Im modernen Fussball gibt es sie immer weniger: Sturm-Duos. Die meisten Klubs setzten vermehrt auf eine Sturmspitze, gepaart mit schnellen Flügelspielern. Nur noch wenige Teams, spielen mit zwei wirklichen Stürmern in der Spitze, wie beispielsweise Union Berlin. Doch in den letzten 25 Jahren gab es einige sehr erfolgreiche Sturm-Duos in Europas Top-Ligen.
Harry Kane und Heung-min Son entwickelten sich in den letzten Jahren zu einem wahrlichen Traumduo im Angriff der Tottenham Hotspur. Die beiden legten sich gegenseitig schon über 50 Treffer auf und verhalfen den «Spurs» so schon mehrfach zum Einzug in die Champions League. Kane wurde durch Sons Hilfe bereits dreimal Torschützenkönig in der englischen Premier League und auch Son konnte sich in der vergangenen Saison erstmals die Torjägerkrone in England aufsetzten.
Harry Kane and Son Heung-min now have 5⃣0⃣ goal/assist combinations between them...
— Parimatch UK (@ParimatchUK) October 13, 2022
What a duo! 🏴🇰🇷🔥
Die Saison 2008/09 sollte für den VfL Wolfsburg eine historische Saison werden und ein Duo leistete einen massgeblichen Beitrag dafür. Namentlich Edin Dzeko und Grafite. Die beiden stellten einen Rekord auf, der bis heute von keinem Sturm-Duo der Bundesliga übertroffen wurde. Gemeinsam trafen der Bosnier und der Brasilianer 54-mal ins Netz. Damit übertrafen sie den Rekord von Gerd Müller und Uli Hoeness, welche in der Saison 1971/72 53 Tore erzielten. Damit nicht genug, die Treffer der beiden führten die Wolfsburger völlig überraschend zur ersten und bislang einzigen deutschen Meisterschaft in der Vereinsgeschichte.
Die beiden profitierten in dieser Saison vor allem auch von den Zuspielen eines Mannes: Zvjezdan Misimovic. Der Bosnier sammelte 20 Assists, allein 14 davon gingen an das Sturm-Duo. Dzeko konnte auch später noch an die gezeigten Leistungen anknüpfen und wurde eine Saison später selbst Torschützenkönig in der Bundesliga. Für Grafite war die Saison 2008/09 der Höhepunkt seiner Karriere. Für seine 28 Tore in dieser Saison benötigte der Brasilianer nur 25 Spiele.
Die Saison 2014/15 war für Real Madrid zwar weniger erfolgreich als die Saison davor, in welcher man endlich den zehnten Champions-League-Sieg feiern konnte. Zweiter in der Liga hinter dem FC Barcelona, aus im Halbfinal der Champions League gegen Juventus Turin, eine Saison nicht nach den Vorstellungen der Madrilenen.
Doch einen Glanzpunkt konnte das Sturm-Duo bestehend aus Cristiano Ronaldo und Karim Benzema in dieser Saison dennoch setzen. Die beiden erzielten gemeinsam insgesamt 63 Treffer in La Liga. Ronaldo erzielte allein 48 Tore und wurde vor Lionel Messi Torschützenkönig in Spanien. Benzema gelangen zwar «nur» 15 Treffer, aber seine grosse Zeit bei Real sollte ja noch kommen.
In der Saison 2013/14 wäre der FC Liverpool beinahe englischer Meister geworden. Vor allem auch dank eines überragenden Sturm-Duos. Luis Suárez und Daniel Sturridge erzielten gemeinsam insgesamt 52 Treffer. Für Suarez war es die letzte Saison im Dress der «Reds», nach der WM 2014 in Brasilien wechselte er zum FC Barcelona und sollte dort seine grössten Erfolge feiern dürfen.
Daniel Sturridge konnte ohne seinen kongenialen Sturmpartner nie mehr an die Leistungen aus der Saison 2013/14 anknüpfen. Auch aufgrund zahlreicher Verletzungen traf Sturridge in der Premier League nicht mehr zweistellig.
Diego Forlán und Sergio Agüero sorgten dafür, dass der grosse FC Barcelona dreimal in Folge bei Atlético Madrid ohne Punkte blieb. Dies gelang seither keiner Mannschaft von Atlético mehr. Den grössten Moment erlebte das Duo Forlán & Agüero im Europa-League-Finale der Saison 2009/10. Im Finale im Hamburger Volksparkstadion brachte Diego Forlán die «Rojiblancos» nach etwas mehr als einer halben Stunde auf Vorlage von Agüero in Führung. Doch der damalige Gegner FC Fulham, bei welchem Pascal Zuberbühler auf der Bank sass, schlug nur Minuten später zurück.
