Sport
Fussball

Alpstaegs nächstes Kapitel in der Schlammschlacht um den FC Luzern

Eine Choreo der FC Luzern Fans zeigt FC Luzern Mehrheitsaktionaer Bernhard Alpstaeg und FCL Ehrenpraesident Walter Stierli im Fussball Meisterschaftsspiel der Super League zwischen dem FC Luzern und d ...
Die FCL-Fans sind keine Fans von Bernhard Alpstaeg.Bild: keystone

Alpstaeg lanciert nächstes Kapitel in der Schlammschlacht um den FC Luzern

01.02.2023, 13:51
Mehr «Sport»

Bernhard Alpstaeg, Hauptaktionär des FC Luzern, geht in die Offensive. Alpstaeg reicht gegen die Verwaltungsräte der FCL Holding AG sowohl eine Strafanzeige wie eine zivilrechtliche Klage ein.

Mit der zivilrechtlichen Klage vor dem Bezirksgericht Luzern geht Bernhard Alpstaeg gegen die FCL Holding AG vor, weil diese ihm im Dezember unmittelbar vor der Generalversammlung überraschend knapp die Hälfte seines Aktienpakets und seiner Stimmrechte aberkannt hatte.

Alpstaeg hatte vorgängig den Verwaltungsrat schriftlich dazu aufgefordert, den aus seiner Sicht rechtmässigen Zustand wieder herzustellen und ihn als Aktionär mit Stimmrecht für alle seine 52 Prozent der Aktien wieder in das Aktienbuch der FCL Holding AG einzutragen. Der Verwaltungsrat liess die bis Ende Januar gesetzte Frist ungenutzt verstreichen.

Enteignete Aktien angeblich erst 2021 gekauft

Deshalb will Alpstaeg jetzt seine Rechte auf dem Rechtsweg einzufordern. Mit der zivilrechtlichen Klage will er die durchgeführte Enteignung von 25 Prozent seiner Aktien rückgängig machen. In der Strafanzeige wirft Alpstaeg dem Verwaltungsratspräsidenten Stefan Wolf, dem Vizepräsidenten Josef Bieri und den Verwaltungsräten Ursula Engelberger-Koller und Laurent Prince vor, sie hätten ihre Stellung missbraucht, um am 21. Dezember anlässlich der GV die eigene Abwahl zu verhindern.

21.07,2018 Luzern, Swissporarena Fussball Herren Super League Saison 2018/2019 FC Luzern - Neuchatel Xamax FC 0:2 . Im Bild:Bernhard Alpstaeg (Hauptgeldgeber FC Luzern) Sponsor Aktion Gestik Einzelbil ...
Alpstaeg lanciert eine zivilrechtlichen Klage.Bild: imago/Geisser

Der Verwaltungsrat hatte die Aberkennung eines Aktienanteils von 25 Prozent damit begründet, dass der Verkauf der Aktien vom heutigen Ehrenpräsidenten des FC Luzern, Walter Stierli, an Bernhard Alpstaeg im Jahr 2015 nicht rechtens erfolgt sei. Gemäss Alpstaeg sind diese Behauptungen nicht bloss faktisch falsch, sondern rechtlich haltlos. Jene 25 Prozent der Aktien, die der Verwaltungsrat ihm am 21. Dezember 2022 entzog, habe Bernhard Alpstaeg als Teil seines gesamten Aktienpaketes von 52 Prozent erst im Zuge einer Kapitalerhöhung im Februar 2021 erworben.

Alpstaegs Version sieht so aus: Im Februar 2021 hatte die FCL Holding AG wegen ihrer schlechten wirtschaftlichen Verfassung sämtliche alten Aktien mittels eines Kapitalschnitts auf null abschreiben müssen. Dabei wurden alle bis dahin gekauften Aktien vernichtet. Dazu gehörten auch jene Aktien, die Bernhard Alpstaeg im Jahr 2015 von Walter Stierli gekauft hatte. Bei der anschliessenden Kapitalerhöhung gab die FCL Holding im Februar 2021 neue Aktien heraus. Von diesen neuen Aktien erwarb Alpstaeg für CHF 3.4 Mio. Franken insgesamt 52 Prozent der Aktien der FCL Holding AG.

Auch SFL-Lizenzkommission informiert

Alpstaeg wandte sich am 1. Februar schriftlich auch an die Lizenzkommission der Swiss Football League, die er dazu aufforderte, die Vorgänge beim FC Luzern und dessen wirtschaftliche Lage vor der Erteilung einer Spielberechtigung für die Saison 2023/24 genau unter die Lupe zu nehmen. (abu/sda)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
twint icon
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Der FC Luzern feiert den Cupsieg 2021
1 / 15
Der FC Luzern feiert den Cupsieg 2021
Der FC Luzern feiert den Sieg im Schweizer Fussball Cupfinal zwischen dem FC St. Gallen und dem FC Luzern.
quelle: keystone / peter schneider
Auf Facebook teilenAuf X teilen
Wenn ein Zürcher im Bananen-Kostüm an die Luzerner Fasnacht gezwungen wird
Video: watson
Das könnte dich auch noch interessieren:
5 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
5
Belgier Goffin wird am French Open ausgebuht – und zahlt es den Fans doppelt heim
Am French Open in Paris sorgten die Fans in der Erstrundenpartie zwischen dem Belgier David Goffin und dem Franzosen Giovanni Mpetshi Perricard für rote Köpfe. Goffin reagierte auf die Buhrufe der Fans mit einer Geste, die ihn schliesslich in Erklärungsnot brachte.

Im Roland Garros am French Open anzutreten, dürfte so manchem Tennisprofi weiche Knie bescheren. Für den Belgier David Goffin gestaltete sich die Aufgabe noch schwieriger, traf er doch gleich in der ersten Runde auf den Lokalmatadoren Giovanni Mpetshi Perricard, der die Unterstützung des ganzen Stadions auf seiner Seite hatte.

Zur Story