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Swiss forward Xherdan Shaqiri, right, fights for the ball against England's midfielder Fabian Delph, left, during the UEFA EURO 2016 qualifying match Switzerland against England at the St. Jakob-Park stadium in Basel, Switzerland, Monday, September 8, 2014. (KEYSTONE/Laurent Gillieron)

Die Schweiz und Shaqiri könnten erneut auf England treffen. Bild: KEYSTONE

Vor WM-Quali-Auslosung: Diese Todesgruppe könnte uns blühen

In St.Petersburg werden morgen die Quali-Gruppen für die WM 2018 in Russland ausgelost. Da die Schweiz nur in Topf 2 ist, kommt es zu mindestens einem Duell mit einer europäischen Top-Nation. Auch sonst warten so einige unangenehme Aufgaben.



Morgen ist es so weit. Um 17 Uhr Schweizer Zeit beginnt die Auslosung der Qualifikationsgruppen für die WM 2018 in Russland. Stattfinden tut die Sause im Konstantin-Palast in St.Petersburg.

Wir erklären euch, wie das Wahlprozedere abläuft und präsentieren euch die schwierigste und die einfachste Gruppe. Zudem erfahrt ihr, in welcher Konstellation das Team von Vladimir Petkovic am wenigsten lange und in welcher am längsten im Flugzeug hockt.

Der Modus

Die Schweiz befindet sich aufgrund ihrer Position in der Weltrangliste (18) in Topf 2 – wie die früheren Weltmeister Italien und Frankreich. Überraschend in Topf 1 geschafft haben es Rumänien und Wales, die dank ihren Efforts in der laufenden EM-Qualifikation im FIFA-Ranking die Plätze 8 und 10 belegen.

Ausgelost werden in der Heimatstadt von Kreml-Chef Wladimir Putin neun Gruppen; sieben mit sechs Teams, zwei mit fünf Teams. Dem Weltmeister Deutschland, der das Feld der 52 Nationen anführt, ist aufgrund der TV-Vermarktung eine Sechser-Gruppe zugesichert. Lanciert wird die Ausscheidung im September 2016.

Switzerland's soccer team with up from left: Fabian Schaer, Haris Seferovic, Valon Behrami, Johan Djourou, Granit Xhaka and Yann Sommer. Down from left: Goekhan Inler, Stephan Lichtsteiner, Ricardo Rodriguez, Josip Drmic and Xherdan Shaqiri, before the UEFA EURO 2016 qualifying football match Switzerland against Estonia at the Swissporarena in Lucerne, Switzerland, Friday, March 27, 2015. (KEYSTONE/Peter Schneider)

Die Schweiz gehört zu Topf 2. Bild: KEYSTONE

Für die WM qualifizieren werden sich die Gruppensieger und jene vier Zweitplatzierten, welche sich in den Barrage-Duellen durchsetzen. Mit Gastgeber Russland wird Europa an der Endrunde 2018 somit 14 Mannschaften stellen. Nicht zur Qualifikation zugelassen ist Gibraltar, das bisher erst von der UEFA als Vollmitglied aufgenommen worden ist.

Zu den Star-Gästen der Auslosung zählen einstige Fussball-Grössen wie Ronaldo, Diego Forlan oder Fabio Cannavaro.

FILE - In this  Sunday, July 11, 2010 file photo Fabio Cannavaro displays the World Cup trophy before the World Cup final soccer match between the Netherlands and Spain at Soccer City in Johannesburg, South Africa. Italy's winning World Cup captain Fabio Cannavaro is reportedly under investigation for tax evasion. Local media report Wednesday Oct. 22, 2014 that nearly one million euros (more than $1 million) worth of goods linked to Cannavaro were sequestered by tax police in his hometown of Naples. Without providing details, Italy's tax agency confirmed the reports. A statement from Cannavaro's lawyers said that the inquiry involves a company owned only by the player's wife, adding that the couple is convinced it did no wrong. (AP Photo/Bernat Armangue, file)

Fabio Cannavaro gehört zu den Gästen der Auslosung in St.Petersburg. Bild: Bernat Armangue/AP/KEYSTONE