Auch nach 90 Minuten stand es immer noch 1:1 und so musste eine Verlängerung her. Diese schien schon torlos zu Ende zu gegen ehe, Forlán noch ein Ass aus dem Ärmel zog. Eine Hereingabe, logischerweise von Agüero, spitzelte der Uruguayer vorbei an Mark Schwarzer ins Netz.
Doch ihr produktivstes Jahr hatten die beiden bereits im Jahr zuvor. In der Saison 2008/09 erzielten die beiden in La Liga (damals noch Primera División) gemeinsam 49 Tore. Forlán erzielte in 33 Spielen 32 Treffer und wurde nicht nur zum zweiten Mal Torschützenkönig in Spanien, sondern gewann nach 2005 ebenfalls zum zweiten Mal den goldenen Schuh der UEFA für den besten Torschützen in Europas Top-Ligen. Auch Agüero liess sich nicht lumpen und steuerte selbst 17 Tore bei.
Besonderes Highlight in dieser Saison war ein 4:3-Heimsieg über den späteren Triple-Sieger FC Barcelona, zumal das Team 0:2 und 2:3 in Rückstand geraten war. Aufseiten des FC Barcelona standen damals Spieler wie Thierry Henry (traf doppelt) Samuel Eto'o, Lionel Messi (traf «nur» einmal), Xavi und Yaya Touré auf dem Platz. Doch Forlán und Agüero trafen jeweils doppelt und führten Atlético zum Sieg.
Die zweite Saison für Stéphane Chapuisat bei YB sollte für ihn persönlich zur besten Saison seiner Karriere werden. 2002 kam Chapuisat von den Grasshoppers zu den gelb-schwarzen. Titel sollte er mit den Young Boys zwar keine mehr gewinnen, doch in der Saison 2003/04 formte er zusammen mit Leandro ein treffsicheres Sturm-Duo. Chapuisat erzielte 24 Tore und gab 19 Assists, was ihm die erste Torjägerkrone der SuperLeague-Geschichte einbrachte.
Auch für Leandro war es die ertragreichste Saison der Karriere, er traf 16-Mal ins gegnerische Tor und bereitete 17 Treffer vor. Dies bescherte ihm in der Folgesaison einen Wechsel in die Bundesliga zu Hannover 96, wo er allerdings nicht mehr an die Leistungen bei YB anknüpfen konnte.
Dwight Yorke und Andy Cole führten Manchester United 1999 zum Triple-Gewinn aus Meisterschaft, FA-Cup und Champions League. Yorke und Cole erzielten in dieser Saison zusammen 35 Tore, dabei gelangen York mit 18 Treffern einer mehr als seinem Sturmpartner.
Yorke und Cole waren ein Sturm-Duo, welches besonders von seinem blinden Verständnis auf dem Platz profitierte. Die beiden harmonierten zusammen wie nur wenige andere. Mit Doppelpässen hebelten sie nahezu jede Abwehrreihe aus, die ihnen in dieser Saison in den Weg kam.
Auch nach ihrer gemeinsamen Zeit bei Manchester United spielten die beiden nochmals zusammen, zunächst bei den Blackburn Rovers und später beim AFC Sunderland.
Im Sommer 2010 holte Felix Magath insgesamt 22 Spieler zum FC Schalke 04, viele davon konnten sich in Gelsenkirchen nicht nachhaltig durchsetzen. Doch 2 Spieler sollten zu Schalker Legenden werden. Klaas-Jan Huntelaar kam für 14 Millionen Euro vom AC Mailand und Raúl ablösefrei von Real Madrid zu den Schalkern.
In ihrer ersten Saison in «Königsblau» zogen sie nach einem sensationellen Sieg über den amtierenden Titelträger Inter Mailand in den Champions-League-Halbfinal ein. Dort musste sich das Team von Ralf Rangnick, welcher auf den entlassenen Felix Magath folgte, allerdings Manchester United geschlagen geben. In der Bundesliga blieb man hinter den Erwartungen zurück und verpasste es, die internationalen Plätze zu erreichen. Doch die Qualifikation zur Europa League gelang dennoch, da sich S04 den DFB-Pokal sicherte.
