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FCZ-Flop Benjamin Mendy fällt mit Muskelfaserriss vier Wochen aus

Anton Kade 30 FCB and Benjamin Mendy 3 FCZ. Super League football match between FC Zurich and FC Basel 1893 at Stadion Letzigrund in Zurich, Switzerland. Maximilian G�rtner / SPP PUBLICATIONxNOTxINxBR ...
Benjamin Mendy (rechts) beim 0:4 gegen Basel.Bild: www.imago-images.de

Party nach dem Spiel ging noch – jetzt fällt FCZ-Flop Mendy vier Wochen aus

Der FC Zürich muss für rund einen Monat auf Benjamin Mendy verzichten. Angesichts der bisherigen Leistungen des französischen Weltmeisters ist das wohl kaum eine Schwächung.
17.04.2025, 10:1917.04.2025, 14:42

Nicht jeder Transfer entwickelt sich zu einer Erfolgsgeschichte und vielleicht hinterfragten sich die Verantwortlichen beim FC Zürich bereits, ob das Engagement von Benjamin Mendy eine kluge Entscheidung war. Der 30-jährige Franzose polarisiert einerseits neben dem Platz und er entpuppte sich auf dem Feld noch überhaupt nicht als Verstärkung.

Zurich, Switzerland, April 12th 2025: B
Mendy versucht, den Basler Bénie Traoré zu stoppen.Bild: www.imago-images.de

Am Samstag bei der 0:4-Klatsche des FCZ gegen den FC Basel wurde Mendy in der 54. Minute eingewechselt und vom «Blick» nach einer fehlerhaften Darbietung zum schlechtesten Spieler der Partie gekürt.

Trotzdem wurde der Weltmeister von 2018 nach der Schmach im Klassiker im Ausgang gesichtet. Laut dem «Blick» feierte Benjamin Mendy wenige Stunden nach der heftigen Niederlage im ehemaligen Jelmoli in Zürich.

Falls Mendy an der Party war, dann lädiert. Denn wie der FC Zürich am Donnerstagmorgen mitteilte, zog sich der Verteidiger im Spiel gegen Basel einen Muskelfaserriss in der linken Wade zu. Mendy falle rund vier Wochen aus.

Nicht justiziabel, aber moralisch verwerflich

In bislang acht Einsätzen konnte Benjamin Mendy sich nicht positiv in Szene setzen. Möglich, dass er auch unter fehlender Spielpraxis leidet, denn vor dem Engagement in Zürich war er mehr als ein halbes Jahr ohne Einsatz.

Das lag wohl auch am Bruch in Benjamins Mendy Karriere. Im Sommer 2021 kam der Star von Manchester City in Untersuchungshaft, nachdem ihm mehrere Frauen eine Vergewaltigung vorgeworfen hatten. In zwei Prozessen zwei Jahre später wurde Mendy in insgesamt acht Fällen freigesprochen.

Sein Verhalten wurde zwar nicht als justiziabel eingeordnet, aber von vielen als moralisch verwerflich taxiert. Der FC Zürich musste für den Transfer teils scharf Kritik einstecken. Der FCZ trage zur ‹Rape Culture› bei, einer Kultur, die Täter schütze und Gewalt an Frauen verharmlose, schrieb etwa die Frauenzentrale Zürich. Es blieb nicht bei einem Anfangssturm, Mendy und der Klub sehen sich weiterhin Kritik gegenüber. So tauchten zuletzt an vielen Orten in der Stadt solche Aufkleber auf:

Aufkleber Mendy verpiss dich – FCZ Fans gegen Sexismus
Bild: watson

Final- oder Abstiegsrunde?

Für den FC Zürich steht am Ostermontag (16.30 Uhr) viel auf dem Spiel. Auswärts gegen YB geht es darum, sich für die Finalrunde der besten sechs Teams der Super League zu qualifizieren.

Auf Benjamin Mendy wird Trainer Ricardo Moniz in Bern verzichten müssen. Es deutet gerade vieles darauf hin, dass letztlich die watson-Prognose bei der Verpflichtung des Verteidigers eintreffen wird, bei der wir die Frage in den Raum stellten, ob Mendy sportlich eine Verstärkung sein kann: «Im dümmsten Fall wird sich der Transfer als nichts als ein Imageschaden herausstellen.»

Update

Trainer Moniz sprach am Mittag über seinen Star-Verteidiger. «Nach einem 0:4 kannst du dir das auch gegenüber den Fans nicht erlauben», sagte er über Mendys Ausflug ins Nachtleben. Es sei zudem offensichtlich, dass der Spieler körperlich nicht fit sei. «Da müssen wir ehrlich sein, das haben alle gesehen.»

Mendy habe bislang nicht das gebracht, was man von einem Spieler mit seinem Status erwarte: «Er hat noch nicht gezeigt, dass er eine Option ist, da muss man knallhart sein.» Als Person habe Benjamin Mendy auf ihn einen guten Eindruck gemacht, betonte Ricardo Moniz.

Ricardo Moniz vor dem Spiel YB – Zürich.Video: YouTube/FC Zürich
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quelle: keystone / philipp schmidli
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