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epa06179185 Swiss national soccer team head coach Vladimir Petkovic leads his team's training session at Skonto stadium in Riga, Latvia, 02 September 2017. Switzerland will face Lativa in the FIFA World Cup 2018 qualifying soccer match on 03 September 2017.  EPA/VALDA KALNINA

Vladimir Petkovic hat vor den letzten beiden WM-Quali-Spielen mal wieder die Qual der Wahl. Bild: EPA/EPA

Lasst die WM-Träume wahr werden! So steht es um die Form der Nati-Spieler

Etienne Wuillemin / Nordwestschweiz



Yann Sommer

Herr über das Schicksal

Es ist eine gute Nachricht, gerade rechtzeitig vor Beginn des Nati-Camps. Yann Sommer hat seine Verletzung (Innenbanddehnung im Knie) überstanden. Am Samstag gab er beim 2:1 mit Mönchengladbach gegen Hannover sein Comeback. Er spielte souverän. Nun muss er beim Showdown in Portugal sein Meisterwerk abliefern. Das Schweizer Schicksal liegt auch in seinen Händen.

ZUM START DER 1. FUSSBALL BUNDESLIGA AM FREITAG, 18. AUGUST 2017, STELLEN WIR IHNEN FOLGENDES BILDMATERIAL ZU DEN SCHWEIZER SPIELERN ZUR VERFUEGUNG - epa05858661 Moenchengladbach's goalkeeper Yann Sommer in action during the German Bundesliga soccer match between Borussia Moenchengladbach and Bayern Munich at the Borussia-Park stadium in Moenchengladbach, Germany, 19 March 2017. (KEYSTONE/EPA/FRIEDEMANN VOGEL)

Zwei Spiele ausgefallen, jetzt wieder fit: Yann Sommer. Bild: EPA

Stephan Lichtsteiner

Verschiedene Gefühle

Der Captain musste unmittelbar vor den letzten Nati-Spielen erneut einen herben Rückschlag verkraften – Juventus Turin hat ihn erneut nicht für die Champions League gemeldet. In der Meisterschaft ist Lichtsteiner aber weiter Titular, erfolgreich. Nach sechs Siegen zum Start gelang es Juve am Sonntag nun erstmals in dieser Saison nicht, ein Spiel zu gewinnen – 2:2 gegen Bergamo (mit Freuler).

Juventus' Stephan Lichtsteiner reacts during the Champions League quarterfinal second leg soccer match between Monaco and Juventus at Louis II stadium in Monaco, Wednesday, April 22, 2015. (AP Photo/Michel Euler)

Wurde gegen Atalanta zum dritten Mal in dieser Saison verwarnt: Stephan Lichtsteiner. Bild: AP/AP

Fabian Schär

Selbstvertrauen ist zurück

Sein Wechsel von Hoffenheim zu Deportivo La Coruña hat sich bis anhin vollends ausbezahlt. In allen sieben Spielen hat Schär durchgespielt. Zwar liess sein Team schon 16 Gegentore zu. Doch Schär behielt seinen Platz auch nach missglücktem Auftakt (ein Punkt aus vier Spielen). Zuletzt kam La Coruña etwas ins Rollen. So viel Spielpraxis vor einem Nati-Camp hatte Schär lange nicht mehr.

epa06195856 Deportivo Coruna's Swiss defender Fabian Schaer (C) in action against Real Sociedad's Asier Illarramendi (L) and French Kevin Rodrigues during their Spanish Primera Division League soccer match at the Riazor stadium in A Coruna, province of Galicia, northwestern Spain, on 10 September 2017.  EPA/Cabalar

Hat sich in La Coruña schnell durchgesetzt: Fabian Schär. Bild: EPA/EFE

Johan Djourou

Der vergessene Torschütze

Wie Schär wechselte auch Djourou – von Hamburg in die Türkei zu Antalyaspor. Und auch er spielt nun stets über 90 Minuten. Am Samstag gelang ihm gar ein Tor – in einem Pflichtspiel ist ihm das zuvor letztmals im Dezember 2015 gelungen. Es war das 1:3, bei den Gegentoren zuvor sah er nicht sonderlich gut aus. Antalyaspor liegt nur auf Platz 15 (von 18) und wechselte den Trainer.

