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Zlatan Ibrahimovic, left, and his teammate Marco Materazzi, of Italy's Inter Milan soccer team, sit onstage during a public unveiling of the team's new soccer kit in Los Angeles, Thursday, July 16, 2009. (AP Photo/Jae C. Hong)

Zlatan Ibrahimovic und Marco Materazzi 2009 bei Inter Mailand. Bild: AP

Ibrahimovic über Rache an Materazzi: «Auf dieses Foul wartete ich vier Jahre»

Zlatan Ibrahimovic befindet sich in den letzten Zügen seiner Karriere. In einem Interview erzählt der Schwede eine brutale Geschichte eines Revanche-Fouls gegen seinen Ex-Teamkollegen, auf das er sogar vier Jahre wartete.

Cian Hartung / t-online



Ein Artikel von

T-Online

Schwedens Fussball-Superstar hat kürzlich dem LA Galaxy den Rücken gekehrt und liebäugelt mit einer Rückkehr zurück nach Italien. Hier spielte er neune Jahre lang für Juventus Turin , AC Mailand und Inter Mailand. Der italienischen Ausgabe des «GQ»-Magazins erzählte der Spieler kürzlich eine brutale Anekdote aus seiner Zeit aus Italien – der Geschichte einer Rache an seinem ehemaligen Inter-Teamkollegen Marco Materazzi .

«Er verletzte mich wie ein Killer»

«Ich war bei Juve und spielte gegen Inter», erinnerte sich der Schwede an ein Ligaspiel aus dem Jahr 2005. «Materazzi ging in einen Zweikampf wie ein Killer und verletzte mich», erzählte er weiter. Über Materazzi sagte er: «Er war ein harter Fussballspieler, das ist okay. Aber es gibt zwei Arten, hart zu spielen. Eine davon hat das Ziel, dich zu verletzen. Auch Paolo Maldini war hart, aber mit einem anderen Ziel.»

epa00949759 Inter Milan's Swedish striker Zlatan Ibrahimovic (C) tries to stop a fight between team-mate Marco Materazzi (L) and Valencia's Argentinian defender Roberto Ayala (R) during their Champions League knock-out round, second leg soccer match at the Mestalla stadium in Valencia, Spain, Tuesday 06 March 2007. Valencia won on away goals to advance to the quarterfinal. EPA/JUAN CARLOS CARDENAS

Materazzi (2.v.l.) und Ibrahimovic (3.v.l.) während gemeinsamen Inter-Zeiten. Bild: EPA

Im Zuge des italienschen Wettskandals und des Zwangsabstiegs von Juventus Turin wechselte Ibrahimovic 2006 von der Alten Dame zu Materazzis Team nach Mailand. Gemeinsam gewannen sie drei italienische Meisterschaften bevor es Ibrahimovic zu seinem einjährigen Intermezzo beim FC Barcelona ging.

Zlatans Rache im Stadtderby

2010 kehrte «Ibra» nach Italien zurück und spielte für Inters Stadtrivalen AC Mailand. Im ersten Stadtderby traf Ibrahimovic wieder auf Materazzi. «Alle waren gegen mich. Ich bekam einen Elfmeter, und wer hatte mich gefoult? Materazzi. 1:0 Milan», erzählt er.

Doch dabei blieb seine Revance nicht: Nach einem Abschlag kämpften Materazzi und Ibrahimovic um einen hohen Ball. Der Schwede sah seine Möglichkeit gekommen, holte zum Kung-Fu-Tritt aus und sprang mit der offenen Sohle in seinen Ex-Kollegen. Materazzi krümmte sich mit schmerzverzerrtem Gesicht am Boden und musste ausgewechselt werden. Ibrahimovic sah für diese Attacke lediglich die gelbe Karte.

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Das brutale Foul von Ibrahimovic gegen Materazzi. Video: YouTube/demokken

Dazu sagte Ibrahimovic: «Sein Teamkollege Stankovic fragte mich: ‹Warum hast du das getan?› Ich antwortete ihm: ‹Ich habe vier Jahre auf diesen Moment gewartet. Darum!›» Abschliessend resümierte der 38-Jährige: «Dann ging ich. Alles rächt sich irgendwann. Milan gewann, und es war ein guter Moment.»

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45 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
bobi
07.12.2019 10:53registriert October 2015
Zidane ist Ibra sicher auch dankbar für dieses Foul
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's all good, man!
07.12.2019 10:26registriert September 2014
Das ist ja schon eine coole Socke, dieser Kerl, und sein fussballerisches Können unbestritten. Das hier aber zeigt halt auch ein etwas anderes Gesicht von ihm, seine Arroganz ist eben nicht nur gespielt. Dass er noch heute auf dieses Foul stolz ist und so grosskotzig darüber schwafelt, spricht jetzt nicht grad für seinen grossartigen Charakter.
Aber es ist halt Ibra. Darf man da sowas überhaupt sagen? 😉
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Staedy
07.12.2019 09:54registriert October 2017
.....und dann gibt es tatsächlich solche, die bei allem fussballerischen Talent, diesen Typ noch bewundern. Aber am Ende schreien alle nach Fairplay.
192118
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