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Bestimmt steht der Kleine eines Tages vor der Frage, mit wem ausser seinem Herzensklub FC Zürich er sonst noch sympathisieren soll.
Bestimmt steht der Kleine eines Tages vor der Frage, mit wem ausser seinem Herzensklub FC Zürich er sonst noch sympathisieren soll.Bild: KEYSTONE

Fans, die diesen Klub unterstützen, mögen auch … – Lebenshilfe für Fussballanhänger

08.06.2020, 14:1309.06.2020, 07:37
Falschmeldung
Satire - (fast) kein Wort ist wahr!

Du kennst das Prinzip von Online-Shops. Du legst dir ein Buch in den Warenkorb, schon werden dir Empfehlungen gemacht. «Leute, die dieses Buch gekauft haben, interessierten sich auch für diese Bücher», heisst es dann.

Das geht natürlich nicht nur mit Büchern. Sondern auch mit Schweizer Fussballklubs. Wenn du schon immer einmal wissen wolltest, wem du in anderen Ligen die Daumen drücken solltest – dann bist du hier goldrichtig!

YB

Bild: KEYSTONE
  • Manchester City: Ein Traditionsklub, der erst seit kurzer Zeit wieder oben mitmischt. Dass Young Boys öffentlich im Wankdorf Stadium spielen, sorgt auf der Insel da und dort für verwunderte Blicke.
  • Paris Saint-Germain: Dito. Einfach mit viel weniger Tradition als YB und ManCity. Einer von tausend PSG-Fans kann sich noch schwach an Guillaume Hoarau erinnern.
  • Borussia Dortmund: Gelb und Schwarz verbinden genauso wie der Anspruch, attraktiven Fussball zu bieten. Und das Derby gegen Thun steht der Partie BVB gegen Schalke in nichts nach.
  • Edmonton Oilers: Verblasster Ruhm, der langsam wieder zu strahlen beginnt. YB hatte keinen Gretzky, dafür Erich Hänzi («Sie, hänzi dä Hänzi gseh?»).
  • ZSC Lions: Den SCB mögen die YB-Fans nicht. Und ihr Geld, um wieder gross zu werden, haben die Fussballer von den Zürcher Rihs-Brüdern erhalten.
  • CCC Team: Die polnische Rad-Equipe ist der Nachfolger von BMC Racing, welches wiederum auf das Phonak-Team folgte – jene Mannschaft, die Andy Rihs ins Sportbusiness geführt hat.

FC Basel

Bild: KEYSTONE
  • Bayern München: Praktisch für jeden Fan, dass er keinen neuen Buchstaben lernen muss – FCB bleibt FCB.
  • Real Madrid: Die «Königlichen» haben im Weltfussball den Status, den der FCB eigentlich für sich reklamiert. Real-Fan Rafael Nadal und Basel-Fan Roger Federer necken sich auf der Tribüne mit Freundschaftsschal um den Hals.
  • FC Barcelona: Für einen Basler kein Problem, sich gleich mit beiden spanischen Erzrivalen zu verbrüdern. «Barça» ist schliesslich die kleine rot-blaue FCB-Kopie in Katalonien, die der Schweizer Hans Gamper gegründet hat.
  • Bayer Leverkusen: Pharma verbindet!
  • Venezia FC: Wenigstens ein anderer Ort auf der Welt, an dem man so in Masken vernarrt ist – während der Fasnacht, nicht zu Corona-Zeiten.
  • New England Patriots: Weil nur das Beste gut genug ist. Und weil die Patriots mit Regelverstössen genauso durchkommen, wie der FCB oft vom Basel-Bonus profitiert.
  • SC Bern: Weil nur das Beste gut genug ist. Und weil die Basler dem Irrglauben aufsitzen, so die YB-Anhänger ärgern zu können.

