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Präsident Nasser Al-Khelaifi und Kylian Mbappé geben vor dem letzten Saisonspiel gegen Metz die Vertragsverlängerung des Superstars bekannt.
Präsident Nasser Al-Khelaifi und Kylian Mbappé geben vor dem letzten Saisonspiel gegen Metz die Vertragsverlängerung des Superstars bekannt.Bild: keystone

Astronomische Summen und schwere Vorwürfe – die wichtigsten Punkte zum neuen Mbappé-Deal

22.05.2022, 07:5723.05.2022, 12:16
Dario Bulleri
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Die Vertragsverlängerung

Am Samstagabend hat Paris Saint-Germain vor dem Spiel gegen den FC Metz bekannt gegeben, dass Kylian Mbappé seinen Vertrag verlängert. Neu ist der französische Superstar bis zum Sommer 2025 an den frischgebackenen Meister gebunden. Der zuvor gültige Vertrag wäre am 30. Juni zu Ende gegangen. Damit hätte Mbappé die Hauptstädter ablösefrei verlassen können – vier Jahre, nachdem PSG noch 180 Millionen bezahlt hatte, um ihn von der AS Monaco zu verpflichten.

Paris kann so seinen vielleicht wichtigsten Spieler damit doch halten. Mbappé ist erst 23 Jahre alt, war in dieser Meistersaison jedoch der überragende Spieler bei den Hauptstädtern. In den 46 wettbewerbsübergreifenden Partien in dieser Saison erzielte der Mittelstürmer 39 Tore und gab 26 Vorlagen. In der Ligue 1 wurde er mit 29 Treffern Torschützenkönig, gleichzeitig war er mit 17 Assists der beste Vorlagengeber.

Der lange Flirt mit Real

Dass Mbappé bei PSG verlängert hat, ist für viele überraschend – schliesslich schien es ein offenes Geheimnis zu sein, dass der 23-Jährige in diesem Sommer ablösefrei zu Real Madrid wechselt.

David Alaba und Kylian Mbappé werden nun doch keine Teamkollegen.
David Alaba und Kylian Mbappé werden nun doch keine Teamkollegen.Bild: keystone

Der Franzose hatte in der Vergangenheit immer wieder angedeutet, wie sehr ihn ein Wechsel zu den «Königlichen» reizen würde und dass er Paris verlassen will. Im vergangenen Oktober sorgte Mbappé in einem Interview mit «L'Équipe» für Schlagzeilen, als er offen zugab, dass er im Sommer 2021 einen Wechsel angestrebt hatte. So sagte er damals:

«Zu Beginn des Sommers habe ich darum gebeten, etwas Zeit zu bekommen, um nachzudenken. Vor der EURO habe ich dem Klub mitgeteilt, nicht verlängern zu wollen. Und nach der EURO habe ich gesagt, dass ich wechseln will. (...) Ich wollte das Team nicht ablösefrei verlassen. Aber der Verein hat entschieden, mich nicht zu verkaufen. (...) Damals war ich etwas enttäuscht. Aber ich bin geblieben und bin sehr glücklich.»

Auch nach dem geplatzten Transfer endete Mbappés Flirt mit Real nicht. Der Franzose sprach mit den Madrilenen über einen möglichen Wechsel – seine Mutter Fayza verriet am Freitag, man habe sich nicht nur mit PSG, sondern auch mit den Spaniern auf einen möglichen Vertrag geeinigt gehabt. Mbappé selbst betonte in dieser Saison immer wieder, er wisse nicht, wie es um seine Zukunft stehe, und dass er bei PSG glücklich sei. Dennoch ging ein Grossteil der Fans und Experten davon aus, dass er nach Madrid wechseln wird. Erst in den vergangenen Tagen soll Mbappé seine Meinung geändert und sich für einen Verbleib bei PSG entschieden haben.

So viel Geld ist im Spiel

Transfer-Experte Fabrizio Romano berichtet, dass PSG im Mai die Gespräche mit Mbappés Umfeld nochmals intensiviert haben soll. Gleichzeitig sollen die Franzosen ihr Vertragsangebot nochmals verbessert haben.

