DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
epa08366197 (FILE) Veszprem players Mirsad Terzic in action during the EHF Champions League Final Four handball match for the third place between MKB-MVM Veszprem and FC Barcelona in Cologne, Germany, 01 June 2014, re-issued 16 April 2020. The European Handball Federation (EHF) has postponed the Final Four tournament for a second time. Orignally planned for End of May it was already postponed to 22nd and 23rd of August, but no is set to take place on 28th and 29th of December 2020 due to new regulations of the German Government due to the coronavirus crisis.  EPA/MARIUS BECKER  GERMANY OUT

Ist nun mal so: Im Handball ist es ein Muss, den Ball mit den Händen zu berühren. Bild: EPA

Was ab Montag im Sport gilt: Handballer dürfen Bälle mit Händen berühren, Fussballer nicht

Ab kommendem Montag darf in der Schweiz wieder Sport getrieben werden. Aber: «Ohne Schutzkonzept keine Sportaktivität», sagt klipp und klar Jürg Stahl, der Präsident von Swiss Olympic. Ein Umblick über Schutzkonzepte.



Wer darf? Wer darf was? Und wer darf nicht? Alles wurde in den letzten Tagen mit Schutzkonzepten, Verhaltens – und Hygiene-Regeln akribisch festgelegt. Die Schutzkonzepte müssen aufzeigen, wie die jeweilige Sportart ausgeübt werden kann, ohne Ansteckungen zu riskieren. Weiterhin gilt: Kein Körperkontakt und ein Mindestabstand von zwei Metern. Wettkämpfe bleiben ohnehin verboten.

Klar ist: Die ersten Lockerungen im Sportbereich sind ein minimaler Schritt. Die ab Montag geltenden Regeln lassen Trainings im Fussball – der beliebtesten Sportart –, aber auch im Unihockey, Volleyball, Eishockey, Handball, Basketball, Schwingen und Karate im Prinzip kaum zu. Mehr als drei Viertel der Hobby-Sportler in der Schweiz betreiben Sportarten, in denen nur mit grössten Einschränkungen trainiert werden kann.

The amateur football players from the team UBS and winners of a regional soccer championship, are about to watch together the EURO 2008 European Soccer Championships match between Russia and Spain, in Zuerich, Switzerland, Thursday, June 26, 2008. (KEYSTONE/Alessandro Della Bella)

Fussball-Trainings sind wieder möglich, allerdings erst mit starken Einschränkungen. Bild: KEYSTONE

Verwirrung gab es um die Schwimmbäder. Vor einer Woche verlautete aus dem Bundesrat, auch Schwimmbäder dürften am 11. Mai wieder öffnen. Tatsächlich öffnen die Bäder aber frühestens am 8. Juni – mit einer Ausnahme. Im «Sport Resort» in Fiesch dürfen die Spitzenschwimmer ab Montag trainieren – weil das 25-m-Becken Bestandteil eines Hotel- und Beherbergungsbetriebs ist. In anderen Trainings-Hotspots wie Magglingen oder Tenero muss noch zugewartet werden.

Generell gelten für den Spitzensport andere, weniger strenge Regeln. Die Profiklubs im Fussball dürfen sogar schon bald wieder Mannschaftstrainings abhalten. Von den erweiterten Lockerungen profitieren alle Mitglieder der Nationalkader, alle höchsten Ligen (NLA, im Fussball und Eishockey die zwei höchsten Ligen) und die Cardholder von Swiss Olympic (Gold/Silber/Bronze/Elite/TalentCard).

Alle Schutzkonzepte der Verbände ähneln sich. Das entspricht der Logik, denn Konzepte wurden von BASPO und Swiss Olympic bereit gestellt; die Sportarten passten sie jeweils den speziellen Bedürfnissen an. Zu den Rahmenbedingungen in jedem Schutzkonzept zählt: Wer sich nicht gesund fühlt, macht nicht mit, An- und Abreise nicht mit dem Öffentlichen Verkehr, es sollen keine Garderoben vor Ort angeboten werden und die Anlagen müssen regelmässig desinfiziert und gereinigt werden. Jede Organisation muss einen Verantwortlichen benennen, der die Umsetzung des Konzepts garantiert.

Bei der Umschau durch die Konzepte fällt auf, dass ...

