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Die Ersatzspieler von GC und Fans von Aarasu auf der Haupttribuene beim Challenge League Meisterschaftsspiel zwischen dem FC Aarau und den Grasshoppers vom Donnerstag, 30. Juli 2020 in Aarau. (KEYSTONE/Urs Flueeler)

Derzeit dürfen nicht mehr als 1000 Leute in ein Fussball-Stadion. Bild: keystone

Bundesrat erlaubt Grossveranstaltungen ab 1. Oktober – was das für den Sport bedeutet



Der Bundesrat hat am Mittwoch mitgeteilt, dass Veranstaltungen mit mehr als 1000 Personen bald wieder erlaubt sind. Was bedeutet das für den Schweizer Sport? Wir beantworten die wichtigsten Fragen.

Wann dürfen Fussball- und Hockey-Fans wieder ins Stadion?

Bis Ende September gilt wie gehabt: Maximal 1000 Personen dürfen eine Grossveranstaltung besuchen – damit dürfen auch bei Sportveranstaltungen nicht mehr als 1000 Leute ins Stadion. Ab dem 1. Oktober hat der Bund diese Obergrenze aufgehoben. Somit ist es dann theoretisch möglich, dass wieder mehr Fans ins Stadion dürfen. Voraussetzung für die Durchführung grösserer Anlässe aber ist das Einhalten strenger Sicherheits- und Hygienevorschriften.

Als Geist verkleidetete Fans tragen einen Umhang mit der Aufschrift

Spiele ganz ohne Fans sollte es in Zukunft eigentlich nicht mehr geben. Bild: keystone

Ist die Situation national einheitlich geregelt?

Nein, ist sie nicht. Jeder Kanton muss selbst abwägen, welche Veranstaltungen er erlaubt und welche nicht. Theoretisch ist es also möglich, dass beispielsweise Spiele in Zürich mit und Spiele in Basel ohne Fans ausgetragen werden. Die Kantone sollen dabei ihre epidemiologische Lage und die Kapazitäten für das Contact Tracing berücksichtigen

Was heisst das für die Fussball-Saison?

Der SFV hat in einem Communiqué auf den Bundesratsentscheid reagiert. Man nehme ihn zur Kenntnis, liess der Fussballverband verlauten, man hätte die Öffnung bereits auf den Saisonstart vom 11. September 2020 erwartet. Der definitive Spielplan werde deshalb erst diese Woche erarbeitet.

Zudem kündigte der SFV bereits einige Sicherheitsmassnahmen an. Im Stadion herrsche Maskenpflicht, Gästefans werden vorerst in den beiden nächsten Ligen nicht mehr zugelassen und in der Super League wird temporär auf Stehplätze verzichtet. In Planung ist zudem ein Leitfaden, der als Grundlage für ein klubspezifisches Stadionschutzkonzept für Spiele mit Zuschauern ab der neuen Saison dienen soll.

Fussball Fans mit dem noetigen Scherheitsabstand beim Super League Meisterschaftsspiel zwischen dem FC Luzern und dem FC Zuerich vom Freitag, 31. Juli 2020 in Luzern. (KEYSTONE/Urs Flueeler)

In den nächsten Monaten werden in den Fussball-Stadien noch immer einige Sitze frei bleiben. Bild: keystone

Was heisst das für die Hockey-Saison?

Auch die Hockey-Saison startet, so zumindest der eigentliche Plan, im September. Die erste Runde sollte eigentlich am 18. über die Bühne gehen. Nach dem Bundesratsentscheid könnte der Saisonstart aber nach hinten verschoben werden. «Bei einer Freigabe am 1. Oktober werden die bis zu diesem Zeitpunkt ausgefallenen sieben Runden einfach am Schluss der Qualifikation nachgeholt und wir haben immer noch genug Zeit für die Nationalmannschaftspausen und für die vollständigen Playoffs», meinte Spielplan-Chef Willi Vögtlin im Vorfeld. Und auch Liga-Boss Denis Vaucher erklärte, eine Verschiebung sei machbar.

Die Liga und die SIHF zeigten sich nach dem Entscheid vorwiegend zufrieden. Die finanzielle Lage werde zwar angespannt bleiben, trotzdem überwiege die Freude, dass bald wieder vor Fans gespielt werden kann, so National League und SIHF auf Twitter. Über das weitere Vorgehen wolle man sich bei einer Versammlung am Freitag beraten.

Welche Sportanlässe sind ebenfalls betroffen?

In erster Linie die Rad-Weltmeisterschaften, welche eigentlich in Aigle und Martigny durchgeführt werden sollten. Diese wären vom 20. bis 27. September geplant gewesen – dann gilt noch immer die Obergrenze. Somit steht die WM in der Schweiz wie schon die Eishockey-WM im Mai vor der Absage. Und auch der Zürich Marathon wurde nach dem Bundesrats-Entscheid abgesagt.

(dab/sda)

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15Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Donspliff 13.08.2020 12:58
    Highlight Highlight yay in der 'normalen" grippe zeit noch lockerungen machen top! überlegt ihr auch einen millimeter übers portemonaie hinaus?
  • kaktus11kaktus 13.08.2020 12:35
    Highlight Highlight Gemaess WHO sterben jedes Jahr bis zu 650'000 an der Grippe, und das MIT Impfung. Schaut man sich die Zahlen der COVID Statistiken an, dann sieht man, dass die nicht halb so toedlich ist wie die Grippe. Ohne Beruecksichtigung, ob MIt oder WEGEN dem Virus gestorben.