Hohe Lohnsummen sind für PSG-Präsident Nasser Al-Khelaifi kein grosses Problem.
Hohe Lohnsummen sind für PSG-Präsident Nasser Al-Khelaifi kein grosses Problem.Bild: keystone

Am Ende unterschrieb der Franzose einen Dreijahresvertrag – die Summen sollen astronomisch hoch sein. Laut «Sky Sport» verdient Mbappé 100 Millionen jährlich plus 200 Millionen Handgeld, «Eurosport» berichtet gar von 300 Millionen Handgeld. Damit würde Mbappé mehr verdienen als seine Teamkollegen Lionel Messi und Neymar, welche laut «Forbes» derzeit rund 70 Millionen Euro jährlich bekommen und damit die am besten verdienenden Fussballer der Welt sind.

Das sagt Kylian Mbappé

Der Superstar äusserte sich in einem Communiqué des Vereins zur Vertragsverlängerung. Er betonte, diese für den richtigen Schritt in seiner Karriere zu halten. Zudem sagte er, es sei ihm wichtig, in seiner Heimat Frankreich zu bleiben. Zu Real äusserte sich Mbappé nicht öffentlich.

«Ich bin natürlich sehr glücklich. Ich bin überzeugt, dass ich hier weiter wachsen kann, da es ein Verein ist, der alles tut, um auf höchstem Niveau spielen zu können. Gleichzeitig bin ich sehr glücklich, mich weiter in Frankreich entwickeln zu können, in dem Land, in dem ich geboren, aufgewachsen und aufgeblüht bin.

Ich will mich bei Präsident Nasser Al-Khelaifi für sein Vertrauen, sein Verständnis und seine Geduld bedanken. Zudem danke ich allen Fans von PSG, in Frankreich und auf der ganzen Welt, für ihre zahlreichen Liebesbekundungen, vor allem in den letzten Monaten.»

Das sagt PSG-Präsident Al-Khelaifi

Der Katarer zeigte sich im selben Communiqué des Vereins äusserst zufrieden. Er betonte, wie wichtig Mbappé für den Verein sei, und versprach, dass er in Zukunft im Zentrum des Teams stehen werde.

«Die Vertragsverlängerung von Mbappé ist ein wichtiger Moment in der Geschichte unseres Vereins und eine grossartige Neuigkeit für alle unsere Fans auf der Welt. Seitdem Kylian zu unserer Familie gestossen ist, hat er trotz seines jungen Alters schon fantastische Dinge auf allen Stufen geschafft.

Mit seiner Vertragsverlängerung rückt er ins Zentrum des Projekts unseres Vereins für die kommenden Jahre, sowohl auf als auch neben dem Platz. Ich bin sehr stolz und sehr glücklich – für Kylian, unsere Fans und die ganze PSG-Familie auf allen Kontinenten –, dass wir unser fantastisches Abenteuer gemeinsam fortsetzen können. Jetzt werden wir die schönsten Kapitel unserer Vereinsgeschichte schreiben.»

Schwere Vorwürfe der spanischen Liga

Weniger begeistert zeigte sich hingegen die spanische Liga von Mbappés Vertragsverlängerung. Noch bevor PSG den neuen Vertrag offiziell bekannt gab, publizierte La Liga ein Statement, in welchem man den französischen Klub heftig kritisierte.

Es sei «skandalös», dass ein Team wie PSG nach seinen vielen Verlusten in den letzten Jahren eine solche Vereinbarung abschliessen könne, kritisiert die Liga. Solche Dinge würden «die ökonomische Stabilität des europäischen Fussballs angreifen» und damit «mehrere hunderttausend Jobs und die Integrität des Sports gefährden», so der Wortlaut.

Gleichzeitig kündigte man an, aus diesen Gründen gegen PSG vorgehen zu wollen. Man werde nun eine Beschwerde bei der UEFA wegen eines Verstosses gegen das Financial Fairplay einreichen. Gleichzeitig werde auch bei den französischen Behörden und bei der EU eine Beschwerde eingehen.

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80 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Peedy
22.05.2022 08:40registriert Januar 2017
Lol. Ausgerechnet die spanische Liga, welche zwei der am höchsten verschuldeten Clubs behiematet, spuckt hier grosse Töne.
Die Kritik ist zwar berechtigt, aber der Absender in dieser Hinsicht einfach unglaubwürdig…
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Sitzplätzler
22.05.2022 08:06registriert April 2017
Serienmeister werden sie wohl, das ist nicht zu verhindern. Aber bitte NIE Championsleague-Sieger.
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Jep.
22.05.2022 08:32registriert Januar 2022
100 Mio. pro Jahr?! Und das als Teamspieler, wo noch 20 andere spielen. Und dann gibt es Leute, die sich aufregen, wenn ein Konzernchef 10% davon verdient, aber die Geschicke von 50'000 Mitarbeitern lenken muss.
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