Samuel Weingartner, mitte, von Bern im Spiel gegen Ramon Schlumpf, rechts, von Kriens-Luzern beim Handball Meisterschaftsspiel zwischen dem HC Kriens-Luzern und dem BSV Bern vom Samstag, 7. Maerz 2020 in der Krauerhalle in Kriens. (KEYSTONE/Urs Flueeler)

So wird es beim Handball noch einige Zeit NICHT zu- und hergehen. Bild: KEYSTONE

A helper with a face mask prepares the court at a pro-tennis tournament at a local base tennis academy in Hoehr-Grenzhausen, western Germany, Friday, May 1, 2020. The professional tennis exhibition in the small village in the Westerwald is a rare exception to the global shutdown of sports during the coronavirus pandemic. Matches are played without line judges and without spectators, but the matches are broadcasted by remote cameras worldwide. (AP Photo/Martin Meissner)

Im Tennis geht es vor allem um die Bälle – jeder sollte nur mit den eigenen servieren. Bild: AP

Ulrike Lohmann (links), professor for experimental atmospheric physics at the Institute for Atmospheric and Climate Science of the Swiss Federal Institute of technology, the ETH Zurich during her morning rowing training on Lake Zurich near Zurich, Switzerland, on July 19, 2017. (KEYSTONE/Christian Beutler)

Ulrike Lohmann (left), Professorin fuer Atmosphaerenphysik am Institut fuer Atmosphaere und Klima der Eidgenoessischen Technischen Hochschule Zuerich ETH, beim morgendlichen Rudertraining am 19. Juli 2017 auf dem Zuerichsee, bei Zuerich. (KEYSTONE/Christian Beutler)

In Kleinbooten darf gerudert werden. Bild: KEYSTONE

Viele Klubs verzichten noch

Klar ist: Auch wenn ab Montag das Sporttreiben offiziell wieder erlaubt sein wird - es dauert noch lange, bis im Sport zur Normalität zurückgekehrt werden kann. Wie sollen kleine Klubs diese Schutzkonzepte umsetzen können, was nicht einmal Bundesligisten (wie Hertha Berlin) schaffen. Stellvertretend für viele kleine Klubs die Mitteilung des FC Lerchenfeld, veröffentlicht auf der Klub-Homepage:

«Der Bundesrat hat entschieden, ab 11. Mai im Breitensport Gruppentrainings mit max. 5 Personen unter Einhaltung des Schutzkonzeptes des Verbandes zuzulassen. Das Schutzkonzept des SFV ist auf der Webseite von Swiss Olympic ersichtlich. Die Einhaltung der zahlreichen Hygiene- und Distanzregeln sowie weitere Auflagen stehen in keinem Verhältnis zum Nutzen. Der Vorstand sieht bis auf weiteres keine Möglichkeit, den Trainingsbetrieb wieder aufzunehmen. Die Sportanlagen bleiben weiter geschlossen.» (pre/sda)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

So kam das Coronavirus in die Schweiz – eine Chronologie

1 / 59
Das Coronavirus in der Schweiz – eine Chronologie
quelle: keystone
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer

Der Zirkus Knie steht still

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Unvergessen

Christian Gross motiviert Hakaaaan bis in die Zehenspitzen und wir dürfen zuschauen

9. Mai 2002: Das Schweizer Fernsehen strahlt einen Dok-Film über den FC Basel aus, der auf dem Weg zum ersten Meistertitel der Neuzeit ist. In Erinnerung bleibt besonders eine Pausenansprache von Trainer Christian Gross.

Acht Meistertitel in Folge zwischen 2010 und 2017 – bis YB zu seinem Höhenflug ansetzte, war der FC Basel das Mass aller Dinge im Schweizer Klubfussball. Dabei liegen die Zeiten, als Rot-Blau selber zu den Habenichtsen gehörte, noch gar nicht weit zurück.

Erst 2002 holt der FCB den ersten Titel der Neuzeit und aus dieser Zeit stammt auch ein köstliches Video. Es zeigt die Halbzeit-Ansprache von Trainer Christian Gross im Rückspiel des UI-Cup-Finals bei Aston Villa im August 2001, die bei seinem …

Artikel lesen
Link zum Artikel