Switzerland and Belarus, at the Royal Arena, in Copenhagen, Denmark, Wednesday, May 9, 2018. (KEYSTONE/Salvatore Di Nolfi)

Bild: KEYSTONE

Noah Rod – Note 4,5

10 Spiele, 0 Tore, 0 Assists, 4 Strafminuten, -2, 12:24 Minuten.

Ein unermüdlicher, mutiger Kämpfer und Energiespieler, der sich der Bande entlang gegen die besten Spieler der Welt behaupten kann. Wäre er produktiver, könnten wir ihn als Manuele Celio des 21. Jahrhunderts bezeichnen. Auch im Final 12:23 Minuten im Einsatz und ohne Gegentreffer.

epa06731514 Switzerland's forward Noah Rod (L) in action against Russia's forward Artyom Anisimov (R) during the IIHF World Championship Group A ice hockey match between Russia and Switzerland at the Royal Arena in Copenhagen, Denmark, 12 May 2018.  EPA/SALVATORE DI NOLFI

Bild: EPA/KEYSTONE

Tristan Scherwey – Note 6,0

10 Spiele, 2 Tore, 2 Assists, 2 Strafminuten, +/-0, 14:00 Minuten.

2015 in Prag im WM-Team, aber nie eingesetzt. Jetzt ein Leitwolf. Schnell (einer der schnellsten dieses Turniers) mutig, geradlinig mit erstaunlicher Schusstechnik. Gegen Kanada zum 1:0 ein Tor für die Ewigkeit. Im Final 20:29 Minuten im Einsatz und ohne Gegentreffer.

Tristan Scherwey of Switzerland scores the first goal during the IIHF World Championship semi-final ice hockey match between Canada and Switzerland in Royal Arena in Copenhagen, Denmark, Saturday, May 19, 2018. (Liselotte Sabroe/Ritzau Scanpix via AP)

Bild: AP/Ritzau Scanpix Foto

Enzo Corvi – Note 6,0

10 Spiele, 4 Tore, 5 Assists, 6 Strafminuten, +2, 18:42 Minuten.

Was Tristan Scherwey rockt, das zaubert Enzo Corvi aufs Eis. Einer der smartesten Stürmer dieser WM und so gut wie bei Davos noch nie. Ob ihm Arno Del Curto beim HCD offensiv zu wenig zutraut und zu wenig Freiheiten gibt? Im Final 22:52 Minuten auf dem Eis und mit dem Assists zum 2:1 – und einem vergebenen Penalty.

epa06745575 Enzo Corvi of Switzerland during the IIHF World Championship quarter finals match between Finland and Switzerland at Jyske Bank Boxen in Herning, Denmark, 17 May 2018.  EPA/HENNING BAGGER DENMARK OUT

Bild: EPA/SCANPIX DENMARK

Damien Riat – Note 4,0

6 Spiele, 0 Tore, 0 Assists, 0 Strafminuten, +1, 6:13 Minuten.

Zu wenig smart und kreativ, um vorwärts etwas zu bewegen. Und so ist der zuverlässige Defensiv-Soldat nicht über die Rolle eines Hinterbänklers hinausgekommen – und für die gibt es halt «nur» die genügende Note 4,0.

Slovakia's defender Christian Jaros, left, vies for the puck with Switzerland's forward Damien Riat, right, during the IIHF 2018 World Championship preliminary round game between Slovakia and Switzerland, at the Royal Arena, in Copenhagen, Denmark, Sunday, May 6, 2018. (KEYSTONE/Salvatore Di Nolfi)

Bild: KEYSTONE

Simon Moser – Note 5,0

10 Spiele, 2 Tore, 2 Assist, 4 Strafminuten, +3, 15:06 Minuten.

Der SCB-Captain ist ein rauer Powerstürmer, der keine Furcht kennt und sich gegen jeden Gegenspieler der Welt behauptet – eigentlich wäre sein Platz die NHL. Wären seine Hände noch ein wenig schneller und seine Produktivität höher, bekäme er sogar die Maximalnote. Im Final bei keinem Gegentreffer auf dem Eis, mit 14:37 Minuten Eiszeit nicht ganz so dominant wie sonst. 2013 schon WM-Silberheld.