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Im Stile eines Torjägers: Johan Djourou. Video: streamable

Ricardo Rodriguez

Eintauchen in die Weltstadt

Bei seinem neuen Verein, der AC Milan, ist Rodriguez unbestrittener Stammspieler. Er soll mithelfen, die Rossoneri nach einigen Krisen-Saisons wieder in die Champions League zu führen. Im ersten Spiel gelang ihm ein Tor. Doch die chronischen Milan-Probleme scheinen noch nicht gelöst. Gestern verloren Rodriguez und Co. 0:2 gegen die AS Roma, es ist schon die dritte Niederlage.

Milans Ricardo Rodriguez in action during a friendly soccer match between FC Lugano from Switzerland and Milan AC from Italy, at the Stadium Cornaredo, in Lugano, Switzerland, Tuesday July 11 2017. (KEYSTONE/Ti-Press/Gabriele Putzu)

Bei Milan eine Bank: Ricardo Rodriguez. Bild: KEYSTONE/TI-PRESS

Granit Xhaka

Der Chef kommt in Fahrt

Das Positive vorweg: Xhaka ist auch in seiner zweiten Saison bei Arsenal ein Schlüsselspieler. Er soll das Spiel der «Gunners» leiten, tut das bis anhin im Wechselbad der Gefühle. Der Saisonstart des Teams war durchzogen (darunter ein 0:4 gegen Liverpool), auch Xhaka geriet in die Kritik. Doch nun fängt sich Arsenal, vier Spiele ohne Gegentor (zehn Punkte) sind die Folge – auch dank Granit Xhaka.

epa06237820 Arsenal's Granit Xhaka during the English Premier League soccer match between Arsenal vs Brighton & Hove Albion at Emirates, London, Britain, 1st October 2017.  EPA/WILL OLIVER EDITORIAL USE ONLY. No use with unauthorized audio, video, data, fixture lists, club/league logos or 'live' services. Online in-match use limited to 75 images, no video emulation. No use in betting, games or single club/league/player publications

Hat sich nach schwierigem Saisonstart wieder gefangen: Granit Xhaka. Bild: EPA/EPA

Valon Behrami

Der Vorkämpfer

Es gibt Akteure, bei denen die Spielpraxis wichtig ist. Behrami gehört nicht dazu. Wenn es um alles geht, ist er immer bereit. Das wird in Portugal nicht anders sein. Die wichtigste Nachricht also: Behrami ist nicht verletzt. Beim neuen Verein Udinese in der Serie A ist er Stammspieler. Am Wochenende gelang gegen Sampdoria (4:0) nach drei Niederlagen endlich wieder ein Sieg.

epa06236548 Udinese's midfielder Valon Behrami (R) and Sampdoria's forward Duvan Zapata (L) vie for the ball during the Italian Serie A soccer match Udinese Calcio vs UC Sampdoria at Friuli stadium in Udine, Italy, 30 September 2017.  EPA/ALBERTO LANCIA

Hat in dieser Saison fünf von sieben Serie-A-Spiele bestritten: Valon Behrami. Bild: EPA/ANSA

Blerim Dzemaili

Im Sommerhoch

Hat in der Major League Soccer mit den Montreal Impact einen herausragenden Sommer hinter sich. Mittlerweile ist Blerim Dzemaili nach 20 Spielen bei sieben Toren und zwölf Assists angelangt. Dieses Selbstvertrauen ist auch im Nationalteam zu sehen. Das Spiel vom Wochenende verpasste er gesperrt – und kann darum rechtzeitig für die entscheidenden WM-Quali-Spiele anreisen.

Montreal Impact's Blerim Dzemaili celebrates after scoring against Minnesota United FC during second half MLS soccer action in Montreal, Saturday, Sept. 16, 2017. (Graham Hughes/The Canadian Press via AP)

Erlebt in Montreal den goldenen Herbst seiner Karriere: Blerim Dzemaili. Bild: AP/The Canadian Press

Xherdan Shaqiri

Schritt für Schritt

Xherdan Shaqiri hat nicht nur einfache Zeiten hinter sich. Mangelnde Einsatzminuten hier, Verletzungen da. Auch zu Beginn der Saison musste er sich einmal vorzeitig auswechseln lassen. Doch es gibt Anzeichen der Besserung. Die letzten fünf Spiele hat er (bis auf eine Auswechslung kurz vor Schluss) durchgespielt. Und auch seine Leistungen sind konstant gut. Weiter so! Auch in der Nati.