GC

Bild: KEYSTONE
  • Hamburger SV: Glaubt auch immer noch, ein grosser Klub zu sein.
  • EHC Kloten: Glaubt auch immer noch, ein grosser Klub zu sein.
  • AC Milan: Glaubt auch immer noch, ein grosser Klub zu sein.
  • Toronto Maple Leafs: Glaubt auch immer noch, ein grosser Klub zu sein.
  • Shanghai Shenhua: Sonst gibt's vom Papi kein Sackgeld mehr.
  • Aretha Franklin: Kein Klub, aber GC steht ja ohnehin über der Sache. Bis Ricci Cabanas forderte niemand so schön «Respect!»
  • Robert Snodgrass(hopper): Der schottische Flügel von West Ham ist der Traumtransfer der GC-Family.

FC St.Gallen

Bild: KEYSTONE
  • Leicester City: Aus dem Nichts zum Meistertitel – das musste St.Gallen erstmal jemand nachmachen. Leicester machte es.
  • SSC Napoli: Ebenfalls ein Klub aus einer vom Rest des Landes vernachlässigten Region mit enthusiastischen Fans. Napoli hatte Maradona, St.Gallen hatte Zellweger.
  • 1. FC Nürnberg: Weil Wurst wurst ist, solange Wurst gut ist. Bis ein Klecks Senf erspäht wird, dann ist fertig lustig.
  • Real Sociedad San Sebastian: Junge Talente und anderswo aussortierte Spieler, die für Furore sorgen. Na, klingelt's?
  • Sheffield FC: Der älteste Fussballklub der Welt ist sogar noch 22 Jahre älter als der älteste Fussballklub der Schweiz. Wie lernte uns Barney Stinson in «How I Met Your Mother»? Neu Alt ist immer besser.
  • Ajax Amsterdam: Stilbildender Trainer des Klubs war in über 30 Jahren Jack Reynolds – zuvor arbeitete er in St.Gallen. Man darf also sagen: Ohne FCSG kein Ajax. Wobei die Holländer minim mehr aus dem Engagement des Engländers machten. Und mit minim meine ich: 32 Meistertitel, 18 Cupsiege und sechs Europacup-Siege mehr.

FC Zürich

Bild: KEYSTONE
  • Hertha BSC: Die Berliner wollen das werden, was der FCZ nach eigener Sicht schon lange ist – ein Big City Club.
  • West Ham United: Nicht der erfolgreichste Klub der Stadt, aber derjenige der Büezer.
  • AS Monaco: Das zu grosse Stadion ist in der Regel zu leer.
  • FC Sevilla: Wird auch zu den grossen Klubs des Landes gezählt – aber nie zu den grössten.
  • Metallurg Magnitogorsk: Die Schornsteine der Stahlfabriken qualmen, als stünden sie in der Präsidenten-Loge im Letzigrund.
  • Los Angeles Kings: Der einzige dem FC Zürich würdige Zusatz, sollte er einmal anglisiert werden. Zurich United ist ja leider, leider schon vergeben.

FC Aarau

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  • 1860 München: Eines Tages kommen wir wieder!
  • Bari: Wir durften auch mal oben spielen!
  • Zug 94: In Ottmar we trust!
  • SD Eibar: Uns kennt auch keiner!
  • Bandari Mombasa: Unser Stadion sieht aus wie eures!
  • Cincinnati Bengals: Ohne uns wäre die Liga nicht komplett!
  • Hartford Whalers: Wenigstens hatten wir das schönste Logo der NHL!

