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Tigers Goalie, Damiano Ciaccio, waehrend dem Meisterschaftsspiel der National League, zwischen den SCL Tigers und dem HC Genf-Servette, am Freitag 13. September 2019 im Ilfisstadion in Langnau. (KEYSTONE /Marcel Bieri)

Goalie Ciaccio und die Tigers starteten mit einer Niederlage in die Saison. Bild: KEYSTONE

Eismeister Zaugg

Langnaus Lebensmittel-Vergiftung – Ausrede oder Grund für Fehlstart?

Den SCL Tigers ist beim Startspiel gegen Servette (1:3) der «Sprit ausgegangen». Am Mittwoch lagen sie noch mit einer Lebensmittel-Vergiftung darnieder.



Langnaus Sportchef Marco Bayer bestätigt nach der überraschenden 1:3-Startpleite gegen Servette: «Ja, es stimmt, wir haben eine Lebensmittelvergiftung erwischt. Am Mittwoch war das Training bei uns zum Glück freiwillig. Kaum einer hätte trainieren können.» Man habe die «Käfer» bei der Verpflegung nach dem Cupspiel gegen die GCK-Lions am Dienstag erwischt. Die Langnauer hatten 4:0 gewonnen.

Gekocht haben die Zürcher, vermutet wird das Unheil in der Sauce der Fleischkügeli. Nur die drei Mitglieder der Langnauer Cup-Expedition, die sich glutenfrei ernähren, seien nicht betroffen.

Liga musste nicht entscheiden

Bereits am Mittwoch informierte Marco Bayer die Liga über einen möglichen Antrag einer Spielverschiebung. «Am Donnerstag sind alle zum Training erschienen und wir haben Entwarnung gegeben», sagt Langnaus Sportchef.

Liga-Direktor Denis Vaucher bestätigt den Eingang der Meldung. «Wir hätten im Falle eines Falles spätestens am Freitagvormittag über eine Verschiebung entschieden.» Nur Spielplan-Chef Willy Vögtlin spielt wieder einmal den Ahnungslosen: «Ich weiss von nichts.»

Eine Partie wird dann verschoben, wenn, wie Vaucher erklärt, «eine Mehrzahl der Leistungsträger» betroffen ist. Anders als früher gibt es nicht mehr eine bestimmte Anzahl Spieler, die betroffen sein muss. «Wir entscheiden von Fall zu Fall» sagt der Liga-Direktor. Ob ein Spieler einsatzfähig ist oder nicht, entscheidet der Klub-Arzt und schickt ein entsprechendes Arzt-Zeugnis an den Verband.

Das letzte Mal ist am 25. Januar 2019 eine Partie (La Chaux-de-Fonds gegen die GCK Lions) kurzfristig verschoben worden. Wegen «infektiöser Erkrankung» einiger Spieler bei den GCK Lions.

«Wir hatten genug Chancen, um dieses Spiel zu gewinnen»

Die Frage ist natürlich: Hat die dienstägliche Lebensmittel-Vergiftung Langnaus Fehlstart vom Freitag verursacht? Marco Bayer sucht nicht nach Ausreden. «Ich sehe keinen direkten Zusammenhang. Wir hatten genug Chancen, um dieses Spiel zu gewinnen.»

Aber es ist, wie es ist: In der zweiten Hälfte des Spiels haben die Kräfte der Langnauer in ungewohntem Masse nachgelassen. Aus einem 1:0 ist ab der 36. Minute nach und nach ein 1:3 gegen Servette geworden.

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Die Zusammenfassung der Partie SCL Tigers – Servette. Video: YouTube/MySports Home of Sports - FR

Am Dienstag treten die SCL Tigers zur nächsten Partie an. Auf eigenem Eis gegen Gottéron. Dann dürften sie wieder zu hundert Prozent bei Kräften sein.

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14Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Mia_san_mia 14.09.2019 16:42
    Highlight Highlight Echt schwach, wenn man schon nach dem ersten Saisonspiel mit solchen Ausreden kommt.
    • tnhser 14.09.2019 16:56
      Highlight Highlight Wo im Artikel liest du heraus, dass Langnau das als Ausrede verwendet und es sich nicht einfach um einen weiteren polemisch-zauggschen Artikel handelt?
    • Mia_san_mia 14.09.2019 17:38
      Highlight Highlight @tnhser: Ich weiss das.
    • LordVenedig 14.09.2019 18:17
      Highlight Highlight Wenn selbst der ligadirektor eine meldung bestätigt glaube ich nicht das es eine ausrede sein soll... aber jemand der eine anti-langnau brille trägt sieht sowieso in allem etwas negatives ;) du bist bestimmt auch der meinung in-albon spielte auch nur verletzt damit rod eine SPD bekommt.
    Weitere Antworten anzeigen
  • maylander 14.09.2019 16:30
    Highlight Highlight So im Januar hat es die GCK Lions selbst erwischt und nun die SCL Tigers. Da sollte mal jemand in der Küche zum Rechten sehen. Fleischchügeli sind ja auch nicht als Hochrisikogericht bekannt.
    • Caco 14.09.2019 18:42
      Highlight Highlight Es hat sich ja niemand rauszureden versucht
      Selbst der sportchef sagt sie hätten gewinnen können
      Ist halt nur eine normale meldung das viele spieler eine lebensmittelvergiftung hatten
  • Nelson Muntz 14.09.2019 16:15
    Highlight Highlight Das wäre Wasser auf Tunis Mühlen gewesen. Hockey ohne die BG/Hardboiled Legende ist einfach nicht das gleiche ☹️.
    • Lümmel 14.09.2019 17:06
      Highlight Highlight Definitiv! 😅👍
    • Eau Rouge 15.09.2019 19:39
      Highlight Highlight Wo du Recht hast, hast du Recht!
      R.I.P Tuni

Eismeister Zaugg

Starten die Playoffs erst am 17. März und dafür im Modus «Best of 5» statt «Best of 7»?

Die Qualifikation wird mit Geisterpartien zu Ende gespielt. Am Montag entscheiden die Klubs das weitere Vorgehen. Eine mögliche Lösung: Der Playoff-Start wird hinausgeschoben.

Die Einnahmeverluste aus den zwei letzten «Geisterrunden» sind verkraftbar. Der SC Bern hat für diesen Fall sogar eine Versicherung abgeschlossen. SCB-Manager Marc Lüthi schränkt allerdings ein: «Wir können eine Schadensumme anmelden. Aber die wird bei weitem nicht reichen, um den Einnahmeausfall beim Spiel gegen Gottéron zu decken.»

Wie jene entschädigt werden, die bereits ein Ticket für die Spiele von heute und morgen Abend gekauft haben, ist noch offen. Marc Lüthi sagt, es gebe mehrere …

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