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Buchte am Wochenende einen Assist: Xherdan Shaqiri. Video: streamable

Admir Mehmedi

Die verpasste Chance

Admir Mehmedi galt bei Leverkusen als einer der Gewinner der Vorbereitung. Und war darum Stammspieler zu Beginn der Saison. Doch die Freude war von eher kurzer Dauer, die Einsatzminuten nehmen wieder ab. Auch weil sein Einfluss auf das Spiel von Leverkusen überschaubar war. Gegen Schalke am letzten Freitag kam er erstmals in dieser Saison nicht einmal zu einem Teileinsatz.

epa06224563 Hamburg's Sejad Salihovic in action against Leverkusen's Admir Mehmedi (R) during the German Bundesliga soccer match between Bayer 04 Leverkusen and Hamburger SV in Leverkusen, Germany, 24 September 2017.  EPA/FRIEDEMANN VOGEL EMBARGO CONDITIONS - ATTENTION: Due to the accreditation guidelines, the DFL only permits the publication and utilisation of up to 15 pictures per match on the internet and in online media during the match.

Bei Leverkusen plötzlich wieder nur zweite Wahl: Admir Mehmedi. Bild: EPA/EPA

Haris Seferovic

Auf der Überholspur

Elf Spiele, fünf Tore – das ist eine gute Bilanz für Seferovic bei seinem neuen Klub Benfica Lissabon. Auch wenn die Treffer in den letzten Spielen weniger geworden sind, in ihn setzen die Schweizer viele Hoffnungen. Das Spiel gegen Portugal findet im Benfica-Stadion statt, Seferovic kennt also die Unterlage. Beim 1:1 gegen CS Marítimo am Sonntagabend war der «Mann aus Sursee» aber wie schon gegen Basel nur Ersatz, wurde erst in der 84. Minute eingewechselt.

Benfica's Haris Seferovic juggles the ball during warm up ahead of an UEFA Champions League Group stage Group A matchday 2 soccer match between Switzerland's FC Basel 1893 and Portugal's SL Benfica in the St. Jakob-Park stadium in Basel, Switzerland, on Wednesday, September 27, 2017. (KEYSTONE/Peter Klaunzer)

In der Liga seit Mitte August ohne Torerfolg: Haris Seferovic. Bild: KEYSTONE

Manuel Akanji

Die ersten Hindernisse

Sein Aufstieg war steil. Mit dem FC Basel lief lange alles wie von selbst. Doch in den letzten Wochen musste auch Akanji erste Rückschläge verdauen. In der Krise des FCB war auch er nicht immer stilsicher unterwegs. Die jüngste Entwicklung ist positiv, in den letzten drei Spielen spielte Basel zu null – und Akanji zeigte wieder jene Souveränität, die ihn in den Kreis des Nationalteams führte.

Der Grasshopper Nabil Bahoui, rechts, gegen den Basler  Manuel Akanji, links, beim Fussballspiel der Super League Grasshopper Club Zuerich gegen den FC Basel im Stadion Letzigrund in Zuerich am Samstag, 30. September 2017. (KEYSTONE/Walter Bieri)

Aus der Basler Innenverteidigung nicht mehr wegzudenken: Manuel Akanji. Bild: KEYSTONE

Denis Zakaria

Erstaunlicher Start

Nach dem Wechsel von YB zu Mönchengladbach konnte er sich gleich in der Stammelf festbeissen. Zakaria spielte erstaunlich abgeklärt. Er hatte im Vergleich zu Granit Xhaka weniger Mühe mit den ersten Schritten in der Bundesliga. Doch die entscheidenden Wochen folgen erst. Gegen Hannover durfte er erstmals nicht von Anfang an spielen und wurde für 15 Minuten eingewechselt.

Dortmund's Lukasz Piszczek, right, and Gladbach's Denis Zakaria vie for the ball during the German Bundesliga soccer match between Borussia Dortmund and Borussia Moenchengladbach in the Signal Iduna Park stadium in Dortmund, Germany, Saturday,  Sept. 23, 2017. (Bernd Thissen/dpa via AP)

Die Entdeckung der Saison bei Gladbach: Denis Zakaria. Bild: AP/dpa

Breel Embolo

Mit leisen Schritten zurück

Seine Karriere war nach der schlimmen Beinverletzung ernsthaft in Gefahr. Nun war Embolo am letzten Freitag fast ein Jahr nach dem Drama erstmals wieder in der Stammelf von Schalke. Immerhin 54 Minuten spielte er. Eines ist klar: Embolo braucht noch Geduld, bis er wieder die Leistungen vor seiner Verletzung abrufen kann. Darum wird er wohl auch im Nationalteam eher Joker sein.