FC Sion

Bild: KEYSTONE
  • Schalke 04: Ein Ort, an dem es tatsächlich noch chaotischer zu und her geht als im Wallis. Nach langer Suche stiess «Netz Natur»-Moderator Andreas Moser auf einen Stamm im deutschen Gelsenkirchen, den er «di glaine Schalgger» taufte.
  • Olympique Marseille: Grosse Klappe, je länger je weniger dahinter. Der letzte Titelgewinn ist schon zehn Jahre her.
  • HC Lugano: Ein Klub mit viel Geld, viel Stunk und wenig Erfolg. Si-on ice.
  • FC Liverpool: In Cupfinals unbesiegt – sieben Partien, sieben Trophäen. Damit die noch bessere Quote als Sion, dessen sagenhafte Serie 2017 nach 13 Triumphen im 14. Anlauf endete.
  • Atlético Madrid: Die Liebe ist erkaltet, seit Trainerschreck Jesus Gil y Gil nicht mehr schillernder Präsident, sondern unter der Erde ist.
  • Brescia Calcio: Am 3. November 2019 wird Trainer Eugenio Corini entlassen. Am 2. Dezember 2019 wird er wieder eingestellt, weil sein Nachfolger erfolglos ist. Das bleibt auch Corini: Am 5. Februar 2020 wird er zum zweiten Mal innert drei Monaten beim gleichen Klub gefeuert. CC-like!

FC Thun

Bild: KEYSTONE
  • Arminia Bielefeld: Wir füllen die Liga auf!
  • Bournemouth: Wir füllen die Liga auf!
  • Guingamp: Wir füllen die Liga auf!
  • Sassuolo: Wir füllen die Liga auf!
  • Leganés: Wir füllen die Liga auf!
  • Columbus Blue Jackets: Wir füllen die Liga auf!
  • New Orleans Pelicans: Wir füllen die Liga auf!
  • SC Migros Aare: Wir füllen Gestelle auf!

FC Winterthur

Bild: KEYSTONE
  • FC St.Pauli: Hoch …
  • Rayo Vallecano: … die …
  • AS Livorno: … internationale …
  • AFC Wimbledon: … Solidarität!
  • Portland Timbers: Und weg mit Trump!

FC Luzern

Bild: KEYSTONE
  • RB Leipzig: Die haben nicht nur einen Stierli, sondern leibhaftige Bullen.
  • Chelsea: Auf der Kapellbrücke hat es noch mehr asiatische Touristen als an einem Spiel in der Stamford Bridge.
  • Sliema Wanderers: Beide Fanlager wünschen sich so sehr, dass es in der zweiten Europacup-Runde mal zum Duell unter Freunden kommt. Leider scheitern beide fast immer bei erster Gelegenheit.
  • Schwenninger Wildwings: Die Fanfreundschaft besteht seit den 1970er-Jahren, als ein Luzerner Fan, der Skilift-Anbügler auf der Melchsee-Frutt war, sich eine hübsche Baden-Württembergerin anlachte.
  • Al Ahly Kairo: Luzerns ägyptischer Investor Samih Sawiris hatte die Kooperation eingefädelt. Seit ausgerechnet Ex-FCL-Trainer René Weiler, der die Innerschweiz im Unfrieden verliess, dort coacht, hat die Beziehung jedoch den Facebook-Status «Es ist kompliziert».

Neuchâtel Xamax

Bild: KEYSTONE
  • Achmat Grosny: Besser bekannt als Terek Grosny, wie der Klub bis 2017 hiess. Seit der Regentschaft des überaus populären Xamax-Präsidenten Bulat Tschagajew besteht eine Kooperation.
  • FC Malaga: In zehn Jahren aus der zweiten Liga in den Europacup und wieder zurück in die zweite Liga – Investionen von Scheichs und deren Ausbleiben waren dafür verantwortlich.
  • Racing Strasbourg: Gilbert Gress hat in seinem Leben viel gemacht, aber er erzählt immer nur von zwei Stationen: Von seiner Heimat Strasbourg, wo er «der Engel von der Meinau» war, und seiner Wahlheimat Neuchâtel, wo er Xamax zu den grössten Erfolgen der Klubgeschichte führte.
  • Deportivo Xerez: Wenn es schon einen weiteren Fussballklub mit X gibt, dann ist ja wohl klar, dass man den unterstützt. Beheimatet ist Xerez in Jerez, das wir wegen der Töff-Rennstrecke kennen.
  • Newcastle United: Was heisst Newcastle auf deutsch? Neue Burg. Voilà.

