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Uli Hoeness hat eine klare Meinung zu PSG und Manchester City.
Uli Hoeness hat eine klare Meinung zu PSG und Manchester City.Bild: keystone

«Euer Geld, das reicht nicht» – Uli Hoeness schiesst Richtung PSG und ManCity

12.11.2021, 08:4212.11.2021, 12:32

Uli Hoeness ist nie um eine kernige Aussage verlegen. Gestern sprach der ehemalige Präsident des FC Bayern München im Podcast «11 Leben – Die Welt von Uli Hoeness» unter anderem über Paris Saint-Germain und Manchester City und hatte für die reichen Scheich-Klubs kaum ein gutes Wort übrig.

PSG-Präsident Nasser al-Khelaifi bekomme sein Geld «zur Verfügung gestellt und muss dafür nicht arbeiten», legt Hoeness los. Wenn er einen Spieler wolle, dann fliege er einfach zu seinem Emir. Deshalb wolle er nicht mit dem Pariser Boss verglichen werden, so Hoeness: «Der Unterschied zwischen ihm und mir ist: Ich habe das Geld hart erarbeitet, und er hat es geschenkt bekommen.»

Paris Saint-Germain gehört seit 2011 einer Investorengruppe aus Katar. Manchester City, das von Hoeness ebenfalls sein Fett wegkriegt, gehört einer Holding-Gesellschaft aus Abu Dhabi. Beide Vereine investierten in den letzten Jahren riesige Summen in ihre Mannschaften, gingen in der Champions League aber trotzdem immer leer aus.

Für Hoeness Grund zur Schadenfreude: «Bis jetzt haben sie gar nichts gewonnen. Gar nichts. Keinen einzigen Champions-League-Titel haben die zwei Vereinigungen.» Der 69-Jährige richtet das Wort auch direkt an die zwei finanziellen Schwergewichte, sagt «euer Geld, das reicht nicht!» und ergänzt: «Die werden auch weiterhin gegen uns verlieren, und wenn wir gewinnen, freue ich mich tierisch. Nicht immer, aber manchmal. Und das muss unser Ziel sein.»

Kritik an Spielerberatern

Doch nicht nur PSG und ManCity kriegen von Hoeness' Kritik ihr Fett weg. Der Wurstwaren-Magnat greift auch die Spielerberater an: «Es ist der neueste Trend, dass die Spielerberater sagen: ‹Wenn du hart genug bist und wartest und das letzte Vertragsjahr aushältst, dann kannst du das grosse Geld verdienen.›» Das sei gefährlich, weil es den Klubs die Existenzgrundlage entziehe.

Die Macht von Mino Raiola und Co. ist Uli Hoeness ein Dorn im Auge.
Die Macht von Mino Raiola und Co. ist Uli Hoeness ein Dorn im Auge.Bild: EPA

Es sei insbesondere schwierig, wenn ein Berater gleich mehrere Spieler einer einzelnen Mannschaft betreue: «Dann können die auch Politik machen. Das ist eine Sache, die mir überhaupt nicht gefällt. Man muss sich Gedanken machen, wie man das reglementiert juristisch.»

Allerdings muss auch Hoeness zugeben, dass es keine einfache Aufgabe ist, in dieser Problematik eine Lösung zu finden: «Mein Bauch sagt mir, dass das so nicht weitergehen kann, aber ich habe im Moment keine Idee, wie man das verhindern könnte.» (abu)

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