Die Ergänzungsspieler:

Roman Bürki: Rockt mit Dortmund die Liga. In der Champions League kritisiert.

Marwin Hitz: Mehrfach starke Auftritte für Augsburg. Hielt Aubameyangs «Panenka-Penalty».

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Blieb beim Panenka-Penalty von Aubameyang ganz cool: Marwin Hitz. Video: streamable

Nico Elvedi: Unbestrittener Stammspieler bei Gladbach. Alle möglichen Minuten absolviert.

Michael Lang: Nicht mehr der dominante Lang der letzten Saison. Trotzdem grundsolid.

François Moubandje: Stammspieler bei Toulouse. Trotzdem bei weitem kein zweiter Rodriguez.

Remo Freuler: Knüpft bei Bergamo nahtlos an die tollen Leistungen der letzten Saison an.

epa06204976 Atalanta's Remo Freuler (R) and Everton's Mason Holgate (L) vie for the ball during the UEFA Europa League soccer match between Atalanta BC and Everton FC at Mapei Stadium in Reggio Emilia, Italy, 14 September 2017.  EPA/ELISABETTA BARACCHI

Entwickelt sich bei Atalanta in eine gute Richtung: Remo Freuler. Bild: EPA/ANSA

Fabian Frei: Entwickelt sich gut beim Bundesligisten Mainz 05. Seine Rolle wird bedeutender.

Steven Zuber: Gesetzt bei Hoffenheim. Erlitt gestern die erste Saison-Pleite in der Bundesliga.

Eren Derdiyok: Ist bei Galatasaray Istanbul nach einer guten ersten Saison nun nur noch Ersatz.

Die Rekordspieler der Schweizer Nati

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07.03.2007: Johann Vogel droht Köbi Kuhn, in den Flieger zu steigen, um ihm «eins zu tätschen»

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10.09.2008: Luxemburgerli vernaschen? Denkste! – Die Schweizer Nati kassiert die bitterste Niederlage ihrer Geschichte

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29.02.2012: Ausgerechnet gegen die Schweiz erzielt Lionel Messi seinen ersten Nati-Hattrick

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18.06.1994: Beni Thurnheers fataler Irrtum – es gibt eben doch einen Zweiten wie Bregy

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25.03.1998: Bei seinem Debüt führt Gilbert Gress die Nati gegen England fast zum Sieg – dann patzt sein Lieblingsgoalie

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13.11.1991: Weil die Schweizer Nati in der «Hölle von Bukarest» auf 0:0 spielt, vergeigt sie die EM-Qualifikation im letzten Moment doch noch

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Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
3Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Bertolf von Storch 02.10.2017 14:17
    Highlight Highlight Bah! Es fehlt die Personalie Cedric Zeisger als potentieller Starter auf der Innen- oder Aussenverteidigerposition.

    Allez Chemnitzer FC. Unsre Heimat ist die Kurve <33
  • Doeme 02.10.2017 10:39
    Highlight Highlight Es ist was in der Luft.
  • Amboss 02.10.2017 10:01
    Highlight Highlight Ich glaube, unsere Nati-Spieler waren ingesamt gesehen noch nie so gut in Form bei ihrem Verein.
    Das muss doch einfach gut kommen!

Herr und Frau Mötzli, können wir uns nicht einfach mal freuen?!

Die Schweiz schlägt Serbien hochdramatisch 2:1. Schlagzeilen machen aber die Doppeladler beim Jubel von Granit Xhaka und Xherdan Shaqiri. Die Gesten waren unüberlegt und unnötig. Aber auch verständlich für Spieler, bei denen sich so viel um Identität und Zugehörigkeit dreht.

Als sich Xherdan Shaqiri nach seinem 2:1 in der 90. Minute gegen Serbien dazu entschied, seine Hände zum Doppeladler zu formen, da wurde er innert Sekunden vom Helden zum Deppen. 

Zumindest für ganz viele Schweizer Fans. Die Freude über den Sieg wurde schnell gedämpft. Dürfen sich Schweizer da überhaupt noch freuen? Das war doch Hochverrat!

Zum Glück, so muss man fast sagen, haben Shaqiri und Xhaka mit dem Doppeladler für einen kleinen Skandal gesorgt. Sonst, man stelle sich vor, hätten …

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