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ARCHIVBILD --- ZUR DROHENDEN SPERRE WEGEN PROVOKATION GEGEN DIE SPIELER DER SCHWEIZER NATIONALMANNSCHAFT, XHAKA, SHAQIRI UND LICHTSTEINER, STELLEN WIR IHNEN FOLGENDES BILDMATERIAL ZUR VERFUEGUNG --- Switzerland's midfielder Granit Xhaka, center, celebrates after scoring a goal with team mates Switzerland's midfielder Valon Behrami, Switzerland's defender Ricardo Rodriguez, Switzerland's defender Manuel Akanji, and Switzerland's defender Stephan Lichtsteiner, from left to right, during the FIFA World Cup 2018 group E preliminary round soccer match between Switzerland and Serbia at the Arena Baltika Stadium, in Kaliningrad, Russia, Friday, June 22, 2018. (KEYSTONE/Laurent Gillieron)

Werden in der Schweizer Nati künftig nur noch Spieler auflaufen, die nur eine Nationalität besitzen? Bild: KEYSTONE

Schweizerischer Fussballverband erwägt Sperre für Doppelbürger



Am Rückreisetag der Nationalmannschaft nahm Alex Miescher, Generalsekretär des Schweizerischen Fussballverbundes (SFV), Stellung zum Ausscheiden und zum schwachen Auftritt gegen Schweden

An der Motivation habe es sicher nicht gelegen, sagt Miescher im Interview mit der NZZ. «Ich würde eher sagen, dass wir den Wechsel nicht geschafft haben. Den Wechsel von der Qualifikation zu den Gruppenspielen und in die K.o.-Phase.» Man sei vielleicht sogar übermotiviert und deshalb ein wenig nervös gewesen, mutmasst Miescher.

Alex Miescher, General Secretary of the Swiss Footbal Association, SFA, and Head of Mission answers questions from journalists before a training session of the Switzerland's national soccer team at the Torpedo Stadium, in Togliatti, Russia, Saturday, June 23, 2018. The Swiss team is in Russia for the FIFA World Cup 2018 taking place from 14 June until 15 July 2018. Team Switzerland is based in Togliatti in the Samara district. (KEYSTONE/Laurent Gillieron)

Alex Miescher in Togliatti. Bild: KEYSTONE

Der Generalsekretär glaubt nicht, dass die Doppeladler-Affäre der Grund für das Ausscheiden war. Intern sei die Geschichte gar nicht so wichtig gewesen. «Die Spieler waren eher überrascht, was die Geste auslöste.» Man habe vom Verband Verständnis für die Aktionen aufgebracht und sich solidarisch verhalten. 

Dennoch sieht Miescher Handlungsbedarf mit Spielern, die eine Doppelbürgerschaft besitzen. Er fragt sich, ob Schranken gesetzt werden müssen. Und ob junge Doppelbürger in Zukunft gar nicht mehr vom SFV ausgebildet werden sollen. «Gehen wir davon aus, dass an einer künftigen WM nicht nur die Schweiz spielt, sondern auch Bosnien, Kroatien, Albanien und mehrere afrikanische Länder. Da ist es möglich, dass wir viele Spieler von anderen Teams ausgebildet haben.»

Miescher stellt sogar Doppelnationalitäten im Allgemeinen in Frage. «Sollte man sich ab einem gewissen Alter für eine Nationalität entscheiden?» Dies sei jedoch eine Frage der höchsten politischen Ebene. Der Fussballverband könne höchstens veranlassen, «dass die Türen zu den Förderprogrammen nur für diejenigen offen sind, die auf eine Doppelnationalität verzichten.»

Man wage nun einen Vorstoss und überprüfe, wie die Resonanz ist, so Miescher. «Wenn es dann heisst, es sei eine Schnapsidee, dann ist das okay.» (cma)

Wenn Laien versuchen, Fussball-Begriffe zu erklären ...

Video: watson/Angelina Graf

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