    Auch wenn sich mehr Leute anstecken, die wichtigere Zahl ist, wie viele davon in Spitalpflege gehen muessen oder sterben. Infektionen alleine sind da absolut nichtssagend.

    Normal Leben und Maske tragen. Tthat's the way go
    • Pat the Rat, einfach nur Pat the Rat 13.08.2020 13:25
      Highlight Highlight Stand Heute sind an Corona 747,878 Menschen gestorben (Quelle: https://www.worldometers.info/).
      Das wären dann schon 100'000 mehr, und der Ausbruch ist noch kein Jahr her.

      Aber: selbst wenn COVID-19 nur halb so tödlich ist wie die Grippe (in Todesfällen pro Infizierte), ist es trotzdem 3 mal ansteckender. Daraus resultiert nach Milchbüechli eine zu erwartende Anzahl Todesfälle die 1.5 mal höher ist als bei einer Grippe!
    • kaktus11kaktus 13.08.2020 15:59
      Highlight Highlight Die Anzahl infizierte ist nicht relevant. Die Anzahl der wirklich ernsthaft kranken ist entscheidend. Taeglich werden Neuinfektionen vermeldet, doch viel weniger Tote. Was sagt uns das? Die zu erwartenden Todesfaelle sind ruecklaeufig...

      Auch wenn es jetzt schon mehr Tote sind als mit einer "normalen" Grippe, sagt das noch nichts aus. Heute wird jeder Tote auf COVID untersucht und wenn der Virus festgestellt wird, dann kommt er in die Statistik, auch wenn er aus dem Fenster gefallen und sich das Genick gebrochen hat. Ob man MIT, oder WEGEN dem Virus stirbt, macht einen riesen Unterschied...
  • w'ever 12.08.2020 20:06
    Highlight Highlight ich seh schon die fussballfans die einfach 90 minuten lang bier und wurst in der hand halten, damit sie ihre maske schön unter dem kinn tragen können.
  • Baumi72 12.08.2020 20:04
    Highlight Highlight Welch ein lauwarmer und wässriger Entscheid.

    Es lebe der Kantöndligeist.

    Ich hätte griffige, einheitliche Regelungen erhofft.
  • Swen Goldpreis 12.08.2020 18:59
    Highlight Highlight Fussball ist nun wirklich nichts, wofür das sich ein Superspreader-Event lohnt. Wenn Zehntausende Leute ins Stadion dürfen, werde ich zum Maskenverweigerer.
    • BVB 12.08.2020 20:26
      Highlight Highlight Am Fussball hängen mehr Jobs als an manch anderen Grossevents
    • Swen Goldpreis 13.08.2020 12:59
      Highlight Highlight Am Tourismus hängen noch mehr Jobs. So what? Haben wir nun eine Pandemie oder nicht?

      Bergamo ist direkt auf ein Fussballspiel zurückzuführen. Wir verzichten hier ein halbes Jahr auf praktisch alles, um dann leichtfertig genau das zu machen, von dem wir wissen, dass es uns in die Katastrophe führt.
  • Chalbsbratwurst 12.08.2020 17:01
    Highlight Highlight Es ist wie es ist... solange Corona da ist und die Zahlen mal hoch, mal runter gehen werden wir uns laufend anpassen müssen. Keiner weiss wie die Zahlen am 1. Oktober aussehen! Wir können jetzt nur hoffen das wir ab dem 1. Oktober wirklich wieder Spiele live sehen dürfen.
  • mrgoku 12.08.2020 16:08
    Highlight Highlight Well Done. Wenn man selber keine Eier hat zu entscheiden, spiel den Ball der Bevölkerung zu. So kann man am Ende sagen "ihr seid selber schuld"...

    Alles darf aber nichts ist ein Freipass... molmol
  • Glenn Quagmire 12.08.2020 16:00
    Highlight Highlight Und der obligate GC Witz: Somit ist der Traum, jedes Heimspiel ausverkauftes Stadion zu haben, ausgeträumt.

  • Terraner 12.08.2020 15:55
    Highlight Highlight Der Grossveranstaltungsball wurde den Kantonen zugespielt. Wo das wohl hinführt?
    • NochEinKommentar 12.08.2020 16:22
      Highlight Highlight Die Kantone wollten das so, es besteht kein Notstand mehr. Übrigens könnten sich die Kantone absprechen, nur haben sie das noch nie geschafft, siehe Schulen. Schweiz in 4 Regionen aufteilen und gut ist.
    • Melo 12.08.2020 20:30
      Highlight Highlight Starte eine Initiative. Meine Unterschrift hast du! Gehe sogar noch weitere sammeln.
      Die „Politstürmis “mag ich nicht mehr hören. Das zaudern, sich die Verantwortung immer von neuem zuschieben, sich mit dem Föderalismus rechtfertigen und und und.....
      Angelehnt an den arabischen Frühling müsste es hier wohl mal einen schweizerischen Herbst geben.

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