Schon mit dieser Saison alleine hat sich das Sturm-Duo Raúl und Huntelaar auf Schalke unsterblich gemacht. Doch die torreichste Saison der beiden sollte noch folgen.
In der Saison 2011/12 schoss sich Huntelaar mit 29 Treffer zum Gewinn der Torjäger-Kanone und Raúl traf ebenfalls 15-mal ins gegnerische Tor. Am Ende der Saison wurde Schalke Dritter und qualifizierte sich für die Champions League. Für Raúl und Huntelaar war es die letzte gemeinsame Saison, der Vertrag des Spaniers wurde nicht verlängert, weshalb er ablösefrei nach Katar zu Al-Sadd SC ging.
Huntelaar ist aber nicht der erste Sturmpartner, der den meisten in den Sinn kommt, wenn sie an Raúl González denken. Zwischen 2002 und 2007 bildete der Spanier bei Real Madrid eines der legendärsten Sturmduos der letzten 25 Jahre. Nämlich mit dem Brasilianer Ronaldo. Gleich in ihrer ersten Saison erzielten sie wettbewerbsübergreifend gemeinsam 55 Tore.
In der Liga schossen die beiden die Madrilenen in der Saison 2002/03 zum Meistertitel. Ronaldo, der von Inter Mailand in die spanische Hauptstadt wechselte, trug dazu 23 Tore bei und wurde nur von Roy Makaay überflügelt. Raúl erzielte 16 Tore und war damit 5. der Torschützenliste. In der Champions League scheiterte Real erst im Halbfinal an Juventus. In der Folgesaison kamen die beiden gemeinsam noch einmal auf 51 Tore, doch an den Wert aus der ersten gemeinsamen Saison kamen sie bis zu Ronaldos Weggang im Januar 2007 nicht noch einmal heran.
Die Saison 2003/04 dürfte bis heute für jeden Arsenal-Fan ein Begriff sein. Denn in dieser gelang der Mannschaft von Arsène Wenger etwas, was noch nie zuvor und auch bis heute keinem Team mehr gelang. Die «Gunners» blieben eine komplette Premier-League-Saison lang ungeschlagen. Die sogenannten «Invincibles», zu Deutsch «die Unschlagbaren», waren geboren.
Logisch, dass diese Mannschaft auch von einem torgefährlichen Sturm-Duo profitierte. In Persona waren das Thierry Henry und der Niederländer Dennis Bergkamp.
Für Henry, der 30 Tore erzielte, war es die erfolgreichste Saison seiner Premier-League-Karriere. Der damals 25-Jährige war in seinen besten Jahren und traf, wie er wollte. Anders erging es seinem Sturmpartner. Dennis Bergkamp war bereits 34 Jahre alt und hatte seine Hochphase schon hinter sich. Trotz allem steuerte er noch vier Treffer in dieser Saison bei und war ein wichtiger Faktor beim Gewinn der Meisterschaft.
In der Saison 2005/06 stellte Werder Bremen mit 79 Toren die beste Offensive der Bundesliga. Massgeblichen Anteil daran hatten die beiden Stürmer Miroslav Klose und Ivan Klasnic. Der sogenannte «K&K-Sturm» erzielte gemeinsam insgesamt 40 Treffer. Klose wurde in dieser Saison mit 25 Toren und 13 Assists in 26 Spielen Torschützenkönig. Aber auch Klasnics Statistik aus der Saison mit 15 Toren und 8 Vorlagen kann sich sehen lassen.
Beide konnten später nicht mehr an diese Torquoten anschliessen. Klasnic litt unter Verletzungen und einer Nierentransplantation. Klose traf zwar später auch bei den Bayern und für Lazio Rom, doch nie mehr so häufig wie in dieser Saison.
Die AC Milan hätte in der Saison 2004/05 beinahe eine grandiose Saison gespielt. Die Meisterschaft verspielten die Mailänder mit drei Unentschieden in den letzten drei Spielen.
Im Champions-League-Final führte man zur Pause bereits komfortabel mit 3:0, ehe der FC Liverpool in der 2. Halbzeit noch ausgleichen und sich im Elfmeterschiessen schliesslich den Titel sichern konnte.