Switzerland's Simon Moser, above, challenges for the puck with Sweden's Magnus Paajarvi during the Ice Hockey World Championships final match between Sweden and Switzerland at the Royal arena in Copenhagen, Denmark, Sunday, May 20, 2018. (AP Photo/Petr David Josek)

Bild: AP/AP

Joël Vermin – Note 5,5

10 Spiele, 3 Tore, 3 Assists, 0 Strafminuten, +/-0, 15:33 Minuten.

Bei dieser WM so gut wie nie in Lausanne. Patrick Fischer hat seine Form und sein Selbstvertrauen während der WM-Vorbereitung aufgebaut und ist dafür mit einer Maximalleistung belohnt worden. Im Finale keiner der Hauptdarsteller (12:09 Minuten Eiszeit, -1).

epa06738245 Joel Vermin (L) of Switzerland and Florian Chakiachvili of France in action during the IIHF World Championship group A ice hockey match between Switzerland and France at the Royal Arena in Copenhagen, Denmark, 15 May 2018.  EPA/MADS CLAUS RASMUSSEN  DENMARK OUT

Bild: EPA/SCANPIX DENMARK

Sven Andrighetto – Note 6,0

9 Spiele, 2 Tore, 7 Assists, 27 Strafminuten, -1, 16:45 Minuten.

Das Foul im Startspiel gegen Österreich hat ihm eine Spielsperre und überzogene Kritik eingetragen. Aber entscheidend ist die Reaktion auf den Zwischenfall. Und die ist überzeugend. Ein erstaunlich kompletter Stürmer, cool im Abschluss und smart in der Spielgestaltung. Mutig ist er sowieso. Mit 19:46 Minuten Eiszeit trotz -1-Bilanz einer der Hauptdarsteller im Final, er verwertete den ersten Penalty zum 1:0 eiskalt.

Switzerland's forward Sven Andrighetto reacts, during the IIHF 2018 World Championship preliminary round game between Switzerland and Austria, at the Royal Arena, in Copenhagen, Denmark, Saturday, May 5, 2018. (KEYSTONE/Salvatore Di Nolfi)

Bild: KEYSTONE

Gaëtan Haas – Note 5,0

10 Spiele, 3 Tore, 2 Assists, 0 Strafminuten, +2, 14:44 Minuten.

Wir haben noch nicht den besten Gaëtan Haas gesehen und trotzdem hat er an dieser WM überzeugt. Ein flinker, schlauer Spielmacher und Powerplay-Ingenieur. Für ihn gilt: wird er robuster und im Spiel geradliniger ist seine Liga die NHL. Scheiterte im Final beim Penaltyschiessen, stand aber bei keinem Gegentreffer auf dem Eis.

Switzerland's forward Gaetan Haas, left, vies for the puck with Sweden's forward Johan Larsson, center, past Switzerland's goaltender Leonardo Genoni, right, during the IIHF 2018 World Championship preliminary round game between Switzerland and Sweden, at the Royal Arena, in Copenhagen, Denmark, Sunday, May 13, 2018. (KEYSTONE/Salvatore Di Nolfi)

Bild: KEYSTONE

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27 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
John McClane
21.05.2018 10:57registriert April 2015
Wenn man die Defensivsoldaten Rod und Schäppi mit 4,5 benotet obwohl sie immer gegen die Toplinien spielten und diese weitgehend abgemeldet haben, macht man Benotung anhand von Skorerpunkten. Das ist weder fair, noch zeugt es von grossem Hockeyverstand. Oder sagt doch mal, wieviel Tore ein Hockeygott McDavid gegen die beiden erzielt hat.
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uicked
21.05.2018 11:16registriert October 2017
Schäppi eine 4.5 geben ist eine riesen Frechheit.
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Ramsay Snow
21.05.2018 10:59registriert October 2015
Wieso Enzo Corvi bei Davos nicht so gut spielt? Möglicherweise weil er da keine Sturmpartner wie Niederreiter und Fiala hat.
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Eismeister Zaugg

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