FC Lugano

Bild: TI-PRESS
  • SSD Palermo: Auf Sizilien gelten eigene Gesetze, genau wie im Tessin, dem Sizilien der Schweiz.
  • VfB Stuttgart: Das Lugano-Trikot ist seit vielen Jahren einzigartig mit dem grossen V auf der Brust. Der VfB hat dieses immerhin im Namen und einen breiten Brustring.
  • CR Flamengo: Lugano hat den San Salvatore, Rio de Janeiro hat den Zuckerhut (und bessere Fussballer).
  • Cimarrones de Sonora: Heissi Marroni, Marroni ganz heiss!

FC Vaduz

Bild: KEYSTONE
  • TSG Hoffenheim: Die Bundesliga atmete auf, als der 1899 gegründete Traditionsverein endlich aufgestiegen war.
  • Milton Keynes Dons: Pete Winkelman wollte unbedingt einen Verein in die Retortenstadt holen, doch er blitzte bei mehreren Klubs ab. Als der Londoner FC Wimbledon pleite ging, konnte er einsteigen und den Umzug – oder je nach Sichtweise: den Raubzug – vollziehen.
  • Lincoln Red Imps: Gibraltars Rekordmeister. Fussballzwerge halten zusammen!
  • BSC Raiffeisen Panthers Fürstenfeld: Der österreichische Basketballmeister von 2008 wird getreu dem Liechtensteiner Motto «Alles für den Fürst» unterstützt.
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23 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Für immer Bern
08.06.2020 15:13registriert November 2014
Bei GC musste ich schon ziemlich schmunzeln :D
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DruggaMate
08.06.2020 16:08registriert Januar 2019
Den HSV, der vor dem Abstieg trotz kack Fussball und jetzt nach dem Abstieg trotz 2.Liga (und mit mittlerweile wieder sehr ansehnlichem Fussball) regelmässig 50'000+ Menschen ins Stadion bringt, mit GC zu vergleichen ist schon ein bisschen frech...
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Simon Bertschi
08.06.2020 15:11registriert Juni 2020
Schmucke Liste!
Ich hätte noch ein paar Ergänzungen: Bei St. Gallen hätte man noch Lazio nehmen können: Auch zweimal Meister geworden bislang, auch zum letzten Mal vor 20 Jahren, auch schnuppern sie diese Saison am Titel.
Sion: Wenn wir bei Cupmannschaften sind. Sion: 2x Meister, 13 Cupsieger. Rapid Bukarest: 4x Meister, 13 Cupsieger.
Wenn bei Lugano schon das V angesprochen wird, hätte man gleich Brescia statt Stuttgart nehmen können.
Und bei Vaduz drängt sich natürlich der Vergleich zu Monaco auf. Fürstentum, leeres Stadion, unbeliebt etc.
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Auftakt vor 73'000 Zuschauern – die EM hievt den Frauenfussball in eine neue Ära
Die EM der Frauen in England setzt schon vor dem Eröffnungsspiel von heute Abend neue Massstäbe. Die Schweiz ist zum zweiten Mal an kontinentalen Titelkämpfen dabei, favorisiert sind aber andere.

Wahrscheinlich ist es Zufall, aber es passt trotzdem schön ins Bild. Heute Abend um 21.00 Uhr eröffnen England und Österreich die Fussball-Europameisterschaft der Frauen im Old Trafford. Das Stadion von Weltklub Manchester United wird auch das «Theatre of Dreams» genannt, und vielleicht wird sich die eine oder andere Spielerin tatsächlich wie im Traum vorkommen, wenn sie den Rasen betritt und den Blick über die Tribünen schweifen lässt. Über 73'000 Fans werden da sein für das Eröffnungsspiel dieser 13. offiziellen EM. Die Tickets waren innert kürzester Zeit vergriffen. England will Fussball sehen, Fussball der Frauen. Das war nicht immer so. Zumindest nicht für alle.

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