Dabei wurde ein Mann zur besonders tragischen Figur: Andriy Shevchenko. Zunächst scheiterte er aus wenigen Metern völlig frei am glänzend reagierenden Jerzy Dudek im Liverpooler Tor und dann vergab er schliesslich den entscheidenden Penalty.
Doch auch wenn die AC Milan in dieser Saison keinen grossen Titel einfahren konnte, konnten sich die «Rossoneri» auf ihr Sturm-Duo aus dem Ukrainer und dem vom FC Chelsea ausgeliehenen Hernán Crespo verlassen.
In der Serie A erzielten die beiden zusammen 27 Treffer. 17 davon gingen auf das Konto Shevchenkos, die restlichen 10 erzielte Crespo. Zudem erzielten beide jeweils sechs Tore in der «Königsklasse», Crespo gelangen dabei zwei Treffer im Final gegen Liverpool.
Das Duo trennte sich allerdings nach der Saison bereits wieder, da Crespo nach dem Ende seiner Leihe erneut zu seinem Stammklub FC Chelsea zurückkehren musste.
In der Saison 2011/12 erlebte der FC Basel eine Traumsaison in allen drei Wettbewerben. In der Super League wurde das Team von Heiko Vogel souverän Meister, auch den Schweizer Cup sicherten sich die Basler mit einem Sieg im Penaltyschiessen über den FC Luzern und sogar in der Champions League schaffte man es in den Achtelfinal.
Massgeblich am Erfolg der Basler beteiligt war ein Sturm-Duo, welches dem FC Basel auch heute noch gut zu Gesicht stehen würde. Mit Alexander Frei und Marco Streller standen zwei waschechte Basler im Sturm des FCB. In der Liga trafen die beiden gemeinsam 37-mal, 24 Treffer steuerte der heutige FCB-Coach Frei bei und 13 Tore erzielte Marco Streller.
Logischerweise erzielten auch die beiden im Rückspiel gegen das grosse Manchester United die entscheidenden Treffer zum ersten Einzug ins Champions-League-Achtelfinal der Klubgeschichte.
Wenn man an Stürmer des FC Chelsea denkt, kommt einem automatisch Didier Drogba in den Sinn. Der Ivorer war von 2004 bis 2012 die Torgarantie des FC Chelsea. In dieser Zeit hatte er so einige Partner im Sturm. Angefangen beim Rumänen Adrian Mutu, über Hernán Crespo, zu Andriy Shevchenko, bis ihm im Jahr 2008 der Franzose Nicolas Anelka an die Seite gestellt wurde.
Anelka welcher zu dieser Zeit als Wandervogel galt, kam im Januar 2008 für 18 Millionen Euro von den Bolton Wanderes zum Londoner Klub. Zuvor spielte der 1,86-Meter-grosse Stürmer bereits für Paris-Saint-Germain, Arsenal London, Real Madrid, den FC Liverpool, Manchester City und Fenerbahçe Istanbul.
Beim FC Chelsea sollte Anelka vier Jahre bleiben und seine erfolgreichste Zeit der Karriere verbringen. In der Saison 2008/09 traf Anelka 19-mal und wurde Torschützenkönig der Premier League. Zudem gewannen «die Blues» in dieser Saison den FA-Cup.
Für Drogba lief es in dieser Saison nicht ganz so gut, er traf in der Liga nur fünfmal. Seine grosse Saison sollte allerdings noch kommen. Im darauffolgenden Jahr lief der Mann von der Elfenbeinküste dann so richtig heiss. In 32 Ligaspielen erzielte er 29 Treffer und sammelte 13 Assists. Chelsea wurde nicht nur englische Meister, sondern verteidigte auch den FA-Cup.
Für Anelka lief es in dieser Saison ebenfalls gut, er erzielte selbst elf Tore und legte weitere acht auf. In den folgenden Jahren liess die Scoring-Power der beiden dann nach. Anelka wechselte im Januar 2012 nach China und Drogba erlebte im Mai desselben Jahres in München den grössten Abend seiner Karriere. Zusammen mit einem unüberwindbaren Petr Cech führte er den FC Chelsea gegen Bayern München zum ersten Champions-League-Triumph der Vereinsgeschichte.
In der Saison 2017/18 durfte der FC Barcelona nicht nur das bislang letzte Double der Vereinsgeschichte, bestehend aus Meisterschaft und Pokalsieg feiern, nein, die Barça-Fans durften auch 59 La Liga-Treffer von Lionel Messi und Luis Suárez bejubeln. «La Pulga» (der Floh) schoss 34 Tore und sein Partner traf 25-mal.
