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Was entscheidet heute den CL-Final? Offensive oder Defensive? bild: twitter

Das Duell zweier Kulturen – holt die beste Offensive oder die beste Defensive den Pott?

Juventus Turin kann heute als erstes nicht-spanisches Team seit Bayern München vor vier Jahren die Champions League gewinnen. Der Final zwischen dem spanischen und dem italienischen Meister ist auch ein Duell der Kulturen.



Im Nationalstadion von Wales trifft heute Abend um 20.45 Uhr spanischer Offensivgeist auf italienische Defensivkunst, der beste Angriff auf die beste Verteidigung.

Reals BBC-Sturm läuft gegen Juventus Turins BBC-Abwehr an, Gareth Bale, Karim Benzema und Cristiano Ronaldo fordern die Goalie-Ikone Gianluigi Buffon und dessen Vorderleute Leonardo Bonucci und Giorgio Chiellini.

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Mit 32 erzielten Toren stellt Real in der Champions League die gefährlichste Offensive. Juventus liess derweil in zwölf Partien nur drei Gegentreffer zu. An der derzeit besten Verteidigung Europas biss sich im Viertelfinal auch die Tormaschinerie vom FC Barcelona die Zähne aus. Zweimal hielt das italienische Bollwerk dem Angriff von Messi, Neymar und Suarez stand.

Die wichtigsten Defensiv-Duelle

In der diesjährigen Champions League war der Sturm von Real Madrid noch gefährlicher als jener vom FC Barcelona. Zehn Tore und sechs Vorlagen liess sich Ronaldo bisher notieren. Achtmal traf der Portugiese, der gegen Buffon bisher in jedem der fünf Duelle auf Klubebene erfolgreich war, im Viertel- und Halbfinal gegen Bayern München und Atletico Madrid.

«Ich bin in einer grossartigen Form und glaube, dass wir besser sind als Juventus. Wir wollen Geschichte schreiben», verkündete der 32-Jährige, der dank einiger Schonpausen im Lauf der Saison in bester physischer Verfassung antritt.

Die wichtigsten Offensiv-Duelle

Für Teamkollege Gareth Bale gilt das nur bedingt. Der in dieser Saison oft verletzte Waliser meldete sich zwar rechtzeitig fit für das Gipfeltreffen in seiner Geburtsstadt. Allerdings glaubt der 27-Jährige nicht, dass er 90 Minuten durchhalten kann: «Ich bin nicht bei 100 Prozent», liess er verlauten.

Juventus' schlechte Finalbilanz

Den Blick auf die Statistik sollten sie im Lager von Juventus Turin vermeiden. Achtmal stand der Klub im wichtigsten europäischen Wettbewerb schon im Final, sechsmal verlor er. Kommt hinzu, dass Real Madrid seine letzten fünf Champions-League-Finals gewonnen hat und mit elf Siegen aus 14 Finals die meisten Triumphe und die beste Quote (79 Prozent gewonnen) vorweist.

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Das CL-Final-Duell 1998 ging an Real Madrid. Video: streamable

Es gibt aber auch Argumente, die gegen den spanischen Meister und für den italienischen Doublegewinner sprechen. Das letzte Duell entschied Juventus vor zwei Jahren im Halbfinal für sich (2:1/1:1). Und bisher gelang es keiner Mannschaft, den Titel aus dem Vorjahr erfolgreich zu verteidigen. Milan (1995), Ajax Amsterdam (1996), Juventus (1997) und Manchester United (2009) unterlagen als Titelhalter jeweils im Final.

Lichtsteiner als Statist

Für Reals Trainer Zinédine Zidane wird das Duell im Nationalstadion von Cardiff ein sentimentales Wiedersehen. Der Weltfussballer der Jahre 1998, 2000 und 2003 trifft auf seinen langjährigen früheren Arbeitgeber. «Es wird für mich etwas sehr Besonderes sein. Ich habe sehr schöne Erinnerungen an Turin», sagte «Zizou» im Vorfeld. Eine Vergangenheit beim Gegner haben auch Sami Khedira (2015 von Real zu Juventus), Gonzalo Higuain (von 2007 bis 2013 bei Real) und Alvaro Morata (2016 nach Leihe zurück zu Real).

Mit Stephan Lichtsteiner ist auch ein Schweizer im Final vertreten. Allerdings muss sich der Captain des Nationalteams bei den Turinern seit der Verpflichtung von Dani Alves im letzten Sommer mit einer Statistenrolle abfinden. Mit einem Einsatz des Luzerners ist am Samstagabend nicht zu rechnen: Seine einzigen 73 Champions-League-Minuten der Saison sammelte er im Achtelfinal beim 2:0-Hinspielsieg in Porto.

epa05979691 Juventus' players Giorgio Chiellini (L) and Stephan Lichtsteiner celebrate the 2016-2017 Italian Serie A Championship (Italian

Darf Lichtsteiner seinem Kollegen Chiellini beim Stemmen des nächsten Pokals zusehen? Bild: EPA/ANSA

Gleichwohl ist Lichtsteiner der erste Schweizer, der zum zweiten Mal im Final der Königsklasse steht. Der 33-Jährige wäre im Erfolgsfall nach Stéphane Chapuisat (1997 mit Dortmund) sowie Ciriaco Sforza und Xherdan Shaqiri (2001 resp. 2013 mit Bayern München) der vierte Schweizer Champions-League-Sieger.

Bemerkung: Aus Sicherheitsgründen wird das Spiel unter verschlossenem Dach durchgeführt.

(pre/sda)

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