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Eklat beim F1-Rennen: Verstappen pöbelt Ocon an

Max Verstappen (links) war nach dem verpassten Sieg stinksauer.
Max Verstappen (links) war nach dem verpassten Sieg stinksauer.Bild: screenshot streamable

Eklat beim F1-Grand-Prix von Brasilien: Verstappen pöbelt Ocon nach dem Rennen an

12.11.2018, 01:2912.11.2018, 12:59
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Lewis Hamilton, der sich vor zwei Wochen zum fünften Mal als Weltmeister feiern lassen durfte, kam im Grand Prix von Brasilien zu einem glücklichen Sieg.

Doch es brauchte Schützenhilfe in Form eines Missgeschickes des führenden Max Verstappen im Red-Bull-Renault. Der Niederländer verpasste seinen sechsten GP-Sieg, weil er beim Überrunden mit dem sich heftig wehrenden Esteban Ocon kollidierte und sich gedreht hatte. Nach einer Aufholjagd kam Verstappen nur noch bis auf 1,469 heran.

Esteban Ocon touchiert Max Verstappen in der 44. Runde.Video: streamable

Es war ein zu diesem Zeitpunkt unnötiges Manöver im Senna-S, weil der 21-jährige und oft ungestüme Verstappen noch genug Zeit gehabt hätte, den ein Jahr älteren Franzosen zu überholen.

Die Szene aus der 44. von 72 Runden gab noch lange zu reden. Ocon wurde mit einer Stop-and-Go-Strafe von zehn Sekunden belegt, weil er sich gemäss Rennkommissären nicht hätte wehren dürfen. «Ich kann mich doch nicht in Luft auslösen», sagte Ocon.

Unschöne Szenen nach dem Rennen: Verstappen knöpft sich Ocon vor. Video: streamable

Auch gegen Verstappen wurde eine Untersuchung eingeleitet, weil er sich nicht nur verbal («So ein Idiot») wehrte, sondern nach dem Rennen im Parc Fermé auch handgreiflich geworden ist, wie TV-Aufnahmen von Canal+ beweisen. Das verstösst gegen Artikel 12.1.1.c im Verhaltenskodex des Weltverbandes.

Drei Stunden später das etwas seltsame Urteil: Verstappen muss in den nächsten sechs Monaten zwei Tage öffentlichkeitswirksame Arbeit unter Aufsicht des Weltverbandes FIA verrichten. Zum Beispiel, sich als Renninstruktor für den Nachwuchs zur Verfügung zu stellen. (sda/vom)

Die Mehrfach-Weltmeister der Formel 1:

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Die Mehrfach-Weltmeister der Formel 1
Lewis Hamilton: 7x Weltmeister (2008 im McLaren, 2014, 2015, 2017, 2018, 2019 und 2020 im Mercedes).
quelle: keystone / mark thompson
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Rennfahrzeuge lassen PS sprechen:

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23 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Judge Dredd
12.11.2018 06:34registriert April 2016
"Es war ein zu diesem Zeitpunkt unnötiges Manöver im Senna-S, weil der 21-jährige und oft ungestüme Verstappen noch genug Zeit gehabt hätte, den ein Jahr älteren Franzosen zu überholen."

Bin kein Verstappen Fan, aber hier war er ganz sicher nicht schuld, noch nicht Mal teilweise. Er hat in Vergangenheit viel Kredit verspielt mit teils (über-)harten Überholmanövern und wenig Einsicht. Aber es war hier KEIN Überholmanöver, das war eine Überrundung. Und nein, mit einer Überrundung muss man nicht warten. Der zu Überrundende muss Platzmachen, ohne wenn und aber.
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wasylon
12.11.2018 06:27registriert August 2015
Kleine Korrektur. Es war nicht beim Überrunden sondern Ocon wollte sich Zurückruden. Verstappen war breits vorne da setze sich Ocon vor dem Senna-S zum Überholen als ob sie um eine Position kämpfen würden.
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ujay
12.11.2018 08:20registriert Mai 2016
😂😂😂Die FIA ist doch nicht ernst zu nehmen!
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