Die Topf-Zuteilung basierend auf der FIFA-Weltrangliste

Topf 1: Deutschland (2), Belgien (3), Holland (5), Portugal (7), Rumänien (8), England (9), Wales (10), Spanien (12), Kroatien (14)

Topf 2: Slowakei (15), Österreich (15), Italien (17), Schweiz (18), Tschechien (20), Frankreich (22), Island (23), Dänemark (24), Bosnien-Herzegowina (26)

Topf 3: Ukraine (27), Schottland (29), Polen (30), Ungarn (31), Schweden (33), Albanien (36), Nordirland (37), Serbien (43), Griechenland (44)

Topf 4: Türkei (48), Slowenien (49), Israel (51), Irland (52), Norwegen (67), Bulgarien (68), Färöer (74), Montenegro (81), Estland (82)

Topf 5: Zypern (85), Lettland (87), Armenien (89), Finnland (90), Weissrussland (100), Mazedonien (105), Aserbaidschan (108), Litauen (110), Moldawien (124)

Topf 6: Kasachstan (142), Luxemburg (146), Liechtenstein (147), Georgien (153), Malta (158), San Marino (192), Andorra (202)

Die sportlich schwierigste Gruppe

Aus Topf 1 stufen wir Deutschland klar am stärksten ein, dazu aus Topf 3 die Schweden. Dann füllen wir mit der Türkei aus Topf 4, Lettland aus Topf 5 und Luxemburg aus Topf 6 auf.

Die Türkei ist zwar nicht das bestklassierte Team aus Topf 4, allerdings werden Erinnerungen an den November 2005 und die Schlacht im Sükrü-Saracoclu-Stadion wach. Auch Luxemburg ist aus Schweizer Sicht negativ im Hinterkopf gespeichert. Unvergessen ist die blamable 1:2-Niederlage im September 2008.

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Auch wenn die Schweiz gegen Deutschland vor drei Jahren in einem Test mit 5:3 gewonnen hat, ein Duell mit dem Weltmeister muss nicht sein. YouTube/crazysportvideos

Die sportlich einfachste Gruppe

Mit Rumänien oder Wales aus Topf 1 wäre jeder Schweizer aus sportlichen Gründen glücklich, dazu Ungarn aus dem dritten Topf. Mit Färöer aus Topf 4, Moldawien aus Topf 5 und San Marino aus Topf 6 sollte ein gutes Abschneiden möglich sein.

Die organisatorisch mühsamste Gruppe

Aus Topf 1 gibt es keinen Gegner, der die Nati-Logistiker vor grössere Aufgaben stellen würde. Aufgrund der politischen Lage wäre für den Verband allerdings aus Topf 3 eine Reise in die Ukraine oder nach Griechenland mit dem grössten Aufwand verbunden. 

Im vierten Topf dürfte die Schweiz der Türkei, Israel und aufgrund der Distanz den Färöer-Inseln aus dem Weg gehen wollen. In Topf 5 sind wegen der Anreise Armenien und Aserbaidschan höchst unattraktiv, aus Topf 6 aus demselben Grund Georgien.

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Ein Wiedersehen mit der Türkei muss nicht zwingend sein. Bild: KEYSTONE

Die organisatorisch angenehmste Gruppe

Wenn wir die Stärken der Gegner einmal weglassen, ist Deutschland aus Topf 1 ganz gemütlich. Dazu aus Topf 3 die Schweden, aus Topf 4 Irland, Finnland aus dem 5. und Liechtenstein aus dem 6. Topf.

Der Fokus

Klar, die Auslosung der WM-Quali-Gruppen sorgt morgen für Schlagzeilen. Landesweit werden sich Experten zu Wort melden, eine Einschätzung zur prozentualen WM-Chance der Schweiz wird die nächste jagen. Allerdings geht es zunächst noch um die Qualifikation zur Europameisterschaft 2016 in Frankreich. Dort hat das Schweizer Team den schwachen Start gut weggesteckt und liegt nun auf Gruppenrang 2 hinter England. Die nächste Partie ist am 5. September in Basel gegen Slowenien. Es winkt die Vorentscheidung.

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