Logischerweise erlebte Barcelona auch seine einzige Niederlage in La Liga als Messi und Suárez am 37. Spieltag gegen UD Levante nicht gemeinsam auf dem Platz standen.
Die Saison 2015/16 sollte die letzte von Zlatan Ibrahimović bei den Parisern sein. Und Zlatan wäre nicht Zlatan, wenn er in seiner letzten Saison in Frankreichs Hauptstadt nicht noch einmal eine Bestleistung gebracht hätte. Der Schwede erzielte in 31 Ligaspielen 38 Treffer und kam mit seinem Sturmpartner Edison Cavani, der gerade einmal die Hälfte der Treffer Ibras erzielte, obwohl er ein Ligaspiel mehr absolvierte, auf 57 Tore. Logische Konsequenz: Paris-Saint-Germain gewann in dieser Saison die französische Meisterschaft.
Ibrahimović folgte dem Ruf seines Ex-Coaches bei Inter Mailand, José Mourinho, und wechselte am Ende der Saison ablösefrei auf die Insel zu Manchester United. Cavani blieb noch bis Sommer 2020 in Paris, ehe auch der Uruguayer ablösefrei auf die Insel zu den «Red Devils» wechselte. Cavani ist aktuell in Spanien bei Valencia unter Vertrag und Ibrahimović kehrte nach seinem US-Abenteuer im Januar 2020 zurück zum AC Milan.
Im ersten Jahr nach dem Wiederaufstieg von Juventus Turin in die Serie A spielte ein Duo ganz gross auf, welches dem Klub auch nach dem Zwangsabstieg in der Serie B die Treue hielt.
Die Rede ist von Alessandro del Piero welcher 1993 für 2,6 Millionen Euro aus Padova ins Piemont wechselte und sein Pendant David Trézéguet.
In der ersten Saison wieder zurück im italienischen Oberhaus liessen es die beiden so richtig krachen. Del Piero traf 21-mal und auch Trézéguet stand ihm mit 20 Treffer in dieser Saison um nichts nach. Juve wurde am Ende der Saison Dritter und sicherte sich als Aufsteiger direkt den Champions-League-Quali-Platz.
In der darauffolgenden Saison konnte nur Del Piero seine starke Leistung bestätigen. Trézéguet verpasste grosse Teile der Saison wegen Knieproblemen und fand anschliessend nie wieder richtig in die Stammelf der «alten Dame». 2010 verliess der Franzose Turin schliesslich in Richtung Spanien. Del Piero, welcher bei Juve Legenden-Status geniesst, blieb noch zwei Jahre länger und liess seine Karriere schliesslich in Sydney (Australien) und Delhi (Indien) ausklingen.
Inter Mailand musste nach dem Triple-Gewinn ganze 11 Jahre warten, bis die nächste Meisterschaft gefeiert werden konnte. 10 Jahre waren die Mailänder bis dahin ohne Titel. Ehe ein Duo der Wartezeit der Inter-Fans endlich ein Ende setzte.
Romelu Lukaku und Lautaro Martinez, ein Duo, welches vom Erscheinungsbild wohl kaum unterschiedlicher sein könnte. Lukaku mit 1,91 Meter ein grosser bulliger Stürmer und Martinez ein kleiner agiler Spieler mit starkem Abschluss. Die beiden ergänzen sich optimal.
In der Saison 2020/21 schossen die beiden zusammen 41 Tore in der Serie A und führten Inter so zur italienischen Meisterschaft. Lukaku steuerte 24 Treffer bei und Martinez 17. Nach dem Gewinn der Meisterschaft 2021 wurde das Duo kurzzeitig gesprengt. Der Belgier verliess Inter und kehrte für 113 Millionen Euro zum FC Chelsea zurück.
Doch dort wurde der 29-Jährige nicht glücklich und verärgerte mit einem Interview, in welchem er erklärte, dass er irgendwann wieder zu Inter zurückkehren möchte, die Verantwortlichen des FC Chelsea. Aus diesem irgendwann wurde ein halbes Jahr später, denn im vergangenen Sommer kam es zur wieder Vereinigung von Lukaku und Martinez. Inter konnte den Stürmer für ein Jahr vom FC Chelsea ausleihen. Wegen muskulärer Problemen kam Lukaku in dieser Saison allerdings erst dreimal zum Einsatz.